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Deutsche Bank, Commerzbank und Co. in einem Dilemma ohne Ausweg

Redaktion

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FMW-Redaktion

In der Tat: Vor allem die Deutsche Bank und die Commerzbank befinden sich in einem Dilemma ohne Ausweg. Dies brachte der Noch-Vorstand der Deutschen Bank und Noch-Vorstand des Deutschen Bankenverbandes Jürgen Fitschen gestern klar zum Ausdruck. Von Seiten der USA droht gerade den international tätigen deutschen Banken wohl eine Lawine von Strafzahlungen, weil sie vom deutschen Gesetzgeber jetzt gezwungen werden für Flüchtlinge ohne Identitätsprüfung Konten zu eröffnen.

Loretty Lynch es wird eventuell teuer für die Deutsche Bank
Loretta Lnych, die noch recht neue US-Justizministerin und damit in Personalunion automatisch Generalstaatsanwältin. Sie könnte den deutschen Banken Milliardenstrafen aufbrummen. Foto: US Department of Justice / Gemeinfrei.

Noch-Deutsche Bank-Chef Jürgen Fitschen beschrieb gestern ein Dilemma, aus dem es für seine Deutsche Bank und wohl auch die Commerzbank kaum ein Entkommen geben wird. Die Bundesregierung winkt just in diesen Tagen ein Gesetz durch, dass alle deutschen Banken verpflichtet für jeden Menschen, der sich legal in Deutschland aufhält, ein Bankkonto zu eröffnen. Das bedeutet im Klartext: Ein Asylbewerber, der ohne Ausweisdokumente nach Deutschland kommt und nach erfolgreicher Anerkennung als Flüchtling mit Aufenthaltsrecht eine Duldung erhält, hat Anspruch auf ein Konto um am Zahlungsverkehr und somit am normalen Wirtschaftsleben teilzunehmen. Das ist ja auch notwendig!

In unserem Artikel vom 28. Oktober haben wir auf die Grundproblematik schon hingewiesen.

Nur ist die Duldung kein Ausweisdokument, und ob der Flüchtling wirklich derjenige ist, für den er sich in der Duldung ausgibt, weiß auch niemand. Folglich weiß auch niemand, wer da wirklich später am Zahlungsverkehr teilnimmt. Und genau das wollen die USA mit ihren umfassenden Gesetzen zur Abwehr von Terrorismusfinanzierung und Geldwäsche verhindern. Wer dagegen verstößt, büßt jetzt schon mit Milliardenstrafen.

In Deutschland verbleiben als global agierende Banken eigentlich nur die Deutsche Bank und die Commerzbank, die bedeutendes Geschäft in den USA haben und umfassende Geschäfte in US-Dollar tätigen. Wenn sie wie vom deutschen Gesetzgeber gefordert jetzt für Personen ohne Identitätsprüfung (so ist es ja letztlich) Konten eröffnen, verstoßen sie damit massiv gegen die US-Gesetze zur Abwehr von Terrorismus und Gelschwäche. Ob diese effektiv sind und überhaupt etwas bringen, ist eine ganz andere Frage. Aber der Verstoß liegt vor, und wird in der Realität massiv mit Geldstrafen geahndet. Und genau darauf wies Jürgen Fitschen gestern hin, als er laut „FAZ“ sagte „die Banken würden dann Personen Zugang zum Zahlungsverkehr gewähren, die ihn missbrauchen wollen“. Wir vermuten mal er meint damit nicht die Masse der Flüchtlinge, sondern eben explizit diejenigen, die wirklich Geld wachsen oder Terrorismus finanzieren wollen!

Aber seien es auch nur eine Hand voll Terrorhelfer unter hunderttausenden Flüchtlingen ohne Identitätsprüfung – der Nachweis für die US-Justiz wäre gegeben, dass die Bank nicht durch ein Missgeschick, sondern flächendeckend und strukturiert für Menschen ohne Identitätsprüfung Bankkonten eröffnet. Und man schaue sich in den letzten Monaten die Aktivitäten der neuen US-Justizministerin Loretta Lynch an. Alles was nicht bei 3 auf den Bäumen ist, wird verklagt, verknackt oder an die USA ausgeliefert (FIFA etc). Der deutsche Bankenverband weist ganz offiziell auf das Dilemma hin, dass man bei Einhaltung deutscher Gesetze automatisch gegen US-Gesetze verstößt, aber die Strafzahlungen an die USA wohl  nicht vom deutschen Gesetzgeber erstattet bekommt:

„Für die privaten Banken in Deutschland steht außer Frage, dass zu einer gelungenen Integration selbstverständlich auch ein Zugang zu Finanzdienstleistungen gehört. Alle Finanzdienstleistungsinstitute arbeiten derzeit intensiv daran, ihren Beitrag hierzu zu leisten. Sie tun dies zunächst auf der Basis der Selbstverpflichtung zum „Girokonto für jedermann“, wonach auch Flüchtlingen und Asylsuchenden die Möglichkeit einer Kontoeröffnung gegeben werden soll. Aus humanitären Gründen hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zusätzlich in einem Schreiben an die Deutsche Kreditwirtschaft eine vorübergehende Absenkung von Standards für die Identifizierung von Neukunden als zulässig erklärt. Dennoch sind aber alle Banken und Sparkassen strengen Vorschriften zur Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung unterworfen, die sie einhalten müssen. Niemand kann ausschließen, dass die aktuelle Sondersituation bewusst von Personen oder Organisationen ausgenutzt wird, um kriminelle Aktivitäten zu entwickeln. Dieses Risiko müssen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Bankschalter vor Augen haben, um trotz aller Hilfsbereitschaft bei der Kontoeröffnung keine Strafgesetze zu verletzen. Die Einhaltung dieser gesetzlichen Vorgaben ist ganz besonders für international tätige Banken von Bedeutung. Denn es gibt keine Garantie, dass die vorübergehende Aufweichung von Vorschriften seitens der BaFin von ausländischen Strafverfolgungsbehörden als bindend akzeptiert wird. Für rein lokal oder regional tätige kleine Kreditinstitute mag sich dies einfacher darstellen. Entschieden werden muss aber jeder Einzelfall durch die Bankmitarbeiter vor Ort.“

Einen Schutz vor Strafverfolgung oder Strafzahlungen in den USA verursacht durch deutsche Gesezte erwartet Fitschen von der deutschen Bundesregierung anscheinend nicht, Zitat laut FAZ:

„Einen solchen Brief kann uns niemand schreiben“.

So wenig Sympathie man für die Bankenindustrie aufbringen mag – man sollte sich dennoch fragen: Wenn ein kleiner mittelständischer Unternehmer, der jeden Cent drei Mal umdrehen muss um die Arbeitsplätze in seiner Firma zu erhalten, in ein vergleichbares Dilemma geraten sollte und keinen Ausweg sieht, was dann?Er müsste wohl große Teile seiner geschäftlichen Aktivitäten einstellen, um nicht seine ganze Firma zu gefährden.

Dass Strafen durch US-Behörden keine Hirngespinste, sondern Realität sind, zeigen die fast monatlich verkündeten Strafen für Schweizer Privatbanken, aber auch die 1,5 Milliarden Dollar-Strafe für die Commerzbank, weil man gegen Iran-Sanktionen verstoßen hatte. Wg. Geldwäsche-Vorwürfen bei der Moskauer Filiale droht für die Deutsche Bank derzeit ebenfalls eine hohe Strafe in den USA. Die BNP Paribas war wie die Commerzbank wg. Verstößen gegen Sanktionen sogar mit fast 9 Milliarden Dollar dran. Also, es ist kaum zu erwarten, dass die USA schmollend in der Ecke sitzen, während in Deutschland für hundertaussende Menschen ohne Identitätsprüfung Bankkonten eröffnet werden. Denn jeder dieser Menschen kann dann Gelder in die USA überweisen oder von dort empfangen, Schecks versenden und empfangen, Depots einrichten uvm.

Von Strafen der US-Behörden können bei knallhartem Durchgreifen aber auch deutsche Sparkassen, Volksbanken etc betroffen sein. Wie das gehen soll, wenn diese Banken gar keine Filiale und auch gar keine geschäftlichen Aktivitäten in den USA haben? Die US-Justiz könnte jeder Bank und jeder Wertpapierverwahrstelle mit Entzug der Geschäftserlaubnis in den USA drohen, die z.B. mit einer deutschen Sparkasse direkt oder indirekt zusammenarbeitet. So könnte die Sparkasse dann u.a. keine Aktienfonds mehr vertreiben, die in US-Aktien investieren. Geldtransfers in die USA oder in US-Dollar wären evtl. blockiert, weil Transferbanken die Abwicklung der Transfers für die Sparkasse nicht mehr annehmen dürfen. Und so könnte man es endlos fortsetzen. Je nachdem wie unnachgiebig die US-Justiz vorgeht, kann es auch die kleine Sparkasse um die Ecke treffen.


