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Deutsche Industrie crasht weiter – „einfach schrecklich“!

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Soeben wurden die deutschen Einkaufsmanagerindizes (Markit PMI; September) veröffentlicht:

Verarbeitendes Gewerbe 41,4  (Prognose war 44,0; Vormonat war 43,5)

Dienstleistung 52,5   (Prognose war 54,3; Vormonat war 54,8)


source: tradingeconomics.com

Dazu kommentiert Phil Smith von Markit, das die Daten der deutschen Einkaufsmanager erhoben hat:

 

„Ein weiterer Monat mit miserablen PMI-Daten für Deutschland. Diesmal ist der Composite-PMI sogar auf den niedrigstenWert seit Oktober 2012 und damit tief ins Rückgangsterrain abgesackt. Die Wirtschaft hangelt sich ins vierte Quartal, und beim derzeitigen Tempo dürfte bis Ende 2019 kein Wachstum mehr dabei herauskommen. Die Daten für den Industriesektor sind einfach schrecklich. Was die Nachfrage lähmt,sind die Unsicherheit bezüglich der Handelskonflikte, der Ausblick für die Automobilindustrie und der Brexit. Dies alles hinterließ in den Auftragsbüchern der Industrieunternehmen das größteMinus seit dem Höhepunkt der Finanzkrise 2009. Dass der Stellenaufbau praktisch zum Erliegen gekommen ist, hat dafür gesorgt, dass dem Servicesektor eine der wichtigsten Stützen weggebrochen ist. So zeigt der erste Auftragsrückgangbei den Dienstleistern seit über viereinhalb Jahren, dass sich die Nachfrage in ganz Deutschland bereits verschlechtert hat.“

19 Kommentare

19 Comments

  1. Avatar

    Schmockstück

    23. September 2019 10:26 at 10:26

    Es ist gut dass es schlechter wird. Kein Anachronismus sondern eine simple Erkenntnis:
    Dem verbeamteten Michel ist nicht zu helfen. Überzeugend wirken nur Schmerzen und ökonomische Ohrfeigen.
    Nach 10 Jahren in Germoney ( vorher 25 Jahre im Ausland ) scheint mir die flächendeckende Verdummung eines ganzen Volkes Fakt zu sein. Unwiderruflich, wie 1939 als in Deutschland
    kein einziger an 1945 glauben wollte. 2 Weltkriege haben wir überstanden, die uns von Angelsachsen in die Schuhe geschoben wurden. Diesen werden wir nicht überstehen.
    Wozu auch. Ein derart verblödetes System hat kaum noch eine erkennbare Daseinsberechtigung.

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      heldheiko

      23. September 2019 12:51 at 12:51

      krass. genau meine meinung.

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    Hesterberg

    23. September 2019 11:36 at 11:36

    Das System ist leider nicht nur verblödet, es ist auch furchtbar korrupt. Diese Mischung hatte schon immer ein ziemlich übles Endergebnis zur Folge.

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    Arthur

    23. September 2019 11:59 at 11:59

    Das kommt dabei heraus, wenn sich Ignoranz mit Dummheit paart.

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      Heinz

      23. September 2019 17:19 at 17:19

      Ja, da haben Sie wirklich recht, Herr Leftüti!
      Da übertreiben aber einige maßlos. So schlimm wird es doch wohl nicht werden. Außer durch längst aufgeholte Buchverluste wird auch in der großen Krise 2008/2009 kaum jemand irgendwelche negativen Auswirkungen erfahren haben. Das wird nächstes Mal bestimmt nicht anders.

  4. Pingback: Die Meldungen vom 23.09.2019 | das-bewegt-die-welt.de

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    Frickler

    23. September 2019 13:02 at 13:02

    So wie sich alles momentan in der BRD entwickelt, werden sie die Klimaziele bereits viel eher erreichen. Nur dumm für die verblödeten Klimakids, dass Mutti sie bald nicht mehr mit dem SUV zur Demo fahren kann, weil die Bank die Kreditkiste wegen ausstehender Raten einziehen mußte. Dann werden sich die fff-Demos auch bald erledigt haben. Was ist nur aus dem einstigen Volk der Dichter und Denker geworden?

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      Wernersen

      24. September 2019 21:43 at 21:43

      „Was ist nur aus dem einstigen Volk der Dichter und Denker geworden?“

      Ein bewußt verblödet es Volk von Klimaaktivisten und Gutmenschen die jeglichen Kontakt zur Realität verloren haben.

