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Deutsche Bank: Automatisierung ist kein Jobkiller, alles wird gut

Claudio Kummerfeld

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Es gibt ein Totschlag-Argument, das derzeit auch beim Thema Automatisierung von vielen Ökonomen und Kommentatoren benutzt wird. Vereinfacht gesagt geht es so: Es gab im Lauf der letzten Jahrhunderte doch immer wieder Neuerungen. Und alle Befürchtungen, dass die Menschen massenweise in die Arbeitslosigkeit verdrängt werden, blieben doch nur überdrehte Ängste, die sich nicht bewahrheiteten… So wird oft angeführt, dass im Zuge mehrerer Wellen der Industrialisierung beispielsweise unzählige Menschen in Europa in der Textilindustrie ihre Jobs verloren – aber dass sie danach in anderen Branchen neue Jobs fanden.

Das ist inhaltlich auch richtig. Nur, so meinen wir: Ist dies eine dauerhafte Gesetzmäßigkeit? Wenn etwas ganz Neues kommt, ist dann automatisch dafür gesorgt, dass neue Branchen und neue Tätigkeiten die Entlassenen mit neuen Arbeitsmöglichkeiten versorgen? Wir sind da sehr kritisch, dass dieser Mechanismus beim Thema Automatisierung in unserer Zeit ebenso funktioniert. Denn sie betrifft alle Branchen gleichzeitig wie zum Beispiel Landwirtschaft, Industrie, Bürotätigkeiten, Logistik etc.

Es wird zwar neue Jobs durch Roboteringenieure, Softwareentwickler etc geben. Aber ob eine gigantische Masse an einfachen Arbeitern in solchen Tätigkeiten untergebracht werden können? Wie soll das gehen? Nun folgt die nächste große Institution namens Deutsche Bank, die genau so argumentiert wie schon viele andere Ökonomen und Beobachter vor ihr. Die Automatisierung sei kein Jobkiller, so lautet der Titel einer aktuell erschienen 80-seitigen Studie der Deutschen Bank (hier einsehbar).

Maßgeblich geschrieben wurde diese ausführliche Analyse vom Deutsch-Banker Jim Reid in London. Hier eine Art Kurz-Zusammenfassung der Analyse, die man sich bei Interesse durchaus im Detail antun kann. Wie wir schon schrieben: Wir sind da „etwas“ kritischer als Mr. Reid.

In den letzten Jahren habe ich nie einen Hehl daraus gemacht, dass meiner Meinung nach der
Anstieg der globalen Erwerbsbevölkerung zwischen 1980 und 2015 die Hauptursache für niedrige Reallöhne, das niedrige Infl ationsniveau, hohe Unternehmensgewinne und sogar für die Zunahme des Populismus war. Verstärkt wurde diese Entwicklung dadurch, dass sich China zum ersten Mal seit Jahrhunderten für die Weltwirtschaft geöffnet hat, womit eine riesige Welle billiger Arbeitskräfte in den globalen Arbeitsmarkt gespült wurde. Dies hat den Abwärtsdruck auf Löhne und Gehälter einer zunehmend globalisierten Arbeitnehmerschaft verstärkt. Das Wachstum der Erwerbsbevölkerung in den wirtschaftlich bedeutendsten Regionen der Welt, auch in China, flacht jedoch ab, in den kommenden Jahren und Jahrzehnten dürfte die Erwerbsbevölkerung voraussichtlich schrumpfen. Daher bin ich der Ansicht, dass wir eines Tages auf die Mitte dieses Jahrzehnts als Wendepunkt in Bezugauf das Verhältnis zwischen Kapital und Arbeit, das sich mit dem Ende der 1980er Jahre etabliert hat, zurückblicken werden. Endlich gewinnen die Arbeitnehmer einen Teil der Lohnsetzungsmacht zurück.

