Folgen Sie uns

Aktien

Deutsche Bank reißt europäischen Bankensektor nach unten

Europäische Großbanken unter Druck – auch sie erwarten die Höhe von Starfzahlungen vom amerikanischen Justizministerium. Und den letzten beißen wie immer die Hunde..

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Eine Strafe von 14 Milliarden Dollar zahlt auch eine Großbank nicht aus der Portokasse – und schon gar nicht die ohnehin angeschlagene Deutsche Bank. Nun ist die Summe angeblich noch verhandelbar, aber teuer wird die Sache für die Deutsche Bank so oder so. Und den Aktionären schwant offenkundig Böses, wie der Blick auf den Chart zeigt:

deutsche-bank-160916

Und das hinterläßt deutliche Spuren bei den anderen Großbanken Europas:

Hier klicken, um den Inhalt von Twitter anzuzeigen

Sowohl die Credit Suisse als auch RBS, UBS und Barclays haben nämlich noch offene Verfahren laufen und sind selbst in Erwartung einer Strafzahlung durch das amerikanische Justizministerium – es ist also kein Zufall, dass die Aktien dieser Banken unter Druck kommen. Man gewinnt jedenfalls den Eindruck, dass die von der EU-Kommission Apple aufgedrückte Strafzahlung seitens der Amerikaner hier irgendwie ein Echo findet – die Summe ist fast identisch!

In Mailand wurde die Problem-Bank Monte dei Paschi nach einem Minus von gut 7% und dem Erreichen eines Allzeittiefs vom Handel ausgesetzt – es brennt also im Sektor, und dann trifft es eben immer auch die schwächsten Glieder der Kette, die mit der Brand-Ursache eigentlich nichts zu tun haben!

Zurück zur Deutschen Bank: die von den CDS (Credit Default Swaps) eingepreiste Wahrscheinlichkeit ener Pleite der Deutschen Bank in den nächsten fünf Jahren steigt deutlich an auf nun 15,8%:

Hier klicken, um den Inhalt von Twitter anzuzeigen

Und jetzt kommt auch noch Goldman Sachs ins Spiel: die Goldmänner haben den S&P500 sowie den Stoxx 600 auf „untergewichten“ abgestuft. Klares Warnsignal für die Bären? Denn bisher mußte man eigentlich immer das Gegenteil dessen machen, was Goldman Sachs empfohlen hat in diesem Jahr, um richtig Geld zu verdienen..

Insgesamt aber sind die Märkte ungemein stabil:

Hier klicken, um den Inhalt von Twitter anzuzeigen

11 Kommentare

11 Comments

  1. Avatar

    GN

    16. September 2016 11:35 at 11:35

    …….ähm, der Markus Fugmann von der Finanzmarktwelt war aber auch ein guter Kontra dieses Jahr. Wohin gegen der Urkontra, Stefan Risse, seinem Ruf nicht gerecht wurde und durch seine Dauerlongpredigt doch mal ein Korn gefunden hatte….

    VG

  2. Avatar

    LookOut

    16. September 2016 12:50 at 12:50

    @GN Analysen auf Tagesbasis sind auch das schwierigste.
    Ein Day-Trader ist schon ausgezeichnet wenn er übers Jahr über 60% richtig lag.

    Jeder entscheidet für sich selbst was er mit den Infos macht, ich finde die Informationen auf Finanzmarktwelt sehr hilfreich.

  3. Avatar

    agnes

    16. September 2016 13:05 at 13:05

    möglicherweise wäre es für die kunden stressärmer, wenn markus fugmann sich auf die reportage beschränken würde und seine persönliche long-/short-präferenz weglassen würde. das würde den kunden viel geld sparen und den service sicherlich noch professioneller.

  4. Avatar

    gerd

    16. September 2016 13:24 at 13:24

    Ich entdecke in dem Bericht jetzt mal gar nichts, was mich zu einem irgendwie gearteten Kommentar hinsichtlich der „Strategie“ von Herrn Fugmann oder Herrn Riße veranlassen könnte.

    Vielmehr verstärkt sich bei mir der Eindruck, dass von ganz, ganz obern ein großes Rad gedreht wird.

    Europa soll in die Knie gezwungen werden.
    Auf die Kriegshetze ist Putin gottlob nicht hereingefallen, sonst hätten wir schon die Böllerei.
    Vielleicht schaffen das aber Millionen von kräftigen Männern im wehrfähigen Alltag aus dem arabischen und asiatischen Raum genauso.