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    Claudia

    23. September 2019 13:07 at 13:07

    Fast schon amüsant zu lesen, wie ein ganz normales zyklisches und längst überfälliges Ereignis wie eine beginnende Rezession, noch dazu befeuert durch die Unsicherheit bezüglich der Handelskonflikte, den Ausblick für die Automobilindustrie und den Brexit, zu fast schon dramatischen Weltuntergangsszenarien inkl. „flächendeckender Verdummung eines ganzen Volkes“, eines verblödeten und korrupten Systems und der Paarung von Ignoranz mit Dummheit hochstilisiert wird.

    Vermutlich geht es uns allen bereits viel zu lange viel zu gut, denn als regelmäßige Wirtschaftszyklen noch als normal betrachtet wurden, war der Katzenjammer bei weitem nicht so groß.

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      Nico

      23. September 2019 19:59 at 19:59

      @Claudia. Recht haben Sie. Aber wenn in jeder Überschrift, die einen Rückgang von Konjunkturzahlen verkündet, die Adjektive schrecklich oder katastrophal verwendet werden und die Ereignisse vor einer Woche schon mit dem 11. September verglichen wurden, ohne dass ein Mensch zu Schaden kam. Wenn man das schon als schwarzen Schwan oder Ähnliches nennt, so braucht man sich nicht zu wundern, dass sich die Pessimisten dazu aufgefordert fühlen, immer drastischere Worte über den Zustand unserer Wirtschaft zu finden. Nicht nur, dass man die Politiker allesamt als unfähig darstellt, oder ein ganzes Volk als trotteligen Michel diffamiert, der sich alles gefallen lässt….., nein, um Gottes Willen, bereits eine Rezession von minus nullkomma Prozent wäre etwas Apokalyptisches in unserer Wegwerfgesellschaft. Was bleiben eigentlich für Beschreibungen übrig, wenn es zu einem richtigen Knall mit Kurshalbierungen kommt? Superlative verkaufen sich einfach besser. Aber es ist wie in der Massenberichterstattung. Wenn ich nach einem Terroranschlag bei ntv 12 Stunden lang berichte und das über Tage, denkt jeder, er könnte das nächste Opfer sein, auch wenn die Wahrscheinlichkeit erheblich geringer ist, als vom Blitz getroffen zu werden. Irgendetwas bleibt da auf der Strecke.

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        Michael

        23. September 2019 21:13 at 21:13

        @Nico, Recht haben auch Sie. Aber wer nicht mehr im Ansatz zwischen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, zwischen Finanzen und individueller menschlicher Würde unterscheiden kann und alles unscharf und verschwommen durch die blaue Brille betrachtet, scheint mehr und wesentlich Bedenklicheres als nur 12 Stunden ntv zu konsumieren. Der liest und selektiert und reduziert ganz offensichtlich auch fundierte Inhalte der Finanzmarktwelt auf Headlines, Keywords und Reizbegriffe. Wer sich in seiner undifferenzierten und recht(s) drastischen Mitteilungsfreude derart moralisch und intellektuell über 80 Millionen von Bürgern, Wissenschaftlern, Unternehmern wähnt, muss sich letztendlich auch die Fragen gefallen lassen, ob er mit seinen Beiträgen mehr als einer der viel gescholtenen Algos von der Börse zu leisten imstande ist. Denn wie Sie schreiben, irgendetwas bis fast alles bleibt da auf der Strecke.

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          Nico

          23. September 2019 22:37 at 22:37

          @Michael. Gute Argumentationskette von Ihnen. Wenn es zu komplex wird, rettet sich manch einer in das Verschwörerische, in einfache Wahrheiten – in Vorurteile – und landet oft bei Populisten. Gab es zu jeder Zeit, was mich aber derzeit stört, ist das weitverbreitete Weltuntergangsgerede, besonders in Deutschland.

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        Mark

        24. September 2019 09:58 at 09:58

        Die Verdummung, welche durch die merkelsche Migrationsförderung in ca. 2 Generationen Fragen aufwerfen wird, ob Frauen noch Führerschein machen oder zur Wahl gehen dürfen, weil die künftige Wählerschaft ihren muslimischen Glauben weit über Bildung, Gleichberechtigung und vor allem den Nichtgläubigen/Kuffar sieht, ist nicht traurig, sondern für das bisherige Europa vernichtend! Die standardisierte Verteilung der künftigen Migranten bei allein in Afrika 60Mio/Jahr Bevölkerungswachstum tut ihr übriges.

