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Giovannie Cicivelli Tradingchancen

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Deutsche Post-Aktie steigt: Fast so als wären ARD & ZDF börsennotiert

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am

Tja, die Sache mit der Deutschen Post wirkt aktuell fast so, als wären ARD & ZDF als Aktien an der Börse handelbar. Beide, Deutsche Post wie auch die Rundfunkanstalten haben eines gemeinsam. Ihr wichtigsten Einnahmequellen werden vom deutschen Staat zwangsreguliert. Dem Bürger wird vorgegeben, was zu zahlen ist. Was für ein Traum für einen Aktionär, wenn die Preise schön angehoben werden. Der Kunde darf und muss zahlen, der Aktionär freut sich. Wäre das nicht ein Traum für Investoren, wenn auch die ARD börsennotiert wäre?

Man stelle sich vor privatwirtschaftliche Unternehmen könnten einfach so dafür sorgen, dass der Staat ihre Preisvorstellungen beim Verbraucher zwangsweise durchsetzt? Ja, sowas soll es schon geben in Form des Runfdunkbeitrags, und ja, auch in Form des Briefportos. Während der Rundfunkbeitrag von den Ministerpräsidenten der Bundesländer gemeinsam festgesetzt wird, so liegt die Entscheidung über die maximale Höhe des Briefportos der Post (wie gesagt, ein börsennotierter Konzern) bei der Bundesnetzagentur und dem höher gestellten Bundeswirtschaftsministerium.

Also kann letztlich Merkels Zögling Peter Altmaier bestimmen, wie hoch das Briefporto maximal ausfallen darf. Bisher hatte man allgemein angenommen, dass die Bundesnetzagentur den Spielraum für Preiserhöhungen bei bis zu 4,8% Erhöhung ansetzen würde. Somit wäre eine Steigerung von 70 auf 80 Cents möglich gewesen. Aber wie die „FAZ“ nun berichtet, soll das Bundeswirtschaftsministerium die Agentur angewiesen haben den Spielraum zu erhöhen, damit eine höhere Umsatzrendite für die Post möglich sei. Das soll aus einem Entwurf zur Änderung der Post-Entgeltregulierungs-Verordnung hervorgehen.

Der europäische Vergleichsmaßstab werde für die Post angepasst. Die Bundesnetzagentur sei dann quasi gezwungen der Post nach oben mehr Luft zu geben. Daher sei ein Porto von bis zu 90 Cent möglich. Das heißt: Wohl noch stärker steigende Preise als gedacht für die Verbraucher, und somit bessere Einnahmen für die Aktionäre – staatlich verordnet, sozusagen. Die Aktie der Deutschen Post legt heute übrigens um 2% zu. Ja, ohhh mein Gott, was jammern wir immer rum über diese staatlichen Vorgaben. Warum sind wir nicht einfach artige, glückliche Postkunden, und nehmen es einfach so hin? Kaufen wir doch einfach ein paar Post-Aktien zum Ausgleich (nein, das war nicht wirklich einer Kaufempfehlung für die Aktie).

Deutsche Post Aktie
Der Kursverlauf der Deutsche Post-Aktie seit 1. Februar. Der Kurs springt heute um 2% nach oben.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Michael

    11. Februar 2019 14:31 at 14:31

    Bekanntermaßen gibt es in Deutschland ja praktisch keine Inflation.
    Das beweist uns neben vielen anderen Artikeln im italienisch angepassten Inflationswarenkorb auch das Briefporto für den Standardbrief:
    2012: 0,55 €
    2013: 0,58 €
    2014: 0,60 €
    2015: 0,62 €
    2016: 0,70 € (durfte dann nach den deftigen Steigerungen der vorhergehenden vier Jahre für drei Jahre nicht erhöht werden)
    2019: 0,85 €?

    Etwa 55% in 7 Jahren bzw. 7,8% pro Jahr. Ich bin mir sicher, das kann mit den Gehalts- und Bonisteigerungen der Vorstandsmitglieder kaum Schritt halten.

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Aktuell: Pinterest-Aktie mit erstem Börsenkurs 25% im Plus

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Die Pinterest-Aktie wurde gestern mit 19 Dollar offiziell an die Erstzeichner verkauft. Soeben wurde der erste frei handelbare Börsenkurs an der New York Stock Exchange mit 23,75 Dollar festgestellt. Hat diesmal ja „nur“ zwei Stunden gedauert, bis der Kursmakler in der Erstauktion die Preisfindung geschafft hat. Damit notiert die Aktie 4,75 Dollar oder genau 25% über dem gestrigen Emissionskurs. Aktuell steigt sie sogar etwas weiter auf 24,51 Dollar. Mehr Detail-Infos zum Pinterest-Börsengang finden Sie hier.

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Markus Koch LIVE vor dem Wall Street-Start: Pinterest im Fokus

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Markus Koch berichtet gerade im LIVE-Video von der Wall Street. Aktuell ist die heutige Erstnotierung der Pinterest-Aktie im Fokus.