    Begleitend schlägt man auf die europäischen, besonders aber auf die deutschen Unternehmen ein, dass ich mich wundere, warum die nicht schon längst den USA eiskalt den Rücken kehren. Statt jeweils solche unsinnig hohen Strafen zu akzeptieren. Das hört ja nicht auf mit den den Nachzahlungen. Soviel können die Firmen in den nächsten Jahren in den USA überhaupt nicht an Gewinn wieder einfahren.

    Irgendwann sollte sich die EU wirklich mal fragen, wer Freund und wer Feind ist. Obama oder Putin.
    Jedenfalls, wer solche Freunde hat wie die USA, der braucht keine Feinde mehr.

  5. Avatar

    Greenhorn

    16. September 2016 13:31 at 13:31

    Werte Agnes,
    jeglicher Kommentar ist doch keine Aufforderung zum Handeln! Da „draußen“,
    gibt es täglich hunderte von Markt-Kommentaren. Das schafft man ja gar nicht alles zu handeln :) Und wer ist hier Kunde? Ich hab bisher nichts bezahlt. Also bin ich ein ganz normaler Leser, aber sicher kein Kunde.
    Ich freue mich tagtäglich über die beiden Videos und News zum Tagesgeschehen mit reichlich Witz und Ironie!

  6. Avatar

    Joe1

    16. September 2016 13:41 at 13:41

    @gerd
    Daumen hoch!

  7. Avatar

    agnes

    16. September 2016 13:41 at 13:41

    @greenhorn
    ja der service von markus fugmann ist echt gut. gut recherchiert, schnell, witzig aufbereitet. diese hohe qualität weckt die erwartung, dass auch seine meinung long/short gut sei. nur ist seine trefferquote leider nur bei einem drittel. also ein mismatch zwischen guter reportage/schickem format und schlechter prognose. möglicherweise würde ja reichen, wenn er bei jeder prognose gut sagt, dass er ein klassischer kontraindikator ist und sich niemand von dem schicken format und der sauberen reportage dazu verleiten lassen sollte, ihm eine kompotenz in der prognose beizumessen.

  8. Avatar

    Harry Pasiak

    16. September 2016 13:57 at 13:57

    Ja, die Sache mit Goldman Sachs lässt mich auch aufhorchen…

  9. Avatar

    Lossless

    16. September 2016 14:09 at 14:09

    Leute manchmal muss man einfach schmunzeln… Schaut euch die Märkte an! Krisen wohin man schaut. Brexit (Es gibt ein Leben nach dem Brexit. Wer will noch raussss und wann) Italien/Griechenland/Banken/Geldpolitik/FED/EZB/Japan/Trump/zunehmender Rechtsruck in Europa usw. jetzt seid mal ehrlich zu euch selbst …wohin der Markt geht. Wer hier auf Long-Parolen reinfällt ist selber schuld… Klar werden die Notenbanken stützen und klar werden die Märkte auch dieses Stützen lieben aber im Moment sind die Zeichen auf Sturm. Herr Fugmann begründet seine Einschätzungen was andere hier nicht so wirklich sehen wollen. Es gibt noch andere Videokünstler die zu 90% nur daneben liegen. Es wird zu einem Big-Short kommen und keine Notenbank dieser Welt kann dies verhindern.

  10. Avatar

    gerd

    16. September 2016 15:01 at 15:01

    Liebe Redaktion,

    die Kommentare hier, die mit eurem Artikel auch wirklich gar nichts zu tun haben, sollten euch noch mal Anlass zur Überlegung geben, ein FORUM einzurichten.

    Anscheinend ist der Bedarf gegeben.

  11. Avatar

    Steven

    17. September 2016 12:31 at 12:31

    Scheint heutzutage IN zu sein .

    Irgendwo hingehen , alles geschenkt bekommen und dann rummeckern das es nicht gut genug ist .

    Dann wandert doch zu einem besseren infoservice aus ! Mimiimmmmimi

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Aktien

Indiz für die jüngste Zocker-Orgie in US-Aktien und Bitcoin – man schaue auf die Such-Trends

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Bunte Kurstafel

Markus Fugmann hatte die letzten Tage darüber berichtet, so auch heute früh (siehe hier). Vor allem über einen gigantischen großen Zocker-Blog auf Reddit (siehe hier) formiert sich quasi täglich neu eine gigantische Crowd aus gierigen Jung-Zockern, um sich auf einzelne US-Aktien zu stürzen. Besonders interessant waren die letzten Tage kräftige Kursanstiege Aktien wie „Gamestop“, bei denen es hohe Short-Volumina gab. Profi-Spekulanten wie Hedgefonds hatten große Wetten auf fallende Kurse aufgebaut. Steigt der Aktienkurs nun aber kräftig, kann der Verlust dieser Profis ins Unendliche steigen.

