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Deutsche Bank, Commerzbank und Co. in einem Dilemma ohne Ausweg

Redaktion

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FMW-Redaktion

In der Tat: Vor allem die Deutsche Bank und die Commerzbank befinden sich in einem Dilemma ohne Ausweg. Dies brachte der Noch-Vorstand der Deutschen Bank und Noch-Vorstand des Deutschen Bankenverbandes Jürgen Fitschen gestern klar zum Ausdruck. Von Seiten der USA droht gerade den international tätigen deutschen Banken wohl eine Lawine von Strafzahlungen, weil sie vom deutschen Gesetzgeber jetzt gezwungen werden für Flüchtlinge ohne Identitätsprüfung Konten zu eröffnen.

Loretty Lynch es wird eventuell teuer für die Deutsche Bank
Loretta Lnych, die noch recht neue US-Justizministerin und damit in Personalunion automatisch Generalstaatsanwältin. Sie könnte den deutschen Banken Milliardenstrafen aufbrummen. Foto: US Department of Justice / Gemeinfrei.

Noch-Deutsche Bank-Chef Jürgen Fitschen beschrieb gestern ein Dilemma, aus dem es für seine Deutsche Bank und wohl auch die Commerzbank kaum ein Entkommen geben wird. Die Bundesregierung winkt just in diesen Tagen ein Gesetz durch, dass alle deutschen Banken verpflichtet für jeden Menschen, der sich legal in Deutschland aufhält, ein Bankkonto zu eröffnen. Das bedeutet im Klartext: Ein Asylbewerber, der ohne Ausweisdokumente nach Deutschland kommt und nach erfolgreicher Anerkennung als Flüchtling mit Aufenthaltsrecht eine Duldung erhält, hat Anspruch auf ein Konto um am Zahlungsverkehr und somit am normalen Wirtschaftsleben teilzunehmen. Das ist ja auch notwendig!

In unserem Artikel vom 28. Oktober haben wir auf die Grundproblematik schon hingewiesen.

Nur ist die Duldung kein Ausweisdokument, und ob der Flüchtling wirklich derjenige ist, für den er sich in der Duldung ausgibt, weiß auch niemand. Folglich weiß auch niemand, wer da wirklich später am Zahlungsverkehr teilnimmt. Und genau das wollen die USA mit ihren umfassenden Gesetzen zur Abwehr von Terrorismusfinanzierung und Geldwäsche verhindern. Wer dagegen verstößt, büßt jetzt schon mit Milliardenstrafen.

In Deutschland verbleiben als global agierende Banken eigentlich nur die Deutsche Bank und die Commerzbank, die bedeutendes Geschäft in den USA haben und umfassende Geschäfte in US-Dollar tätigen. Wenn sie wie vom deutschen Gesetzgeber gefordert jetzt für Personen ohne Identitätsprüfung (so ist es ja letztlich) Konten eröffnen, verstoßen sie damit massiv gegen die US-Gesetze zur Abwehr von Terrorismus und Gelschwäche. Ob diese effektiv sind und überhaupt etwas bringen, ist eine ganz andere Frage. Aber der Verstoß liegt vor, und wird in der Realität massiv mit Geldstrafen geahndet. Und genau darauf wies Jürgen Fitschen gestern hin, als er laut „FAZ“ sagte „die Banken würden dann Personen Zugang zum Zahlungsverkehr gewähren, die ihn missbrauchen wollen“. Wir vermuten mal er meint damit nicht die Masse der Flüchtlinge, sondern eben explizit diejenigen, die wirklich Geld wachsen oder Terrorismus finanzieren wollen!