13 Kommentare

13 Comments

  1. Avatar

    Bobo

    10. November 2015 17:10 at 17:10

    Bei der Arbeit der Bankenlobby kann das kaum ein Versehen sein. Offenbar eine gezielte Strategie gegen unsere Banken. Ein Mißbrauch letztlich anonymer Bankverbindungen kann man als sicher annehmen, nicht von den Migranten, von kriminellen Inländern. Ein Schweizer Nummernkonto z.B. zur Steuerhinterziehung ist damit überflüssig. Es wäre sogar möglich, Drogen per Überweisung zu zahlen. Bei polizeilicher Ermittlung gibt es weder einen Auftraggeber noch einen Empfänger des Geldes. nur zwei ausgedachte Syrer.

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      joah

      11. November 2015 19:06 at 19:06

      manche Dinge sind auch einfach ökonomisch lösbar: Angebot-Nachfrage-Prinzip – wo kein Käufer, da kein Verkäufer, und da auch keine unerwünschten Geschäfte. Was will man denn mit Substanzen, die einen nur kaputt machen? Einfach sein lassen, den Mist…

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    joah

    10. November 2015 17:42 at 17:42

    Unklar ist es nur für diejenigen, die die Rechtslage nicht verstehen: durch die Besatzerrechte (u.A. SHAEF) sind diesen die deutschen Gesetze allesamt untergeordnet, sprich: untergezwungen worden. Die amerikanischen Rechte wiegen somit höher und schlagen diesen deutschen „Wusel von gar nichts“. Konsequenz: es werden keine Konten für nicht überprüfte Personen eröffnet. Basta.

    (wer das dennoch tun möge, hat nicht mehr alle Tassen im Schrank)

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      SecurityScout

      10. November 2015 18:29 at 18:29

      Ja, das sehe ich genau so.

      Allerdings könnte ja die BRD den Invasoren (genannt Flüchtlinge) Konten bei der Bundesbank anbieten.
      Für Unternehmen wie manche Versicherung passiert das bereits.
      Damit wären die privaten Banken aus der Haftung.

      Meine persönliche Meinung ist, das die Russen wieder Deutschland übernehmen werden.
      Es gibt bereits jetzt strafrechtliche Ermittlungen des General-Staatsanwalts der Russischen Föderation gegen Mitarbeiter der BRD.
      Schriftlicher Nachweis hier unter Nürnberger Tribunal II:
      http://www.staatenlos.info

      Meine Empfehlung:
      Diese ausdrucken und zuständigen Mitarbeitern der BRD zuschicken.

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        joah

        11. November 2015 10:46 at 10:46

        ich habe nur folgendes finden können [Link], wo man selbst ein derartiges Verfahren einleiten kann, jedoch keinen Nachweis über ein aktives Untersuchungsverfahren. Hätten Sie hierzu einen Verweis? Danke für die Info

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          Tom Hofmann

          12. November 2015 19:56 at 19:56

          Wer so ein Müll liest wie staatenlos.info , der braucht keine Fakten.
          Der Christ braucht auch keine Fakten. Glaube versetzt Berge

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    leser

    10. November 2015 17:49 at 17:49

    Vielleicht lässt sich das Dilemma lösen, indem jedem „Flüchtling“ ein Vormund an die Seite gestellt wird , der dann das Konto führt. Eine solche Regelung würde sich nahtlos in den schon auslösten Irrsinn einpassen, http://www.altermannblog.de/der-fluechtlingsirrsinn-und-dessen-blueten/#comment-7852

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      joah

      10. November 2015 18:39 at 18:39

      Lebensmittelmarken von der Gemeinde (bspw. mit Verbot von Alkohol)?

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    Argonautiker

    10. November 2015 18:22 at 18:22

    Globalisierung läßt grüßen.

    Und fragte die Lehrerin Fritzchen, was willst du später einmal werden?

    Antwort: Kläger!

