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Deutsche Wohnen: Gute Zahlen, aber ein Hauptproblem bleibt

Wie hieß die Initiative in Berlin, die jüngst dazu führte, dass die Stadt Berlin für fünf Jahre Mieterhöhungen für Wohnraum verboten hat? „Deutsche Wohnen enteignen“ nannten die Protestler ihre Initiative. Auch deswegen lohnt es sich aktuell mal einen Blick auf die aktuellen Halbjahreszahlen der Deutsche Wohnen zu werfen. Und die sind ordentlich.

Im Jahresvergleich verbesserte sich das „Ergebnis aus der Wohnungsbewirtschaftung“ um 10,2% auf 365,1 Millionen Euro. Das EBITDA stieg um 18,4% auf 381,9 Millionen Euro. Für das Geschäftsjahr 2019 bekräftigt die Deutsche Wohnen ihre FFO I Prognose von rund EUR 535 Mio.

Nicht nur, dass die Stadt Berlin für fünf Jahre Mietsteigerungen verboten hat. Auf die Deutsche Wohnen wirkt dieses Verbot besonders hart, weil das Unternehmen einen Großteil seines Wohnungsbestands in Berlin hat! Laut heutiger Veröffentlichung befinden sich 70% aller Wohnungen des Unternehmens in Berlin! Genau auf dieses Problem der einzufrierenden Mieten in Berlin weist das Unternehmen heute explizit hin. Hinzu kommt noch die freiwillige Selbstverpflichtung der Deutsche Wohnen, zu der man in seinem heutigen Bericht folgendes sagt. Zitat:

In die Diskussion um bezahlbaren Wohnraum und gerechte Mieten hat die Deutsche Wohnen im Juni 2019 einen konkreten, mieterorientierten Beitrag eingebracht. Unter der Überschrift „Unser Versprechen an unsere Mieter“ hat das Unternehmen zum 1. Juli 2019 eine umfangreiche Selbstverpflichtung abgegeben, mit der es die Einkommens- und Lebensverhältnisse seiner Mieter noch stärker berücksichtigt. Mieter der Deutsche Wohnen können nun bei Mieterhöhungsverlangen einen Härtefall anzeigen: Übersteigt die neue Miete eine im Verhältnis zum Einkommen des Mieters definierte Obergrenze, wird sie begrenzt. Im Juli 2019 informierte die Deutsche Wohnen über 150.000 Mieter mit einem persönlichen Anschreiben über ihre Mietenpolitik ab dem 1. Juli 2019.

Deutsche Wohnen Halbjahreszahlen



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1 Kommentar

  1. Die 535 FFOI sind doch eher schwach; bei 334 regulärem wiederkehrendem Ergebnis im H1. Gerade unter der Berücksichtigung, dass da mind. die nächsten 5 Jahre kaum was nachkommt.
    Sind mMn immer noch überbewertet.

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