Europa

Deutsche Industrieproduktion: größter Rückgang seit einem Jahr

FMW-Redaktion

Nach den gestern veröffentlichten Auftragseingängen der Industrie, die stark enttäuscht hatten mit einem Minus von 1,8% und der Abwärtsrevision des Vormonats, ist heute auch die Industrieproduktion deutlich schwächer als erwartet ausgefallen. Sie fiel 1,2% zum Vormonat – und lag damit weit entfernt von den Prognosen (+0,2%). Das ist der größte Rückgang seit einem Jahr. Allerdings wurde der Vormonat von +0,7% auf nun +1,2% nach oben revidiert.

Wie schon bei den gestrigen Daten zu den Industrieaufträgen sieht das Bundeswirtschaftsministerium, das die Daten veröffentlicht, vor allem in den Auswirkungen der Ferienzeit den Grund für die Schwäche:

„Die ungünstige Konstellation der Ferientage hat zum Rückgang deutlich beigetragen“, so das Ministerium.

Damit aber ignoriert das Bundeswirtschaftsministerium vor allem die negativen Entwicklungen der Schwellenländer auf die Daten der deutschen Industrie. Im Juli und August sind die Aufträge, die von ausserhalb der Eurozone kommen, um insgesamt 13% eingebrochen. Da die deutsche Industrie wniger Aufträge erhält, produziert sie auch weniger. Da erscheint es schlicht zu kurz gegriffen, nur in der Ferienzeit den Grund der Schwäche zu sehen.

Den größten Rückgang verzeichneten die Investitionsgüter (Fahrzeuge, Maschinen) mit einem Minus von 2,1%, aber auch der Bausektor war negativ. Man darf gespannt sein, wann die Bundesregierung zur Kenntnis nimmt, dass hier größere Faktoren als die Ferienzeit im Spiel sind..



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