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Deutsche Bank-Aktie rauscht auf tiefsten Stand seit November 2016 – das sind die zwei Gründe

Die Deutsche Bank-Aktie rauscht heute Nachmittag in den Keller. Es ist heute ein Tagesverlust von 6%. So kerzengerade abwärts ging es aber erst ab 13:30 Uhr. Damit erreicht die Aktie mit derzeit…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die Deutsche Bank-Aktie rauscht heute Nachmittag in den Keller. Es ist heute ein Tagesverlust von 6%. So kerzengerade abwärts ging es aber erst ab 13:30 Uhr. Damit erreicht die Aktie mit derzeit 11,89 Euro den tiefsten Stand seit November 2016. Was ist passiert?

Deutsche Bank Finanzvorstand James von Moltke sprach heute bei einer Investorenkonferenz in London. Als wäre das kein Thema für die breite Öffentlichkeit, wurde halt eben dort verkündet, dass man die Zeichnungsspanne der bevorstehenden DWS-Aktienemission leicht nach unten korrigiert, von bislang 30-36 Euro auf jetzt 32-33 Euro. Das ist mehr als schwach.

So eine große Bank hat für diese Emission auch noch diverse Konsortialbanken ins Boot geholt. Und man hat vorab schon einen großen Block der Aktien an einen japanischen Investor zugeteilt. Und dennoch schafft man es nicht genug Kaufinteresse einzuwerben, damit die Emissionsspanne gehalten werden kann? Das ist wirklich mehr als schwach!

Und ebenfalls in der Investorenkonferenz erwähnte von Moltke vorhin, dass die Investmentbanking-Sparte der Deutschen Bank im ersten Quartal wohl 450 Millionen Euro weniger verdienen werde als bislang erwartet. Grund dafür seien ungünstige Wechselkurse, und höhere Interbanken-Finanzierungskosten. Könnten hochbezahlte Banker sowas nicht antizipieren? 2,2 Milliarden Boni trotz Gesamtverlust der Bank sollten doch eigentlich genug Stimulus sein um sich ein wenig anzustrengen?

Die Deutsche Bank-Aktie jedenfalls ist wenig begeistert. Das Schlimme ist wohl, dass die ständigen schlechten Nachrichten einfach nicht aufhören. Die Aktie kann jetzt charttechnisch „andocken“ an ihr Tief aus 2016 um die 10 Euro herum. Das ist erstmal eine große Unterstützung, aus charttechnischer Sicht!

Deutsche Bank-Aktie
Die Deutsche Bank-Aktie seit Anfang 2015.

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    Denker

    21. März 2018 16:34 at 16:34

    Egal,… das ganze Ponzifinanzsystem ist doch eh am Ar….. kommts da wirklich noch auf die Deutsche an?
    Zum Schluß heist es doch eh wieder die Deutschen waren es.

  2. Avatar

    Wolfgang M.

    21. März 2018 16:49 at 16:49

    Was soll man dazu noch sagen? Jetzt haben die Investmentbanker trotz des Miliardenbonus wieder kein gutes Quartal hingekriegt. Genauso wie in den Jahren 2010 bis 2017, wo sie über 23 Mrd. € Bonusprämien einstrichen, trotz fast ständig fallendem Aktienkurs (Dt. Bank – 65%, Dax + 190%). Dazu noch Kapitalerhöhungen in Höhe von 24 Mrd. € – man muss keinen Neidkomplex haben, um zu erkennen, dass die (Groß)Bankenbranche in einem Paralleluniversum lebt. Im letzten Jahresbericht des deutschen Branchenprimus wurde berichtet, dass es 702 Mitarbeiter gibt, die ein 7-stelliges Jahresgehalt beziehen. Wie sollen da in einer Niedrigzinsphase Gewinne erwirtschaftet werden? Das Schlimme daran ist, dass auch ein Tausch des Spitzenpersonals vermutlich keine Änderung bringen würde. John Cryan gilt als harter Sanierer und hat trotzdem dieses Bonussystem abgenickt. Was hätte da erst ein Ackermann-Nachfolger genehmigt? Übrigens in der Begründung für die Boni der Investmentbanker sprach man davon, dass man für die Händler in Singapur oder London adäquate Vergütungen bezahlen muss – sonst sind sie weg. Anscheinend ist man dort mit 500 000 € Gehalt ein Angehöriger des Finanz-Prekariats!??

  3. Avatar

    Jürgen Freitag

    21. März 2018 19:39 at 19:39

    Es ist nicht zu fassen. Ich vergleiche die Verantwortlichen mit dem HSV. Unfähig nicht kompetent. Man liest nur das es hohe Vergütungen gibt für was. Was ist gentlich mit den Anlegern. Bekomme ich eigentlich Schmerzensgeld für den Aktienkurs.

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Warum ich keine Lieblingsaktien habe! – Werbung

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Lieber Börsianer,

was ist Ihre Lieblingsaktie? Welchem Titel halten Sie unbedingt die Treue und gehen quasi mit ihm durch dick und dünn? Hier verzeihen Sie auch einmal schlechte Nachrichten, weil Sie von dem Unternehmen wirklich überzeugt sind. Das Phänomen der Lieblingsaktie kann auch gleich für eine ganze Branche gelten. So schworen viele Privatanleger vor einigen Jahren auf Unternehmen aus der Edelmetall-Branche. In fester Erwartung eines Euro-Untergangs wurde diese Branche für viele Privatanleger zum bevorzugten Ort der Investition.

Typisch für eine solche Situation ist, dass wir die Nachrichtenlage dann nur noch sehr eingeschränkt wahrnehmen. Schlechte Nachrichten zu unserer Lieblingsaktie blenden wir aus. Gute Nachrichten hingegen bewerten wir in ihrer Bedeutung für die Kursentwicklung über. Mehr noch: Oftmals bilden wir in unseren Lieblingsaktien deutliche Übergewichtungen in unseren Depots, weil wir hier gerne mehrfach kaufen. Plötzlich steht Ihre Lieblingsaktie dann für 10 oder 20 % Ihres Gesamtdepots. Wenn Ihre Lieblingsaktie dann einmal schwächelt, ist Ihr Depot aufgrund der Übergewichtung chancenlos.

Aber wie entsteht eigentlich so eine Lieblingsaktie in unserem Depot? In aller Regel steht am Anfang zunächst eine starke Performance. Folglich mögen wir diese Aktie, weil sie uns eben zunächst viel Rendite beschert hat. Am besten können wir die Produkte unseres Lieblingsunternehmens im Alltag auch noch erfahren und quasi anfassen. Tatsächlich schätzten in der Vergangenheit viele deutsche Privatanleger die Aktien von BMW oder Daimler, weil sie privat ein…..

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Aktienmärkte: Corona-Krise und ein heimlicher Star im deutschen Leitindex

Wolfgang Müller

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Normalerweise waren die letzten Jahre die Zeit für Wachstumstitel, also für Growth, wie man es in der Sprache der Aktienmärkte bezeichnet. Eher jedoch nicht für den deutschen Leitindex Dax – aber dort steht ein Wert ganz oben in der Performance, von dem man es noch weniger erwartet hätte: die Deutsche Post. Man profitiert derzeit vom „Stay at Home“ und vielleicht nochmals durch ein logistisches Thema der Superlative.

Die bevorstehende Massenimpfungen

Was werden nicht alles für Zahlen herumgereicht? Die Gesamtbevölkerung der Erde müsse gegen Covid-19 geimpft werden, 7,7 Milliarden Menschen und dies gleich zweimal. Aber gemach, es werden sich nicht alle impfen lassen wollen, und es einige durch Immunität nicht mehr brauchen (oder durch heimische Pharmafirmen versorgt werden) und viele sich in einem Alter befinden, in dem die Gefährlichkeit des Virus unterhalb des Promillebereichs für die Betagten und Gefährdeten liegt. Dennoch: Es gilt Abermillionen von Impfdosen zu transportieren, mit den verschiedensten Transportmitteln, mit speziellen Behältern und mit der Aufrechterhaltung von Kühlketten und überall ist der deutsche Marktführer gut aufgestellt.

Die unauffällige Hausse bei einem Underdog der Aktienmärkte

Die Deutsche Post (DHL Group) feierte gerade den 20. Börsengeburtstag. Der Logistik-Riese, der aus einem Paket- und Postzusteller hervorging, wurde am 20. November 2000 zu 21 Euro an die Börse gebracht. Zu dieser Zeit stand der Dax bei 6609 Punkten. Betrachtet man nun die Kursentwicklung von Index und den Dax-Wert Deutsche Post (gestern 40,39 Euro), so könnte man den Eindruck gewinnen, als wäre der Dax mit seiner Kursverdoppelung besser gelaufen, als der deutsche Logistiker, der es nur auf gut 80 Prozent Kurszuwachs brachte. Rechnet man die Dividendenzahlungen hinzu, käme man bei der Post aber auf circa 268 Prozent Gewinn. Beim Dax als Performance-Index werden die Dividenden einfach hinzugerechnet. Macht eine Rendite der Deutschen Post von 6,7 Prozent p.a. gegenüber dem Index mit seinen 3,5 Prozent. Der Traditionswert ein heimlicher Star der Aktienmärkte – gewiss, denn ein Großteil der Dax-Werte ist noch weit von seinen ehemaligen Höchstständen entfernt. Bis auf fünf Werte, einer davon ist die Marke mit dem auffälligen Gelb.

Dies ist natürlich den Analysten nicht verborgen geblieben: so erwarten Ökonomen von Goldman Sachs einen Umsatzanstieg der Deutschen Post von aktuell 65 Milliarden bis auf 80 Milliarden Euro im Jahr 2024, der Gewinn soll im gleichen Zeitraum von 4,4 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro steigen. Wäre ein einstelliges KGV, hinzu kommt die niedrige Börsenbewertung im Vergleich zu UPS oder Fedex.

Fazit

Obwohl die Aktienmärkte derzeit die Umschichtung von Growth zu Value spielen, kann dies dem deutschen Logistiker relativ egal sein. Man profitiert weiter von den Auswirkungen der partiellen Lockdowns, vermutlich noch durch die Wintermonate, als auch von der neuen Situation um die Mammutaufgabe Impfung der Bevölkerung mit all den personellen und logistischen Herausforderungen.

Jetzt steht in dieser Woche erst einmal der große vorweihnachtliche Hype um den „Black Friday“ und den „Cyber Monday“ auf dem Programm. Angesichts der Pandemie sicherlich mit bisher noch nie gesehenen Umsätzen. Ein DHL-Manager sprach schon davon, dass Covid-19 die Umsätze der Post in das Jahr 2030 hieven werde. Und jetzt kommt noch das Transportthema Impfstoff hinzu. Ein Goldilocks-Szenario? Nicht ganz, denn da gibt es noch einen übermächtigen Konkurrenten aus Übersee, der bis 2021 mit eigenen Paketzentren in Deutschland zulegen will. Der „All-Star“ der amerikanischen Aktienmärkte Amazon, der bereits schon für ein Viertel der Paketsendungen in Deutschland verantwortlich ist.

Die Aktienmärkte in Deutschland und ihr heimlicher Star

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Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

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Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

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