Aber seien es auch nur eine Hand voll Terrorhelfer unter hunderttausenden Flüchtlingen ohne Identitätsprüfung – der Nachweis für die US-Justiz wäre gegeben, dass die Bank nicht durch ein Missgeschick, sondern flächendeckend und strukturiert für Menschen ohne Identitätsprüfung Bankkonten eröffnet. Und man schaue sich in den letzten Monaten die Aktivitäten der neuen US-Justizministerin Loretta Lynch an. Alles was nicht bei 3 auf den Bäumen ist, wird verklagt, verknackt oder an die USA ausgeliefert (FIFA etc). Der deutsche Bankenverband weist ganz offiziell auf das Dilemma hin, dass man bei Einhaltung deutscher Gesetze automatisch gegen US-Gesetze verstößt, aber die Strafzahlungen an die USA wohl  nicht vom deutschen Gesetzgeber erstattet bekommt:

„Für die privaten Banken in Deutschland steht außer Frage, dass zu einer gelungenen Integration selbstverständlich auch ein Zugang zu Finanzdienstleistungen gehört. Alle Finanzdienstleistungsinstitute arbeiten derzeit intensiv daran, ihren Beitrag hierzu zu leisten. Sie tun dies zunächst auf der Basis der Selbstverpflichtung zum „Girokonto für jedermann“, wonach auch Flüchtlingen und Asylsuchenden die Möglichkeit einer Kontoeröffnung gegeben werden soll. Aus humanitären Gründen hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zusätzlich in einem Schreiben an die Deutsche Kreditwirtschaft eine vorübergehende Absenkung von Standards für die Identifizierung von Neukunden als zulässig erklärt. Dennoch sind aber alle Banken und Sparkassen strengen Vorschriften zur Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung unterworfen, die sie einhalten müssen. Niemand kann ausschließen, dass die aktuelle Sondersituation bewusst von Personen oder Organisationen ausgenutzt wird, um kriminelle Aktivitäten zu entwickeln. Dieses Risiko müssen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Bankschalter vor Augen haben, um trotz aller Hilfsbereitschaft bei der Kontoeröffnung keine Strafgesetze zu verletzen. Die Einhaltung dieser gesetzlichen Vorgaben ist ganz besonders für international tätige Banken von Bedeutung. Denn es gibt keine Garantie, dass die vorübergehende Aufweichung von Vorschriften seitens der BaFin von ausländischen Strafverfolgungsbehörden als bindend akzeptiert wird. Für rein lokal oder regional tätige kleine Kreditinstitute mag sich dies einfacher darstellen. Entschieden werden muss aber jeder Einzelfall durch die Bankmitarbeiter vor Ort.“

Einen Schutz vor Strafverfolgung oder Strafzahlungen in den USA verursacht durch deutsche Gesezte erwartet Fitschen von der deutschen Bundesregierung anscheinend nicht, Zitat laut FAZ:

„Einen solchen Brief kann uns niemand schreiben“.

So wenig Sympathie man für die Bankenindustrie aufbringen mag – man sollte sich dennoch fragen: Wenn ein kleiner mittelständischer Unternehmer, der jeden Cent drei Mal umdrehen muss um die Arbeitsplätze in seiner Firma zu erhalten, in ein vergleichbares Dilemma geraten sollte und keinen Ausweg sieht, was dann?Er müsste wohl große Teile seiner geschäftlichen Aktivitäten einstellen, um nicht seine ganze Firma zu gefährden.

Dass Strafen durch US-Behörden keine Hirngespinste, sondern Realität sind, zeigen die fast monatlich verkündeten Strafen für Schweizer Privatbanken, aber auch die 1,5 Milliarden Dollar-Strafe für die Commerzbank, weil man gegen Iran-Sanktionen verstoßen hatte. Wg. Geldwäsche-Vorwürfen bei der Moskauer Filiale droht für die Deutsche Bank derzeit ebenfalls eine hohe Strafe in den USA. Die BNP Paribas war wie die Commerzbank wg. Verstößen gegen Sanktionen sogar mit fast 9 Milliarden Dollar dran. Also, es ist kaum zu erwarten, dass die USA schmollend in der Ecke sitzen, während in Deutschland für hundertaussende Menschen ohne Identitätsprüfung Bankkonten eröffnet werden. Denn jeder dieser Menschen kann dann Gelder in die USA überweisen oder von dort empfangen, Schecks versenden und empfangen, Depots einrichten uvm.

