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Offizielle Daten zeigen aktuell: Deutsche Staatsschulden steigen

Dann ging es doch schneller als allgemein erwartet. Man denkt doch vor allem die gute Lage am Arbeitsmarkt würde noch eine gewisse Weile dafür sorgen, dass die Kassen weiter mit Einnahmen überlaufen, so dass der deutsche Staat trotz Konjunktureinbruch noch ein paar Quartale mehr Einnahmen als Ausgaben erzielt? Aber nein. Wie heute früh veröffentlichte offizielle Daten zeigen, steigen die deutschen Staatsschulden Stand Ende Juni. Gemeint sind damit die addierten Schulden von Bund, Ländern, Kommunen und Sozialversicherungen.

Deutsche Staatsschulden steigen - Reichstag in Berlin
Reichstag in Berlin. Foto: pixabay / flotty

Im Vergleich zu Ende Dezember 2018 sind die Staatsschulden um 2,5 Milliarden Euro auf 1,919 Billionen Euro gestiegen (+0,1%). Dabei entfällt der Anstieg der gesamten Staatsschulden noch nur auf die Bundesländer mit +6,9 Milliarden Euro. Bund und Kommunen können ihre Schuldenlast um 2 beziehungsweise 2,4 Milliarden Euro senken. Die Veränderung bei den Sozialversicherungen ist mit -4 Millionen Euro kaum messbar. Zum Schuldenanstieg in den Ländern sagt das Statistische Bundesamt folgendes, Zitat:

Die Entwicklung verlief in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich: In Bremen stiegen die Schulden um 10,1 %, in Sachsen-Anhalt um 7,1 % und in Niedersachsen um 4,8 %, während in Bayern die Schulden um 7,7 %, in Hamburg um 5,0 % und in Sachsen um 3,9 % sanken.

Aber nicht nur Bremen, sondern auch große Flächenländer wie NRW (+4%) und Niedersachsen (+4,8%) legen bei den Schulden zu.

Deutsche Staatsschulden Tabelle mit Details



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3 Kommentare

  1. Sie glauben doch nicht, dass sich die Beamtenpolitiker darüber Sorgen machen. Es ist doch genug Privatvermögen da, an dem man sich bedienen kann. Dieses treudoffe Volk lässt sich doch alles bieten.

  2. Keine Panik, es sind genügend Privatvermögen vorhanden die heran gezogen werden können ! Starke Schultern tragen mehr als Schwache ! Nur Blöd das die starken Schultern zur Zeit verstärkt das Land verlassen !

    1. Wie kommen Sie eigentlich immer auf diese Mad-Max-Endzeitszenarien? Es steht doch keine Staatspleite bevor, sondern schlimmstenfalls mal eine Rezession mit etwas verringertem Wirtschaftswachstum. Dann fliegen wir eben nur noch zwei Mal pro Jahr in Urlaub und das Drittauto für den Sprössling ist kein Audi A6 Sportback, sondern ein Golf oder Polo.

      Und woher nehmen Sie die Zahlen, dass viele Vermögende das Land verlassen? Gibt es dahingehend Quellen, oder gehen Sie nur von sich und zwei, drei Bekannten aus und schließen daraus auf das Allgemeine?

      Erstaunlicherweise schreibt hier kaum jemand von der real drohenden Apokalypse-Gefahr, die noch dazu mit enormen Kosten verbunden sein wird, von Klima und Umwelt, von Luft, Wasser, Böden, Wäldern, Ozeanen mit höherem Plastik- als Planktonanteil oder nicht vorhandenen Atommüll-Endlagern. Immer schön ausblenden, denn ein 3. Weltkrieg und der Zusammenbruch Europas sind ja so viel wahrscheinlicher.

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