Folgen Sie uns

Aktien

Deutsche Bank: Privatkunden sollen bitte umschichten, „Zerohedge“ macht Ärger

Redaktion

Veröffentlicht

am

Deutsche Bank Hochhäuser

Ohhh Wunder, ohhh Wunder. Banken versuchen ihre Privatkunden freundlich und nett dazu zu drängen, dass sie doch endlich mal die für Banken wie Kunden unlukrativen Spareinlagen zurückfahren, und ihr hart Erspartes lieber anlegen in Aktien, Fonds etc. Für die Banken sind Spareinlagen doppelt ärgerlich. Einerseits zahlen sie seit Jahren drauf. Denn der „Deutsche Michel“ spart, und spart, und spart. Gerade in den letzten Jahren, wo die Konjunktur gut lief, häuften sich immer mehr Sparguthaben der Bürger auf Bankkonten an. Und so haben so ziemlich alle Banken Land auf Land ab das selbe Problem. Mehr Einlagen in den Büchern als herausgereichte Kredite. Auf den Überschuss, welchen man als Bank bei der EZB (vor Ort bei der Bundesbank) hinterlegte, mussten die Banken bislang einen Strafzins von 0,4% bezahlen. Das summierte sich auf Milliardenbeträge jedes Jahr! Nun wurde dieser Strafzins vor Kurzem auf 0,5% erhöht. Auch wenn es Ausgleichsmaßnahmen für die Banken durch die EZB geben soll, bleiben überschüssige Kundeneinlagen ein Problem. Auch für die Deutsche Bank? Und diese Einlagen sind auch ein Problem, weil auf Sparbüchern geparkte Gelder keine Provisionserlöse für die Banken ermöglichen. Dies geht nur, wenn die Kunden diese Gelder am besten in Fonds stecken, wo die Banken doppelt und dreifach Geld verdienen können (Einmalprovision, jährliche Provisionen).

Gesponserter Inhalt

Wollen Sie aktiv Devisen oder Rohstoffe handeln? bietet ein besonders hochwertiges Trading-Tool für Sie! Je enger die Spreads sind, also je geringer der Abstand zwischen Kauf- und Verkaufskurs, desto schneller kommen Sie bei einem positiven Trade in die Gewinnzone. Sichern Sie sich für bestimmte Märkte besonders günstige Sonderkonditionen für ihren aktiven Börsenhandel, . Eröffnen Sie hier ein Konto und starten Sie Ihr Trading. Viel Erfolg!

Und der Kunde? Da gibt es ein Heer von Millionen Kleinsparern, die einfach kein Risiko eingehen wollen. Es ist und bleibt nun mal grundlegend anders als in den USA, wo die Geldanlage in Aktien genau so normal ist wie umgekehrt hierzulande das Sparbuch. Der deutsche Michel will kein Verlustrisiko eingehen, und kauft kaum bis gar keine Aktien oder Aktienfonds. Somit hat der Kunde bei Nullzins abzüglich Inflation jedes Jahr fette Vermögensverluste zu verzeichnen. Also, Banken und Kunden verlieren. Aktuell fordert die Deutsche Bank ihre Kunden per Tweet und auch auf einer Konferenz dazu auf, doch bitte die eigenen Spareinlagen zu prüfen. Wäre es nicht sinnvoller Geld aktiv arbeiten zu lassen in anderen Anlageformen, so die Übersetzung im Klartext? Man sehe es sogar als Pflicht an die Privatkunden zum Beispiel zum Wechseln hin zu Fonds zu ermutigen.