Trotz dieser optimistischen Einschätzung bin ich in fast jedem Kundengespräch, in dem ich diese Ansicht vertreten habe, auf eine entschiedene Gegenmeinung gestoßen. Automatisierung und Robotik, so heißt es dann, würden die Situation der Arbeitnehmer bald weiter verschlimmern. Die Menschen haben Angst davor, dass Löhne und Inflation strukturell niedrig bleiben. Diese Argumentation ist zwar nachvollziehbar, die Erfahrungen aus der Vergangenheit sprechen aber eher dagegen. Die erste industrielle Revolution liegt 250 Jahre zurück, mit Beginn etwa 1765. In der Wirtschaftsliteratur ist zudem von einer zweiten und dritten Revolution ab 1870 bzw. ab etwa 1969 zu lesen. Derzeit stellt sich die Frage: Stehen wir an der Schwelle einer vierten industriellen Revolution, die durch Roboter und Automation geprägt ist? Falls dies der Fall ist, wird diese Revolution andere Auswirkungen für die Arbeitnehmer zeitigen als die vorherigen drei? Ein Blick auf die Arbeitslosenzahlen großer Volkswirtschaften für dieses Vierteljahrtausend legt nahe, dass die endlosen (teils verblüffenden) Maßnahmen zur Einsparung menschlicher Arbeit keinen langfristigen strukturellen Einfluss auf die Arbeitslosenquote gehabt haben. Die Art der Tätigkeit mag sich verändern, was für die Betroffenen verständlicherweise eine Belastung darstellt, doch die Automatisierung dürfte neue Arbeitsfelder schaffen und der wirtschaftliche Fortschritt der letzten 250 Jahre wird wohl anhalten. Wenn die Prognose zutrifft, dass weniger Arbeitnehmer Teil dieses Fortschritts sein werden, dürfte dies zu einem strukturellen Anstieg der Reallöhne führen.

Bei der kommenden AutomatisierungsRevolution bestehen einige Unterschiede. Die heutigen Roboter dienen eher der Automatisierung kognitiver Aufgaben als physischer Tätigkeiten, wie in der Vergangenheit. Doch angesichts der zahlreichen historischen Belege, die für die Automatisierung sprechen, dürfte die Beweislast, dass es diesmal anders kommen könnte, eher bei den Skeptikern bezüglich der Wohlfahrtseffekte der Automatisierung liegen als bei denen, die die Automatisierung als einen Weg zur Verbesserung des Lebensstandards begrüßen. Daher fordern wir Sie auf, Ihren Kollegen Roboter, wenn schon nicht zu lieben, doch zumindest wertzuschätzen. In dieser Ausgabe von Konzept betrachten wir die Zukunft der Automatisierung aus verschiedenen Blickwinkeln.

Unser Leitartikel befasst sich mit der makroökonomischen Sichtweise. Als roter Faden zieht sich durch diese Ausgabe der Argumentationsstrang, dass Roboter und Automatisierung menschliche Arbeitskraft ergänzen und so die Welt verändern können. Sie werden das Gefüge der Arbeitswelt nicht zerstören. Betrachten wir einmal folgende Zahlen: 1907 gab es auf britischen Straßen 40.000 Autos. 1939 waren es bereits 2.000.000. Bis heute hat sich diese Zahl noch einmal verzehnfacht. Werden Roboter im 21. Jahrhundert eine ähnliche Entwicklung durchlaufen wie das Auto damals?

Automatisierung - Kuka-Roboter
KUKA-Roboter. Foto: KUKA Roboter GmbH / Gemeinfrei

7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    Michael

    12. Juli 2018 02:29 at 02:29

    …in den kommenden Jahren und Jahrzehnten dürfte die Erwerbsbevölkerung voraussichtlich schrumpfen … dass wir eines Tages auf die Mitte dieses Jahrzehnts als Wendepunkt zurückblicken werden … Ein Blick auf die Arbeitslosenzahlen großer Volkswirtschaften für dieses Vierteljahrtausend legt nahe …
    Wo und in welchen Zeiträumen lebt dieser Mensch? In Vierteljahrtausenden gedacht kann jeder mit hoher Trefferquote vor sich hin philosophieren, vor allem mit dürfte und legt nahe. In 250 Jahren wird jede Prognose einmal zutreffen, sogar die, dass die Deutsche Bank auch ohne Roboter und Automatisierung zig 1000 Angestellte gefeuert hat, um ihre Aktionäre zu befriedigen und ihre Verfehlungen und Skandale zu kaschieren.
    Produktionsroboter mit Autos zu vergleichen heißt Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Autos sind ein, wenn nicht DAS Konsumgut, in Deutschland inzwischen sogar zum Heiligtum hochstilisiert. Kaum einer wird sich jedoch einen Schweiß- oder Schraubroboter für zuhause kaufen, außer vielleicht die eine oder andere Ehefrau, die ihren Mann gerne mal wieder von der Werkstatt ins Schlafzimmer locken möchte ;)

    Unabhängig davon scheitert dieser dilettantische Gedankenansatz bereits an der Dynamik der Bevölkerungsentwicklung seit Mitte des 18. Jahrhunderts:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Weltbev%C3%B6lkerung#/media/File:World-pop-hist-de-2.png

    Dennoch interessant zu lesen, welchen Müll ein hochbezahlter Managing Director und Head of Global Fundamental Credit Strategy in Kundengesprächen von sich geben darf, ohne dafür wegen Betruges oder arglistiger Täuschung belangt bzw. wegen Inkompetenz oder Schwachsinn gefeuert zu werden.

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      tm

      12. Juli 2018 11:29 at 11:29

      Da Sie mit der Bevölkerungsdynamik argumentieren, hier mal die Entwikclung der globane Geburtenziffer:
      https://data.worldbank.org/indicator/SP.DYN.TFRT.IN?

      Seit Jahrzehnten sinken weltweit die Geburtenziffern und die Weltbevölkerung wächst schon jetzt vorwiegend aufgrund der steigendne Lebenserwartung.

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        Michael

        12. Juli 2018 13:42 at 13:42

        Da Sie mit der Geburtenziffer argumentieren, hier mal die Kindersterblichkeit auf derselben Statistikseite: https://data.worldbank.org/indicator/SP.DYN.IMRT.IN
        1990 kamen auf 1.000 Einwohner 26 Lebendgeburten pro Jahr, 2016 waren es nur noch 19
        Im gleichen Zeitraum sank die Kindersterblichkeit von 65 auf 30 pro 1.000 zwischen dem zweiten und fünften Lebensjahr.
        Bezieht man die Säuglingssterblichkeit noch mit ein, also die Kinder, die im Alter bis zu einem Jahr sterben, sank die Gesamtzahl von 95 auf 40
        Dies relativiert den so drastisch anmutenden Rückgang der Geburtenziffern doch ein schönes Stück. Da die Menschen immer älter werden und die Tendenzen zu längerer Lebensarbeitszeit gehen (die Glücklichen unter uns durften teilweise bereits mit 63 in Rente gehen, dann 65, jetzt 67, bald 70?), mildert dies den Rückgang der Erwerbsbevölkerung zusätzlich ab.

        Ich liebe Statistiken, die sind so schön flexibel, biegsam und an fast alles anpassbar :)

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          tm

          12. Juli 2018 14:24 at 14:24

          Äh, 19 Lebensgeburten? Umgekehrt: Nur noch 19 je 1000 Kinder sterben. Aber schön, dass Sie die Erfolge nun auch anerkennen.

          Die Geburtenziffer sinkt, die Kindersterblichkeit sinkt und die Lebenserwartung steigt. Ein toller globaler Erfolg und ein Grund zur Freude.

          Inwiefern ist da etwas flexibel und biegsam? Die Daten sind eindeutig und zeigen in praktisch allen Bereichen klare Verbesserungen an.

