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Deutsche Bank-Quartalszahlen: Katastrophe ausgeblieben

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Die Deutsche Bank-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz (Ertrag) liegt bei 5,57 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 5,71).

Der Verlust vor Steuern liegt bei 319 Millionen Euro (Vorjahresquartal -1,4 Milliarden Euro).

Investmentbanking mit 2,6 Milliarden Euro Ertrag, was einem Minus von 5% entspricht.

Ende 2018 harte Kernkapitalquote 13,6% nach 14,0% Ende 2017.

Die Aktie notiert vorbörslich mit +0,5%.

Also kann man für da Quartal sagen: Erträge gehalten, Verluste verringert. Aber heute schaut der Markt bei der DB viel lieber auf die Zahlen für das Gesamtjahr 2018. Warum auch immer.

Bei den Jahreszahlen gibt es zum ersten Mal einen Gewinn nach Steuern seit dem Jahr 2014! Es ist ein Plus von 341 Millionen Euro nach -735 Millionen Euro 2017. Die Erträge liegen bei 25,3 (erwartet 25,4) Milliarden Euro bei einem Wert von 26,4 im Vorjahr.

Die Kosten der Bank sollen in 2019 bei 21,8 Milliarden Euro liegen nach 22,8 in 2018.

Die Aktionäre sollen 11 Cent Dividende erhalten.

Alles in allem sind das keine berauschenden Zahlen, aber es geht so. Die Börsianer sind heute früh wohl froh, dass es keine derbe negative Überraschung gab. Mit der hätte man durchaus rechnen können, nachdem gestern bekannt wurde, dass die DB offenbar den Plan hat notfalls im Sommer mit der CoBa zu fusionieren.

Hier die Deutsche Bank auszugsweise im Wortlaut:

Ziele für 2018 bei bereinigten Kosten und Stellenabbau erreicht
Die Deutsche Bank übertrifft Kostenziel. Die zinsunabhängigen Aufwendungen lagen 2018 bei 23,5 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 5% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die bereinigten Kosten verringerten sich ebenfalls um 5% auf 22,8 Milliarden Euro und lagen damit noch unterhalb der Zielmarke von 23,0 Milliarden Euro für 2018.

Ziel der Deutschen Bank beim Stellenabbau für 2018 erfüllt. Die Zahl der Vollzeitstellen reduzierte sich zum Jahresende 2018 auf rund 91.700. Sie lag damit im Einklang mit dem Ziel der Bank von weniger als 93.000 Vollzeitstellen zum Jahresende. Dabei hat die Bank Einstellungen in Wachstumsbereichen und in Kontrollfunktionen mehr als ausgeglichen.

Ziele für 2019 bestätigt oder verschärft

Angesichts der Fortschritte im Geschäftsjahr 2018 hat der Vorstand das Kostenziel für 2019 verschärft: Die bereinigten Kosten sollen nun auf 21,8 Milliarden Euro fallen, gegenüber 22 Milliarden Euro zuvor. Der Vorstand bestätigt das Ziel, die Zahl der Vollzeitstellen bis zum Jahresende 2019 auf deutlich unter 90.000 zu senken. Zudem bekräftigt die Deutsche Bank ihr Bekenntnis zu ihrem Plan, ihr Ziel einer Nachsteuerrendite auf das materielle Eigenkapital3 (post-tax Return on Tangible Equity, RoTE) von über 4% für 2019 zu erreichen.

Deutsche Bank-Quartalszahlen
Foto: Deutsche Bank AG

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    asisi1

    1. Februar 2019 10:31 at 10:31

    Habe hier in Bremen, auf Funk Bremen 1, vor ca. 14 Tagen eine Meldung gehört. Diese Meldung wurde nur ein einziges mal ausgestrahlt und in den Zeitungen oder dem Internet habe ich nie etwas davon wieder gehört. Die Meldung lautete wie folgt: Die Deutsche Bank und die Commerzbank haben der Russischen Mafia beim Schwarzgeld waschen geholfen. Es soll sich um eine Summe von ca. 300 Milliarden Euro handeln. Beide Banken haben dazu keine Kommentare abgegeben! Ich glaube hier ist eine Nachricht durchgesickert, welche nicht für die Allgemeinheit gedacht war.

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Aktienmärkte: „Die Coronakrise ist vorbei“ – wirklich?

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„Die Coronakrise ist für die Aktienmärkte vorbei“, sagt der Mathematiker und Vermögensverwalter Andreas Beck. Diese Aussage überrascht, schließlich stecken wir mitten im zweiten, diesmal „differenzierten Lockdown“ (O-Ton Markus Söder) mit enormen wirtschaftlichen Folgeschäden. Andreas Beck rechnet aber dennoch mit einem guten Jahrzehnt für die Aktienmärkte – schon mangels Alternative angesichts der von den Notenbanken manipulierten Anleihemärkte. Die Nullzinsen, so Beck, hätten sich bereist bei Immobilien niedergeschlagen, es sei nur eine Frage der Zeit, bis das auch die Aktienmärkte vollständig einpreisen.

Aktienmärkte und Coronakrise: Das Jahrzehnt der Aktie?

Seit dem 09.November – der Meldung von BioNTech/Pfizer – haben die Aktienmärkte einen Paradigmenwechsel vollzogen: Man kauft die „Corona-Verlierer“. Für Andreas Beck bedeutet das: die Aktienmärkte blicken schon auf die Zeit nach der Coronakrise (auch die Rohstoff-Märkte, siehe etwa die Rally bei Kupfer, das für die Industrie sehr wichtig ist). Man preist also eine vollständige Erholung der Wirtschaft ein, eben weil die Coronakrise vorbei doch vorbei sei. Der Wirtschaft sei der zweite Lockdown faktisch „egal“ – sie habe sich an die neuen Umstände angepaßt.

Nun ist Andreas Beck Vermögensverwalter und Mathematiker, kein Epidemologe. Nun hat kürzlich der britische Epidemologe und Berater des britischen Premiers Boris Johnson, Jonathan Van-Tam, kürzlich davon gesprochen, dass die Coronakrise „niemals“ vorbei gehen werde (hier seine Aussage im Video). Ist es vielleicht doch so, dass Andreas Beck und mit ihm die Aktienmärkte die Coronakrise zu früh abhaken, also das Fell des Bären schon verteilen, bevor er erlegt ist?

Eines ist für Andreas Beck klar: die Schulden der Staaten werden niemals zurück gezahlt werden können – daher weredn sich die Staaten am Privatvermögen sener Bürger bedienen (müssen). Auch klar für Beck ist weiterhin: die demokratischen Länder werden sich die Dominanz der US-Tech-Unternehmen nicht mehr lange gefallen lassen. Er geht daher davon aus, dass in diesem Jahrzehnt daher dann „value“ besser laufen sollte als „growth“ und erklärt, wie er selbst investiert ist:

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Für die Aktienmärkte ist die Coronakrise vorbei, sagt Vermögensverwalter Andreas Beck

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