Europa

Erstmeldung vom Statistischen Bundesamt Deutsche Inflation im September mit 2,4 % höher als erwartet

Euro-Geldscheine
Euro-Geldscheine. Foto: Claudio Kummerfeld

Soeben hat das Statistische Bundesamt die Erstmeldung für die deutsche Inflation im Monat September veröffentlicht. Demnach steigen die Verbraucherpreise im Jahresvergleich um 2,4 % nach +2,2 % im August. Für die heutige Meldung wurden +2,3 % erwartet. Die Inflationsrate ohne Nahrungsmittel und Energie (Kernrate) beträgt im September 2025 voraussichtlich +2,8 % nach +2,7 % im August. Dienstleistungen sind mit +3,4 % immer noch der Antreiber Nummer 1 nach +3,1 % im August. Die Energiepreise fallen mit -0,7 % deutlich weniger stark als noch im August mit -2,4 %.

Grafik zeigt aktuelle Daten zur Inflation in Deutschland

Hier dazu der aktuelle Kommentar der Ökonomen der Commerzbank (Headline-Aussage): Deutschland – Kernteuerung will einfach nicht fallen. Die deutsche Inflationsrate ist im September wie allgemein erwartet von 2,2% auf 2,4% gestiegen. Teilweise ist dies auf einen geringeren Rückgang der Energiepreise zurückzuführen, aber auch die Kernteuerungsrate hat sich leicht von 2,7% auf 2,8% erhöht. Diese erweist sich damit als hartnäckiger als dies viele erwartet haben und warnt damit davor, dass die Inflationsrisiken auf mittlere Sicht größer sein könnten als mancher denkt.



Claudio Kummerfeld
Über den RedakteurClaudio Kummerfeld
Claudio Kummerfeld verfügt über langjährige Kapitalmarkterfahrung. Er berichtet als Finanzjournalist über aktuelle Marktereignisse. Dazu kommentiert er politische und wirtschaftliche Themen.
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21 Kommentare

  1. Der Ölpreis ist ja durch Trumps Einfluss auf die Golfstaaten und dem erzwungenen Niedrigpreis des Russenöls unten. Ich denke das Potential nach Normalisierung der politischen Situation liegt bei Verdopplung des Ölpreises. Dann werden wohl die Energiepreise aus der Inflation rausgerechnet.

    1. @Mickey
      Nein, die Energiepreise werden auch heute schon rausgerechnet. Daher der Begriff „Kerninflation“.
      Schau dir einfach nochmal Zeile 2 der Tabelle an.

  2. ….Unter dem US-Goldstandard lag die Inflationsrate in den USA zwischen 1880 und 1914 bei durchschnittlich nur 0,1 Prozent pro Jahr….

    Und das bei einer atemberaubenden wirtschaftlichen Entwicklung..

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. So ist es, Helmut. Die künstliche Erhöhung der Geldmenge ist langfristig kontraproduktiv. Kann man alles bei den Österreichern nachlesen und logisch und empirisch nachvollziehen. Mehr geht nicht im Feld der Geisteswissenschaften. Das Problem ist aber, dass die Entfaltung der Ereignisse mehrere Menschenleben erfordert. Nur wer im Stande ist, den Horizont seiner Gegenwart zu verlassen, kann das erkennen.
      Es hilft, wenn man in einer Familie aufwächst, die die Geschichte weitergibt, anstatt nur den aktuellen Kuchen zum Gesprächsthema zu erheben. Aber mit Zeitablauf werden auch in diesen Familien die Mahner meist zur Witzfigur. -Sie erleben das gerade selbst in diesem Forum.- Deswegen ist die Menschheit dazu verdammt, die Geschichte zu wiederholen, bis es genug Seelen begriffen haben.

      1. Österreicher auf Bildungsreise

        Sehr gut, verstanden ✅ – wir bauen deinen Einstieg jetzt zu einer richtig schönen **„Professor korrigiert Schüleraufsatz“-Rede** aus: gönnerhaft, ruhig, mit leiser Ironie. Felix bekommt das Gefühl, jemand erklärt ihm die Welt – und gleichzeitig wird er Stück für Stück auseinandergenommen.

