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Deutsche Bank zur Razzia: “Wir dachten wir hätten schon alle Infos gegeben”

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Heute Vormittag gab es eine große Razzia bei der Deutschen Bank in Frankfurt (wir berichteten). Dabei geht es offensichtlich um die Ermittlungen zu den “Panama Papers”. Immerhin waren 170 Beamte im Einsatz. Bei dem gigantischen Umfang dieser Aktion verwundert die aktuell veröffentlichte Aussage der Deutschen Bank zur Razzia schon ein wenig, vor allem die lockere Formulierung. Eigentlich, so denkt man, habe man den Behörden doch schon sämtliches Material zur Verfügung gestellt. Die Behörden sehen das offenbar anders. Zitat Deutsche Bank aktuell:

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat heute mehrere Standorte der Deutschen Bank in Deutschland durchsucht, darunter die Konzernzentrale an der Taunusanlage.

Die Bank veröffentlicht dazu folgende Erklärung:

„Es ist richtig, dass die Polizei aktuell an verschiedenen Standorten unserer Bank in Deutschland ermittelt. Es geht um einen Sachverhalt mit Bezug auf Panama Papers. Wir werden umgehend kommunizieren, sobald wir mehr Details haben. Wir werden mit den Behörden vollumfassend kooperieren.”

Wir werden Sie an dieser Stelle weiter informieren, sobald wir neue Details haben.

Aktualisierung, 13.01 Uhr:

„Wir waren der Ansicht, dass wir den Behörden alle relevanten Informationen zu den Panama Papers bereitgestellt hatten. Selbstverständlich werden wir eng mit der Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Main kooperieren, da auch uns daran gelegen ist, alle Verdachtsmomente aufzuklären. Wir haben in den vergangenen Jahren stets bewiesen, dass wir mit den Behörden vollumfassend kooperieren. Und das werden wir auch weiter so halten.“

Deutsche Bank
Foto: Deutsche Bank AG

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Christoph

    29. November 2018 16:03 at 16:03

    vor den deutschen Behörden muss sich die Deutsche Bank ja auch nicht fürchten. Mehr als ne Ermahnung kommt dabei nicht rum, egal wie kriminell vorgegangen wurde…

  2. Avatar

    Kenguru

    29. November 2018 16:32 at 16:32

    “Wir haben in den vergangenen Jahren stets bewiesen, dass wir mit den Behörden vollumfassend kooperieren.”
    Denkt man an diverse Geburtstagsfeiern mittelloser Spitzenfuntionäre im Kanzleramt, so gilt dies vor allem umgekehrt. Humor ist wichtig, besonders im Investmentbanking.

  3. Avatar

    Wolfgang M.

    29. November 2018 18:38 at 18:38

    Deutsche Bank, immer wieder Deutsche Bank in Zusammenhang mit Ermittlungen rund um den Globus.
    Für mich ist es der Gipfel der Unverfrorenheit, dass sich der ehemalige Vorstandssprecher und CEO der Deutschen Bank (2002 -2012), Josef Ackermann, hinstellt und behauptet, er habe ein gut aufgestelltes Haus übergeben. In seiner Amtszeit passierten die meisten Banker-Fehlgriffe, für die das Unternehmen allein von 2012 bis 2015 knapp 13 Mrd.€ an Zahlungen für Rechtsstreitigkeiten aufwenden musste. Er war es, der das Renditeziel von 25% (2005) als Ziel auslobte, welches ohne manipulatives Handel wohl unmöglich erreichbar war. Der Mann, der seinen 60. Geburtstag im Kanzleramt feiern durfte, gilt als einer der Brandstifter der Finanzkrise. Die Aktie steht heute auch bei Einbeziehung der Bruttodividende tiefer als im Jahr 1992. Der Banker wurde nie für Fehlentscheidungen zur Rechenschaft gezogen (bis auf den Mannesmann-Prozess 2004), die Millionen an Gehalt und Boni sind vereinnahmt und er fühlte sich an seinem 70. Geburtstag mit sich im Reinen. Ich bin wirklich kein Freund plumper Kapitalismuskritik. Aber die Entwicklung des bereits im Jahr 1870 gegründeten Unternehmens mit der Entkoppelung von Risiko und Haftung kann einen wirklich zornig machen, höflich formuliert.

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Nasdaq, Tesla, Netflix – aktueller Blick auf den Hype

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Fernbedienung vor Fernseher mit Netflix-Programm

Gestern noch bei 11.070 Punkten im Hoch, so fällt der Nasdaq aktuell auf 10.434 Punkte. Ein schneller Absturz. Aber halt. Was war denn bitte vorher los? Was für ein Wahnsinns-Hype, was für ein Goldrausch!. Am 20. Februar lag der Nasdaq 100-Index noch bei 9.737 Punkten. Das war der Auftakt zum großen Börsencrash. So kräftig sind einige Tech-Konzerne dem Gesamtmarkt bis jetzt enteilt, dass sie den Nasdaq mit hochziehen konnten.

