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Eurozone vor Geldpolitik-Wende? Ist es Zeit die Deutsche Bank-Aktie zu kaufen?

Die Deutsche Bank Türme in Frankfurt

Ist es langsam mal an der Zeit die Deutsche Bank-Aktie zu kaufen? Wir möchten diese Frage in den Raum werfen, wenn man auf einen sehr langen Zeitraum gesehen die Aktie in Relation setzt zur Entwicklung der Zinsen. Dazu haben wir im folgenden Chart rückwirkend für 30 Jahre die Deutsche Bank-Aktie (orange Linie) in Relation gesetzt zur Entwicklung der Rendite für zehnjährige deutsche Bundesanleihen. Parallel zu den Leitzinsen schrumpfen die Anleiherenditen seit Jahren. Weniger Zinsmargen bedeuten geringere Zinsüberschüsse für die Banken in ihrem Brot- und Butter-Geschäft, nämlich die Differenz zwischen zu bezahlenden Einlagenzinsen und erhaltenen Kreditzinsen.

Deutsche Bank-Aktie im großen Bild ein Kauf?

Schaut man nur auf diesen Chart, und glaubt man auf Sicht von vielleicht ein, zwei, drei Jahren an eine Zinswende in der Eurozone, könnte man meinen: Wenn die Zinsmargen zurückkommen und Banken wieder nennenswerte Zinsmargen erwirtschaften, sprudeln ihre Gewinne wieder, und damit steigen auch die Kurse der Bankaktien, also auch die Deutsche Bank. Die Logik ist einfach und bestechend. Denn die letzten Jahre vor allem seit der Finanzkrise 2008 sind die Anleiherenditen und der Aktienkurs der Bank im perfekten Einlang in den Keller gerauscht. Steht man jetzt vor einer großen Kehrtwende? Wer sich nur auf eine mögliche Zinswende fokussiert, und glaubt die Zinsmargen spülen wieder Milliarden in die Kassen, könnte über den Einstieg in europäische Bankaktien nachdenken?

War da nicht noch was?

Aber man bedenke: Die letzten Jahre gab es auch erzwungenermaßen dank des Nullzinsumfelds gigantische technologische Fortschritte. Fintechs wie n26 und andere nehmen den „alten“ Banken ihre „langweiligen“ Kunden weg in Sachen Girokonto. Auch auch beim Börsenhandel – siehe Trade Republic und Co, wo man wie auch amerikanische Anbieter die Tradinggebühren abgeschafft hat. Das nennt man wohl Disruption. Warum sollen die Anleger noch Gebühren für den Börsenhandel bei den normalen Filialbanken zahlen, wenn die Fintechs mit Gratis-Trading locken? Auch ist die Konkurrenz im Spar- und Kreditgeschäft gewachsen über viele Vergleichsportale, was auch bei steigenden Zinsen auf die Margen drücken könnte. Der tiefgreifende Wandel im normalen Bankgeschäft könnte dafür sorgen, dass bei einer „Rückkehr der Zinsen“ die Gewinne der Banken wieder steigen, aber womöglich nicht so kräftig wie früher. Ob man eine Aktie wie die Deutsche Bank wieder kaufen sollte? Es ist nur ein Gedankenspiel. Denn ob überhaupt kräftige (!) Zinsanhebungen in den nächsten Jahren in der Eurozone anstehen, kann bezweifelt werden.

Chart vergleicht Deutsche Bank-Aktie mit Rendite für Bundesanleihen
TradingView Chart zeigt seit 1990 die Deutsche Bank-Aktie im Vergleich zur Rendite für 10 Jahre laufende Bundesanleihen.



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1 Kommentar

  1. Ist es nicht langsam an der Zeit die DB-Aktie zu kaufen?Nein ,ist es nicht!Diese „Ehrenwerte Gesellschaft“hat mir mein 7-stelliges Erbe auf 5-stelliges Niveau zurückgefahren und mir dafür auch noch fürstliche Gebühren berechnet.Ihre kundensadistischen faul,uninspiriert facfalch und menschlich unqualifizierten „Berater“ verdienen nur das alttestamentarische Zeugnis:Auge um Auge,Zahn um Zahn.Fahrt zur Hölle Deutschbanker der Niederlassung F-Rossmarkt 18.Ich bete täglich an meinem Schrein,dafür,dass euch die göttliche Strafe zukommt!Seid gewiss,es wird sein!Ihr hättet euch nicht eine Totgeburt wie mich aussuchen sollen!So wird Euch geschehen,dass ihr der apokalyptischen Reiter verdient zum Frass vorfallt.P.s.Leftutti,Euer Ehren!Zur Zeit bin ich wieder besoffen,daher auch die emotional falsche Rechtschreibung.Bitte tausendmal um Entschuldigung,Herr Linksutti!

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