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Deutsche Bank zur Razzia: „Wir dachten wir hätten schon alle Infos gegeben“

Claudio Kummerfeld

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am

Heute Vormittag gab es eine große Razzia bei der Deutschen Bank in Frankfurt (wir berichteten). Dabei geht es offensichtlich um die Ermittlungen zu den „Panama Papers“. Immerhin waren 170 Beamte im Einsatz. Bei dem gigantischen Umfang dieser Aktion verwundert die aktuell veröffentlichte Aussage der Deutschen Bank zur Razzia schon ein wenig, vor allem die lockere Formulierung. Eigentlich, so denkt man, habe man den Behörden doch schon sämtliches Material zur Verfügung gestellt. Die Behörden sehen das offenbar anders. Zitat Deutsche Bank aktuell:

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat heute mehrere Standorte der Deutschen Bank in Deutschland durchsucht, darunter die Konzernzentrale an der Taunusanlage.

Die Bank veröffentlicht dazu folgende Erklärung:

„Es ist richtig, dass die Polizei aktuell an verschiedenen Standorten unserer Bank in Deutschland ermittelt. Es geht um einen Sachverhalt mit Bezug auf Panama Papers. Wir werden umgehend kommunizieren, sobald wir mehr Details haben. Wir werden mit den Behörden vollumfassend kooperieren.”

Wir werden Sie an dieser Stelle weiter informieren, sobald wir neue Details haben.

Aktualisierung, 13.01 Uhr:

„Wir waren der Ansicht, dass wir den Behörden alle relevanten Informationen zu den Panama Papers bereitgestellt hatten. Selbstverständlich werden wir eng mit der Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Main kooperieren, da auch uns daran gelegen ist, alle Verdachtsmomente aufzuklären. Wir haben in den vergangenen Jahren stets bewiesen, dass wir mit den Behörden vollumfassend kooperieren. Und das werden wir auch weiter so halten.“

Deutsche Bank
Foto: Deutsche Bank AG

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Christoph

    29. November 2018 16:03 at 16:03

    vor den deutschen Behörden muss sich die Deutsche Bank ja auch nicht fürchten. Mehr als ne Ermahnung kommt dabei nicht rum, egal wie kriminell vorgegangen wurde…

  2. Avatar

    Kenguru

    29. November 2018 16:32 at 16:32

    „Wir haben in den vergangenen Jahren stets bewiesen, dass wir mit den Behörden vollumfassend kooperieren.“
    Denkt man an diverse Geburtstagsfeiern mittelloser Spitzenfuntionäre im Kanzleramt, so gilt dies vor allem umgekehrt. Humor ist wichtig, besonders im Investmentbanking.

  3. Avatar

    Wolfgang M.

    29. November 2018 18:38 at 18:38

    Deutsche Bank, immer wieder Deutsche Bank in Zusammenhang mit Ermittlungen rund um den Globus.
    Für mich ist es der Gipfel der Unverfrorenheit, dass sich der ehemalige Vorstandssprecher und CEO der Deutschen Bank (2002 -2012), Josef Ackermann, hinstellt und behauptet, er habe ein gut aufgestelltes Haus übergeben. In seiner Amtszeit passierten die meisten Banker-Fehlgriffe, für die das Unternehmen allein von 2012 bis 2015 knapp 13 Mrd.€ an Zahlungen für Rechtsstreitigkeiten aufwenden musste. Er war es, der das Renditeziel von 25% (2005) als Ziel auslobte, welches ohne manipulatives Handel wohl unmöglich erreichbar war. Der Mann, der seinen 60. Geburtstag im Kanzleramt feiern durfte, gilt als einer der Brandstifter der Finanzkrise. Die Aktie steht heute auch bei Einbeziehung der Bruttodividende tiefer als im Jahr 1992. Der Banker wurde nie für Fehlentscheidungen zur Rechenschaft gezogen (bis auf den Mannesmann-Prozess 2004), die Millionen an Gehalt und Boni sind vereinnahmt und er fühlte sich an seinem 70. Geburtstag mit sich im Reinen. Ich bin wirklich kein Freund plumper Kapitalismuskritik. Aber die Entwicklung des bereits im Jahr 1870 gegründeten Unternehmens mit der Entkoppelung von Risiko und Haftung kann einen wirklich zornig machen, höflich formuliert.

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Tesla: Frank Thelen ist voll des Lobes über den „Battery Day“ -Video

Claudio Kummerfeld

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Innenansicht eines Tesla-Autos

Für die Börsianer war der diese Woche stattgefundene „Battery Day“ von Tesla eine Enttäuschung. Die Produktion viel günstigerer Autos mit sehr langer Batterielaufzeit dauere noch drei Jahre. Und zack, die Aktie von Tesla fiel spürbar. Aber der aus der „Höhle der Löwen“ bekannte Investor und Tech-Experte Frank Thelen singt im folgenden Instagram-Video ein Loblied auf den Battery Day von Tesla. Er sieht hier von A-Z ein sensationelles Konzept, und einen großen Schub hin zu einem wirklich erschwinglichen Auto. Dass so ein riesiger Sprung nach vorne nun mal nicht sofort funktioniere, sondern drei Jahre dauere, sei ganz normal. Aber sehen Sie selbst.

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Aktien: Vermögensreport offenbart, Deutsche investieren mehr

Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik wirkt, die Bürger wenden sich stärker Aktien zu

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Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Der aktuelle Allianz Global Wealth Report hat es dargelegt: Die Notenbankpolitik der Länder wird dazu führen, dass das Vermögen der Wohlhabenden global trotz Corona ansteigen wird – auf 198 Billionen Euro zu Jahresende – FMW berichtete darüber. Der Report zeigt aber auch, dass sich die deutschen Sparer mehr den Aktien als Anlagevehikel zuwenden.

Aktien: Corona und die Vermögensbildung

Die Volkswirte der Allianz werteten Daten aus 57 Nationen aus, zum Vermögen aus Bargeld und Bankeinlagen, angelegtem Geld in Versicherungen und Pensionskassen sowie Anlagen in Wertpapieren und Fonds. Trotz der Pandemie erhöhte sich dies im ersten Halbjahr des Jahres um 1,5 Prozent, der Frühjahrseinbruch von geschätzten 4,3 Prozent ist damit mehr als ausgeglichen. Über die Gründe braucht nicht großartig spekuliert zu werden: Staatliche Rettungsprogramme, die Geldpolitik der Notenbanken, eine erhöhte Sparneigung der Konsumenten und natürlich der Anstieg der Aktien. Noch ein kurzer Blick auf die Vermögensübersicht der Länder pro Bürger:

USA: 209.524 Euro
Schweiz: 195.388 Euro
Singapur: 116.657 Euro

18. Deutschland: 57.097 Euro

An dieser Übersicht wird wieder einmal das Problem einer statistischen Erfassung von Durchschnittswerten ersichtlich. Die vier reichsten Amerikaner besitzen ein Vermögen von über 500 Milliarden Dollar, verteilt auf die 331 Millionen Amerikaner würde dies bereits 1500 Dollar pro Bürger ergeben. Dabei gab es 2019 allein schon 607 Milliardäre in den Vereinigten Staaten. Man bräuchte aus so einer Statistik nur den reichsten Mexikaner, Carlos Slim, aus der Liste entfernen und schon hätte man veränderte Zahlen für das Land. Aber erstaunlich ist diese Vermögensverteilung auf der Welt dennoch. Im Jahr 2019 lagen von den 192 Billionen Euro Weltvermögen nicht weniger als 83,7 Billionen in den USA.

Die Entwicklung in Deutschland

Was bedeutet das für das Land der (Geld-)Sparer, mit deren 2,4 Billionen Euro auf nicht verzinslichen Konten? Die Allianz stellt fest, dass sich die Bankeinlagen um 3,5 Prozent und damit weniger als in anderen Ländern erhöht haben (Frankreich plus 6 Prozent, China plus 9 und die USA plus 10 Prozent).

Dennoch stieg das Vermögen der Haushalte um 1,3 Prozent im ersten Halbjahr und sollte nach der Schätzung der Allianz zum Jahresende 6,8 Billionen Euro erreichen. Da dies nicht am Geldmarkt zu verdienen war, deutet dies auf eine Verhaltensänderung im Sparverhalten hin.

Die langsame Hinwendung zu Aktien

Lange hatte man es eigentlich schon erwartet, dass die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank wirkt und sich die Bürger stärker den Aktien zuwenden. Die Allianz stellt fest, dass die deutschen Sparer in den vergangenen drei Jahren 20 Prozent ihrer verfügbaren Ersparnisse direkt in Aktien angelegt haben. Auf Sechsjahressicht waren dies 5,8 Prozent und das Interessante daran ist, dass US-Bürger in dieser Zeit nur 0,7 Prozent in Aktien investiert haben. Das bevorzugte Investment waren börsengehandelte Indexfonds. Allerdings beziehen sich diese Werte auf die Zeit vor Corona und seither gibt es den großen Hype um die gebührenfreien Brokerdepots – Stichwort RobinHood. Diesen Trend gibt es auch in Deutschland mit der riesigen Zahl neu eröffneter Depots bei günstigen Direktanlagebanken.

Es verändert sich auch der so genannte Home Bias, also die Bevorzugung heimischer Titel. Deutsche Anleger investieren verstärkt in ausländische Aktien, die Quote stieg in den vergangenen sechs Jahren von 25 auf 38 Prozent. Aber noch ist Deutschland weit von der angelsächsischen Aktienpräferenz entfernt.

In den USA liegen 53 Prozent der Ersparnisse auf Wertpapierkonten, in Deutschland 25 Prozent.

Fazit

Auch wenn das Pflänzchen Anlage in Aktien in Deutschland langsam wächst, sind es laut Allianz vorwiegend die Haushalte mit einem höheren Einkommen, die sich an diese Assetklasse heranwagen. 30 Prozent unserer Haushalte besitzen kaum Geldvermögen. So zählt auch Deutschland zu den Ländern, in dem „die Vermögensverteilung relativ ungleich verteilt ist“, so Arne Holzhausen, Leiter Insurance und Wealth Markets bei der Allianz.

Die Deutschen entdecken ihre Liebe zu Aktien

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Abwarten beim Dax, ifo steigt, 5G startet, Tradingideen bei Adidas und Mastercard

Redaktion

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Sollte man sich jetzt in den Dax reinkaufen? Im folgenden Video bespricht Manuel Koch die aktuelle Lage und die Aussicht für die nächsten Wochen mit einem Experten. Noch 3 bis 4 Wochen solle man abwarten. Würden die Kurse dann zurückkommen, seien es Kaufkurse. Wenn nicht, dann sehe der Markt neue Jahreshöchststände.

Der heute veröffentlichte ifo-Index gebe weiteren Optimismus für die deutsche Konjunktur. Auch im Video angesprochen wird das von Telefonica an den Start gebrachte 5G-Netz.

Konkret besprochen werden im folgenden Video zwei Handelsempfehlungen der trading house Börsenakademie. Die Aktien von Adidas und Mastercard seien beide ein Kauf. Man könnte mit einer Stop-Buy-Order einsteigen.

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