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Europa

Deutsche Industrie fällt wieder zurück – schwacher Einkaufsmanagerindex

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Die deutsche Industrie bleibt weiter in der Rezession – und fällt im Vergleich zum Vormonat wieder zurück! Soeben wurden die deutschen Einkaufsmanagerindizes (Markit PMI; Dezember) veröffentlicht:

 

Verarbeitendes Gewerbe 43,4   (Prognose war 44,5; Vormonat war 44,1)

Dienstleistung 52,0     (Prognose war 52,0; Vormonat war 51,7; das war der schwächster Wert seit 38 Monaten)

Gesamtindex 49,4     (Prognose war 49,9; Vormonat war 49,4)

 

Dazu Phil Smith von Markit, das die Daten erhoben hat:

 

„Mit unverändert 49,4 Punkten signalisiert die heutige PMI-Vorabschätzung, dass die deutsche Wirtschaft ein schwieriges Jahr auf schwachem Fuße beendet. Nach wie vorbremst das produzierende Gewerbe das Wachstumenorm. Hier gingen Produktion und Beschäftigung mit beschleunigter Rate zurück, was den Industrie-PMI erstmals seit drei Monaten wieder sinken ließ. Dass sich die Rückgänge beim Gesamt-Auftragseingang und bei den Exportordern abgeschwächt haben, ist zumindest ein kleiner Hoffnungsschimmer. Der Servicesektor schlägt sich hingegen weiter wacker, hier liefen die Geschäfte sogar etwas besser als im November und der Ausblick hellte sich weiter auf. Allerdings deutet die schwache Entwicklung am Arbeitsmarkt darauf hin, dass es mit dem Aufschwung bei den Dienstleistern im neuen Jahr eher schleppend vorangehen könnte.“

 

Insgesamt schrumpft die Bedeutung der Industrie in Deutschland tendentiell und macht nur noch gut 30% des BIP aus..

 

 

 

die deutsche Industrie bleibt weiter in der Rezession

 

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Europa

Verbraucherpreise im Februar: Erstaunlich stabil

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Soeben hat das Statistische Bundesamt die deutschen Verbraucherpreise für den Monat Februar veröffentlicht. Im Jahresvergleich steigen sie um 1,7%, bei Erwartungen von 1,7% und einem Januar-Wert von ebenfalls 1,7%. Die Verbraucherpreise für Nahrungsmittel ziehen mit +3,3% den Schnitt am Stärksten nach oben. Waren die Energiepreise im Januar noch um 3,4% gestiegen, so hatten wir bei FMW für Februar einen deutlich schlechteren Wert erwartet. Denn ein Blick auf den massiven Absturz im Ölpreis hätte genügt, um das anzunehmen. Aber nein, im Februar steigen die Energiepreise sogar noch an um 2,0%. Fangen steigende Gas- oder Strompreise die Schwäche bei Öl auf? Oder wirkt der Ölpreis-Absturz erst mit mehreren Wochen Verzögerung auf die Verbraucherpreise wie zum Beispiel für Benzin an der Tankstelle? Details dazu erfahren wir in den ausführlichen Daten, die von den Statistikern in ca zwei Wochen präsentiert werden.

Februar Verbraucherpreise im Detail

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Europa

Importpreise den neunten Monat in Folge deflationär!

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Die deutschen Importpreise für den Monat Januar wurden soeben mit -0,9% im Vergleich zu Januar 2019 veröffentlicht. Damit sind sie im Jahresvergleich den neunten Monat in Folge in der Deflation. Im Monatsvergleich zu Dezember 2019 ist es ein Minus von 0,4%. Wie wir es immer wieder betonen: Nicht die EZB mit ihrer Geldpolitik, sondern die Energiepreise (speziell der Ölpreis) beeinflussen Importpreise, Großhandelspreise, Erzeugerpreise und Verbraucherpreise! Wichtig: Heute um 14 Uhr vermeldet das Statistische Bundesamt die Verbraucherpreise für Februar. Seit Wochen erwähnen wir den zuletzt extrem stark gefallenen Ölpreis, und dass die Verbraucherpreise für Februar daher deutlich schwächer ausfallen könnten. Heute um 14 Uhr sind wir alle schlauer!

Zitat von den Statistikern zu den Importpreisen heute, auszugsweise:

Der Rückgang der Importpreise gegenüber Januar 2019 war vor allem durch die Entwicklung der Einfuhrpreise für Energie beeinflusst. Energieeinfuhren waren im Januar 2020 um 6,9 % billiger als im Januar 2019 (-4,8 % gegenüber Dezember 2019). Den größten Einfluss auf die Jahresveränderungsrate für Energie hatte Erdgas mit einem Minus von 32,2 %. Dagegen lagen die Preise für Erdöl mit +12,5 % und für Mineralölerzeugnisse mit +3,8 % über denen von Januar 2019.

Importpreise Januar Tabelle

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Europa

ifo Beschäftigungsbarometer: „Optimismus verflogen“, größter Rückgang seit 2008

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Während andere Stimmen für den Arbeitsmarkt etwas zurückhaltender und optimistischer sind, zeigt das heute früh vom Münchner ifo-Institut veröffentlichte Beschäftigungsbarometer eine ziemlich pessimistische Sicht (es basiert auf 9.000 monatlichen Meldungen von Unternehmen). Denn der aktuelle Rückgang ist der größte seit dem Jahr 2008, also dem Zeitpunkt der Finanzkrise! Das Beschäftigungsbarometer ist im Februar auf 98,1 Punkte gefallen, von 99,6 Punkten im Januar. Der zu Jahresbeginn herrschende Optimismus auf dem deutschen Arbeitsmarkt sei nun verflogen, so ifo. Die Grafik zeigt den Verlauf des Barometers seit fünf Jahren. Hier einige Details im Wortlaut von ifo:

Waren die Dienstleister noch im Januar die positiven Treiber des Barometers, so sind sie jetzt eher die Bremser: Der Indikator fiel auf den niedrigsten Stand seit einem halben Jahr. Auch im Verarbeitenden Gewerbe zeigte das Barometer nach unten. Die Beschäftigtenzahlen sind weiter rückläufig. Im Bauhauptgewerbe wird trotz eines Rückgangs des Barometers weiterhin Personal gesucht. Im Handel zeigt sich, wie auch in den Vormonaten, wenig Bewegung bei der Beschäftigung.

Das Beschäftigungsbarometer des ifo-Instituts

Die folgenden Detailgrafiken zeigen es recht anschaulich. Die Industrie-Rezession ist auch am Arbeitsmarkt seit geraumer Zeit voll im Gange. Dienstleistungen und Bau schwenken nun auch gen Süden. Nur der Handel sieht noch positiv aus.

ifo Beschäftigungsbarometer im Detail

Hier die Erklärung von ifo, wie dieses Beschäftigungsbarometer erstellt wird:

Das ifo Beschäftigungsbarometer basiert auf ca. 9.000 monatlichen Meldungen von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Groß- und Einzelhandels und des Dienstleistungssektors. Die Unternehmen werden gebeten ihre Beschäftigtenplanungen für die nächsten drei Monate mitzuteilen. Sie können ihre Planungen für die Zahl der Beschäftigten für die nächsten drei Monate als „zunehmen“, „gleich bleiben“ oder „abnehmen“ kennzeichnen. Der Saldowert der Planungen ist die Differenz der Prozentanteile der Antworten „zunehmen“ und „abnehmen“. Zur Berechnung der Indexwerte werden die Salden jeweils auf den Durchschnitt des Jahres 2015 normiert.

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