Nasdaq und Tesla

Dieses Thema bespricht der Chef-Aktienhändler der Baader Bank im folgenden brandaktuellen Video. Kann es so einfach nicht mehr weitergehen im Nasdaq? Auch wichtig: Tesla sieht er eher als Datenkrake. Zwar technologisch weit vor der Konkurrenz (hier eine positive Sichtweise auf den Autobauer), dennoch sei der Aktienkurs von Tesla irrsinnig hoch. Auch wird dies klar anhand von im Video erwähnten Beispielen, wie stark sich einzelne Bankanalysten in ihrem Meinungen unterscheiden. Und ja, das ist wirklich ein Wahnsinn, so möchte ich es bestätigen!

Wette auf Netflix-Zahlen am Donnerstag

Wichtig wird jetzt in Sachen Tech die Aktie von Netflix. Die Firma ist wohl einer der größten Corona-Krisengewinner. Wo die Menschen in der Coronakrise nicht rausgehen konnten und jetzt vermutlich immer noch vermehrt zuhause rumsitzen, suchen sie natürlich nach einer Beschäftigung. Viele, sehr viele Menschen werden diese Beschäftigung wohl im Glotze-Gucken bei Netflix, Amazon, Sky und Co gefunden haben. Nur die Frage lautet: Wie viele neue Abos hat Netflix im letzten Quartal abgeschlossen? Im 1. Quartal waren es 15,77 Millionen neue Abonnenten.

Die Aktie stand im Februar direkt vor dem Crash-Start bei 392 Dollar. Gestern waren es im absoluten Nasdaq-Höhenrausch 574 Dollar. Aber bis jetzt kommt die Aktie zurück auf 508 Dollar. So schnell kann ein Long-Zocker dick im Minus sein. Donnerstag Abend (wir werden berichten) präsentiert Netflix dann seine Quartalszahlen. Das wird ein wichtiges Ereignis für die gesamte US-Börse werden. By the way… schauen Sie sich das folgende Video gerne in voller Länge an, die Aussagen sind interessant.

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Markus Koch LIVE zum Handelsstart in New York – Bankzahlen im Fokus

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE zum Handelsstart in New York. Er bespricht die vor wenigen Minuten veröffentlichten Quartalszahlen von JP Morgan, Wells Fargo und Citi. Die Finanzdaten bespricht er ausführlich.

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Wells Fargo und Citigroup: Quartalszahlen liegen vor

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Die Quartalszahlen von Wells Fargo und Citigroup wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Eckdaten, zunächst von Wells Fargo.

Der Erlös (Umsatz) liegt bei 17,8 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 21,58/erwartet 18,6).

Das Ergebnis liegt bei -0,66 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,30/erwartet -0,16). Ein Verlust von 2,4 Milliarden Dollar im zweiten Quartal!

Kreditvorsorge 9,5 Milliarden Dollar nach 0,5 Milliarden Dollar vor einem Jahr.

Die Aktie von Wells Fargo notiert vorbörslich mit -3,8 Prozent.

Kommentar von Wells Fargo im Wortlaut:

“We are extremely disappointed in both our second quarter results and our intent to reduce our dividend. Our view of the length and severity of the economic downturn has deteriorated considerably from the assumptions used last quarter, which drove the $8.4 billion addition to our credit loss reserve in the second quarter. While the negative impact of the pandemic is unprecedented and many of our business drivers were negatively impacted, our franchise should perform better, and we will make changes to improve our performance regardless of the operating environment.

“Though our income performance was weak, our capital and liquidity continues to be extremely strong with both our CET1 ratio and LCR increasing from the end of the prior quarter. However, it is critical in these uncertain times that our common stock dividend reflects current earnings capacity assuming a continued difficult operating environment, evolving regulatory guidance, and protects our capital position if economic conditions were to further deteriorate. Given this, we believe it is prudent to be extremely cautious until we see a clear path to broad economic improvement. We are confident that this eventual economic improvement combined with our actions to increase our margins will support a higher dividend in the future,” Scharf added.

“I’m proud of the hard work and dedication of our employees through these challenging times to support our customers, communities, and each other. Our regulatory commitments remain our top priority and while we have more work ahead of us, we continue to devote all necessary resources to this effort,” Scharf concluded.

Wells Fargo Finanzdaten

Wells Fargo-Quartalszahlen - Wells Fargo Logo
Foto: Gabriel Vanslette CC BY 3.0

Citigroup

Bei der Citigroup liegt der Erlös (Umsatz) bei 19,77 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 18,76/erwartet 19,1).

Das Ergebnis liegt bei +0,50 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,95/erwartet +0,28).

Kreditvorsorge 7,9 Milliarden Dollar nach 2,1 Milliarden Dollar vor einem Jahr.

Die Aktie der Citigroup notiert vorbörslich mit +1,1 Prozent.

Kommentar des Citigroup CEO im Wortlaut:

“While credit costs weighed down our net income, our overall business performance was strong during the quarter, and we have been able to navigate the COVID-19 pandemic reasonably well. The Institutional Clients Group had an exceptional quarter, marked by an increase in Fixed Income of 68%. Global Consumer Banking revenues were down as spending slowed significantly due to the pandemic.

“We entered this crisis from a position of strength. During the quarter, our regulatory capital increased and our CET1 ratio improved to 11.5%, comfortably above our new regulatory minimum of 10%. We continued to add to our substantial levels of liquidity and our balance sheet has plenty of capacity to serve our clients. With a sharp emphasis on risk management, we are prepared for a variety of scenarios and will continue to operate our institution prudently given this unprecedented situation,” Mr. Corbat concluded.

Citigroup Finanzdaten

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