Auch wenn deutsche Banken mit aktuellen Vorgängen in den USA nichts zu tun haben: Kommt eine Lawine in Gang, verschlechtern sich noch mehr Kredite, wackeln noch mehr Projekte? Irgendwann könnte ein Punkt erreicht sein, wo über internationale Verpflechtungen auch europäische Banken real betroffen sein könnten. Also sehen wir aktuell: Tagesverlust bei Deutsche Bank -5,66 %, Commerzbank -3,43 %. Seit Jahresanfang liegen die beiden immer noch mit 69 % und 90 % im Plus! Barclays fällt heute 3,5 %, Societe Generale fällt 3,9 %, Unicredit ist 2,5 % im Minus.
Europäische Bankaktien sind also von der aktuellen Krisenstimmung bei US-Banken betroffen. Dort sind gestern Zions Bancorporation und Western Alliance Bancorp um 13,1 % und 10,8 % gefallen. Heute vorbörslich in New York sinken die beiden Aktien weiter mit -1,1 % und -2,3 %. Die beiden sind doch recht unbedeutende Regionalbanken in den USA, wenn man sie mit Giganten wie JPMorgan vergleicht. Dennoch kommt aktuell die Erinnerung auf an die Regionalbanken-Krise im Jahr 2023.
Diesmal ist die Lage aber „noch“ anders. Kein Bank Run, keine Staatsanleihen-Probleme. „Lediglich“ hatten diese beiden Banken Kredite ein einen Fonds vergeben, der Gelder mutmaßlich veruntreut hatte – weswegen die Banken Abschreibungen vornehmen mussten. Erst vor wenigen Tagen gab es bereits Nervosität wegen Kreditpleiten beim Subprime-Autokreditgeber Tricolor und dem Zusammenbruch des Autoteilezulieferers First Brands Group, der mit Milliardenbeträgen bei der Bank Jefferies in der Kreide steht.
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Nun ist die Frage: Beruhigt sich die Lage übers Wochenende wieder, weil sich Anleger und Analysten sagen, dass es vereinzelte kleine Ereignisse sind, die nur zufällig kurz nacheinander auftreten? Oder glaubt man an viel mehr Kreditprobleme bei US-Banken, die noch zu Tage treten könnten?
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