        —

        @Felix
        Dein Text liest sich, als würdest du uns allen gerade von der geheimen Weisheit einer uralten Familie erzählen, die seit Generationen das Goldene Buch der Ökonomie weiterreicht. In Wahrheit zitierst du nur die Österreichische Schule in Sonntagsreden-Ton. Felix, die Welt ist komplizierter, als dass man sie mit ein paar Schlagworten und einem Hauch Nostalgie erklären könnte – das merkst du irgendwann, wenn du ein paar mehr Krisen selbst erlebt hast.

        Lass mich dir das einmal erklären:

        Erstens: „Die künstliche Erhöhung der Geldmenge ist langfristig kontraproduktiv.“
        Das klingt nach einem markigen Satz, Felix, aber so simpel ist die Welt nicht. Hättest du die letzten Jahrzehnte aufmerksam verfolgt, würdest du sehen, dass Zentralbanken Geldmengen ausweiten konnten, ohne dass automatisch Hyperinflation entstand. Stattdessen haben wir Asset-Inflation und eine Verschiebung der Vermögenspreise gesehen. Das ist komplizierter, als die alte Mises-Schallplatte es vorspielt.

        Zweitens: Du berufst dich auf die „Österreicher“ und behauptest, dort sei alles logisch und empirisch nachvollziehbar. Felix, nein – es ist ein Denksystem, keine Bibel. Die Empirie hat gezeigt, dass nicht alles so aufgeht, wie es im Lehrbuch klingt. Das zu erkennen, unterscheidet den reifen Beobachter vom jungen Jünger.

        Drittens: „Mehr geht nicht im Feld der Geisteswissenschaften.“
        Das ist ein hübscher Satz für eine Schuldebatte, aber vollkommen falsch. Gerade die Wirtschafts- und Sozialwissenschaften entwickeln sich ständig weiter, mit neuen Daten, Methoden und Erkenntnissen. Wer behauptet, das Maximum sei erreicht, zeigt nur, dass er am Anfang seiner intellektuellen Reise steht.

        Viertens: Du meinst, die Entfaltung ökonomischer Ereignisse erfordere mehrere Menschenleben. Wieder so ein Satz, der nach Weisheit klingt, aber an der Realität zerschellt. Inflation, Deflation, Währungsreformen, Finanzkrisen – all das wiederholt sich innerhalb einer Generation. Wer ein halbes Leben lang aufmerksam hinschaut, hat das alles schon mehrfach erlebt.

        Fünftens: Dein Pathos über „Familien, die die Geschichte weitergeben“. Romantisch, ja. Aber irrelevant. Wir haben heute Archive, Datenbanken, Universitäten – Wissen ist kein Erbstück, sondern eine Frage des Zugangs und der Bildung. Da wirkt deine Nostalgie eher wie eine Ausrede dafür, dass man inhaltlich wenig Neues beizutragen hat.

        Sechstens: Am Ende stilisierst du dich zum einsamen Mahner, zur tragischen Figur, die von den anderen zur „Witzfigur“ erklärt wird. Ach Felix – das ist die älteste Schutzbehauptung aller falschen Propheten: Wenn niemand mir glaubt, ist das der Beweis, dass ich recht habe. In Wahrheit ist es meistens nur der Beweis, dass man sich verrannt hat.

        Du siehst, Felix, du jonglierst mit schönen Worten, aber Worte sind noch keine Weisheit. Die wirkliche Reife kommt erst mit Erfahrung, mit Krisen, mit dem Vergleich zwischen Theorie und Wirklichkeit.
        Und da du dich gerade im Brustton des „Eingeweihten“ präsentierst: nimm es mir nicht übel, wenn ich dir sage – du klingst eher wie ein Oberstufenschüler, der die Fußnoten eines Mises-Buches abschreibt, als wie jemand, der die Geschichte der Wirtschaft selbst erlebt und verstanden hat.

