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Deutsche Konjunktur: „Es wird ungemütlicher“

FMW-Redaktion

„Es wird ungemütlicher“. Mit diesen Worten hat der DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben bei einer Pressekonferenz die weiteren Aussichten für die deutsche Konjunktur umschrieben. Zwar sei die Lage derzeit noch gut, doch „die Konjunktur in Deutschland ist kein Selbstläufer mehr“, so Wansleben bei der Vorstellung des halbjährlichen DIHK-Konjunkturumfrage. Im nächsten Jahr werde „die Wirtschaft das Tempo aus diesem Jahr nicht halten (..). In der gesamten Wirtschaft schwindet die Zuversicht für die kommenden Monate. Es wird ungemütlicher.“

Bums! Das widerspricht diametral etwa den Aussagen von Wirtschaftsminsiter Gabriel, der die deutsche Wirtschaft mit der rosaroten Brille sieht und „stabil aufwärts“ erwartet. Dazu passt ins Bild, dass die extrem schwachen Daten der deutschen Konjunktur in den letzten Wochen (Exporte, Insutrieproduktion und Industrieaufträge) mit dem Argument „Urlaubszeit“ verharmlost werden. Das sieht, wie die obigen Zitate zeigen, der DIHK offenbar ganz anders – und senkte seine BIP-Prognose für 2016 auf nun nur noch 1,3%. Und daher fasst das DIHK auf seiner Webseite die Stimmung so zusammen:

„In der gesamten Wirtschaft schwindet die Zuversicht für die kommenden Monate. Besonders vorsichtig zeigt sich die Industrie – vor allem mit Blick auf ihre Auslandsnachfrage wachsen die Sorgen der Betriebe deutlich“. Genau das haben die letzten Daten zur Indutrieproduktion und zu den Industrieaufträgen klar gezeigt!

Vor allem die deutsche Autobranche verzeichnet derzeit reichlich Gegenwind: „Die Wachstumsschwäche in China und Diesel-Gate drücken auf die deutsche Automobilkonjunktur“, die Stimmung in der Branche sei „sogar schon deutlich im Minusbereich“, so Wansleben auf der Pressekonferenz weiter. Man darf gespannt sein, wann die Bundesregierung zur Kenntnis nehmen wird, dass nicht nur das Wetter „ungemütlicher“ wird!



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