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Aktien

Deutsche Bank-Aktie verliert seit Freitag 8,6% – die Tragig des Christian S.

Claudio Kummerfeld

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am

Die Deutsche Bank-Aktie notierte am Freitag Abend bei 7,17 Euro. Jetzt ist es mit 6,55 Euro ein Minus binnen zwei Börsentagen von insgesamt 8,6%. Es ist eine regelrechte Tragik für Bankchef Christian Sewing. Er tut genau das, was der Markt eigentlich schon von seinen Vorgängern erwartet hatte. Kräftig drauf hauen, Kahlschlag, einsparen, Geschäfte ohne Erfolgsausblick dicht machen. Nur ganz offensichtlich glauben Analysten nicht daran, dass Sewing seinen Plan wie versprochen erfolgreich umsetzen wird. Sonst würde der Kurs ja eher deutlich steigen als fallen. Im folgenden Langfristchart der Deutsche Bank-Aktie ist das aktuelle Auf und Ab der letzten zwei Tage ganz rechts am Rand nicht mal wahrnehmbar – so stark waren die Kursverluste der letzten Jahre.

Deutsche Bank-Aktie seit 2015

Letztliche Tragik für die Deutsche Bank

Aktuell hat die Deutsche Bank an der Börse einen Wert von 14 Milliarden Euro. Für JP Morgan, HSBC, Bank of America… ach was sagen wir… selbst für unzählige Player aus der zweiten Reihe, aber auch für unzählige Asiaten wäre die DB ein Schnäppchen. Die Tragik daran ist: Geht die Sanierung schief und die Bank geht den Bach runter… dann geht sie halt den Bach runter. Funktioniert die Sanierung, und in drei, vier, fünf Jahren steht die Deutsche Bank top saniert und ertragreich da, dann steigt natürlich auch der Aktienkurs. Der Börsenwert würde dann wo liegen? Vielleicht bei 25, 30 oder 40 Milliarden Euro? Immer noch ein Schnäppchen für ausländische Konkurrenten. Die könnten dann eine wunderbar sanierte und ertragreiche Bank aufkaufen – wie gesagt, immer noch zum Schnäppchenpreis.

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Zurück in die Gegenwart

Aber zurück zum Tagesgeschäft. Aktuell hört man von mehreren Analysten, dass sie Sanierung nicht so funktionieren wird wie erhofft. So kann man die zahlreichen Aussagen vereinfacht zusammenfassen. Diese kritische Sichtweise ist auch nachvollziehbar, wenn man (ohne Kapitalerhöhung) die Kosten um 25% senken will, und parallel dazu die Erträge um 10% erhöhen will. Und ja, wir hatten es gestern schon erwähnt. Erstmal zwei Jahre keine Dividende, erstmal Kosten statt Ertragssteigerungen. Es kann also durchaus ein, zwei richtig bittere Jahre für die Deutsche Bank geben. Tja, und ob die Sanierung danach Früchte trägt, wird man sehen müssen!

Aktuell gibt es die Meldung, dass Christian Sewing ein Viertel seines Festgehalts in den Kauf von Deutsche Bank-Aktien investieren will. So ein Schritt wird allgemein als starkes Signal dafür gesehen, dass der Chef eines Unternehmens wirklich an seine Ideen glaubt! Aber selbst so eine Info bringt die Aktie heute nicht nach oben. Sewing bleibt aktuell eine tragische Figur. Er tut zwar, was erwartet wird, nur so richtig glaubt ihm der Markt nicht, dass er das gebacken bekommt! Hier nochmal Christian Sewing im gestern veröffentlichten DB-Imagevideo zum Konzernumbau.

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2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Hesterberg

    9. Juli 2019 17:12 at 17:12

    Ob Sewing sein PR-Geschwätz selbst glaubt? Sicher nicht. Aber er muss sich und seinen Plan natürlich so verkaufen. Wenn die Wahrheit nur großen Schaden anrichten würde, muss man wohl auf sie verzichten.

  2. Avatar

    Ranzentier

    9. Juli 2019 17:25 at 17:25

    Das sehe ich etwas anders. Die Bank wird jetzt erstmal runtergeschrieben von Analysten und Presse damit die Einstiegskurse noch tiefer werden und dann rüsten ausländische Investoren auf. Siehe Beispiel Wirecard und Bayer. Es hat schon einen Grund warum der DAX zum Großteil ausländischen Investoren gehört.

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Warum ich keine Lieblingsaktien habe! – Werbung

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Lieber Börsianer,

was ist Ihre Lieblingsaktie? Welchem Titel halten Sie unbedingt die Treue und gehen quasi mit ihm durch dick und dünn? Hier verzeihen Sie auch einmal schlechte Nachrichten, weil Sie von dem Unternehmen wirklich überzeugt sind. Das Phänomen der Lieblingsaktie kann auch gleich für eine ganze Branche gelten. So schworen viele Privatanleger vor einigen Jahren auf Unternehmen aus der Edelmetall-Branche. In fester Erwartung eines Euro-Untergangs wurde diese Branche für viele Privatanleger zum bevorzugten Ort der Investition.

Typisch für eine solche Situation ist, dass wir die Nachrichtenlage dann nur noch sehr eingeschränkt wahrnehmen. Schlechte Nachrichten zu unserer Lieblingsaktie blenden wir aus. Gute Nachrichten hingegen bewerten wir in ihrer Bedeutung für die Kursentwicklung über. Mehr noch: Oftmals bilden wir in unseren Lieblingsaktien deutliche Übergewichtungen in unseren Depots, weil wir hier gerne mehrfach kaufen. Plötzlich steht Ihre Lieblingsaktie dann für 10 oder 20 % Ihres Gesamtdepots. Wenn Ihre Lieblingsaktie dann einmal schwächelt, ist Ihr Depot aufgrund der Übergewichtung chancenlos.

Aber wie entsteht eigentlich so eine Lieblingsaktie in unserem Depot? In aller Regel steht am Anfang zunächst eine starke Performance. Folglich mögen wir diese Aktie, weil sie uns eben zunächst viel Rendite beschert hat. Am besten können wir die Produkte unseres Lieblingsunternehmens im Alltag auch noch erfahren und quasi anfassen. Tatsächlich schätzten in der Vergangenheit viele deutsche Privatanleger die Aktien von BMW oder Daimler, weil sie privat ein…..

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Aktienmärkte: Corona-Krise und ein heimlicher Star im deutschen Leitindex

Wolfgang Müller

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Normalerweise waren die letzten Jahre die Zeit für Wachstumstitel, also für Growth, wie man es in der Sprache der Aktienmärkte bezeichnet. Eher jedoch nicht für den deutschen Leitindex Dax – aber dort steht ein Wert ganz oben in der Performance, von dem man es noch weniger erwartet hätte: die Deutsche Post. Man profitiert derzeit vom „Stay at Home“ und vielleicht nochmals durch ein logistisches Thema der Superlative.

Die bevorstehende Massenimpfungen

Was werden nicht alles für Zahlen herumgereicht? Die Gesamtbevölkerung der Erde müsse gegen Covid-19 geimpft werden, 7,7 Milliarden Menschen und dies gleich zweimal. Aber gemach, es werden sich nicht alle impfen lassen wollen, und es einige durch Immunität nicht mehr brauchen (oder durch heimische Pharmafirmen versorgt werden) und viele sich in einem Alter befinden, in dem die Gefährlichkeit des Virus unterhalb des Promillebereichs für die Betagten und Gefährdeten liegt. Dennoch: Es gilt Abermillionen von Impfdosen zu transportieren, mit den verschiedensten Transportmitteln, mit speziellen Behältern und mit der Aufrechterhaltung von Kühlketten und überall ist der deutsche Marktführer gut aufgestellt.

Die unauffällige Hausse bei einem Underdog der Aktienmärkte

Die Deutsche Post (DHL Group) feierte gerade den 20. Börsengeburtstag. Der Logistik-Riese, der aus einem Paket- und Postzusteller hervorging, wurde am 20. November 2000 zu 21 Euro an die Börse gebracht. Zu dieser Zeit stand der Dax bei 6609 Punkten. Betrachtet man nun die Kursentwicklung von Index und den Dax-Wert Deutsche Post (gestern 40,39 Euro), so könnte man den Eindruck gewinnen, als wäre der Dax mit seiner Kursverdoppelung besser gelaufen, als der deutsche Logistiker, der es nur auf gut 80 Prozent Kurszuwachs brachte. Rechnet man die Dividendenzahlungen hinzu, käme man bei der Post aber auf circa 268 Prozent Gewinn. Beim Dax als Performance-Index werden die Dividenden einfach hinzugerechnet. Macht eine Rendite der Deutschen Post von 6,7 Prozent p.a. gegenüber dem Index mit seinen 3,5 Prozent. Der Traditionswert ein heimlicher Star der Aktienmärkte – gewiss, denn ein Großteil der Dax-Werte ist noch weit von seinen ehemaligen Höchstständen entfernt. Bis auf fünf Werte, einer davon ist die Marke mit dem auffälligen Gelb.

Dies ist natürlich den Analysten nicht verborgen geblieben: so erwarten Ökonomen von Goldman Sachs einen Umsatzanstieg der Deutschen Post von aktuell 65 Milliarden bis auf 80 Milliarden Euro im Jahr 2024, der Gewinn soll im gleichen Zeitraum von 4,4 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro steigen. Wäre ein einstelliges KGV, hinzu kommt die niedrige Börsenbewertung im Vergleich zu UPS oder Fedex.

Fazit

Obwohl die Aktienmärkte derzeit die Umschichtung von Growth zu Value spielen, kann dies dem deutschen Logistiker relativ egal sein. Man profitiert weiter von den Auswirkungen der partiellen Lockdowns, vermutlich noch durch die Wintermonate, als auch von der neuen Situation um die Mammutaufgabe Impfung der Bevölkerung mit all den personellen und logistischen Herausforderungen.

Jetzt steht in dieser Woche erst einmal der große vorweihnachtliche Hype um den „Black Friday“ und den „Cyber Monday“ auf dem Programm. Angesichts der Pandemie sicherlich mit bisher noch nie gesehenen Umsätzen. Ein DHL-Manager sprach schon davon, dass Covid-19 die Umsätze der Post in das Jahr 2030 hieven werde. Und jetzt kommt noch das Transportthema Impfstoff hinzu. Ein Goldilocks-Szenario? Nicht ganz, denn da gibt es noch einen übermächtigen Konkurrenten aus Übersee, der bis 2021 mit eigenen Paketzentren in Deutschland zulegen will. Der „All-Star“ der amerikanischen Aktienmärkte Amazon, der bereits schon für ein Viertel der Paketsendungen in Deutschland verantwortlich ist.

Die Aktienmärkte in Deutschland und ihr heimlicher Star

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Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

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Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

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