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    asisi1

    23. September 2019 13:22 at 13:22

    Ja, das kommt dabei raus, wenn sich in Brüssel 50.000 Beamten mit Gurkenkrümmungen auseinander setzen und von nichts eine Ahnung haben. So ist es auch mit der deutschen Politik! Also weiter abwärts, wir schaffen das!

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    Katja Wohmann

    23. September 2019 14:06 at 14:06

    Macht euch keine Sorgen, die EZB und neu dann die Lagarde werden alles Schlechte einfach wegkaufen. Die EZB kann das, hat sie mal kundgetan, da sie keine Gläubiger zu befürchten habe, die ihr Geld zurückfordern. Geht’s schief… dann sind ja eben genug Bürger da, die über die Wahlen zugesichert haben, alle Schulden persönlich zu übernehmen.
    Also wozu sich Sorgen machen? Ein Intelligenztest ist ja für die Funktion bei der EZB oder Regierung noch nie verlangt worden – es braucht anscheinend keinen.

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    Charly Whiskey

    23. September 2019 15:07 at 15:07

    „Wir schaffen das“ glaubt niemand mehr. Vom Exportweltmeister zum verspotteten Trottel. Leider geht das Aufwachen zu langsam. Unsere Nachbarn sind nicht so verblödet und machen die Selbstzerstörung des „Tätervolkes“ nicht nach. Die Gehirnwäsche von Jahrzehnten zeigt drastische Ergebnisse. Wer hier bleibt muss da durch. Viele Migranten werden sich nach ihren Heimatländern sehnen. Wer schon länger hier lebt und es sich leisten kann, der emigriert bis nach der Krise, wer nicht ziehe sich warm an! Alles Gute!

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    Roberto

    23. September 2019 17:44 at 17:44

    ja, absolut richtig ! Ich kann es auch nicht fassen wie man sich so vor einer Rezession fürchten kann. Es ist doch völlig normal das es nicht nur steigen kann. Wenn ich schon höre oder lese das das Wirtschaftswachstum um 1 % gefallen ist, und dann die jeweiligen Weltuntergngsszenarien dazu gemalt werden ist das schon sehr weltfremd. Es ist unfassbar das man sich ein immer steigendes Wirtschaftswachstum vorgibt. Alles ist limitiert…selbst die Bäume wachsen nicht in den Himmel. Außer die Indizes natürlich. Die dürfen bis zu den Sternen wenn sie wollen :-))

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      Michael

      23. September 2019 18:56 at 18:56

      Wichtig war doch, dass das ganze Vokabular einmal in seiner schlichten Schönheit und allumfassenden Einfachheit aufgerollt wurde. Endlich wurde alles gesagt und auf den Punkt gebracht, was untrennbar zum deutschen Einkaufsmanagerindex des Monats September gehört:

      – 2 Weltkriege, die uns von Angelsachsen in die Schuhe geschoben wurden
      – der verbeamtete Michel
      – die flächendeckende Verdummung eines ganzen Volkes
      – ein verblödetes System
      – zudem auch furchtbar korrupt
      notwendiger Applaus und Zustimmung: krass. genau meine meinung
      – verblödete Klimakids
      – europäische Gurkenkrümmungen
      – verspottete Trottel
      – Gehirnwäsche von Jahrzehnten
      – Buchverluste aus der großen Krise 2008/2009
      – Migranten, die sich nach ihren Heimatländern sehnen
      – Ignoranz, die sich mit Dummheit paart

      Angesichts dieser Kommentare sollte vor allem dem zuletzt aufgelisteten Argument heute und beim nächsten Einkaufsmanagerindex im Oktober eine besondere Beachtung zuteil werden.

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        Heinzelmann

        23. September 2019 22:00 at 22:00

        Die Wahrheit muss einfach auf den Punkt gebracht werden, Herr Leftüti!

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Warum eine Stagflation sehr gefährlich wäre

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Containerterminal - Symbol für den Welthandel - eine Stagflation droht

Durch die Coronavirus-Epidemie droht den großen Volkswirtschaften eine Kombination aus stagnierender Wirtschaftsleistung und steigenden Preisen – die Stagflation. Warum sie so gefährlich ist und warum die Notenbanken in diesem Fall kaum Handlungsspielräume hätten.