Und die Banken und Broker, die solchen Hedgefonds oft Kredite für ihre Spekulationen gewähren, könnten kalte Füße kriegen und mehr Sicherheiten verlangen – oder die Short-Positionen zwangsweise schließen, wodurch der Aufwärtssog der Aktien noch mehr verstärkt wird. Auf genau diese Bewegung hofften die Zocker wohl bei Gamestop und anderen Aktien. Man schaue in der folgenden Grafik, wie die Beliebtheit für den Google-Suchbegriff „Short Squeeze“ in den USA in den letzten fünf Jahren aussah. Erst in den letzten Tagen explodierte die Beliebtheit dieses Suchbegriffs extrem. Mit Short Squeeze bezeichnen Börsianer einen stark steigenden Aktienkurs, der durch das Schließen von Short-Positionen verursacht wird. Der Wert 100 in der Grafik steht für die höchste Beliebtheit des jeweiligen Suchbegriffs.

Im folgenden Chart sehen wie in den Google Trends für die letzten fünf Jahre die weltweite Beliebtheit des Suchbegriffs „Bitcoin“. Man sieht, dass bei der ersten großen Hausse Ende 2017 die maximale Beliebtheit von 100 Punkten erreicht wurde, und Anfang diesen Jahres nur ein Wert von 69 – jetzt nur noch 42 Punkte. Die Gier der Internet-Gemeinde nach dem Thema war damals also wohl noch größer als heute. Offenbar scheint sich ganz aktuell die „Meute“ auf die kleinen US-Aktien zu stürzen – weil die wohl von einer Meute Klein-Zocker leichter kräftig im Kurs zu bewegen sind?

Chart zeigt Beliebtheit der Suche nach Bitcoin

weiterlesen

Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Robuste Ergebnisse auf breiter Front

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die gemeldeten und heute Abend anstehenden Quartalszahlen sind heute ein wichtiges Thema.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Aktien

SAP in der Krise: Ist das eine Chance für uns? – Werbung

Avatar

Veröffentlicht

am

Werbung

Lieber Börsianer,

das war ganz harte Kost, die der europäische Software-Riese SAP am 26. Oktober für seine Aktionäre hatte. Die Cloud-Sparte blieb überraschend deutlich hinter den Erwartungen zurück. Einzelne Anwendungen wie die Software Concur (Verwaltung und Organisation von Geschäftsreisen) floppten völlig. Und noch mehr: Die Walldorfer kassierten auch gleich die Gewinnschätzungen für die nächsten Jahre, wie wir aus dem Quartalsbericht entnehmen mussten.

So kam es wie es kommen musste. Die Aktie des DAX-Schwergewichts kollabierte an jenem Tag binnen weniger Sekunden und verlor 20 % ihres ursprünglichen Marktwertes. Per saldo sank die SAP-Aktie von über 140 Euro unter 100 Euro ab. Milliarden Euro waren plötzlich durch den Schornstein.

Ungefähr im gleichen Zeitraum meldete die US-Konkurrenz bestes Zahlenwerk. Oracle und Salesforce nutzten die Dollarschwäche des vergangenen Jahres und griffen den deutschen Software-Riesen in seinem europäischen Heimatmarkt an. Die Analysten hängten wie üblich ihr Mäntelchen in den Wind und urteilten vernichtend über das Software-Unternehmen. Der Tenor: Eine Wachstumsgeschichte geht zu Ende. SAP bringt es nicht mehr.

In der Tat befindet sich die Walldorfer Software-Schmiede in einer veritablen Krise. So wird der Umsatz 2021 kaum noch wachsen, der Gewinn wird großer Wahrscheinlichkeit sogar rückläufig sein.

Das sind die Stärken der SAP

Aber gemach! SAP ist unverändert ein großartiges Unternehmen, dessen Software-Anwendungen weltweit in rund 25 Branchen genutzt werden. Bei Großunternehmen sind die Deutschen immer noch das Maß aller Dinge. 9 von 10 Playern nutzen mindestens eine kleine SAP-Anwendung. Die Kundenkartei der Walldorfer liest sich imposant. Dort finden Sie typische Traditionsunternehmen wie Chevron, Ford oder AT&T. Aber auch die…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage