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Europa

Deutsche Exporte explodieren weiter – aber Übeschüsse vorwiegend mit EU-Ländern!

Die deutschen Exporte explodieren immer weiter, weiter und weiter. Der Abstand zu den Importen, die ja auch auch steigen müssen, bleibt auf lange Sicht gesehen relativ konstant, wie die folgende…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die deutschen Exporte explodieren immer weiter, weiter und weiter. Der Abstand zu den Importen, die ja auch auch steigen müssen, bleibt auf lange Sicht gesehen relativ konstant, wie die folgende Grafik zeigt. Mangels Rohstoffen muss Deutschland zwangsläufig auch mehr Rohprodukte importieren, die hierzulande zu Endprodukten veredelt, und dann wieder ins Ausland verkauft werden.

Im Januar stiegen die Exporte gegenüber Januar 2017 um 8,6%, die Importe um 6,7%. Damit wird der Handelsbilanzüberschuss etwas größer. Aber er ist auf lange Sicht gesehen immer kleinen Schwankungen unterworfen – der Abstand ist konstant, wie die Grafik zeigt. Die obere Linie zeigt die Exporte, die untere die Importe. Exportiert wurden Waren im Wert von 107,1 Milliarden Euro, importiert wurde für 89,7 Milliarden Euro.

Exporte

Die Leistungsbilanz, die neben dem reinen Warenhandel auch Geldflüsse und Dienstleistungssalden einrechnet und somit das gesamte Bild betrachtet, liegt im Januar bei +22 Milliarden Euro. Dies ist fast eine Verdoppelung gegenüber Januar 2017 mit +11,9 Milliarden Euro.

Mit Ländern außerhalb der EU liegt der deutsche Exportüberschuss aber gerade mal bei 2,1 Milliarden Euro. Mit Ländern innerhalb der EU hat Deutschland einen Handelsüberschuss von 15,3 Milliarden Euro erzielt.

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Herbi

    9. März 2018 13:28 at 13:28

    „Deutsche Exporte explodieren weiter“
    DieTarget 2 Salden auch…

  2. Avatar

    Werner

    9. März 2018 13:51 at 13:51

    Was fehlt, sind die Zahlen mit USA speziell. Die aggregierten Beträge sagen dazu nicht viel aus.

  3. Avatar

    Dedalus

    9. März 2018 14:15 at 14:15

    Diese Zahlen verwundern mich nicht. In allen osteuropäischen Ländern( DDR mit einbezogen ) hat man die einheimischen Produktionen aufgekauft und dann sterben lassen. Heute kauft man alles nur aus Deutschland – Lidl, Kaufland, Billa, Aldi oder auch Hofer, Tedy, Pepco, DM, Humanic, Deichmann usw, Bauhaus, Obi. Wo soll ich aufhören? Maschinen werden verkauft, um in den Ostländern billig Zubehörteile für die Autoindustrie herzustellen. Und man könnte weiter schreiben, Tür und Fenstertechnik, Holzindustrie, Möbelindustrie, Werkzeuge und so weiter und so weiter. Ich weiß nicht, ob man damit prahlen und stolz darauf sein sollte, wenn man sich auf Kosten anderer bereichert, sich andere Volkswirtschaften auf diesem Wege einverleibt.

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Europa

Auftragseingänge der Industrie: Juhu, die Krise ist vorbei

Claudio Kummerfeld

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Verschiedene Metallerzeugnisse

Heute früh hat das Statistische Bundesamt die Auftragseingänge der Industrie (genauer gesagt für das Verarbeitende Gewerbe) für den Monat Oktober veröffentlicht. Im Vergleich zu September steigen sie um 2,9 Prozent. Wichtiger: Im Jahresvergleich zu Oktober 2019 steigen sie um 1,8 Prozent. Noch wichtiger: Gegenüber Februar 2020, dem letzten Monat vor Ausbruch der Coronakrise, lagen die Auftragseingänge der Industrie um 0,8 Prozent höher.

Also kann man basierend auf diesen Zahlen sagen, dass zumindest für die Auftragseingänge der Industrie die Coronakrise vorbei ist. Der Chart, der bis zum Jahr 2012 zurückreicht, zeigt eine abgeschlossene V-förmige Erholung. Klar erkennbar ist, dass die Aufträge aus dem Ausland (wohl vor allem aus China) den Schnitt nach oben ziehen.

Chart zeigt den Verlauf der Auftragseingänge der Industrie seit 2012

Hier Detailaussagen der Statistiker im Wortlaut:

In der größten Branche des Verarbeitenden Gewerbes, der Automobilindustrie, stieg der Auftragseingang im Oktober 2020 weiter an (+1,0 % zum Vormonat) und lag damit 6,0 % über dem Vorkrisenniveau im Februar 2020.

Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Aufträge aus dem Inland im Oktober 2020 um 2,4 %, die Auslandsaufträge erhöhten sich um 3,2 %. Dabei nahmen die Auftragseingänge aus der Eurozone um 0,5 % zu. Die Auftragseingänge aus dem restlichen Ausland stiegen um 4,8 %.

Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern lag der Auftragseingang im Oktober 2020 um 2,3 % über dem Vormonatsniveau. Bei den Herstellern von Investitionsgütern gab es einen Anstieg um 3,8 % und im Bereich der Konsumgüter fielen die Aufträge um 2,2 %.

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Allgemein

Arbeitsmarkt im Corona-Märchenland – weniger Arbeitslose!

Claudio Kummerfeld

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Eingang zu einer Außenstelle der Bundesagentur für Arbeit

Der Arbeitsmarkt zeigt sich weiterhin im Märchenland-Zustand, aber nur auf den ersten Blick. Man kann in der schlimmsten Rezession der letzten Jahrzehnte eine weiterhin sehr geringe Arbeitslosigkeit präsentieren, weil es hierzulande anders als in vielen anderen Ländern das Instrument der Kurzarbeit gibt. Zählt man diesen Ersatz für die Arbeitslosigkeit nicht zur offiziellen Arbeitslosenquote hinzu, dann kommt der deutsche Arbeitsmarkt derzeit ganz wunderbar durch die Coronakrise und den zweiten Lockdown.

Im November ist die offizielle Arbeitslosigkeit gemäß heute veröffentlichten Daten sogar rückläufig. Im Monatsvergleich sinkt sie von 2,76 auf 2,70 Millionen arbeitslose Personen. Die offizielle Arbeitslosenquote sinkt von 6,0 Prozent auf 5,9 Prozent. Gegenüber November 2019 steigt die Arbeitslosigkeit um 519.134 Personen an (Quote damals 4,8 Prozent). Die tatsächliche Arbeitslosigkeit (ohne Kurzarbeit) namens „Unterbeschäftigung“ sinkt von 3,56 auf 3,52 Millionen, oder von 7,6 Prozent auf 7,5 Prozent.

Kurzarbeit steigt

Tja, die zweite Corona-Welle und der „sanfte Lockdown“ beschert dem Arbeitsmarkt auf den ersten Blick keine Verschlechterung, dafür aber der Kurzarbeit. Letztlich in der Realität arbeitslos, werden viele Beschäftigte in Gastronomie und Hotellerie „geparkt“ als Kurzarbeiter. Laut heutiger Aussage der Bundesagentur für Arbeit wurde im Zeitraum vom 1. bis einschließlich 25. November für 537.000 Personen konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt. Der deutliche Anstieg im Vergleich zum Vormonat erklärt sich laut der Bundesagentur mit dem seit Anfang November bestehenden Teil-Lockdown.

Endgültige Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme der Kurzarbeit stehen bis September zur Verfügung. So wurde nach vorläufigen hochgerechneten Daten der Bundesagentur für Arbeit im September für 2,22 Millionen Arbeitnehmer konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt. Die Inanspruchnahme des Kurzarbeitergelds hat nach dem bisherigen Höchststand im April mit knapp 6 Millionen sukzessive abgenommen. Das ifo-Institut hatte gestern zum Thema Kurzarbeit im November berichtet. Demnach steige die Kurzarbeit spürbar an. Der Anteil der Firmen mit Kurzarbeit ist demnach im November erstmals seit Monaten wieder angestiegen, und zwar von 24,8 Prozent im Oktober auf 28,0 Prozent im November. Die Bundesagentur für Arbeit sagt zu den Zahlen heute im Wortlaut:

Der Arbeitsmarkt hat auf die Einschränkungen im November reagiert – glücklicherweise aber im Moment nicht mit einer Zunahme von Entlassungen. Allerdings sind die Betriebe wieder zurückhaltender bei der Personalsuche und haben im November wieder für deutlich mehr Mitarbeiter Kurzarbeit angezeigt.

Grafik zeigt aktuelle Details aus November zum deutschen Arbeitsmarkt

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Europa

Verbraucherpreise Eurozone November: Deflation den vierten Monat in Folge!

Claudio Kummerfeld

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Geldbörse wird zusammengepresst

Soeben hat Eurostat als Vorabschätzung die Verbraucherpreise der Eurozone für den Monat November veröffentlicht. Im Jahresvergleich ist es ein Wert von -0,3 Prozent nach ebenfalls -0,3 Prozent im Oktober. Erwartet für heute wurde eine Veränderung von -0,2 Prozent. Damit erlebt die Eurozone (basierend auf dem Modell des Harmonisierten Verbraucherpreisindex) den vierten Monat in Folge Deflation! Dies hängt natürlich auch mit der seit Juli geltenden Mehrwertsteuersenkung in Deutschland zusammen, welche in vier Wochen wieder rückgängig gemacht wird.

Man sieht: Die Preissteigerung bei Lebensmitteln bleibt relativ konstant mit +1,9 Prozent. Ebenfalls ändern sich die Verbraucherpreise im Negativen auch relativ konstant. Die Energiepreise sinken um 8,4 Prozent – das sind ähnlich hohe negative Werte wie in den Vormonaten. Wie gesagt, ab Januar könnte der Gesamtschnitt wieder Richtung Null-Linie tendieren mit den steigenden deutschen Mehrwertsteuersätzen.

Datenblatt zeigt aktuelle Verbraucherpreise in der Eurozone

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