Die Weltwirtschaft kühlt sich bereits merklich ab – eine Stagflation käme zur Unzeit

Belastet durch die teilweise Rückabwicklung der Globalisierung im Zuge der diversen Handelsstreitigkeiten sowie die globale Überschuldung hat sich das Weltwirtschaftswachstum bereits merklich abgekühlt. Nach noch 3,8 Prozent globalem Wachstum im Jahr 2017 waren es im Folgejahr, trotz massiver Steuerstimuli in den USA und ultralockerer Geldpolitik weltweit, nur noch 3,6 Prozent Wachstum. Im vergangenen Jahr brach die Expansionsrate dann auf 3,0 Prozent ein, vor allem wegen des Handelskriegs zwischen den USA und China sowie den Schuldenkrisen in diversen Schwellenländern (z. B. in Argentinien, der Türkei, Brasilien, Chile, Venezuela, etc.).

Für dieses Jahr hat der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Prognosen gemäß dem World Economic Outlook aus dem Februar bereits von 3,4 auf 3,0 Prozent abgesenkt. Doch der IWF behält sich weitere Revisionen vor und die Schätzungen diverser Bankenökonomen aus Nordamerika und Europa gehen mittlerweile nur noch von einer Wachstumsbandbreite zwischen 2,3 und 2,8 Prozent für das Gesamtjahr 2020 aus. Diese nochmalige Wachstumsabkühlung entspräche der geringsten Wirtschaftsdynamik seit der Finanzkrise. Bereits bei einer Wachstumsrate von global zwei Prozent spricht der IWF von einer „gefühlten weltweiten Rezession“.

Die größte Gefahr sieht der IWF in einer Unterbrechung der Lieferketten in Folge der Eindämmungsmaßnahmen der Coronavirus-Epidemie (sie verursacht aktuell auch Turbulenzen an den Börsen, siehe beispielsweise hier). Die betroffenen Unternehmen sind dadurch gezwungen, alternative aber auch teurere Quellen für Vorleistungsgüter und Zwischenprodukte zu nutzen, wenn es sie denn überhaupt in ausreichendem Maße gibt. Diese erzwungene Umorientierung in der Beschaffungskette führt zu steigenden Inputpreisen bei den verarbeitenden Unternehmen, die aber nicht durch eine höhere Nachfrage, sondern durch einen Angebotsschock verursacht werden.

Eine solche Situation gab es zuletzt in den 1970-er Jahren, als eine künstliche Verknappung der Angebotsmenge von Rohöl zu explodierenden Energiepreisen führte. Die wirtschaftliche Aktivität in den westlichen Ländern litt stark unter dem Ölpreisschock. Mit einer Kombination aus Zinsanhebungen und Lohnsteigerungen wurden damals die Inflationserwartungen eingedämmt und die reale Kaufkraft der Endverbraucher stabilisieret. Beides ist heute jedoch nicht möglich. Höhere Löhne zum Ausgleich gestiegener Preise würden die Margen der Unternehmen noch stärker belasten. Die Kapazitätsauslastung der US-Industrie befindet sich beispielsweise mit nur 76,8 Prozent bereits auf dem Niveau früherer Rezessionen. Zinsanhebungen zur Inflationsbekämpfung wären aufgrund des globalen Schuldenniveaus der „Sudden Death“ für den modernen Finanzkapitalismus. Eine Stagflation käme daher für die Weltwirtschaft zur Unzeit.

Kombination aus Angebots- und Nachfrageschock

Dass die Preise wegen Lieferverzögerungen und dem Ausfall von Zulieferbetrieben bereits ansteigen, haben die jüngsten Daten von IHS Markit zu den Einkaufsmanager-Indizes für den Monat Februar gezeigt. So ist der für Deutschland erhobene Index für das verarbeitende Gewerbe im Wesentlichen nur deshalb angestiegen, weil sich die beiden Unterkomponenten für die Lieferzeit und die Inputpreise signifikant erhöht haben. Auch der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) warnte an diesem Montag vor sich verstärkenden Lieferengpässen in den kommenden Wochen und Monaten, vor allem aus Fernost. BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang spricht sogar von „Schweren Auswirkungen auf die Konjunktur“ durch den Angebotsschock aus China.