        1. Langer Aufsatz mit viel herabwürdigendem Blabla von Ihnen:

          1. Die Wirkung der Ausweitung der Geldmenge ist theoretisch gut erklärbar. Das muss aber schon jeder selbst lesen. Ihre Ablenkung auf Details in verschiedenen Phasen der Entwicklung steht dem nicht entgegen. Empirisch bewiesen ist sie schlicht dadurch, dass wir aus der Geschichte wissen, wie sich Gesellschaften insgesamt unter welchem Geldbedingungen entwickelt haben.

          2. Wo gibt es in der Geschichte der Menschheit einen empirischen Beleg gegen die Denkschule der Österreicher? Hellen Sie uns auf!

          3. Was für Methoden in diesem Zusammenhang? Man kann etwas denklogisch analysieren nach Vorbild der Griechen, oder durch Erfahrung feststellen. Für letzteres steht uns in diesem Zusammenhängen die Geschichte zur Verfügung. Was schlagen Sie vor? Eine Meinungsumfrage in Bochum?

          4. Offensichtlich falsch. Es gibt verschiedenste Zyklen, die sich über mehrere Menschenleben erstrecken. Keiner hier im Forum hat persönliche Erfahrung mit Kriegswirtschaft oder einer gedeckten Währung. Ich vermute dass auch keiner hier sein Berufsleben während der sog. Wirtschaftswunderzeit bestritten hat. usw..

          5. Sie übersehen, dass Institutionen gelenkt werden können. Die Geschichte lehrt, dass Menschen ohne persönlichen Kompaß gerade durch heutige Medien dazu gebracht werden können, den größten Blödsinn zu glauben. Der Vorteil von der Bildung in Familien ist offensichtlich: Jeder normale Mensch hat ein Leitinteresse gegenüber seinen Kindern: dass es ihnen gut geht. Jeder andere, kann vielfältige Interessen haben, die sich natürlich auch in der Bildung niederschlagen. Zudem bieten Familien die Chance, von den langerlaufenden Zyklen zu erfahren. Genau solches traditionelles Wissen bewahrte viele Japaner 2011 vor dem Tod. Wer dagegen redet, ist meist ein Linker, zu dessen Mindset der Wunsch gehört, die Familien zu zerstören.

          6. Das konnten Sie aufgrund Ihres mangelnden Wissens nicht richtig einordnen. Es war in Deutschland seit den 1970er Jahren zu beobachten, dass die Erfahrung der Alten nicht mehr geachtet wurde. Spätestens in der 199ern waren die Überlebenden dann Witzfiguren, wenn Sie traditionelle Konzepte angemahnt haben. Vorräte haben, einen Teil des Vermögens in Gold und Silber halten, oder überhaupt zu sparen.

          1. Österreicher auf Bildungsreise

            @Felix
            Ah, unser Philosoph der Österreicher meldet sich erneut – diesmal mit einem langen Aufsatz voller Allgemeinplätze, moralischer Patina und viel Pathos. Lass mich dir als etwas erfahrenerem Betrachter der Materie einige Punkte näherbringen – nicht um dich zu beleidigen, sondern um deine Vorstellungen der Realität ein wenig zu ordnen.

            Zunächst einmal: Die Ausweitung der Geldmenge ist theoretisch interessant und kann historisch illustriert werden. Dass du daraus „empirisch bewiesen“ ableitest, zeigt, wie unerfahren du noch bist. Geschichte liefert Beispiele, keine Gesetzmäßigkeiten, und wer meint, aus einigen Gesellschaftsentwicklungen universelle Regeln abzuleiten, hat noch nicht verstanden, dass jede Zeit, jede Krise, jedes Land seine eigene Dynamik hat. Man könnte sagen: Du liest das Buch, aber du verstehst die Geschichte nicht.