    Bald ist es wirklich soweit, und man verdient mit dem Verklagen von Anderen das Beste Geld. Also warum noch was tun, in der Wirtschaft kann man nichts mehr werden, die wirft nichts mehr ab. Gut verdient man hingegen mit dem androhen vom Pleite machen von Systemrelevantem, und natürlich mit Klagen. Alles und jeden.

    Also ist der Traumjob schlechthin: Systemrelevanter Chefankläger, natürlich muß TTIP dazu her, dann klagt es sich noch viel besser.

    Ach ist das nicht schön, mußte man früher noch in was produktives investieren, und hatte ein Risiko, verdient man bald mit dem Verklagen von Allen am Besten. Soll doch Kartoffeln anbauen wer will, ich verklage ab jetzt alle, vor allen Dingen die Kartoffelbauern, wo kämen wir denn da hin, wenn die Bauern Kartoffeln frei auf den Markt bringen würden, gerade so wie sie es wollten und wachsen. Wir brauchen unbedingt mehr Regeln für den Kartoffelbauern, wie sollte man sie auch sonst verklagen können?

    Und weil es so schön ist, machen wir das jetzt mit Allem. Wir bringen jede Woche neue Regeln raus, am Besten solche, die man nicht einhalten kann, und natürlich NUR für die, die was tun, für die Regelaufsteller gibt es vollkommene Freiheit. Je bekloppter desto ertragreicher. Man muß eben mit der Zeit gehen.

    Ist es nicht schön, daß wir, die wir die Regeln machen, uns so um euch kümmern, und euch eine so wundervolle Welt erschaffen. Alles wird jetzt geregelt, nur eben das Regelmachen nicht, daß dürfen nur wir.

    • Avatar

      Argonautiker

      10. November 2015 18:46 at 18:46

      Ohhh, ich vergaß, die Besten Regeln, sind natürlich die, die keiner kennt, aber wenn er sie nicht einhält, trotzdem verklagt werden kann. Ach was sage ich, verklagt werden kann, er MUSS natürlich verklagt werden, denn wo kämen wir hin, wenn alle die Regeln nicht mehr einhalten würden. Es bewahrheitet sich halt immer noch, Unwissenheit schützt vor Straffffe nicht.

      Ach Sie wissen nicht, wofür sie bestraft werden, daß kostet wegen Unkenntnis der Gesetze noch mal extra.

      Aber sie halten die Regeln doch geheim,…

      Ausreden alles nur Ausreden.

      Und für das nicht Einhalten von Rechtschreibregeln gibt es ab heute besonders harte Regeln. Besonders für „F’s“.

      Tschüüüß, ich muß nun erst mal für 3 „F’s“ Fronarbeit leisten gehen.

  5. Avatar

    Nurmalso

    11. November 2015 19:39 at 19:39

    Tribute to the Empire

    Bundesregierung zwingt Banken, Banken zahlen am USA, Banken klagen, Bundesregierung verliert, Steuerzahler ersetzt Banken den Schaden.

    Oder anders: Steuerzahler finanziert USA über einen Umweg. War bei den Subprimekrediten, die staatliche Banken angehäuft hatten genau das selbe Spiel.

  6. Avatar

    Uwe

    11. November 2015 20:31 at 20:31

    Scheiß Amerika.
    Was haben die mit unseren Banken zu tun.

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Banken halten bei EZB 3,3 Billionen Euro – Daten zu Strafzinsen und Freibeträgen

Claudio Kummerfeld

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am

Türme von Banken in Frankfurt

Die einfache Sichtweise der „großen“ Experten in den Türmen der Notenbanken lautet: Je tiefer wir die Zinsen setzen, desto weniger attraktiv wird es für die Menschen Geld auf Bank- und Sparkonten zu parken. Sie werden dann immer mehr Geld in den Konsum pumpen. Aber egal wie viel sehr man auch an so einer Theorie festhält – die Realität sieht oft ganz anders aus. Die Bürger (vor allem die Deutschen) wollen gerade in Krisenzeiten offenkundig weiterhin Monat für Monat von ihrem Ersparten anständig was auf die hohe Kante packen – Vorsorgen für die schlechten Zeiten, sozusagen.

