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Deutsche Bank: Gewinn fast bei 0 angekommen

Im 2. Quartal erzielte die Deutsche Bank einen Nettogewinn von jetzt nur noch 20 Millionen Euro. Damit ist die Eigenkapitalrendite zumindest im aktuellsten Quartal bei 0,1% angekommen. Im 2. Quartal 2015…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Im 2. Quartal erzielte die Deutsche Bank einen Nettogewinn von jetzt nur noch 20 Millionen Euro. Damit ist die Eigenkapitalrendite zumindest im aktuellsten Quartal bei 0,1% angekommen. Im 2. Quartal 2015 lag der Gewinn noch bei 818 Millionen Euro. Die Erträge schrumpfen im abgelaufenen Quartal um 20% auf 7,4 Milliarden Euro. Grund laut Deutscher Bank: U.a. das Brexit-Referendum, das Unsicherheit schaffe, ein allgemein schwieriges Marktumfeld sowie die Negativzinsen der EZB. Mit dem Gewinn fast bei 0 hatten Experten vorher schon gerechnet, daher gibt es keine große Enttäuschung. Die Aktie geht aktuell mit einem Minus von 3% in den heutigen Börsenhandel.

John Cryan wird offiziell in seinem Kern-Statement so zitiert:

„Der anhaltende Umbau der Bank schlägt sich in unseren Ergebnissen nieder. Wir sind aber zufrieden mit unseren Fortschritten. Wir haben weiter Risiken in unserer Bilanz abgebaut, in unsere internen Abläufe investiert und unsere Infrastruktur modernisiert“, sagte John Cryan, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank. Er fügte hinzu: „Sollte das derzeit schwache wirtschaftliche Umfeld anhalten, müssen wir bei Geschwindigkeit und Intensität unseres Umbaus noch ehrgeiziger werden.“

Es liegt auch ein ausführlicher Brief von Cryan an die Mitarbeiter vor, aber das möchten wir Ihnen an dieser Stelle nicht antun. Sie können sich den Inhalt wohl schon denken: „Alles wird gut“…

Zitat Deutsche Bank aus dem aktuellen Quartalsbericht:

Um 20% niedrigere Erträge spiegeln schwieriges Marktumfeld und Umsetzung strategischer Entscheidungen wider
Erträge – ohne Hua Xia Bank und NCOU – um 12% gesunken
Kosten um 14% niedriger durch geringere Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten und für Vergütung
Vorsteuerergebnis um 67% auf 408 Millionen Euro gesunken, nach Aufwendungen für Restrukturierung und Abfindungen von 207 Millionen Euro und für Rechtsstreitigkeiten von 120 Millionen Euro sowie Wertberichtigungen auf den Geschäfts- und Firmenwert von 285 Millionen Euro Finanzstärke erhalten
Harte Kernkapitalquote (Vollumsetzung) von 10,8% wird sich durch den für das zweite Halbjahr erwarteten Verkauf der Hua Xia Bank-Beteiligung um rund 40 Basispunkte verbessern
Liquiditätsreserve von rund 220 Milliarden Euro
Kredit- und Marktrisiken auf sehr niedrigem Niveau
Deutliche Fortschritte bei der Umsetzung der Strategie 2020
Erste Phase der Restrukturierung in Deutschland umgesetzt, betrifft rund 3.000 Stellen
Gründung einer eigenständigen Dachgesellschaft für das US-Geschäft
Weiterer Abbau von Risiken in der Abwicklungseinheit NCOU
Vorbereitungen zur operativen Trennung der Postbank abgeschlossen
Weitere Investitionen in Infrastruktur und Kontrollsysteme
Alle Geschäftsbereiche profitabel
Kapitalmarktgeschäft: Zins- und Devisengeschäft mit starkem Vorjahresquartal vergleichbar; erwarten Nummer 4 im Anleihehandel zu bleiben
Corporate & Investment Banking (CIB): Nummer 2 bei Anleihe-Emissionen in Europa; Erträge in der Transaktionsbank stabil
Geschäft mit Privat-, Vermögens- und Firmenkunden (PWCC): 2.000 neue Firmenkunden in Deutschland und über 10.000 Neukunden bei Privat- und Firmenkunden (PCC) International sowie starkes Konsumentenfinanzierungsgeschäft im Jahresvergleich
Deutsche Asset Management: weiterhin gute Profitabilität in einem hochrentablen Geschäftsfeld

DB1
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Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Marcus

    27. Juli 2016 13:42 at 13:42

    Das ist ja alles ganz schön was man da so verbreiten lässt, das ändert aber nichts an den zwei grundlegenden Problemen: 1. Zu wenig Kapital 2. Viel zu hohe Kosten.

    Die Kernkakpitalquote beträgt lächerliche 10,8 % ,was bei Problemen nicht mal annähernd reichen wird. Ein noch größeres Problem ist die sog. Cost/Income Ratio: Die letzten Jahre konsequent weit über 80 %! Selbst Konkurrenten erreichen 60% oder in Einzelfällen weniger. Wenn sogar die Skandalhäuser von Landesbanken eine Cost/Income Ratio von unter 60 % erreichen, dann muss sich die Deutsche Bank fragen was sie falsch macht.

    Cryan soll endlich das Gaspedal durchdrücken was die Sanierung betrifft. Sonst kann die DB demnächst mit der CS gemeinsam untergehen.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – gute Ergebnisse interessieren nicht

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die aktuell reinkommenden Quartalszahlen stehen im Fokus seiner heutigen Aussagen. Dazu kommen die US-Wahlen und die Coronakrise.