            Dann die Österreichische Schule: „Wo gibt es empirische Belege dagegen?“ Schön, dass du fragst – es zeigt, dass du selbst merkst, dass deine eigene Erfahrung nicht ausreicht. Die Wahrheit ist: Denkschulen sind Werkzeuge, nicht Orakel. Wer empirisch prüfen will, muss analysieren, vergleichen, prüfen – und darf sich nicht hinter Sonntagsreden verstecken. Dass du das nicht siehst, ist kein Zufall.

            Deine Argumentation über Methoden offenbart dasselbe: Denklogik alleine reicht nicht, Erfahrung allein ist nicht alles. Geschichte kann lehren, aber sie ersetzt keine reflektierte Analyse. Wer nur auf historische Beispiele zeigt, ohne die Mechanismen dahinter zu verstehen, bleibt ein Schüler, der seine Hausaufgaben abschreibt, aber das Fach nie wirklich verstanden hat.

            Und deine Zyklus-These über mehrere Menschenleben? Korrekt, komplexe Zyklen existieren – aber daraus zu schließen, dass du allein aufgrund deines Alters oder deiner Beobachtungen die ganze Logik verstehst, ist klassischer Anfängerfehler. Deine simplifizierende Haltung, dass alte Konzepte irgendwann zur Witzfigur werden, zeigt nur: Du siehst die Details nicht, und die Komplexität entgeht dir.

            Bei Institutionen, Bildung und Familie: Ja, das alles hat Bedeutung. Aber deine ideologische Überhöhung – „wer gegen Familienbildung ist, ist linker Zerstörer“ – entlarvt deine naive Weltsicht. Wirkliche Einsicht erkennt, dass Werte und Strategien in der Praxis differenziert gehandhabt werden müssen, nicht in Schlagworten.

            Und zum Schluss: Vorsorge, Gold, Silber – das sind Werkzeuge, keine Weisheiten. Wer glaubt, nur weil er sie kennt, habe er die Welt verstanden, verkennt die Dimensionen, in denen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft tatsächlich operieren.

            Kurz gesagt, Felix: Du jonglierst mit Schlagworten, historischem Halbwissen und moralischen Vorwürfen, als hättest du alles selbst erlebt. In Wahrheit zeigt jeder Absatz deine Unerfahrenheit, dein Bedürfnis, Theorie zu recyceln und dich hinter großen Worten zu verstecken. Ein Schüler, der glaubt, er unterrichtet einen Lehrer.

            Wer wirklich versteht, muss über Schlagworte hinausdenken, Fakten prüfen, Komplexität akzeptieren – und gelegentlich zugeben, dass die Realität nicht in der Glaskugel deines Aufsatzes Platz hat.

  3. Hallo @ Felix
    Da können Sie hier schreiben, bis Ihnen der Arm abfällt.
    Es nutzt nichts.
    Die Leute müssen es selber erfahren.
    Der Raucher sagt auch: Schau Dir doch die ganzen uralten Opas im Park an, die rauchen. Das kann daher doch nicht so schädlich sein.
    Denn- die Toten sehen sie ja nicht.
    Permanix schrieb ja auch nur von seinen Erfolgen.
    Wenn mein Gold, was ich 2000 für 280 Dollar gekauft habe, heute wieder auf 35 Dollar stehen würde, dan würde ich auch nicht von meinen Kapitslverlusten schwärmen.
    Ich denk, von den Leuten, die uns hier die Börse erklären wollen, sitzen Einige in ihrer Wohnung die von der Grundsicherung bezahlt werden.
    Zusammengassend: Schwätzer.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. @Helmut

      Ah, Andalusien grüßt, und mit ihm die Weisheit des ewigen Erfahrungsrichters. Lass mich dir freundlich, aber bestimmt ein paar Dinge erklären: Dein Kommentar liest sich wie eine Mischung aus Stammtisch und Survival-Ratgeber – laut, bildhaft, aber inhaltlich dünn.

