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Deutsche Bank: Millionenstrafe durch US-Aufsicht für Irreführung von Kunden

So gibt es zwar was das Geld angeht, einen relativ „kleinen“ neuen Fall, aber immerhin, 18,5 Millionen Dollar Strafe muss die Deutsche Bank an die US-Börsenaufsicht SEC und nochmal 18,5 Millionen an die…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Wie oft denn noch, und was denn noch alles, möchte man sich fragen. Und ja, man wolle die offenen Rechtsfälle abarbeiten, abschließen und in die Zukunft gucken, so Deutsche Bank-Chef John Cryan in den letzten Monaten. Aber was nützt so eine Aussage, wenn man ständig neue Probleme produziert? So gibt es zwar was das Geld angeht, einen relativ „kleinen“ neuen Fall, aber immerhin, 18,5 Millionen Dollar Strafe muss die Deutsche Bank an die US-Börsenaufsicht SEC und nochmal 18,5 Millionen an die Staatsanwaltschaft zahlen, also insgesamt 37 Millionen Dollar. Laut der SEC hat die Deutsche Bank Börsenaufträge von Kunden wie oft üblich an sogenannte Dark Pools weitergeleitet.

Das an sich ist nicht strafbar oder verwerflich. Börsenaufträge von Kunden landen dann halt eben nicht an öffentlichen Börsen, die transaprent kontrollierbar sind, sondern in außerbörslichen Handelsplattformen (Dark Pools), die öffenltlich nicht einsehbar sind. Ob die Kunden hier bessere oder schlechtere Preise erhalten als an richtigen Börsen, oder ob die Banken/Broker hierüber an den Kunden über die Spanne zwischen Kaufgebot und Verkaufsangebot richtig gut verdienen, bleibt für die Kunden oft unklar. Laut SEC habe die Deutsche Bank damit geworben, dass man durch eine „fortlaufende Datenanalyse“ dafür sorge, dass man für die Kunden automatisch das für den Kunden jeweils preisgünstigste Darkpool ansteuert.

Laut SEC habe die Deutsche Bank ihr „Raking Modell“ aber nur ein einzies Mal in einer Zeit von zwei Jahren aktualisiert. Die Bank habe für ihren Order-Router namens „SuperX+“ (toller Name) bei Kunden und potenziellen Nekunden damit geworben, dass das Modell des optimalen Routings zum besten Dark Pool das Herzstück (also Hauptvorteil) von SuperX+ sei. Denn logischerweise geht es gerade großen Institutionellen Kunden bei großen Volumen worum? Gute Ausführungspreise – da lohnen sich schon oft minimale Preisunterschiede.

Laut SEC habe die Deutsche Bank irreführende Angaben gemacht und sogar Informationen unterlassen in Bezug auf dieses Dark Poll „Ranking Modell“ über das SuperX+. Heißt es dann fortan „SuperX-„? (kleiner Scherz am Rande). Laut SEC sei es sehr wichtig für Kundin von sogenannten „Broker-Dealern“ zu wissen ob solche Routingsysteme wie die der Deutschen Bank nicht einwandfrei funktionieren. Daher jetzt die saftige Strafe, auch wenn sie in Relation zu anderen Summen eher klein wirkt. Und die Deutsche Bank, was sagt die dazu? Es gibt auf der offiziellen Presseseite der Bank hierzu nicht mal eine Erwähnung, so als gäbe es diesen Vorgang gar nicht. Hier der wichigste Teil der SEC-Mitteilung im Original:


“Deutsche Bank claimed to be using ongoing data analysis to rank the dark pools best suited for customer orders when in reality its system failed to actually do this analysis. When broker-dealers tout their material products and methodologies, their statements must be accurate,” said Andrew Ceresney, Director of the SEC’s Enforcement Division.

“Automated strategies for routing customer orders are a critically important part of the market,” said Robert Cohen, Co-Chief of the Enforcement Division’s Market Abuse Unit. “Broker-dealer customers expect to be told if a routing program like Deutsche Bank’s does not function properly, relies on stale data, and routes millions of orders contrary to the described methodology.”

According to the SEC’s order, Deutsche Bank made materially misleading statements and omissions concerning the Dark Pool Ranking Model feature of one of its order routers, known as SuperX+. The Dark Pool Ranking Model was intended to measure execution quality and liquidity of venues to which it sent orders. Deutsche Bank used the Dark Pool Ranking Model to determine which venues would receive orders and the sequence in which Deutsche Bank would send them. Deutsche Bank described this model in its disclosures to clients and potential clients as the “quantitative core” of SuperX+, stating that it “smartly routes and selects optimal pools of liquidity on an order by order basis.”

But the SEC’s order finds that due to a coding error, Deutsche Bank updated the ranking model just once during a two-year period, causing at least two dark pools to receive inflated rankings and consequently millions of orders that SuperX+ would have sent elsewhere if the system was operating the way Deutsche Bank had described. The SEC’s order also finds that Deutsche Bank manually overrode the rankings on certain occasions and manually assigned fill rates for new venues based on subjective judgment that that turned out to be inconsistent with the venues’ actual performance.

deutsche-bank
Grafik + Text-Quelle: SEC

Ein Kommentar

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  1. Avatar

    asisi1

    19. Dezember 2016 14:34 at 14:34

    gegen die „deutsche bank“ laufen viele Ermittlungen, mit hohen strafen.
    was ich aber vermiße sind strafen für die verursacher. es sieht doch so aus als wenn die Justiz gemeinsame Sache mit diesen lumpen macht.

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Coronakrise aktuell: Madrid bald unter komplettem Lockdown?