Von Strafen der US-Behörden können bei knallhartem Durchgreifen aber auch deutsche Sparkassen, Volksbanken etc betroffen sein. Wie das gehen soll, wenn diese Banken gar keine Filiale und auch gar keine geschäftlichen Aktivitäten in den USA haben? Die US-Justiz könnte jeder Bank und jeder Wertpapierverwahrstelle mit Entzug der Geschäftserlaubnis in den USA drohen, die z.B. mit einer deutschen Sparkasse direkt oder indirekt zusammenarbeitet. So könnte die Sparkasse dann u.a. keine Aktienfonds mehr vertreiben, die in US-Aktien investieren. Geldtransfers in die USA oder in US-Dollar wären evtl. blockiert, weil Transferbanken die Abwicklung der Transfers für die Sparkasse nicht mehr annehmen dürfen. Und so könnte man es endlos fortsetzen. Je nachdem wie unnachgiebig die US-Justiz vorgeht, kann es auch die kleine Sparkasse um die Ecke treffen.


13 Kommentare

13 Comments

  1. Avatar

    Bobo

    10. November 2015 17:10 at 17:10

    Bei der Arbeit der Bankenlobby kann das kaum ein Versehen sein. Offenbar eine gezielte Strategie gegen unsere Banken. Ein Mißbrauch letztlich anonymer Bankverbindungen kann man als sicher annehmen, nicht von den Migranten, von kriminellen Inländern. Ein Schweizer Nummernkonto z.B. zur Steuerhinterziehung ist damit überflüssig. Es wäre sogar möglich, Drogen per Überweisung zu zahlen. Bei polizeilicher Ermittlung gibt es weder einen Auftraggeber noch einen Empfänger des Geldes. nur zwei ausgedachte Syrer.

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      joah

      11. November 2015 19:06 at 19:06

      manche Dinge sind auch einfach ökonomisch lösbar: Angebot-Nachfrage-Prinzip – wo kein Käufer, da kein Verkäufer, und da auch keine unerwünschten Geschäfte. Was will man denn mit Substanzen, die einen nur kaputt machen? Einfach sein lassen, den Mist…

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    joah

    10. November 2015 17:42 at 17:42

    Unklar ist es nur für diejenigen, die die Rechtslage nicht verstehen: durch die Besatzerrechte (u.A. SHAEF) sind diesen die deutschen Gesetze allesamt untergeordnet, sprich: untergezwungen worden. Die amerikanischen Rechte wiegen somit höher und schlagen diesen deutschen „Wusel von gar nichts“. Konsequenz: es werden keine Konten für nicht überprüfte Personen eröffnet. Basta.

    (wer das dennoch tun möge, hat nicht mehr alle Tassen im Schrank)

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      SecurityScout

      10. November 2015 18:29 at 18:29

      Ja, das sehe ich genau so.

      Allerdings könnte ja die BRD den Invasoren (genannt Flüchtlinge) Konten bei der Bundesbank anbieten.
      Für Unternehmen wie manche Versicherung passiert das bereits.
      Damit wären die privaten Banken aus der Haftung.

      Meine persönliche Meinung ist, das die Russen wieder Deutschland übernehmen werden.
      Es gibt bereits jetzt strafrechtliche Ermittlungen des General-Staatsanwalts der Russischen Föderation gegen Mitarbeiter der BRD.
      Schriftlicher Nachweis hier unter Nürnberger Tribunal II:
      http://www.staatenlos.info

      Meine Empfehlung:
      Diese ausdrucken und zuständigen Mitarbeitern der BRD zuschicken.

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        joah

        11. November 2015 10:46 at 10:46

        ich habe nur folgendes finden können [Link], wo man selbst ein derartiges Verfahren einleiten kann, jedoch keinen Nachweis über ein aktives Untersuchungsverfahren. Hätten Sie hierzu einen Verweis? Danke für die Info

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          Tom Hofmann

          12. November 2015 19:56 at 19:56

          Wer so ein Müll liest wie staatenlos.info , der braucht keine Fakten.
          Der Christ braucht auch keine Fakten. Glaube versetzt Berge

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    leser

    10. November 2015 17:49 at 17:49

    Vielleicht lässt sich das Dilemma lösen, indem jedem „Flüchtling“ ein Vormund an die Seite gestellt wird , der dann das Konto führt. Eine solche Regelung würde sich nahtlos in den schon auslösten Irrsinn einpassen, http://www.altermannblog.de/der-fluechtlingsirrsinn-und-dessen-blueten/#comment-7852

    • Avatar

      joah

      10. November 2015 18:39 at 18:39

      Lebensmittelmarken von der Gemeinde (bspw. mit Verbot von Alkohol)?