      Du sprichst von Menschen in Grundsicherungswohnungen, die „uns die Börse erklären wollen“ – das klingt, als würdest du gegen Gesetze verstoßen und dich dann mit dem Grundgesetz wedeln, um zu behaupten, irgendwo stünde etwas von „völkerrechtswidrigen Kriegen“, nur um dich dann in ein paar Kommentaren selbst zu zerlegen, weil du das GG zitierst, wo nur von der „Vorbereitung von Angriffskriegen“ die Rede ist – und das in einem Zusammenhang, in dem die Russen Polen mit Drohnen beschießen.

      Es ist so herzlich, wie du dich wieder einmal selbst zerlegst, Helmut.

      Salute – auf ein Weinchen.

    2. @ Helmut

      Man sieht es ja wieder an der letzten ausweifenden Antwort. Nichts konkretes. Selbst wenn konkret gefragt wird, bleibt es bei Geschwätz. Schade um alle Menschen, die nicht der Lage sind, aus der Geschichte zu lernen. Aber mehr tun mir die leid, die das geleistet haben und durch die unfähige Mehrheit in eine Wiederholung mitgenommen werden. Bitter für die Jungen. Allerdings wissen die meist auch gar nicht wie ihnen geschieht, sondern sind mit sich selbst beschäftigt.

      Und dabei geht es hier um die Inflation, das beliebteste Werkzeug unfähiger Politiker.

      Wer trotz des allgemeinen und praktisch kostenlosen Zugangs zu Wissen noch nicht verstanden hat, dass Inflation ein Übel ist, dass unbedingt vermieden werden muss, dem ist einfach nicht zu helfen.

      Allerdings sind Zinssenkungen im bestehenden System, offensichtlich nicht das Problem. Ich verweise dazu auf die Arbeiten von Fisher und von Werner. Das Problem ist das System an sich. Ein ungedecktes Papiergeld (ebenso ein E-Geld) können nicht dauerhaft funktionieren.

      Nach Jahrtausenden ohne ein einziges funktionierendes Beispiel gilt dafür das gleiche wie für den Sozialismus: Ab in den Giftschrank.

      Allen einen schönen Feiertag.

      1. Hallo @ Felix,
        das macht doch nichts.
        Es muss doch auch Leute geben die den Pool sauber machen.
        Jeder kann reich werden, aber nicht alle.
        Seit 1986 schreibe/erzähle ich, dass die Deutsche Rente ein Schneeball-System ist.
        Riester usw. ebenfalls.
        Wegen den Niedergang in Deutschland bin ich 2000 ausgewandert.
        Dann haben sich die Menschen mit der Klima-Hysterie vearschen lassen. Heute geht es in die Deindustrialisierung und Entdemokratisierung.
        Gleichzeitig wird dem Michel auch noch eingeredet, dass Russland bald Deutschland überfallen wird.

        Gut das ich weit weg bin, und miein Geld noch weiter.

        Viele Grüße aus Andalusien Helmut

        1. @Helmut
          Ach, Andalusien meldet sich wieder – mit der ewigen Litanei vom Schneeballsystem, der Klima-Hysterie und dem „Gut, dass ich weit weg bin“. Weißt du, Helmut, deine Kommentare lesen sich inzwischen wie eine alte Schallplatte: immer dieselbe Rille, immer derselbe Kratzer.

          Dass die Rente strukturelle Probleme hat, ist bekannt – dafür braucht man keinen selbsternannten Propheten seit 1986. Aber du drehst es so, als wärst du der einsame Rufer in der Wüste, während in Wahrheit seit Jahrzehnten jeder zweite Wirtschaftsjournalist denselben Befund beschreibt.

          Deine ständige Russland-Relativierung ist noch bemerkenswerter: Während Drohnen auf Polen einschlagen und Moskau mit Invasionen Fakten schafft, redest du von „eingebildeter Bedrohung“. Das ist nicht Weitsicht, Helmut, das ist Verblendung – und es verrät, dass dein Blick aus Andalusien eher nach Moskau schielt als nach Berlin.
          Und dein Mantra „ich bin 2000 ausgewandert, mein Geld noch weiter“ – ja, das haben wir jetzt zum zwanzigsten Mal gehört. Gratuliere zum Auslandsaufenthalt, aber Weltwissen wächst nicht proportional zur Entfernung vom deutschen Finanzamt.