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            Michael

            12. Juli 2018 17:53 at 17:53

            Nein, nein, das ist schon korrekt mit den 19 Geburten pro 1.000 Einwohner und Jahr…

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            tm

            12. Juli 2018 18:04 at 18:04

            Ah, jetzt hab ichs. Auf 1000 Einwohner. Ungewöhnliche Angabe so. Normal wird angegeben, soundsoviel Totgeburten auf insgesamt soundsoviele Geburten. Und für Geburten wird mit der Fertilität gerechnet. Aber nun gut: Das wäre dann mit Ihren Zahlen ein Rückgang um 27%. Ein durchaus beeindruckender Rückgang
            .
            Und klar, das geht Hand in Hand mit steigender Lebenserwartung und sinkender Kindersterblichkeit. Sie scheinen das eher negativ zu sehen, obwohl das alles drei doch sehr, sehr positive Tendenzen sind.

  2. Avatar

    Wolfgang Koch

    12. Juli 2018 08:27 at 08:27

    Die Alphatiere der „Nieten in Nadelstreifen“verstehen noch nicht einmal ihr Kerngeschäft.Wieso,sollen sie irgendeinen blassen Dunst von etwas wirklich Wichtigem in der zukünftigen Arbeitswelt,haben?Vielleicht würde die Umsetzung des abgewandelten alten DDR-Spruchs helfen:Deutschbanker in die Produktion!

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Nullzinsphase in der Realität: BaFin entzieht zwei Pensionskassen die Betriebserlaubnis

Claudio Kummerfeld

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Nullzinsphase

Die Nullzinsphase erfreut zwar private Kreditnehmer und Staaten, die sich zum Traumkonditionen verschulden können. Aber wo Kredite für die einen nur Schulden sind, da sind sie auf der anderen Seite für Fondsgesellschaften, Rentenversicherungen und Pensionskassen nichts anderes als eine Geldanlage, die Zinsen abwerfen muss. Tut sie das nicht, geraten die Zusagen gegenüber den Kunden und die gesamten Kalkulationen der Kassen ins Wanken. Neben 20 Lebensversicherungsgesellschaften hat die BaFin derzeit auch 36 Pensionskassen unter sogenannter „verschärfter Beobachtung“.

Zwei Pensionskassen endgültig ohne Betriebserlaubnis

Schon im Jahr 2018 hatte die BaFin den Pensionskassen „Kölner Pensionskasse“ und „Pensionskasse der Caritas“ die Anordnung erteilt, dass sie nicht weiter ihrer Arbeit nachgehen dürfen (wir berichteten damals). Die beiden legten aber Widerspruch ein. Nun hat die BaFin offiziell mitgeteilt, dass die Entziehung der Betriebserlaubnis für die beiden Pensionskassen rechtskräftig ist, rückwirkend zum 31.12.2020 (hier und hier die offiziellen Mitteilungen). Beide Meldungen sind im Wortlaut identisch, daher drucken wir hier nur eine ab. Zitat:

Die BaFin hat gemäß § 304 Absatz 1 Nr. 2 Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) die Erlaubnis zum Betrieb des Versicherungsgeschäfts der Pensionskasse der Caritas VVaG mit Bescheid vom 24. Oktober 2018 widerrufen. Das Unternehmen konnte die Mindestkapitalanforderung nicht erfüllen und hat einen Finanzierungsplan zur Beseitigung dieser Unterdeckung vorgelegt, der aus Sicht der BaFin unzureichend war. Der Bescheid ist mit Ablauf des 31. Dezember 2020 bestandskräftig geworden. Der Betrieb des Versicherungsgeschäfts ohne die erforderliche Erlaubnis stellt eine Straftat dar. Gemäß § 304 Absatz 5 VAG darf die Pensionskasse der Caritas VVaG keine neuen Versicherungsverträge abschließen und bestehende Versicherungsverträge weder verlängern noch erhöhen.

In der Realität bedeutet dies, dass diese beiden Pensionskassen nur noch ihr vorhandenes Bestandsgeschäft abwickeln dürfen. Den insgesamt 55.000 betroffenen Anspruchsinhabern auf Pensionen dürften womöglich nach und nach Kürzungen ihrer Ansprüche und Auszahlungen bevorstehen. Die beiden Pensionskassen sind nun sozusagen in Liquidation. Sie werden noch solange bestehen, bis die letzten der jetzt noch eher jungen Mitglieder irgendwann sterben. Also werden diese Pensionskassen also auf Jahrzehnte hinweg Abwicklungsanstalten mit Restbeständen sein.

Man kann es sich kaum vorstellen, aber es ist, wie es ist. Das Finanzsystem und in diesem Fall das System der Pensionskassen beruht vor allem darauf, dass die eingezahlten Beiträge auch am Kapitalmarkt Zinsen abwerfen, damit die vorhandenen Vermögensbestände sich vermehren. Seit Jahren knabbert nun die Nullzinsphase an den Reserven. Womöglich sind diese beiden Kassen nur der Anfang einer Entwicklung? Denn man sieht es ja, die Zinsen in Euroland werden noch sehr lange auf der Null-Linie verharren.

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Aktuell: Citigroup und Wells Fargo melden Quartalszahlen

Claudio Kummerfeld

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Die Quartalszahlen von Citigroup und Wells Fargo wurden soeben veröffentlicht. Zunächst Citi. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 16,50 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 18,38/erwartet 16,50).

Der Gewinn liegt bei 2,08 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 2,11/erwartet 1,35).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -1,7 Prozent.

Die Kreditausfälle sinken von 1,84 vor einem Jahr auf 1,27 Milliarden Dollar im letzten Quartal. Von den Rücklagen für möglicherweise noch ausfallende Kredite wurden 197 Millionen Dollar abgebaut, was also den Gewinn erhöht.

Citigroup-Quartalszahlen

Wells Fargo

Die große Konsumentenbank Wells Fargo hat soeben auch ihre Zahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 17,93 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 19,86/Erwartungen 18,1).

Der Gewinn liegt bei 0,64 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 0,60/Erwartungen 0,59).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -5 Prozent.

Risikovorsorge für Kreditausfälle reduziert um 179 Millionen Dollar.

Wells Fargo Quartalszahlen

Wells Fargo Schriftzug
Foto: Gabriel Vanslette CC BY 3.0

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Autonomes Fahren: Jetzt kommt Apple – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Kinder haben jetzt genug gespielt und gestümpert. Nun will es Apple machen, nachdem die Resultate bislang nicht befriedigend sind. Worum geht es?

Sicherlich haben Sie der Berichterstattung der letzten Tage entnommen, dass das US-Unternehmen aus dem kalifornischen Cupertino sich nun dem Autonomen Fahren annimmt. Offenbar plant man gemeinsam mit dem koreanischen Autobauer Hyundai den Bau eines bzw. mehrerer autonom fahrender Roboterautos. Während die konventionellen Autobauer unverändert an ihren semi-autonomen Fahrassistenten basteln, geht Apple nun aufs Ganze.

Am Markt sorgte diese Perspektive für positive Unruhe. Denn man weiß, was Apple macht hat normalerweise Hand und Fuß und wird sehr oft zur großartigen Erfolgsgeschichte. So krachte zuletzt schon einmal die Aktie der Hyundai durch die Decke. Obwohl die Korea-Aktie zuletzt wieder korrigierte, steht hier für die Aktionäre immer noch ein starker Wochengewinn von 30 % zu Buche.

Aber lassen wir Hyundai einmal Hyundai sein und untersuchen, warum dem autonomen Fahren bislang noch nicht der Durchbruch beschieden war. Das Stichwort ist hier LiDAR oder Light Detection and Ranging. Vereinfacht gesprochen misst ein LiDAR-Sensor mit einem gepulsten Laser in seinem Sichtfeld die Entfernung zwischen sich und einem Gegenstand.

Damit steht und fällt die Idee des Autonomen Fahrens mit diesen Sensoren. Die gute Nachricht: Die Technologie ist gut erforscht und funktioniert. Die schlechte Nachricht: Ein halbwegs leistungsfähiger LiDAR-Sensor kann schon einmal rund 20.000 USD pro Stück kosten. Außerdem sind die Geräte sperrig. ZU Deutsch: Mit den derzeit verfügbaren LiDAR-Sensoren wird Autonomes Fahren in diesem Jahrhundert keine Realität mehr. Folglich ist das Marktvolumen dieser…..

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