Deutsche Bank und Zerohedge

Auf dem englischsprachigen Finanzportal Zerohedge, auf dem viele interessante und aktuelle Berichte, aber auch offenkundig zweifelhafte Inhalte erscheinen, wurde gestern ein Bericht über die Deutsche Bank veröffentlicht. Dabei wurde eine mögliche Pleite der Bank suggeriert. Der Titel der Story lautete übersetzt „Die Todeswache der Deutschen Bank hat eine sehr interessante Wendung genommen“. Gleich am Anfang des Artikels liest man schon die hammerharte Aussage, dass die Deutsche Bank im Begriff sei zu implodieren, und dass es hartnäckige Gerüchte gebe, dass der endgültige Zusammenbruch eher früher als später erfolgen könnte. Tja, was soll´s, könnte man denken? Wer ist schon Zerohedge? Man sollte den Einfluss auf Meinungsbildung und Anfeuerung von Gerüchten durch Zerohedge nicht unterschätzen, denn immerhin hat die Seite auf Twitter 643.000 Follower! Eine gigantisch hohe Zahl für Finanzmedien, wenn man mal sieht, dass zum Beispiel das Handelsblatt nur 305.000 Follower hat. Die Deutsche Bank kommentiert den Zerohedge-Bericht kurz und schmerzlos via Twitter als Antwort-Tweet mit den Worten „This is utterly nonsense“, auf deutsch „Das ist völliger Unsinn“. Zerohedge antwortet daraufhin der DB via Twitter, dass diese Worte der DB grammatikalisch falsch geschrieben seien. Einen Schaden genommen hat die Aktie nicht – sie notiert aktuell 15 Cents höher als gestern.

Zerohedge und Deutsche Bank tweeten

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Marcus

    6. November 2019 17:31 at 17:31

    Zerohedge ist jetzt nicht das Barrons Magazin und manchmal stehen auch Artikel drin wo man sich schon denkt was für ein Blödsinn, aber so ein schlimmes Revolverblatt kann die Seite ja nicht sein wenn sie über eine halbe Million Follower hat. Ich habe auch schon häufiger gelesen, das Zerohedge in der Finanzbranche unter Angestellten recht weit verbreitet sein soll, und es schon Banken gegeben hat die den Zugang sperrten…

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Aktien

Tesla mit Aktiensplit – der nächste Griff in die Trickkiste

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Tesla-Auto Innenansicht

Die Tesla-Aktie steigt heute um 5,7 Prozent auf 1.454 Dollar. Das liegt an der Ankündigung von Tesla gestern Abend nach Börsenschluss. Man führt einen Aktiensplit durch. Für eine bisherige Tesla-Aktie gibt es fünf neue, und somit wird der Aktienkurs durch 5 geteilt. Für den Aktionär eigentlich ein Nullsummenspiel. Also wo soll da ein Vorteil sein? Nun, bei sagen wir mal 1.500 Dollar Aktienkurs hat man dann bald einen Aktienkurs von „nur noch“ 300 Dollar. Kleinstanleger und auch Mitarbeiter bei Tesla haben dann die Möglichkeit auch mal eine oder ein paar Aktien zu kaufen. Das fällt einem schon viel einfacher als bei einem Aktienkurs von weit über 1.000 Dollar.

Tesla mit alt bewährtem Psycho-Trick des Aktiensplits

Auch ist es für aktivere Investoren psychologisch immer gut, wenn die Aktienkurse günstig sind. Dann kann man leichter runde Blöcke von sagen wir mal 10, 50 oder 100 Aktien hin und her handeln. Und grundsätzlich ist es immer besser, wenn ein Aktienkurs optisch günstig aussieht. Da geht es wohl in die Tiefenpsychologie. Was extrem teuer aussieht, wirkt weniger attraktiv. Da spielt es überhaupt keine Rolle, dass die Marktkapitalisierung in beiden Fällen exakt die selbe ist.

Tesla sagt selbst in seiner aktuellen Mitteilung, dass die eigene Aktie Mitarbeitern und Anlegern leichter zugänglich gemacht werden soll. Wer am Stichtag 21. August Aktionär ist, erhält vier zusätzliche Aktien zum Handelsschluss 28. August. Und ab dem 31. August wird die Tesla-Aktie dann zu einem durch 5 geteilten Kurs gehandelt. Die psychologische Wirkung einer optisch günstigeren Aktie sollte man nicht unterschätzen. Gerade viele Anleger, die völlig unbedarft und hohe Fachwissen in die Börse stolpern, können sich davon beeindrucken lassen.