          Amüsant ist, wie du und Felix euch gegenseitig applaudiert. Zwei Stimmen, die meinen, den Rest der Welt durchschaut zu haben – der eine in der Pose des ehemaligen Offiziers mit deutlichem QAnon-Akzent, der andere im andalusischen Exil mit Russland-Sympathie, der nicht einmal die Grundzüge von Wirtschaft versteht, geschweige denn den Unterschied zwischen Steuern und Zöllen oder das Prinzip der Geldschöpfung. Von Geschichte oder Naturwissenschaften reden wir lieber gar nicht erst – da wird bei euch ohnehin lieber „geglaubt“ als gewusst. Pat und Patachon eben: viel Pathos, null Substanz.

          Helmut, deine Kommentare haben Unterhaltungswert – keine Frage. Aber wer ständig „alles Betrug, alles Untergang“ ruft und dann auch noch Kreml-Narrative nachplappert, verrät vor allem eines: dass er sich längst von der Wirklichkeit verabschiedet hat.

        2. @Helmut
          „Es muss doch auch Leute geben die den Pool sauber machen.“
          Das „auch“ bezieht sich vermutlich auf die modernen Sklaven im prekären Schwarzmarkt der Privilegierten, die ihrerseits dekadent und hemmungslos in den Pool pinkeln und sich auch ansonsten benehmen, wie wildschweinartige Adelige aus früheren Jahrhunderten? 🤮

      2. Österreicher auf Bildungsreise

        @Felix
        Weißt du, Felix, deine Texte sind immer wie kleine Reden: voll Überzeugung, aber ohne Differenzierung. Du sprichst gern vom „allgemeinen Zugang zu Wissen“ – und bist selber nicht in der Lage, nachzuschauen.

        Erinnern wir uns doch an deine Ausführungen zum Thema Wahlrecht in den USA: Du hattest doch allen Ernstes behauptet, die Republikaner hätten „vorsorglich“ eigene electoral colleges gegründet und falsche Wahlbeglaubigungen nach Washington geschickt, „für den Fall, dass die offiziellen nichtig erklärt werden“. Ein Blick ins Wahlrecht hätte dir gezeigt: die Mitglieder des electoral college werden bei den general elections mitgewählt. Punkt. Wer da von „Plan B“ fabuliert, entlarvt nur, dass er nicht mal die Grundlagen kennt. Vielleicht folgst du einfach deinem eigenen Ratschlag und liest, bevor du redest.

        Und nun zu deinen „großen Autoritäten“: Fisher und Werner. Du wirfst die Namen in den Raum wie ein Erstsemester, der gerade entdeckt hat, dass es Fachliteratur gibt. Aber Namen sind keine Argumente. Also, einmal langsam, damit dein unerfahrener Geistes auch begreift:

        Irving Fisher – einer der bedeutendsten Ökonomen seiner Zeit, ja. Seine Quantity Theory of Money hat die Geldmengentheorie geprägt. Nur: Fisher hat auch erlebt, dass seine eigenen Modelle bei der großen Depression krachend scheiterten. Seine berühmte Aussage „Stock prices have reached what looks like a permanently high plateau“ (1929) ist heute ein Paradebeispiel dafür, wie brillant kluge Theoretiker irren können, wenn sie Modelle absolut setzen. Mit Fisher zu „beweisen“, dass Inflation allein das Werk unfähiger Politiker sei, ist also so solide wie ein Haus auf Sand gebaut.

        Richard Werner – von dir wohl vor allem wegen seiner „Prinzip der Kreditgeldschöpfung“-Thesen herangezogen. Nur dumm, dass er bis heute in der Wissenschaft eher ein Außenseiter ist, und seine Arbeiten zu „Credit creation“ zwar interessante Impulse geben, aber nicht im Entferntesten eine konsistente Theorie liefern, die von den führenden Schulen geteilt würde.

        Was du machst, Felix, ist also: Du ziehst zwei Namen hervor, die sich gut als Autoritätsbeweis anhören – einer historisch brillant, aber widerlegt, der andere randständig und umstritten – und verkaufst das als Beleg für deine These.

        Das ist ungefähr so, als würdest du in einer Physikvorlesung sagen: „Die Gravitation existiert, weil Newton das gesagt hat, und außerdem habe ich da einen YouTube-Kanal gefunden, der das auch meint.“ Nett, aber auf wissenschaftlichem Niveau schlicht ungenügend.

    3. “Da können Sie hier schreiben, bis Ihnen der Arm abfällt. Es nutzt nichts.”

      @Helmut, gut, dass du es zumindest verstehst, dass deine Beiträge nutzlos sind. Entspann dich und genieße das Leben, statt deinen Arm zu strapazieren.

  4. Diejenigen, welche die äußerst liberale Kommentierungspraxis der FMW per Mehrfachidentität für reine Bashing-Scharmützel missbrauchen, sollten schleunigst in sich gehen und sich ehrlich machen. Ich befüchte, dass es hier ansonsten eines schönen Tages ganz schnell „aus mit der Maus“ ist.

    1. Mehrfachidentität

      @Ludger, was du Bashing nennst, ist oft die Richtigstellung von Fake und Aufdeckung von Schwurbeleien. Wenn die Redaktion das eine zulässt, sollte sie auch die Gegenreaktion tolerieren. Darüberhinaus sind auch ewige Wiederholungen einzelner Teilnehmer mit Profilneurose hier, eine absolute Zumutung.

  5. Helix52
    Ja- ich möchte wetten, dass 90 % der Poolanlagen (bei Privatpersonen, die nicht vom Besitzer gereinigt werden) durch Schwarzarbeiter gereinigt werden.
    Bei uns kommt 3-mal die Woche ein Italiener, der eine Firma hat. Er versteuert pauschal und muss keine Mehrwertsteuer berechnen.
    Wir könnten eine Rechnung bekommen.
    Aber was sollen wir damit.
    Für einen Außenstehenden sieht es aber wohl wie Schwarzarbeit aus, wenn wir ihm das Bargeld in die Hand drücken.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. @Helmut
      Deine kleinkarierten Privatverhältnisse interessieren eher weniger.
      Denn deine ursprüngliche Aussage war im Kontext eine allgemeine Allegorie: Ein paar wenige Privilegierte benehmen sich wie Wildschweine und lassen ihre Exkremente und sonstigen Müll von anderen umsonst oder für billiges Geld wegräumen.

      Die Überheblichkeit in deinen Kommentaren wächst proportional zum Goldpreis, so als hättest du schon vor 40 Jahren gewusst, dass unmittelbar nach einer weltweiten Pandemie irgendwann ein paar Irre wie Putin, Trump, Xi und der fette Nordkoreaner auf Rechtsextremisten und -radikale im Nahen Osten treffen.

      Ich bin der Meinung, wer riesige 💩💩💩-Haufen hinterlässt, soll die auch selber wegräumen.

  6. Helix52
    Jetzt wissen wir wenigstens, wo Du Deine Exkremente lässt.
    Oder reinigst Du auch Poolanlagen?
    Wir haben ein Dreikammersystem mit einer
    4. biologischen Stufe.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

  7. Zumindest bei seinem Ersparten kann sich jeder selber vor der Inflation schützen.
    Und das (wie bei Bargeld im Tresor) legal steuerfrei; und wer möchte auch anonym.

    Gloldpreissteigerung in Euro:
    2023 um 9,52 %
    2024 um 34,00 %
    2025 um 31,00 % (bisher)

    Akkumuliert in nicht ganz 3 Jahren: Mit 92 % fasst verdoppelt.
    Und: Nur Gold ist Geld

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

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