Kommt es also nun zu steigenden Preisen, dann nicht aufgrund einer prosperierenden Wirtschaft, sondern wegen der Knappheit bestimmter Güter. Gleichzeitig leidet auch die Nachfrage unter der eingeschränkten Bewegungsfreiheit von zig Millionen Konsumenten in den von der Epidemie betroffenen Regionen. Ganz abgesehen von der eingetrübten Stimmung der Verbraucher, die in solchen Ausnahmesituationen andere Sorgen haben, als dem Konsum zu frönen. Der drastische Einbruch der Automobilabsätze in China in den letzten beiden Monaten von 20 Prozent im Januar und 92 Prozent im Februar gibt hier einen Vorgeschmack auf das, was bei einer globalen Pandemie, die nach wie vor nicht gebannt ist, zu erwarten wäre.

In der Folge von Knappheit bestimmter Güter und Lebensmittel stieg die Inflationsrate im Reich der Mitte bereits massiv an, auf 5,4 Prozent im Januar. Im Vorjahresmonat, also im Januar 2019, lag die offizielle Inflationsrate noch bei moderaten 1,7 Prozent. Die Kombination aus Angebots- und Nachfrageschock kann in Kürze zu dem gefürchteten Phänomen der Stagflation führen. Dass die chinesische Wirtschaft im Auftaktquartal 2020 überhaupt gegenüber dem von Handelsstreitigkeiten weniger belasteten und vor allem virusfreien Vorjahresquartal 2019 wachsen kann, bleibt Wunschdenken des Regimes in Peking. Auch die westlichen Industriestaaten werden im ersten Quartal 2020 im besten Fall mit einer wirtschaftlichen Stagnation aufwarten können.

Den Notenbanken wären bei einer Stagflation die Hände gebunden

Die Bekämpfung einer Stagflation stellt die Fiskal- und Geldpolitiker in der heutigen Gemengelage vor besondere Herausforderungen. In China versucht die Notenbank auf Geheiß der Regierung, die Kreditvergabe massiv zu stimulieren, indem die Kreditkosten (Zinsen) sowie die Kreditanforderungen drastisch gesenkt werden. Andernfalls würden Millionen bereits angeschlagener Betriebe aus dem Markt ausschieden – ein Horrorszenario auch für den Westen. Bestimmte Vorprodukte werden nur noch in China produziert. Insofern offenbart die Coronavirus-Pandemie die enorme Abhängigkeit des Westens von China, was aus politischen Gründen in der Konsequenz ebenfalls zu einer Rückabwicklung der Globalisierung führen wird, um die Autarkie der westlichen Länder von essenziellen Produkten, wie zum Beispiel Arzneimitteln, sicherzustellen.

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Drei der fünf großen Schweizer Banken bestehen Stresstest nicht

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Die schweizerische Finanzmarktaufsicht FINMA hat heute die Ergebnisse eines Stresstests veröffentlicht. Drei von fünf großen Schweizer Banken bestanden diesen Stresstest nicht, beziehungsweise sie haben die Vorgaben der Aufseher noch nicht vollständig umgesetzt. Die fünf großen für die Schweiz systemrelevanten Banken sind die UBS, Credit Suisse, Postfinance, Raiffeisen und Zürcher Kantonalbank. Probleme machen laut FINMA die drei zuletzt genannten. Die folgende Grafik zeigt einzelne Abschnitte des Tests und zeigt was gut läuft, und was noch nicht so gut läuft. Bevor Sie die Worte der FINMA lesen, möchten wir noch allgemein anmerken: Ob die Stresstests der Notenbanken für einen echten Notfall überhaupt irgendeine Aussagekraft haben, darf bezweifelt werden. Die griechischen Banken zum Beispiel, die nachweislich längst platt sind dank gigantischer ausgefallener Kredite, haben die Stresstests ja auch bestanden. Und Institute wie UBS, Credit Suisse oder auch die Deutsche Bank – sie sind so groß von ihrem Geschäftsvolumen her, dass selbst das schönste Notfallkonzept in einer echten Krise wohl nichts nützen würde.

Hier die FINMA auszugsweise im Wortlaut:

Alle fünf systemrelevanten Schweizer Banken haben der FINMA Stabilisierungspläne (Recovery-Pläne) unterbreitet. Die FINMA konnte diese Pläne alle genehmigen. Bis Ende 2019 mussten die beiden Grossbanken überdies umsetzbare Schweizer Notfallpläne erstellen. Die FINMA hat diese geprüft. Bei der Credit Suisse beurteilt die FINMA den Notfallplan als umsetzbar. Die FINMA beurteilt die gesetzlichen Vorgaben für einen umsetzbaren Notfallplan auch bei der UBS als erfüllt, mit dem Vorbehalt, dass bestimmte Eventualverbindlichkeiten noch zu hoch sind.