Und bei de facto Nullzinsen, die in den letzten Jahren in der Regel (nach Abzug der Inflation) reale Negativzinsen bedeuten, legen die Menschen einfach pro Monat noch mehr Geld auf die hohe Kante, sozusagen als Ausgleich für die fehlenden Zinsen. Und so steigen seit Jahren in der Eurozone die Bankguthaben immer weiter an. Das wird für die Banken immer mehr zu einem dramatischen Problem. Denn die Europäische Zentralbank (EZB) wollte nicht nur, dass der (einfältige?) Bürger endlich sein Geld in den Konsum steckt. Nein, die EZB wollte auch erreichen, dass die (faulen?) Banken endlich mehr Geld als Kredit herausreichen an Privat- und Geschäftskunden, damit die Konjunktur angekurbelt wird – und dadurch letztlich die Inflation ansteigt – die letzten Jahre geschah aber letztlich das Gegenteil.

Banken vor immer größerem Problem

Aber egal wie fleißig die Banken auch sein mögen bei der Kreditvergabe – der Sparfleiß der Bürger ist stärker. Die Guthaben bei den Banken wachsen immer mehr. Und genau deswegen hatte sich die EZB eine Art Strafmechanismus ausgedacht, damit die Banken nun wirklich mal die Einlagen der Kunden vermehrt als Kredit rausreichen. Verrechnet man das von den Bankkunden eingezahlte Guthaben mit den ausgegebenen Krediten, dann haben praktisch alle Banken eine Überschussliquidität, die bei der EZB geparkt wird. Die EZB bestraft die Banken hierfür mit einem Negativzins von derzeit -0,5 Prozent (ab 2014 stufenweise eingeführt, damals noch bei -0,1 Prozent). Je mehr die Kunden sparen und je höher sich die Banken-Überschüsse auf ihren EZB-Konten auftürmten, desto mehr mussten sie als Strafzins an die EZB überweisen.

Dies wurde in den letzten Jahren immer mehr zu einem Problem für die Banken, die sowieso dank Nullzinsen ein ernsthaftes Problem mit ihrem wichtigsten Geschäft hatten, nämlich der Zinsmarge. Die EZB sah dieses Problem, und führte einen Freibetrag ein. Die Banken sollten für zu viel hinterlegte Einlagenüberschüsse also bestraft werden – aber nicht so sehr, dass sie in ernsthafte Schwierigkeiten geraten. Und so gibt es EZB-Strafzinsen für die Banken mit einem Freibetrag an Einlagen, der nicht mit einem Strafzins bedacht wird.

Gigantische Überschüsse, Strafzinsen und Freibetrag

Heute veröffentlichte Daten der Bundesbank zeigen die Dimension der Beträge. Demnach gab es im Dezember 2020 eine Überschussliquidität im Euroraum in Höhe von 3,35 Billionen Euro. Zwischen Einführung des Tiering-Systems (Freibeträge) im Oktober 2019 und Dezember 2020 betrug der Zinsaufwand der Banken im Euroraum für das Halten dieser Überschussliquidität bei der EZB 8,9 Milliarden Euro. Dieser Zinsaufwand (die Strafzinsen) fiel laut Bundesbank um 4,7 Milliarden Euro niedriger aus, als dies unter sonst gleichen Bedingungen ohne ein Tiering-System der Fall gewesen wäre. Gleichzeitig wurde mit zuletzt 2,498 Billionen Euro der größte Teil der Überschussliquidität weiterhin negativ verzinst.

Während die Überschussliquidität der Banken bei der EZB in den letzten Jahren immer weiter stieg (oberer Teil der Grafik), dachte die EZB wohl sie könnte dies verhindern, indem sie den Strafzins immer weiter anhebt. Es brachte aber nichts! Wer arg ins Detail gehen möchte, kann sich beim Klick an dieser Stelle in den Bundesbank-Bericht auf den Seiten 61-72 in das Thema vertiefen. Wer sich für die Rücklagen der Deutschen interessiert, der klicke bitte hier. Im Krisenjahr 2020 wurde von deutschen Haushalten 333,5 Milliarden Euro auf die hohe Kante gelegt, nach 220,3 Milliarden Euro in 2019. Diese Summe steigerte sich in den letzten Jahren immer weiter, obwohl das Zinsniveau für die Sparer immer weiter abrutschte.

Grafik zeigt Bundesbank-Daten zu Strafzinsen und Überschussliquidität

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BlackRock, Wall Street – und China: Kampf der Giganten

Wolfgang Müller

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Wird BlackRock zu mächtig? Während BlackRock immer größer und wichtiger wird, scheinen die USA insgesamt abzusteigen (siehe hierzu das Interview mit der USA-Korrespondentin der „Zeit“, Heike Buchter).