Markus Fugmann

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Die Coronakrise nimmt weiter Fahrt auf – nun könnte die Region Madrid bald wieder unter vollständigem Lockdwn stehen! Soeben hat Spaniens Gesundheitsminister Salvador Illa empfohlen, die ganze Region Madird mit ca. 6,6 Millionen Einwohnern unter vollständigen Lockdwon zu stellen.

Heute hat die Regionalveraltung von Madrid die Bezirke unter Lockdown von 37 auf 45 angehoben – dadurch stehen dann ca. eine Millionen Menschen mehr unter diesem Lockdown als am Tag zuvor. Alleine in der Hauptstadt Madrid sind in der letzten Woche durchschnittlich knapp 500 Menschen pro Tag wegen Corona in Krankenhäuser eingeliefert worden. Spanien meldete heute 10.600 neue Corona-Fälle, in Frankreich waren es über 16.000, in Deutschland mit knapp über 2300 so viele wie seit April nicht mehr (genaue Daten siehe hier)..

An den Aktienmärkten verstärkt die mit Macht wieder auftretende Coronakrise die Risiko-Aversion weiter, die US-Futures wie auch der Dax stehen unter Druck..

 

Madrid als neues Zentrum der Coronakrise in Europa

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Donald Trump und die Deutsche Bank – hochinteressante Doku

Redaktion

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Warum hat Donald Trump von der Deutschen Bank immer wieder Geld bekommen? Das ist vielleicht die interessanteste Frage, die in der folgenden Doku besprochen wird. US-Banken wollten Donald Trump offenbar kein Geld mehr leihen. Aber die Deutsche Bank tat es, und gab immer mehr Geld, für immer mehr Immobilienprojekte des heutigen US-Präsidenten. Und das, obwohl er vorher zahlreiche Projektpleiten hingelegt hatte. Gab es Sicherheiten aus Russland?

Die Doku beleuchtet im Detail die Beziehungen von Donald Trump nicht nur zur Deutschen Bank, sondern auch wie eng tatsächlich seine Verbindungen zu russischen Geschäftskreisen in New York und in Russland selbst waren. Bisher kam der Präsident selbst bei den Mueller-Ermittlungen in den USA ungeschoren davon. Der Schlüssel liegt wohl in den Geschäftsunterlagen der Deutschen Bank. Wer machte mit wem Geschäfte? Wer hat eventuell Geld gewaschen? Auffällig oft haben russische Käufer bei Trump-Projekten Wohnungen gekauft. Beispielhaft beleuchtet wird dieses Lizenz-System an einem Hochhaus in New York, für das er nur seinen Namen gab, und dafür 18 Prozent der Einnahmen kassierte.

Wusste Donald Trump, dass über seinen Namen und seine Projekte womöglich in gigantischem Umfang Geldwäsche zwielichtiger russischer Kreise abgewickelt wurde? Nachweisen lässt sich bis jetzt definitiv nichts, aber die Dokumentation der Geschäftsabläufe, wie es im folgenden Beitrag gezeigt wird, ist doch sehr aufschlussreich.

Donald Trump im Jahr 2020
Donald Trump

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Immobilienpreise steigen kräftig an – keine Spur von Corona!

Claudio Kummerfeld

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Hausbau

Bei Immobilien ist keinerlei Spur von der Coronakrise zu entdecken. Unfassbar. Die Immobilienpreise klettern weiter nach oben wie in den letzten Jahren auch. Im zweiten Quartal sind die Preise für Wohnimmobilien nämlich im Vergleich zum 2. Quartal 2019 um 6,6 Prozent gestiegen, wie das Statistische Bundesamt heute meldet. Die folgende Grafik zeigt den Häuserpreisindex seit dem Jahr 2015. Es ist keinerlei Einbruch erkennbar in den letzten beiden Quartalen. Nochmal… unfassbar, dass bei 10 Millionen Kurzarbeitern im Höhepunkt der Krise kein Einbruch der Immobilienpreise erkennbar war. Die Statistiker melden aktuell auch, dass die Preise für Wohnungen sowie für Ein- und Zweifamilienhäuser gegenüber dem Vorquartal um 2 Prozent gestiegen sind. Damit verteuerten sich Wohnimmobilien trotz Corona-Krise weiterhin sowohl in der Stadt als auch auf dem Land.

Immobilienpreise klettern mitten in der Coronakrise immer weiter nach oben

Hier weitere Details von den Statistikern im Wortlaut:

Im 2. Quartal 2020 waren in den sieben größten Metropolen (Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf) Ein- und Zweifamilienhäuser 6,5 % und Eigentumswohnungen 6,1 % teurer als im Vorjahresquartal. Damit setzte sich der Anstieg der Preise für Wohnimmobilien in Metropolen zwar fort, jedoch weiterhin mit einer abnehmenden Dynamik bei Wohnungen. Für Eigentumswohnungen hatte die Veränderungsrate zum Vorjahresquartal im 2. Quartal 2019 noch 7,9 % betragen, im 2. Quartal 2018 lag sie bei 11 %. In den anderen Großstädten ab 100 000 Einwohnerinnen und Einwohnern stiegen im 2. Quartal 2020 die Häuserpreise um 7,3 % und die Preise für Eigentumswohnungen um 8,2 % im Vergleich zum Vorjahresquartal. Auch in ländlichen Kreisen wurden Wohnimmobilien im Durchschnitt teurer. So erhöhten sich die Preise für Häuser in dichter besiedelten ländlichen Kreisen um 8,9 % und für Eigentumswohnungen um 5,9 %. In dünn besiedelten ländlichen Kreisen stiegen die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser um 4,8 %, Wohnungen verteuerten sich um 6,6 %.

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