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Deutsche Post-Aktie steigt: Fast so als wären ARD & ZDF börsennotiert

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Tja, die Sache mit der Deutschen Post wirkt aktuell fast so, als wären ARD & ZDF als Aktien an der Börse handelbar. Beide, Deutsche Post wie auch die Rundfunkanstalten haben eines gemeinsam. Ihr wichtigsten Einnahmequellen werden vom deutschen Staat zwangsreguliert. Dem Bürger wird vorgegeben, was zu zahlen ist. Was für ein Traum für einen Aktionär, wenn die Preise schön angehoben werden. Der Kunde darf und muss zahlen, der Aktionär freut sich. Wäre das nicht ein Traum für Investoren, wenn auch die ARD börsennotiert wäre?

Man stelle sich vor privatwirtschaftliche Unternehmen könnten einfach so dafür sorgen, dass der Staat ihre Preisvorstellungen beim Verbraucher zwangsweise durchsetzt? Ja, sowas soll es schon geben in Form des Runfdunkbeitrags, und ja, auch in Form des Briefportos. Während der Rundfunkbeitrag von den Ministerpräsidenten der Bundesländer gemeinsam festgesetzt wird, so liegt die Entscheidung über die maximale Höhe des Briefportos der Post (wie gesagt, ein börsennotierter Konzern) bei der Bundesnetzagentur und dem höher gestellten Bundeswirtschaftsministerium.

Also kann letztlich Merkels Zögling Peter Altmaier bestimmen, wie hoch das Briefporto maximal ausfallen darf. Bisher hatte man allgemein angenommen, dass die Bundesnetzagentur den Spielraum für Preiserhöhungen bei bis zu 4,8% Erhöhung ansetzen würde. Somit wäre eine Steigerung von 70 auf 80 Cents möglich gewesen. Aber wie die „FAZ“ nun berichtet, soll das Bundeswirtschaftsministerium die Agentur angewiesen haben den Spielraum zu erhöhen, damit eine höhere Umsatzrendite für die Post möglich sei. Das soll aus einem Entwurf zur Änderung der Post-Entgeltregulierungs-Verordnung hervorgehen.

Der europäische Vergleichsmaßstab werde für die Post angepasst. Die Bundesnetzagentur sei dann quasi gezwungen der Post nach oben mehr Luft zu geben. Daher sei ein Porto von bis zu 90 Cent möglich. Das heißt: Wohl noch stärker steigende Preise als gedacht für die Verbraucher, und somit bessere Einnahmen für die Aktionäre – staatlich verordnet, sozusagen. Die Aktie der Deutschen Post legt heute übrigens um 2% zu. Ja, ohhh mein Gott, was jammern wir immer rum über diese staatlichen Vorgaben. Warum sind wir nicht einfach artige, glückliche Postkunden, und nehmen es einfach so hin? Kaufen wir doch einfach ein paar Post-Aktien zum Ausgleich (nein, das war nicht wirklich einer Kaufempfehlung für die Aktie).

Deutsche Post Aktie
Der Kursverlauf der Deutsche Post-Aktie seit 1. Februar. Der Kurs springt heute um 2% nach oben.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Michael

    11. Februar 2019 14:31 at 14:31

    Bekanntermaßen gibt es in Deutschland ja praktisch keine Inflation.
    Das beweist uns neben vielen anderen Artikeln im italienisch angepassten Inflationswarenkorb auch das Briefporto für den Standardbrief:
    2012: 0,55 €
    2013: 0,58 €
    2014: 0,60 €
    2015: 0,62 €
    2016: 0,70 € (durfte dann nach den deftigen Steigerungen der vorhergehenden vier Jahre für drei Jahre nicht erhöht werden)
    2019: 0,85 €?

    Etwa 55% in 7 Jahren bzw. 7,8% pro Jahr. Ich bin mir sicher, das kann mit den Gehalts- und Bonisteigerungen der Vorstandsmitglieder kaum Schritt halten.

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So werden auch Sie zum erfolgreichen Tech-Investor

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Markus Koch LIVE vom Start an der Wall Street: Der Öl-Schock

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Der Öl-Schock: Diese Aktien und Währungen sind betroffen – Gewinner und Verlierer

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Nach dem heutigen Öl-Schock (Ölpreis steigt so stark wie seit 1991 nicht mehr) gibt es natürlich betroffene Aktien und Währungen, die darunter leiden, und andere die davon profitieren. Schaue wir uns die Gewinner an. Ohhh Wunder, Exxon Mobil legt heute kräftig zu mit +4,8%. Die Aktie von BP legt um 4,9% zu, Royal Dutch Shell um 3,1%. Hier exemplarisch ein aktueller Chart der BP-Aktie seit Februar. Nach monatelangem Abwärtstrend jetzt die Trendwende?

BP-Aktie steigt dank Öl-Schock

Tja, und die Verlierer? Das sind die großen Öl-Verbraucher, bei denen ein schnell steigender Ölpreis zuerst sichtbar wird. Die Airlines! Die Lufthansa-Aktie fällt heute um 3,4%, Ryanair um 2,5%. Aber sogar die Airbus-Aktie leidet heute mit -4%. Der Aktienmarkt glaubt also an eine größere Auswirkung, die sogar Bestellungen für neue Flugzeuge beeinträchtigen könnte? Charttechnisch gesehen halten sich diese heutigen Rückfälle aber noch in Grenzen. Also noch keine Alarmstufe Rot für diese Aktien.

Öl-Schock sorgt für Verschiebungen am Devisenmarkt

Aber auch am Devisenmarkt sorgt der heutige Öl-Schock für eine Verschiebung der Geldströme. Währungen von Öl-Exportländern werden aufgewertet, und die von Importländern werden abgewertet. Mit am Stärksten negativ betroffen ist heute die türkische Lira. Die Türkei importiert viel Öl, und oben drauf gilt die Lira seit Jahren als Angriffsziel für diverse Arten von Spekulanten-Attacken. Heute steigt US-Dollar vs Türkische Lira von 5,67 auf 5,72. Indien als großer Konsummarkt für Öl ist sehr stark betroffen. USD vs Rupie gewinnt heute von 70,98 auf 71,61. Kleinere Auswirkungen spürt man aber auch bei US-Dollar gegen den ungarischen Forint, wo der Kurs gegenüber Freitag steigt von 299 auf 301. Aber das sind nur drei Beispiele. Betroffen sind auch Südafrika, Indonesien usw.

Auf der Gewinnerseite steht natürlich der russische Rubel. Obwohl der Dollar-Index heute gegenüber Freitag zulegt, verliert USD gegen den Rubel von 64,34 auf jetzt 64,01. Auch Kanada als Ölförder-Nation spürt als kleinen Ausläufer die Auswirkungen. USD vs kanadischer Dollar verliert von 1,3285 auf 1,3244. Im Chart sieht man USD vs Rubel seit Ende August. Der Rubel wertet eh seit einiger Zeit gegen den US-Dollar auf.

USD vs Rubel

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