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Bundesbank-Aussagen Deutsche Exporte im jahrelangen Rückbau – Bundesbank nennt Faktoren

Deutsche Exporte sind in einem jahrelangen Rückgang, Marktanteile gehen zunehmend an China. Dafür gibt es strukturelle Gründe.

Containerschiffe
Grafik: ChatGPT

Zwar steht die deutsche Exportwirtschaft auf kurze Sicht vor enorm großen Herausforderungen durch Donald Trumps Zölle. Daber im großen Bild betrachtet geht es schon seit Jahren bergab. Der schrittweise Rückgang der Exporte begann lange vor der Coronakrise. Die Bundesbank hat in einem heute veröffentlichten Papier die Gründe erläutert.

Die schwache Entwicklung der deutschen Exporte in den letzten Jahren ging mit deutlichen Verlusten an Marktanteilen der deutschen Exportwirtschaft einher, schreiben die Autoren der Bundesbank heute im aktuellen Monatsbericht. So seien die deutschen Exportmarktanteile seit 2017 rückläufig, insbesondere seit 2021. Damit trugen die Marktanteilsverluste erheblich zur Wachstumsschwäche der deutschen Wirtschaft bei.

Exporte: Strukturelle Herausforderungen für die deutsche Wirtschaft

Mehr als drei Viertel der Verluste an Marktanteilen zwischen 2021 und 2023 gingen laut Bundesbank darauf zurück, dass sich die Wettbewerbsposition deutscher Exporteure bei ihren Produkten verschlechterte. Dabei ließ die Wettbewerbsfähigkeit in vielen Sektoren nach. Dies deute auf grundlegende strukturelle Herausforderungen der deutschen Wirtschaft hin, die viele Unternehmen belasten. Dazu zählten der demografische Wandel, der Fachkräftemangel und steigende Lohnstückkosten sowie zunehmende Bürokratie. Der Maschinenbau, die Elektroindustrie und energieintensive Branchen wie die Chemieindustrie trugen zum Rückgang der Wettbewerbsfähigkeit am meisten bei, so die Bundesbank. Die weltweite Corona-Pandemie und der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hätten Lieferketten gestört beziehungsweise die Energiepreise ansteigen lassen. Letzteres hätte die deutschen Exporte energieintensiver Wirtschaftszweige zusätzlich belastet. Insgesamt würden die Ergebnisse auf angebotsseitige Probleme der deutschen Wirtschaft hinweisen. Im Klartext: Das Problem ist hausgemacht, und es nützt nichts die Schuld zu schieben auf den „bösen Trump“, die „bösen Chinesen“ oder den „bösen Putin“. Man muss vor der eigenen Haustür kehren.

Deutschland verliert Marktanteile, China baut welche auf

Im internationalen Vergleich habe Deutschland an Boden verloren und würde mittlerweile schlechter als andere fortgeschrittene Volkswirtschaften abschneiden: „Im internationalen Vergleich zeigt sich, dass in Deutschland nicht nur während konjunktureller Hochphasen besonders viele Unternehmen über Arbeitskräftemangel klagen. Zudem trat China zunehmend als Konkurrent deutscher Unternehmen in Erscheinung. Deutsche Exporte verlieren seit 2019 bei seinen wichtigsten Handelspartnern tendenziell dort mehr Marktanteile, wo China welche aufbaute, so die Autoren der Bundesbank. In den Jahren zuvor habe es diesen Zusammenhang so nicht gegeben. Darüber hinaus sei die schwache globale Nachfrage nach für Deutschland wichtigen Exportgütern, insbesondere Kraftfahrzeugen und Luftfahrttechnik, ein Faktor für die Marktanteilsverluste.

Reformen für die Wettbewerbsfähigkeit notwendig

Es bestehe dringender Handlungsbedarf, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, so die Bundesbank. Insbesondere sei ein verlässlicher, beschäftigungs- und investitionsfreundlicher Rahmen zu schaffen. Dazu sollten beispielsweise die Arbeitsanreize gestärkt, Hürden bei der Fachkräftezuwanderung sowie unnötige Bürokratielasten abgebaut, und steuerliche Anreize für private Investitionen erhöht werden. Auch Reformen der Sozialversicherungssysteme seien notwendig, um Kostenanstiege zu begrenzen. Die Energiewende solle effizient vorangetrieben und Unternehmen bei der Diversifizierung ihrer Lieferketten durch neue Freihandelsabkommen unterstützt werden.

Grafik zeigt globale Anteile an Exporten je nach Land

FMW/Bloomberg



Claudio Kummerfeld
Über den RedakteurClaudio Kummerfeld
Claudio Kummerfeld verfügt über langjährige Kapitalmarkterfahrung. Er berichtet als Finanzjournalist über aktuelle Marktereignisse. Dazu kommentiert er politische und wirtschaftliche Themen.
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5 Kommentare

  1. …demografische Wandel, der Fachkräftemangel…
    Bei Millionen zugewanderter Fachkräfte?

    …Die weltweite Corona-Pandemie und der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hätten Lieferketten gestört beziehungsweise die Energiepreise ansteigen lassen…
    Damit mussten aber alle Länder in der EU leben.

    …Hürden bei der Fachkräftezuwanderung sowie unnötige Bürokratielasten abgebaut…
    Welcher junge Facharbeiter oder Ingenieur möchte denn etwa 50% von seinem Gehalt für Sozialabgaben und Steuern in Deutschland zahlen, dann seine Kinder in diese Kitas oder Schulen schicken und mit der Rente dann auf Altersarmut zusteuern?
    Bleibt z. B. ein chinesischer oder indischer Student nach seiner Ausbildung in Deutschland, wenn er erfährt, dass es in Deutschland alleine so viel Messer-Attentate gibt, als wenn es in seinem Land etwa 440.000 im Jahr gegeben würde?
    Außerdem kann er in den unteren Klassen der deutschen Volksschulen schon heute erkennen, wer Deutschland in etwa 15 Jahren regieren wird.
    Wer tut seinen Kindern das an?