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    Argonautiker

    10. November 2015 18:22 at 18:22

    Globalisierung läßt grüßen.

    Und fragte die Lehrerin Fritzchen, was willst du später einmal werden?

    Antwort: Kläger!

    Bald ist es wirklich soweit, und man verdient mit dem Verklagen von Anderen das Beste Geld. Also warum noch was tun, in der Wirtschaft kann man nichts mehr werden, die wirft nichts mehr ab. Gut verdient man hingegen mit dem androhen vom Pleite machen von Systemrelevantem, und natürlich mit Klagen. Alles und jeden.

    Also ist der Traumjob schlechthin: Systemrelevanter Chefankläger, natürlich muß TTIP dazu her, dann klagt es sich noch viel besser.

    Ach ist das nicht schön, mußte man früher noch in was produktives investieren, und hatte ein Risiko, verdient man bald mit dem Verklagen von Allen am Besten. Soll doch Kartoffeln anbauen wer will, ich verklage ab jetzt alle, vor allen Dingen die Kartoffelbauern, wo kämen wir denn da hin, wenn die Bauern Kartoffeln frei auf den Markt bringen würden, gerade so wie sie es wollten und wachsen. Wir brauchen unbedingt mehr Regeln für den Kartoffelbauern, wie sollte man sie auch sonst verklagen können?

    Und weil es so schön ist, machen wir das jetzt mit Allem. Wir bringen jede Woche neue Regeln raus, am Besten solche, die man nicht einhalten kann, und natürlich NUR für die, die was tun, für die Regelaufsteller gibt es vollkommene Freiheit. Je bekloppter desto ertragreicher. Man muß eben mit der Zeit gehen.

    Ist es nicht schön, daß wir, die wir die Regeln machen, uns so um euch kümmern, und euch eine so wundervolle Welt erschaffen. Alles wird jetzt geregelt, nur eben das Regelmachen nicht, daß dürfen nur wir.

    • Avatar

      Argonautiker

      10. November 2015 18:46 at 18:46

      Ohhh, ich vergaß, die Besten Regeln, sind natürlich die, die keiner kennt, aber wenn er sie nicht einhält, trotzdem verklagt werden kann. Ach was sage ich, verklagt werden kann, er MUSS natürlich verklagt werden, denn wo kämen wir hin, wenn alle die Regeln nicht mehr einhalten würden. Es bewahrheitet sich halt immer noch, Unwissenheit schützt vor Straffffe nicht.

      Ach Sie wissen nicht, wofür sie bestraft werden, daß kostet wegen Unkenntnis der Gesetze noch mal extra.

      Aber sie halten die Regeln doch geheim,…

      Ausreden alles nur Ausreden.

      Und für das nicht Einhalten von Rechtschreibregeln gibt es ab heute besonders harte Regeln. Besonders für „F’s“.

      Tschüüüß, ich muß nun erst mal für 3 „F’s“ Fronarbeit leisten gehen.

  5. Avatar

    Nurmalso

    11. November 2015 19:39 at 19:39

    Tribute to the Empire

    Bundesregierung zwingt Banken, Banken zahlen am USA, Banken klagen, Bundesregierung verliert, Steuerzahler ersetzt Banken den Schaden.

    Oder anders: Steuerzahler finanziert USA über einen Umweg. War bei den Subprimekrediten, die staatliche Banken angehäuft hatten genau das selbe Spiel.

  6. Avatar

    Uwe

    11. November 2015 20:31 at 20:31

    Scheiß Amerika.
    Was haben die mit unseren Banken zu tun.