Der Kampf der beiden Supermächte USA und China um die wirtschaftliche und technologische Vorherrschaft elektrisiert viele Marktbeobachter. Klar ist es fast unmöglich Chinas weiteren Aufstieg zu verhindern, schließlich hat China mit seiner riesigen Anzahl an Menschen – Vergleich zu den USA: 1439 Millionen zu 332 Millionen – einen Riesenvorteil. Aber die USA haben neben ihren großen Techfirmen auch noch weitere Riesen, einer davon ist der Finanzdienstleister BlackRock, der letzte Woche gigantische Zahlen abgeliefert hat.

BlackRock: Der schwarze Felsen wird immer größer

Der weltweite Aktienmarkt klettert, wie schon so oft dargestellt, auch infolge der Aktionen der Notenbanken nach oben, auf zuletzt 106 Billionen Dollar. Maßgeblich beteiligt daran ist die Wall Street, deren Aktienmärkte allein schon ein Gewicht von über 40 Billionen Dollar aufweisen. Angesichts des Anteils der USA an der Weltbevölkerung (4,3 Prozent) und der Wirtschaftsleistung (kaufkraftbeteinigt etwa 16 Prozent) eigentlich viel zu groß. Aber ebenso dominant ist der Anteil der Vermögensverwaltung in den USA, wie allein die letzten Donnerstag veröffentlichten Zahlen von BlackRock aufweisen.

BlackRock ist mit 8,68 Billionen US-Dollar an verwaltetem Vermögen (Stand: 31. Dezember 2020) der weltgrößte Vermögensverwalter. Die Kunden sind Privatanleger und Institutionen wie Banken, Pensionskassen, Stiftungen, Versicherer, Staatsfonds und Zentralbanken. So der zutreffende Eintrag bei Wikipedia.

Inmitten der Corona-Krise ist es der Firma von Larry Fink gelungen, einem sehr einflussreichen CEO, was demnächst auch die Regierung von Joe Biden erleben dürfte, das Volumen der verwalteten „Assets“ im Jahr 2020 um 17 Prozent oder 1,2 Billionen Dollar auf 8,68 Billionen Dollar zu steigern.

BlackRock profitierte nicht nur von der aktiven Fondsbranche, auch seine bekannte ETF-Sparte (iShares) ist um 185 Milliarden Dollar gewachsen.

Aus diesen ganzen Zahlen ergab sich ein Gewinn für das Jahr 2020 von 5,2 Milliarden Dollar, ein Anstieg von ebenfalls 17 Prozent. Dass die Fantasie der Investoren auch bei diesem Felsbrocken der Finanzwelt ins Kraut schießt, zeigt die Entwicklung der Aktie, die bis zur Veröffentlichung der Jahresbilanz um 44 Prozent gestiegen ist. Aufgrund der großen Marktmacht von BlackRock spürt der Gigant nicht einmal so sehr die Entwicklung in der Fondsbranche hin zu den kostengünstigen Exchange Traded Funds. Der Gewinn des Finanzdienstleisters war auch im vierten Quartal um 1,6 Milliarden Dollar angewachsen.

Noch ein paar Sätze zum Zweikampf zwischen den USA und China.

Liste der größten Firmen der Welt

Betrachtet man sich die aktuelle Liste der nach Marktkapitalisierung schwersten Unternehmen der Welt, so stellt man fest, dass sich unter den größten 20 Unternehmen allein 13 US-Unternehmen, unter ersten Zehn gleich deren sieben befinden. China ist mit Tencent, Alibaba vertreten.

Apple, Microsoft, Amazon, Alphabet, Tesla, Facebook, Berkshire Hathaway, Visa, Walmart, Johnson &Johnson, JP Morgan, Procter&Gamble, MasterCard, von einem Finanzgiganten BlackRock ist dabei nichts zu sehen, nicht einmal unter den ersten Hundert.

Sicher wird es demnächst durch Regulation bei den Monopolfirmen einiges an Korrekturen geben. Auch befinden sich die Kurse einiger Firmen in Höhen, die nicht aufrechterhalten werden können – auch wenn einige glauben, Aktien könnten sich dauerhaft den Fundamentaldaten entziehen.

Was das Vermögen von Kundengeldern angeht, haben die USA noch weit die Nase vorn. Denn neben dem 8-Billionen-Dollar-Koloss BlackRock gibt es noch die Riesen Vanguard Group, State Street Global Advisors und Fidelity Investments, jedes Unternehmen verwaltet mehrere Billionen Dollar.

China hat ein großes Problem in seinem Aufwärtsstreben und das ist sein totalitäres System. Es wird sicherlich nicht das Vertrauen von Investoren steigern, wenn eine Regierung so rigoros an eine Firma wie Alibaba herangeht, kürzlich noch achtwertvollstes Unternehmen der Welt, dessen Gründer Jack Ma schon seit Wochen von der Bildfläche verschwunden ist. Da vertraut die westliche Welt schon eher auf einen ETF der Firma BlackRock, Sparte iShares, wie die jüngsten Zahlen beweisen. Der Produktionsstandort China boomt – aber der Finanzstandort?

BlackRock und die Wall Street

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Wirtschaft kommt laut Bundesbank recht gut durch den Lockdown, aber…

Claudio Kummerfeld

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am

Lockdown Schriftzug

Die Bundesbank hat vor wenigen Minuten ihren Monatsbericht für Januar veröffentlicht. Demnach kommt die deutsche Wirtschaft recht gut durch den Lockdown. Die Erholung der deutschen Wirtschaft ist laut Bundesbank im letzten Quartal 2020 durch das erhöhte Infektionsgeschehen und die wieder erheblich verschärften Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zwar ausgebremst worden. Aber es habe jedoch keinen größeren Rückschlag gegeben, da sich weniger durch die Maßnahmen betroffene Bereiche der Wirtschaft weiter erholten. Insbesondere die Industrie aber auch die Bauwirtschaft hätten nach den bis November vorliegenden Zahlen kräftig zugelegt.

Die Auftragseingänge in der Industrie hätten im November das Vorkrisenniveau vom Schlussquartal 2019 sogar deutlich überstiegen. Zudem seien die Einzelhandelsumsätze bis November noch erheblich gewachsen. Dies hätte ein Gegengewicht zu den Einbußen gebildet, die aufgrund der im Dezember angeordneten Schließungen im stationären Einzelhandel entstanden sein dürften. Die Unternehmensstimmung hellte sich im Dezember laut ifo Geschäftsklimaindex trotz des Wiederaufflammens der Pandemie auf. Diese ermutigenden Signale lassen laut aktueller Bundesbank-Aussage darauf hoffen, dass auch die zu Beginn des neuen Jahres verlängerten und weiter verschärften Einschränkungen die wirtschaftliche Erholung nicht allzu weit zurückwerfen.

Aber die Bundesbank versieht diese rosigen Aussagen mit einer kleinen Warnung, wie es nicht anders zu erwarten wäre. Bei dieser Krise sind ja „Risiko-Disclaimer“ fast schon unverzichtbar, da niemand eine Glaskugel hat und unzählige Variablen vorhersehen kann. Sollte das Infektionsgeschehen jedoch nicht erheblich nachlassen und die gegenwärtigen Beschränkungen der Wirtschaftstätigkeit länger anhalten oder noch weiter verschärft werden, so könne es gleichwohl noch zu einem spürbaren Rückschlag (für die Wirtschaftsleistung) kommen, so die Bundesbank.

Auch beim Thema Arbeitslosigkeit sieht die Bundesbank offenbar keine ernsthaften Probleme. So blieb der Arbeitsmarkt laut Aussage der Bundesbank trotz der wieder strikteren Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung bemerkenswert stabil. Zwar seien im November und Dezember vermehrt Anmeldungen zur Kurzarbeit eingegangen, diese entsprächen jedoch nur einem Bruchteil der Anzeigen aus dem vergangenen Frühjahr. Die aktuellen Anzeigen würden sich vor allem auf den von den angeordneten Schließungen betroffenen Hotel- und Gaststättenbereich sowie Teile des Handels beschränken. Die registrierte Arbeitslosigkeit sei im Dezember wie schon in den beiden Monaten zuvor spürbar zurückgegangen. Die Zahl der Arbeitslosen sei um saisonbereinigt 37.000 gegenüber dem Vormonat gesunken, die entsprechende Arbeitslosenquote läge damit bei 6,1 Prozent.

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