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Deutsche Bank: Ein Beleg dafür, was hier immer noch gewaltig schief läuft

Die Deutsche Bank kommt einfach nicht zur Ruhe. Die Zahlen bleiben im großen und ganzen miserabel. Der große Danske-Skandal könnte eventuell noch weitere Milliarden-Kosten mit sich bringen. Die Fusion mit der Commerzbank findet nicht statt, was erstmal die Phantasie der Börsianer in Sachen langfristiger Kosteneinsparungen abwürgt. Aber lassen wir das alles mal bei Seite.

Die französische Zeitung Les Echos hat sich die Mühe gemacht bei europäischen Banken nachzufragen, wie viele Mitarbeiter in der jeweiligen Bank ein Jahresgehalt von über 1 Million Euro beziehen. Die Resultate zeigen nach unserer Meinung ganz klar, was unter anderem bei der Deutschen Bank immer noch gewaltig schief läuft.

Es ist (so meinen wir) hier auch gar nicht nötig zu sehr ins Detail zu gehen. Allein die Relation zu anderen Banken zeigt auf, dass sich offensichtlich immer noch sehr viele Banker bei der DB „bedienen“. Hohe Gehälter, miserable Resultate. Das passt langfristig nicht zusammen, und letztlich stehen Kosten in keiner Relation zum Jahresüberschuss einer Bank. Dass es anders geht, zeigt die Konkurrenz.

Besprechen wir doch erst einmal Europas größte und auch auch hochprofitable Bank namens HSBC. Sie machte im letzten Quartal 4,9 Milliarden US-Dollar Gewinn. Die HSBC hat 399 Mitarbeiter, die letztes Jahr mehr als 1 Million Euro brutto verdient haben!

Die Deutsche Bank erzielte im letzten Quartal 292 Millionen Euro Gewinn, also nur einen winzigen Bruchteil von dem, was die HSBC schafft. Die Deutsche Bank hat 643 Mitarbeiter, die letztes Jahr mehr als 1 Million Euro brutto verdient haben! Immerhin sind das 62 weniger als noch 2017. Aber liebe Leute, was soll das? Kann man „Underperformer“, die offensichtlich keine Milliarden-Erträge zum Erfolg der Bank beisteuern, nicht einfach vor die Tür setzen? Die „High Performer“ in London sind doch die totalen Kapitalisten. Von daher sollten sie es doch am ehesten verstehen, wenn sie in diesem Szenario ihre Jobs verlieren? Marktwirtschaft nennt man sowas doch, oder? Sorry, aber man muss es mal so ganz einfach und drastisch formulieren!

Die Commerzbank hat im letzten Quartal operativ 244 Millionen Euro Gewinn erzielt, und liegt also vereinfacht gesagt auf dem selben Profil-Level wie die DB. Aber siehe da, sie kommt mit gerade mal 12 Millionen-Gehältern aus. 12 in Relation zu 643 bei der Deutschen Bank. Dass hier etwas immer noch extremst schief läuft, ist bei dieser Relation mehr als offensichtlich!

Frage: Wie schafft die HSBC es mit deutlich weniger Einkommens-Millionen in den eigenen Reihen so viel Gewinn zu erwirtschaften? Und wieso benötigt die Deutsche Bank viel mehr Einkommens-Millionäre als die HSBC, wenn sie nur so wenig Gewinn an Land zieht? Eine gut Frage!

Deutsche Bank
Foto: Deutsche Bank AG



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