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Commerzbank DB-Fusion: Zwei Gründe, warum es kein Zurück mehr gibt

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Der folgende Text ist eine rein subjektive Meinung! Also, zur Sache. Die Deutsche Bank kann eigentlich nicht mehr zurück. Nach trostlosen Jahren unter Anshu Jain sowie dem tristen Sanierer von der Insel (wer kennt noch seinen Namen?) versucht nur der sachliche Bankkaufmann Christian Sewing sein Glück an der Spitze der Deutschen Bank. Die angedachte Fusion mit der Commerzbank ist seit Jahren der einzige Hoffnungsschimmer für die DB. wie traurig. Nicht tolle Geschäfte, sondern noch „eine weitere Fusion“ bringt Hoffnung in die Bude.

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Wir hatten bereits darüber geschrieben. Die Deutsche Bank ist das Paradebeispiel dafür, dass Zukäufe und Fusionen zum Zwecke des „Immer größer werden“ nicht automatisch ein gutes Ende finden. Bankers Trust gekauft, Morgan Grenfell gekauft, Postbank gekauft, Sal Oppenheim gekauft. Und trotzdem ist die Deutsche Bank ein Rendite-Desaster, und im Investmentbanking auch keine Profit-Fabrik wie die Konkurrenten aus dem Ausland. Aber die merkwürdige Hoffnung ist da, dass durch die Fusion mit der Commerzbank nun endlich alles besser wird. Bei der CoBa schön massiv Stellen streichen und runter mit den Kosten, und dann durch einen Riesen-Zuwachs im Mengengeschäft die Gewinne hochschrauben? Das scheint die Hoffnung zu sein.

Commerzbank muss „in gute Hände“ kommen

Ist die DB für die Commerzbank ein guter Ehepartner? Es geht wohl eher darum, was die Politik denkt, was gut und richtig für die Commerzbank ist, beziehungsweise für das deutsche Finanzsystem. Jüngst tat die Berliner Politik ja alles um so zu tun, dass die mögliche Fusion eine rein privatwirtschaftliche Sache sei. Man halte sich da raus. Dabei ist es in Berlin und Frankfurt ein offenes Geheimnis, dass der ehemalige Goldman Sachs-Chef in Frankfurt Jörg Kukies, der seit dem Amtsantritt von Olaf Scholz Staatssekretär im Bundesfinanzministerium ist, diese Fusion hinter den Kulissen vorantreibt.

Aber nochmal ein Schritt zurück. Seit Monaten haben die Gerüchte immer weiter zugenommen, dass Commerzbank und Deutsche Bank über eine Fusion sprechen. Aber erst vor genau vier Wochen gab es dazu die offizielle Bestätigung. Seit dieser offiziellen Verkündung lief die CoBa-Aktie besser als die Aktie der Deutschen Bank. Und seit Jahresanfang, wo die Gerüchte so langsam aufkamen, hat die CoBa im Kurs um satte 42% (! ! !) zugelegt.

Von 5,70 auf 8,08 Euro, das ist ein guter Trade gewesen für jemanden, der im Januar eingestiegen ist. Auf lange Sicht aber ist dieser Anstieg im Chart kaum wahrnehmbar. Noch schlimmer ist die Lage beim Betrachten dieses Charts, der bis 2015 zurückreicht. 2016 lag das Tief in der Commerzbank-Aktie bei 5,20 Euro. Ende 2018 wurde dieses Tief fast wieder erreicht. Die Fusionsgerüchte mit der DB brachten die Kurswende für die Aktie. Der Markt preist positive Ereignisse immer schon mit Gerüchten und Erwartungen vorher in die Kurse ein.

Was, wenn nun die Fusion abgesagt wird? Die Phantasie wäre weg, und der Kurs würde einbrechen. Das kann sich die Commerzbank kaum leisten. In der Banken-Szene ist es ein offenes Geheimnis, dass es in Frankreich und den Niederlanden durchaus Banken geben soll, die Interesse daran hätten die Commerzbank relativ günstig zu schießen. Aber wohl am Ehesten könnte die italienische UniCredit bereit stehen als Käufer. Und das wäre wohl ein absolutes No Go für die Berliner Politik. Man sehe nur, zu was für einer leeren Hülle die Italiener die HypoVereinsbank gemacht haben, die einst eine der vier großen deutschen Banken war. Ein ähnliches Schicksal könnte der Commerzbank als UniCredit-Außenstelle bevorstehen.

Man darf davon ausgehen, dass die Bundesregierung dies nach Möglichkeit vermeiden will, im Sinne der finanziellen Staatsraison. Die Commerzbank selbst kann einen erneuten Kurseinbruch nicht brauchen, falls die DB-Fusion abgesagt wird. Durch den zuletzt immer weiter gestiegenen Aktienkurs wird nun auch die Fallhöhe nach einem Scheitern immer höher. Halten sich potenzielle ausländische Käufer danach erstmal zurück, könnte der CoBa-Kurs schön in die Tiefe rauschen. Dann könnten sie einen Anlauf nehmen für ihre Schnäppchenjagd. Und das kann die Berliner Politik kaum wollen. Olaf Scholz hat mit dem 15%-Anteil an der Commerzbank ein gewichtiges Wort mitzureden bei der letztlichen Entscheidung. Man darf durchaus vermuten, dass bei Problemen in den Fusionsgesprächen ein „nettes“ Machtwort des 15%-Eigentümers erfolgt. Los, seht zu, zieht die Fusion durch.

Commerzbank Handelssaal
Handelssaal der Commerzbank in Frankfurt am Main. Foto: FNDE CC BY-SA 4.0

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