Anreiz für die „Robinhooder“?

Und mal ehrlich. Seit Ausbruch der Coronakrise stürmen vor allem in den USA Millionen der sogenannten „Robinhooder“ (weil viele Anleger beim Broker „Robinhood“ ein Konto aufmachen und dort kräftig zocken) die Börsen. Damit bezeichnet man Erstanleger, die mit sehr kleinen Geldbeträgen und oft ohne jegliches Börsenwissen wild drauf los handeln. Der Turbo-Booster für diese Personengruppe (Millionen neu eröffneter Börsenkonten in der Coronakrise) liegt darin, dass die großen US-Onlinebroker unlängst Tradinggebühren komplett abgeschafft hatten. Damit ermöglicht man es auch den Kleinstanlegern mit winzigen Aktienpositionen hin und her zu handeln, ohne dass die Gebühren die Kontoguthaben auffressen. Für Tesla könnte der Aktiensplit als weiterer Push für die Aktie funktionieren.

Beim Klick an dieser Stelle finden Sie ein hochinteressantes Video zu möglichen Monopolen, die Tesla gerade aufbauen könnte.

weiterlesen

Aktien

Markus Koch LIVE zum Handelsstart in New York – keine Argumente für Rauf und Runter

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE zum Handelsstart in New York. Für den gestrigen Abverkauf und die heute wieder steigenden Kurse gab es laut seiner Meinung keine Gründe.

weiterlesen

Aktien

Markt im Höhenrausch: Jetzt noch einsteigen? – Werbung

Avatar

Veröffentlicht

am

Werbung

Lieber Börsianer,

die Bilanz ist ziemlich klar. Corona-Virus hin und her, der DAX ist in den letzten 12 Monaten um über 10 % gestiegen. US-Standardaktien gemessen am S&P 500 verteuerten sich um über 16 %. Zum Vergleich: Im Durchschnitt legen Standardaktien pro Jahr langfristig rund 7 bis 8 % zu. Zu Deutsch: Die letzten 12 Monate waren also ziemlich gut für uns.

Noch besser sieht die Bilanz für Wachstums-Investoren aus. So machte der NASDAQ 100 in diesem Zeitraum satte 44 %. Und meine Indikatoren zeigen an, dass der Aktienmarkt – mit wenigen Ausnahmen wie vielleicht China – mittelprächtig überkauft ist. Kurzum: Die Stimmung auf dem Parkett ist ziemlich gut, während der große Boom der Realwirtschaft bis dato bekanntlich ausbleibt.

Meine Strategie in den beiden Börsendiensten ist deshalb: Wir schonen derzeit unseren Orderfinger und warten darauf, dass sich das Marktumfeld aufklärt. Kaufen wir ganz ausnahmsweise doch zu, haben wir vorher entsprechend verkauft, damit die Aktienquote netto nicht steigt.

Ganz konkret: Im gegenwärtigen Marktumfeld halte ich eine Aktienquote von etwa 75 % für völlig ausreichend.

Für die Neubörsianer unter Ihnen: Was ist eigentlich eine Aktienquote? Ein einfaches Beispiel: Sie halten ein Depot (inklusive Depotkonto) in Höhe von 100.000 Euro. Davon haben Sie 65.000 Euro in Aktien angelegt, dann halten Sie zwei Rentenfonds im Wert von 10.000 Euro und den Rest von 25.000 Euro in bar auf dem Depotkonto.

Daraus errechnen sich dann logisch folgende prozentuale Quoten:

– Aktien: 65 %

– Anleihen: 10 %

– Cash: 25 %

Nun, dieses Depot ist also eher defensiv aufgestellt und sollte selbst einen Crash vergleichsweise gut überstehen. Die Kehrseite der Medaille: Zieht der Markt richtig an, holt sich der…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen