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Deutsche Exporte steigen – ständiges Hin und Her in der Statistik

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Die Daten der letzten Monate wie auch von gestern zeigen, dass die deutsche Industrie richtig kräftig in der Rezession steckt. Die Auftragseingänge wie auch die realen Umsätze sind deutlich rückläufig! Aber wie heute früh veröffentlichte Daten für die Im- und Exporte zeigen, springt diese Statistik seit Monaten von guten Zuwächsen runter in deutliche Rückgänge, dann wieder hin zu Zuwächsen und zurück zu Rückgängen.

Heute vermeldet das Statistische Bundesamt für die Exporte einen Zuwachs im Monat September gegenüber September 2018 von 4,6%. Im August waren es -3,6%, im Juli +3,8%, im Juni -8,0%, und im Mai +4,7%. Da kann man wirklich keinen Trend erkennen. Die folgende Grafik zeigt seit zwei Jahren die Exporte im Vergleich zu den Importen. Der Abstand kann immer exakt gehalten werden, so dass konstant ein kräftiger Außenhandelsüberschuss für Deutschland anfällt. Im September waren es +19,2 Milliarden Euro.

Exporte Importe seit 2017

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ifo Beschäftigungsbarometer: „Optimismus verflogen“, größter Rückgang seit 2008

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Während andere Stimmen für den Arbeitsmarkt etwas zurückhaltender und optimistischer sind, zeigt das heute früh vom Münchner ifo-Institut veröffentlichte Beschäftigungsbarometer eine ziemlich pessimistische Sicht (es basiert auf 9.000 monatlichen Meldungen von Unternehmen). Denn der aktuelle Rückgang ist der größte seit dem Jahr 2008, also dem Zeitpunkt der Finanzkrise! Das Beschäftigungsbarometer ist im Februar auf 98,1 Punkte gefallen, von 99,6 Punkten im Januar. Der zu Jahresbeginn herrschende Optimismus auf dem deutschen Arbeitsmarkt sei nun verflogen, so ifo. Die Grafik zeigt den Verlauf des Barometers seit fünf Jahren. Hier einige Details im Wortlaut von ifo:

Waren die Dienstleister noch im Januar die positiven Treiber des Barometers, so sind sie jetzt eher die Bremser: Der Indikator fiel auf den niedrigsten Stand seit einem halben Jahr. Auch im Verarbeitenden Gewerbe zeigte das Barometer nach unten. Die Beschäftigtenzahlen sind weiter rückläufig. Im Bauhauptgewerbe wird trotz eines Rückgangs des Barometers weiterhin Personal gesucht. Im Handel zeigt sich, wie auch in den Vormonaten, wenig Bewegung bei der Beschäftigung.

Das Beschäftigungsbarometer des ifo-Instituts

Die folgenden Detailgrafiken zeigen es recht anschaulich. Die Industrie-Rezession ist auch am Arbeitsmarkt seit geraumer Zeit voll im Gange. Dienstleistungen und Bau schwenken nun auch gen Süden. Nur der Handel sieht noch positiv aus.

ifo Beschäftigungsbarometer im Detail

Hier die Erklärung von ifo, wie dieses Beschäftigungsbarometer erstellt wird:

Das ifo Beschäftigungsbarometer basiert auf ca. 9.000 monatlichen Meldungen von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Groß- und Einzelhandels und des Dienstleistungssektors. Die Unternehmen werden gebeten ihre Beschäftigtenplanungen für die nächsten drei Monate mitzuteilen. Sie können ihre Planungen für die Zahl der Beschäftigten für die nächsten drei Monate als „zunehmen“, „gleich bleiben“ oder „abnehmen“ kennzeichnen. Der Saldowert der Planungen ist die Differenz der Prozentanteile der Antworten „zunehmen“ und „abnehmen“. Zur Berechnung der Indexwerte werden die Salden jeweils auf den Durchschnitt des Jahres 2015 normiert.

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DIW-Konjunkturbarometer weiter im Abwärtstrend – Coronavirus vs Binnenkonsum

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Das aktuellste Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) wurde heute veröffentlicht. Mit aktuell 89,2 Punkten notiert es 0,8 Punkte unter dem Stand für das 4. Quartal 2019. Die Lage kann man beim Lesen der DIW-Kommentare so zusammenfassen: Die Industrie ist weiter in einer deftigen Rezession. Der Binnenkonsum (Bau und Dienstleistungen) federt diese Rezession ab und rettet die gesamte Wirtschaftsleistung vor der Rezession, was vor allem an den höheren Gehältern und damit mehr Konsum liege. Und beim Coronavirus, da könne man die Auswirkungen noch nicht genau ermitteln. Das ist verständlich, denn so ein Ereignis hat natürlich enorm viele Variablen, und es entwickelt sich ja auch sehr schnell und dynamisch. Hier das DIW auszugsweise im Wortlaut:

Insgesamt dürfte das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal 2020 um einen knappen Zehntelprozentpunkt gegenüber dem vorangegangenen Vierteljahr zulegen. Hinzu kommt die Ausbreitung des Corona-Virus, die Lieferketten stören und das Ausgabeverhalten privater Akteure vielerorts vorübergehend empfindlich dämpfen könnte. „Bisher ist der Corona-Effekt aber unklar und nicht zu beziffern“, sagt DIW-Konjunkturchef Claus Michelsen. „Fest steht nur: Die exportabhängige deutsche Industrie wäre bei einer anhaltenden weltweiten Ausbreitung des Virus besonders betroffen – etwa, wenn es zu Lieferengpässen bei aus China bezogenen Vorleistungsprodukten kommt.“ Zuletzt haben sich die Aussichten – etwa die Auftragseingänge oder die Produktionspläne – hierzulande aber sogar wieder etwas aufgehellt. Das laufende Auftaktquartal wird jedoch unabhängig vom Corona-Virus zum Beispiel im Maschinenbau und der Automobilbranche wohl schwächer ausfallen als bislang vermutet und die Industrie insgesamt in der Rezession verbleiben.

Das DIW-Konjunkturbarometer - weiter langsam im Abwärtstrend

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Es wird bald weniger gebaut in Deutschland!

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Es wird bald weniger gebaut in Deutschland. Das darf man vermuten, wenn man eine aktuelle Aussage und eine statistische Zahl anschaut. Da wäre erstens die gestrige monatliche Veröffentlichung zum ifo-Geschäftsklimaindex vom ifo-Institut aus München. Als letzte Anmerkung in der Headline-Veröffentlichung, hat ifo auch etwas zum Baugewerbe gesagt. Zitat: „Im Bauhauptgewerbe ist der Index erneut gesunken. Dies war pessimistischeren Erwartungen der Baufirmen geschuldet. Ihre aktuelle Lage schätzten sie im Gegensatz dazu wieder etwas besser ein.“

Also, aktuell ist die Lage noch gut, aber die Erwartungen sind pessimistisch. Das korrespondiert mit der Meldung von heute früh vom Statistischen Bundesamt. Hier hat man für Dezember die Auftragseingänge für das Bauhauptgewerbe veröffentlicht. Was aktuell die Auftragseingänge sind, das sind in vielleicht sechs oder zwölf Monaten die realen Umsätze. Sind die neuen Aufträge jetzt rückläufig, dann sinken in einigen Monaten die realen Umsätze. Und genau so sieht es derzeit aus. Denn für Dezember vermelden die Statistiker gegenüber November einen Rückgang bei den Auftragseingängen (saison- und kalenderbereinigt) von 4,8%. Das ist viel! Im wichtigeren Jahresvergleich zu Dezember 2018 ist es ein Rückgang von 5,0%.

Im Gesamtjahr 2019 stiegen die Auftragseingänge für das Baugewerbe im Vergleich zu 2018 noch um 3,2%. Aber die aktuelle Tendenz ist rückläufig! Tja, hat der Boom seinen Höhepunkt erreicht? Sieht man, was die Bahn derzeit angeblich auf die Beine stellen will, und wie, was, wo Bund und Kommunen alles bauen wollen – dann können die rückläufigen Auftragseingänge woran liegen? Sind die Gewerke aktuell derart ausgelastet und überlastet, dass sie gar keine neuen Aufträge mehr annehmen können? Müssen sie jetzt erstmal die vollen Auftragsbücher abarbeiten, und angeblich große Investitionsoffensiven versickern, weil es keine frei verfügbaren Handwerker und Baukapazitäten gibt? Im folgenden Chart sehen wir die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe im Verlauf der letzten zehn Jahre. Waren die jüngsten Hochs bei den Aufragseingängen etwa nur Peaks, die so extrem hoch waren, dass es nun zu einer Abwärtskorrektur kommen muss?

Auftragseingänge Bauhauptgewerbe

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