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Dirk Müller über das Börsenjahr 2021: „Mit Gas und Bremse durch den Markt“

Claudio Kummerfeld

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Bulle und Bär - Dirk Müller will mit Gas und Bremse durchs Jahr kommen

Dirk Müller hat in einem aktuellen Interview über das Börsenjahr 2021 gesprochen, aber auch über die Corona-Restriktionen und den Bitcoin. Beim Thema Corona ist er der Meinung, dass die Beschränkungen nach einer flächendeckenden Impfung und rückläufigen Infektionszahlen nicht verschwinden würden. In welcher Form genau es weitergehe, könne er auch nicht sagen, aber gewisse Arten von Einschränkungen im Alltag würden dauerhaft bestehen bleiben. Dirk Müller erwähnt in dem Zusammenhang die auch bei der Grippe ständigen Mutationen und jährlich neuen Impfungen, um sich dagegen zu schützen. Corona käme dauerhaft als neues Risiko hinzu.

Dirk Müller über das die Aktienmärkte in 2021

Immer weiter steigende Börsenkurse sind laut Dirk Müller auch im Börsenjahr 2021 möglich, auch dank der Notenbanken. Aber, so seine Worte, alle Welt glaube es gehe an der Börse jetzt nur noch nach oben. Man frage sich nur noch, wie kräftig die Kursgewinne im Jahr 2021 ausfallen werden. Aber ein großer Börsencrash sei jederzeit möglich. Was dafür exakt der Auslöser sei, könne man vorher nie sagen. Ein Problem für die Aktienmärkte sei aktuell das Ansteigen der Anleiherenditen in den USA (aktuell 1,09 Prozent). Diese würden laut Dirk Müller unabhängig von der Politik der Notenbanken anziehen, weil die Inflationserwartungen in den USA zunehmen. Es stehe für 2021 eine Sektorenrotation bevor. Das Anlegergeld verlasse die Tech-Aktien. US-Banken würden interessanter werden, aber auch Branchen wie der Flüssiggas-Sektor. Er gehe mit Gas und Bremse durch das kommende Börsenjahr. Man solle für weiter steigende Kurse offen sein, aber mit Absicherung.

Bitcoin

Und was ist mit dem Bitcoin? Wochenlang war der Kurs ja kräftig gestiegen, dann wieder deutlich gefallen (hier unsere aktuellste Berichterstattung). Dirk Müller bleibt bei seiner bisherigen Meinung. Der Bitcoin sei eine eindeutige Zockerei, dahinter stehe kein echter Wert. Er könnte kräftig verlieren, aber auch unendlich weiter steigen.

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EZB: Auf der Spur der wahren Gründe für das große Gelddrucken

Claudio Kummerfeld

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Die EZB-Zentrale in Frankfurt

Wir alle hören es seit Jahren und nehmen es zur Kenntnis. Offiziell betreibt die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik (Zinsen und Anleihekäufe), um die Inflation von der Null-Linie in Richtung 2 Prozent zu bekommen. Und Bürger und vor allem Unternehmen sollen durch die Banken in der derzeitigen Krise günstige Finanzierungsbedingungen erhalten. Daher flutet man alles und jeden mit Notenbank-Euros, und die Banken können dem braven Mittelständler noch günstigere Kredite anbieten? So kommt die Wirtschaft in Schwung, und letztlich auch die Inflation? So geht natürlich die offizielle Story. Und tatsächlich?

Viele Beobachter der EZB-Politik behaupten oder meinen erkannt zu haben, dass es Frau Lagarde und vorher Mario Draghi in Wirklichkeit darum ging, mit günstigen Finanzierungskonditionen und mit massiven Anleihekäufen die Südländer in der Eurozone am Leben zu erhalten. So wolle man die Eurozone als Konstrukt zusammenhalten. Auch wir bei FMW haben uns in den letzten Jahren diverse Mal zu diesem Thema geäußert. Nach der gestrigen PK von Christine Lagarde ist uns der Kommentar von Dr. Jörg Krämer aufgefallen, dem Chefvolkswirt der Commerzbank. Man kann ihn also ruhig als seriöse Quelle bezeichnen.