Auch die drei inlandorientierten systemrelevanten Banken haben je einen Notfallplan eingereicht. Die Banken sind aber mit der Umsetzung per Ende 2019 unterschiedlich weit. Als umsetzbar gilt noch keiner dieser Pläne. Bei der Zürcher Kantonalbank besteht ein plausibler Plan, wie die für den Krisenfall notwendigen Ressourcen in den Bereichen Kapital und Liquidität vervollständigt werden können. Bei Raiffeisen und PostFinance fehlt insbesondere noch ein plausibler Plan für den Aufbau der erforderlichen verlustabsorbierenden Mittel für den Krisenfall. Alle drei inlandorientierten Banken arbeiten weiterhin an der Bereitstellung eines umsetzbaren Notfallplans.

Und hier die FINMA zu den Großbanken im Wortlaut, auszugsweise:

Die FINMA muss für beide Grossbanken einen sogenannten Global-Resolution-Plan erstellen. Im Gegensatz zum Notfallplan, der nur die systemrelevanten Funktionen in der Schweiz umfasst, bezieht dieser globale Abwicklungsplan die gesamte Bankengruppe weltweit mit ein. Die FINMA beurteilt diese globale Abwickelbarkeit (Resolvability) anhand des Kriteriums, ob die Grossbanken die für die Umsetzung des Abwicklungsplans notwendigen Vorbereitungen getroffen haben. Sie kommt dabei zum Schluss, dass beide Banken hierfür bereits wesentliche Vorbereitungsmassnahmen getroffen und damit grosse Fortschritte in ihrer globalen Abwickelbarkeit erzielt haben. So beurteilt die FINMA insbesondere die Anforderungen an die strukturelle Entflechtung als erfüllt. Mit Blick auf diese Entflechtung sind beispielsweise Holdingstrukturen und Schweizer Tochtergesellschaften geschaffen worden. In anderen Bereichen, namentlich der Liquidität für den Krisenfall, stehen jedoch noch Umsetzungsarbeiten an. Dabei ist insbesondere zu berücksichtigen, dass die regulatorischen Anforderungen in diesem Bereich noch fehlen.

Schaubild der großen Schweizer Banken unter dem Stresstest der FINMA

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Exporte der deutschen Industrie mit mauen Aussichten

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Viele deutsche Exporte laufen über den Hamburger Hafen

Kurzzeitig sah es in den letzten Monaten so aus, als würde die deutsche Konjunktur gerade eben so an der Rezession vorbei schrammen. Die Industrie ist längst in einer heftigen Rezession, aber Bau und Dienstleistungen haben das aufgefangen, sodass die gesamte Wirtschaftsleistung derzeit glatt bei 0,0% liegt. Auch die Exporte schienen sich ganz vorsichtig zu erholen. Aber gerade erst letzte Woche meldet das Institut ZEW schwache Exporterwartungen. Und heute folgt das ifo-Institut mit seinem Index für die Exporterwartungen. Der Chart zeigt die Entwicklung der Erwartungen seit 2014. Der Index ist für den Monat Februar von +0,8 auf -0,7 Indexpunkte gefallen, was man am Endes des Chart sehen kann. Die ifo Exporterwartungen basieren auf 2.300 monatlichen Meldungen von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes. Sie können angeben, ob sie für die nächsten drei Monate die Exporte erwarten mit „zunehmen“, „gleich bleiben“ oder „abnehmen“. Aus allen Antworten wird dann dieser Index errechnet. Hier noch einige Detailaussagen von ifo im Wortlaut:

Die Entwicklungen rund um das Corona-Virus lassen kurzfristig kaum auf Besserung hoffen. Die Autobranche befürchtet einen verstärkten Rückgang ihrer Exporte in den kommenden Monaten. Auch in der Chemischen Industrie ist die Skepsis zurück, nach einem zuletzt leicht optimistischen Ausblick. Im Maschinenbau gehen die Unternehmen ebenfalls tendenziell von einem leicht rückläufigen Auslandsgeschäft aus. Lichtblicke in diesem Monat waren die Hersteller von Nahrungs- und Genussmitteln sowie die Getränkehersteller. Sie erwarten deutliche Zuwächse bei ihren Exporten in den kommenden Monaten.

ifo-Chart für die Erwartungen der Exporte

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