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

    1. Helmuts Selbstanzeige

      „Wer tut seinen Kindern das an?“

      Du, Helmut, Deine Kinder leben in Deutschland. Du bist schuldig im Sinne Deiner Anklage.

    2. @Helmut
      Bei allem Verständnis für Ihre derzeitige Hybris im Aufwind rechter Ideologien: Der Goldkurs als sicherer Hafen hat sich in den letzten fünf Jahren nur so sensationell entwickelt und Ihnen offensichtlich Auftrieb verliehen, weil eine globale Krise mit Millionen Toten die andere jagt. Covid, Putins Gas-Krieg, Ukraine-Krieg, Nahost-Krieg.

      Nichts davon war zuvor absehbar und niemand außer soziopathischen Preppern dürfte sich eigentlich darüber freuen.
      Doch natürlich ergreifen libertäre und rechtsradikale Kräfte nun die Gelegenheit beim Schopf und versuchen oberflächlich und publikumswirksam, die Ursachen und die Schuld bei Migranten, Bürgergeldempfängern, sog. Links-Grünen, NGOs etc. abzuladen.
      Nach dem Motto: Fleißig und hart nach unten treten, um tapfer eine Etage weiter nach oben zu gelangen.

      Sie sind selber Migrant in einem Land, das deutschen Touristen gegenüber inzwischen sehr feindselig eingestellt ist. Der wahre Grund dahinter ist unter anderem, dass reiche Deutsche einfach zu viele Immobilien in Spanien aufkaufen, die sie nur eher selten nutzen. Während sich die einheimische Bevölkerung kaum mehr Wohnungen leisten kann und in Altersarmut und Jugendarbeitslosigkeit versinkt.

      Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, das werfe ich Ihnen nicht vor.
      Was allerdings nervt, Sie gerieren sich als allwissendes Genie, obwohl Sie einfach nur vom unglaublichen Dusel (https://www.dwds.de/wb/Dusel#1) Ihres Geburtsjahrgangs bzw. Ihrer Generation profitieren durften.

      Bitte genießen Ihr individuelles Glück, aber verschonen Sie uns mit unzutreffenden rechtsradikalen Parolen einer massen-messerstechenden Bevölkerung.

      In einem Punkt stimme ich Ihnen allerdings zu: Welcher ausländische Student möchte schon in Deutschland bleiben, wenn er schon heute erkennen kann, welche ultrarechen, antidemokratischen Kräfte in etwa 15 Jahren das Land terrorisieren könnten.

    3. @Helmut
      Ist der eigene Dreck vor der Türe noch nicht hoch genug?

      Rechtsradikale Hetzjagden auf Migranten in Spanien seit drei Nächten.
      Im Süden Spaniens kommt es zu ausländerfeindlichen Unruhen.

      Die Delegierte der spanischen Zentralregierung in der Region Murcia, Mariola Guevara: „Ultrarechte haben in sozialen Medien zu einer „Jagd auf Migranten“ in Torre Pacheco aufgerufen.“

      Der Bürgermeister der betroffenen Region äußert sich entsetzt: „Viele der Protestler seien von außerhalb angereist. 30 Prozent der 40.000 Einwohner seiner Gemeinde Stadt seien Migranten, die überwiegend in der Landwirtschaft arbeiten. „Viele dieser Menschen leben seit über 20 Jahren hier, ihre Kinder sind in hier geboren.“ In Richtung der rechtsextremen Gruppen betonte Roca er: „Wir bitten niemanden hierherzukommen, um uns zu helfen.“

    4. Remigratrionsbeauftragte

      Lieber @Helmut,

      der „demografische Wandel, der Fachkräftemangel“ – bei Millionen zugewanderter „Fachkräfte“? Ja, genau. Weil der syrische Maurer natürlich sofort den MINT-Job im Daimler-Labor übernimmt. Deine Logik ist so stramm wie der Zollstock, mit dem du in Andalusien illegal dein Haus hochgezogen hast.

      „Warum sollte ein Chinese bleiben?“ fragst du. Vielleicht weil er in Deutschland etwas schätzt, das du längst verlernt hast: Freiheit. Freiheit von staatlicher Überwachung, von Einparteienstaaten und von genau den autoritären „blauen Genossen“, deren Politik du in den Kommentarspalten verteidigst. Freiheit, die er in China nicht hat – und die du mit deiner Remigrations-Rhetorik gern auch hier abschaffen würdest.

      Und was war das noch? „50% Steuern und Sozialabgaben“? Genau die, die deinen Lebensabend in Andalusien mitfinanzieren. Du bist der Typ, der mit deutscher Rente, Steuerhinterziehung (Scheinfirma lässt grüßen) und illegal gebohrtem Brunnen im sonnigen Spanien lebt – und gleichzeitig gegen Migranten hetzt, weil sie angeblich den Sozialstaat belasten. Chapeau!

      Ach ja: Deine „Kinder in diesen Kitas“ hätten jetzt übrigens die Chance, neben Deutsch auch Arabisch und Türkisch zu lernen. Ist das nicht genau die Art von Vielfalt, die deinen blauen Freunden im Traum erscheint – als Apokalypse?

      Übrigens, Helmut, nach Sellners Logik bist DU längst Kandidat für Remigration: ein aus Deutschland „entschwundener“ Sozialrentner mit zweifelhafter Legalität im Gastland. Wann kehrst du freiwillig zurück – oder darf man dich gleich abschieben?

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