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Das ist der wahre Beherrscher des Internets – Werbung

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Lieber Börsianer,

haben Sie sich eigentlich einmal Gedanken gemacht, woher Sie als Nutzer die Daten und Informationen beziehen, wenn Sie etwa auf der Seite der Amazon oder der Seite von Google surfen? Die landläufige Meinung: Das kommt alles aus der Cloud bzw. einem zentralen Großserver, der irgendwo in den USA steht.

Das ist ein Irrglaube. Tatsächlich beziehen wir als Internet-Nutzer unsere Daten aus einem weltweit aufgespannten Netzwerk sog. CDN-Server (Content Delivery Network). Wenn Sie als Nutzer aus Deutschland eine Suchanfrage auf der Google-Seite starten, wird Ihre Anfrage also nicht erst über den Atlantik geschickt und anschließend zurück. Stattdessen werden die Internet-Nutzer von einem Server versorgt, der sich in räumlicher Nähe befindet.

Andernfalls wäre die Google-Seite unendlich langsam oder würde sogar kollabieren, wenn innerhalb weniger Minuten Millionen Anfragen zur gleichen Zeit eintreffen. So muss der Suchdienst im Durchschnitt pro Tag 3,5 Milliarden Suchanfragen pro Tag abarbeiten. Das schafft kein Cloud-Server der Welt. Hier gilt: Auch das digitale Internet unterliegt physikalischen Grenzen.

Hier schafft ein ausgeklügeltes CDN-System Abhilfe. Es verteilt die Anfragen auf unzählige weltweit installierte Einzelserver und sorgt auf diese Weise für einen Lastenausgleich in den Internetleitungen. Dadurch bleiben die Internetauftritte der Unternehmen komfortabel und schnell.

Daneben schafft das CDN-System Sicherheit einerseits für die Unternehmen als auch für die Nutzer. So ist es heutzutage nahezu ausgeschlossen, dass Hacker etwa die Seite der Amazon, der Zalando oder anderer Endkunden-Unternehmen lahm legen können. Tatsächlich werden schlimmstenfalls durch Hackerangriffe einzelne Server im CDN-System ausgeschaltet. Das System erkennt einen solchen Angriff und leitet den Nutzer sofort auf den nächsten noch aktiven Server weiter.

Damit schafft CDN sog. Redundanzen. Anders formuliert: Die dezentrale Struktur sorgt dafür, dass die Internetversorgung nie gänzlich zusammenbricht. Damit leisten die CDN-Netzwerke einen ganz wichtigen Beitrag für die Stabilität und Verfügbarkeit des Internets. Sie bilden also das Rückgrat des modernen Internets.

Wer betreibt diese Netzwerke?

Ein US-Unternehmen dominiert dieses Marktsegment quasi nach Belieben. Man unterhält weltweit 300.000 CDN-Server und kontrolliert damit in der Spitze bis zu 30 % des täglichen globalen Internetverkehrs. Nahezu alle Software- und Internetunternehmen des Silicon Valley schwören auf die Dienstleistungen dieses US-Unternehmens. Die Kundenkartei umfasst Adressen wie etwa Amazon, Apple, Facebook, Google oder Microsoft. In Europa bedient man Unternehmen wie Daimler, Nestlé, Wienerberger, Voestalpine oder etwa den Autozulieferer Schaeffler, um nur die wenigsten aus der üppigen Kundenkartei der Amerikaner zu nennen.

Vor allem für Unternehmen mit Endkundenkontakt und stark frequentierten Internetauftritten ist CDN absolute Pflicht. Denn die Nutzer springen heute rasch ab, wenn sich ein Seite langsam aufbaut oder sogar minutenlang gar nicht erreichbar ist. Ich kann Ihnen versichern, eine stabile und schnelle…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Caterpillar meldet Quartalszahlen: Starker Rückgang, aber über Erwartung

Claudio Kummerfeld

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Der weltweit größte Baumaschinenhersteller ist Caterpillar aus den USA. Die Firma gilt daher als Frühindikator, weil Bauwirtschaft und Industrie auf Baumaschinen angewiesen sind, bevor eine Volkswirtschaft expandieren kann. Steigen also die Firmenumsätze, deutet das auf eine weiter florierende US-Wirtschaft hin, und umgekehrt genau so. Deswegen sind die soeben veröffentlichten Quartalszahlen von Caterpillar so extrem wichtig. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz im letzten Quartal liegt bei 9,88 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 12,76/erwartet 9,8). Der Gewinn liegt bei 1,22 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 2,66/erwartet 1,12).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -1,3 Prozent.

Die operative Profitmarge sinkt im Jahresvergleich von 15,8 Prozent auf 10,0 Prozent.

Die rückläufigen Umsätze liegen laut Unternehmensaussage an der rückläufigen Kundennachfrage nach Geräten und Dienstleistungen.

CEO-Kommentar:

“I’m proud of our global team’s performance as we continue to safely navigate the pandemic while remaining firmly committed to serving our customers,” said Caterpillar Chairman and CEO Jim Umpleby. “Our third-quarter results largely aligned with our expectations, and we’re encouraged by positive signs in certain industries and geographies. We’re executing our strategy and are ready to respond quickly to changing market conditions.”

Datenblatt mit Details zu den Quartalszahlen von Caterpillar

Caterpillar-Baumaschine - Caterpillar-Quartalszahlen
Eine Baumaschine von Caterpillar auf der Bauma. Foto: Wald-Burger8 CC BY-SA 3.0

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