EZB hält Bedingungen für Südländer günstig

Er hat seinen Kommentar betitelt mit der Headline „Was Günstige Finanzierungsbedingungen wirklich bedeuten“. Er zielt auch auf die oberflächlichen Gründe der EZB ab, nämlich Kreditkunden in der Wirtschaft zu günstigen Konditionen zu verhelfen. Es sei interessant zu beobachten, wie stark Christine Lagarde das Konzept der „günstigen Finanzierungsbedingungen“ betont habe. Sie folge dabei einem „holistischen Ansatz“ und habe verschiedene Zinsen im Blick – etwa die für Kredite an Unternehmen oder private Haushalte. Tatsächlich aber (so Jörg Krämer) dürfte es der EZB aber vor allem darum gehen, die Renditeaufschläge der Anleihen der besonders hoch verschuldeten Staaten zu begrenzen. So lasse sich beobachten, dass die EZB im Rahmen ihres PEPP-Programms immer dann mehr Staatsanleihen kaufe, wenn die Risikoaufschläge steigen (siehe Grafik). Zitat Jörg Krämer:

Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg habe ein EZB-Vertreter gesagt, dass die EZB sogar bestimmte Höchstwerte für die Risikoaufschläge einzelner Staatsanleihen bestimmt habe. Offenbar sieht es die EZB als ihre Aufgabe an, die Währungsunion zusammenzuhalten, solange die hoch verschuldeten Staaten nicht ihre Hausarbeiten machen und damit latent die Existenz der Währungsunion gefährden.

Endet diese Politik der EZB, wenn das Corona-Aufkaufprogramm PEPP Anfang 2022 endet? Nein, Jörg Krämer glaubt, dass das Aufkaufen auch danach weitergeht, optisch eben nur über ein andere Vehikel. Die EZB werde dann das „normale“ Kaufprogramm namens APP aufstocken, und zwar von 20 auf 30 bis 40 Milliarden Euro pro Monat. Begründen dürfte sie dies unter anderem mit einer merklich unter zwei Prozent liegenden Inflation. Und ja, so möchten wir von FMW anmerken: So läuft es schon seit Jahren. Die Inflation, die ist einfach zu niedrig, deswegen muss man Billionen an Euros drucken und immer weitere Teile der Anleihemärkte aufkaufen. In Wirklichkeit will man, so nehmen wir es auch an, nur weiterhin gewährleisten, dass Italien, Griechenland, Spanien und Co sich so günstig wie nur irgend möglich immer weiter verschulden können.

EZB kauft mehr Anleihen um Spreads zu senken

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So sichern Sie Ihr Depot optimal ab – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Aktienmärkte eilen von einem Rekord zum nächsten. Das Virus wühlt zwar weiterhin, und tatsächlich eilt auch die Anzahl der Covid-Neuinfektionen weltweit von einem Rekord zum nächsten. Wir vertrauen allerdings auf die Kraft des Impfstoffes und sehen die Volkswirtschaften dieser Welt nächstens befreit.

Bei so viel Euphorie beschleicht allerdings den ein oder anderen Börsianer ein ungutes Gefühl. Sie haben also das Bedürfnis Ihr Depot, Ihre Buchgewinne einmal zumindest teilweise abzusichern. Im Folgenden erkläre ich Ihnen, welche drei goldenen Regeln Sie berücksichtigen müssen, damit die Absicherung auch wirklich greift.

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Zu 1. Ein Short – ganz gleich ob als Optionsschein, Short-ETF oder Zertifikat – ist kein Pkw-Anschnallgurt, den wir fortwährend zur Anwendung bringen. Erfolgreiches Shorten verlangt eine kurzfristige Marktmeinung. Solche Instrumente kaufen wir immer punktuell und lediglich für wenige Wochen oder Monate. Andernfalls verzichten wir auf Geld und Rendite. Dabei sind weniger die laufenden Kosten eines Short-ETFs oder eines Optionsscheins das Problem. Sondern: Shorts – egal in welcher Form – bringen uns Verluste, wenn der Markt entgegen unserer Prognose doch steigt. Zudem fehlt uns das Kapital für den Short auf der Aktienseite. Zu Deutsch: Ein unsauber gesetzter Short wird schnell zum doppelten Renditekiller.

Zu 2. Das ist offensichtlich: Wenn von 20 Ihrer Depotpositionen 15 aus dem DAX stammen, sichern Sie nicht gegen den S&P 500 oder NASDAQ-Index ab, sondern natürlich gegen den DAX. Als kluger Börsianer kennen Sie den Schwerpunkt Ihres Depots und erwerben dazu passend einen Short. Ganz wichtig: Vergessen Sie…..

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