Europa

Deutsche Wirtschaft: Einkaufsmanagerindizes – Kosten steigen weiter

Für die deutsche Wirtschaft steigen derzeit die Kosten

Soeben wurde der Einkaufsmanagerindex für die deutsche Wirtschaft (Markit PMI; erste Veröffentlichung für April) veröffentlicht – einer der zentralen Indikatoren für die deutsche Konjunktur:

Gesamtindex: 56,0 (Prognose war 56,8; Vormonat war 57,3)

Verarbeitendes Gewerbe: 66,4 (Prognose war 65,8; Vormonat war 66,6)

Dienstleistung: 50,1 (Prognose war 50,8; Vormonat war 51,5)

Kurz zuvor war der Einkaufsmanagerindex aus Frankreich mit 59,2 für Gewerbe (Prognose war 59,0; Vormonat war 59,3) und mit 50,4 für Dienstleistung (Prognose war 46,5; Vormonat war 48,2) besser als erwartet ausgefallen.

 

Zu den Daten aus Deutschland kommentiert Phil Smith von Markit, das die Umfrage ausgeführt hat:

„Die dritte Pandemie-Welle hat verhindert, dass es mit dem deutschen Servicesektor im April weiter aufwärts geht. So zeigt der April-Flash, dass das Geschäftswachstum hier nach dem erstmaligen Anstieg im März wieder zum Erliegen gekommen ist. Die Industrie boomte hingegen weiter, doch auch hier begrenzten Lieferprobleme das Wachstum. Das Ungleichgewicht von Nachfrage und Angebot in den Lieferketten der Industrie trieb die Kosten der Unternehmen weiter in die Höhe. Schon jetzt steigen sie so rasant wie seit über zehn Jahren nicht mehr. Während die Verkaufspreise in der Industrie jedoch zunehmend der starken Nachfrage nach Industrieerzeugnissen angepasst werden konnten, agierten die Dienstleister bei ihren Angebotspreisen vorsichtiger, was ein Überspringen auf die Verbraucherpreise limitieren dürfte. Bei der Beschäftigung gibt es gute Nachrichten, da vor allem die Industrieunternehmen mit ihrer Kapazitätsausweitung zum stärksten Stellenaufbau  seit zweieinhalb Jahren beitrugen.“



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