Folgen Sie uns
Giovannie Cicivelli Tradingchancen

Europa

Deutscher Außenhandel: Seit 9 Monaten ein kaum beachtetes Problem!

Veröffentlicht

am

Bevor wir auf ein Problem eingehen, das man auf den ersten Blick gar nicht so richtig entdeckt, hier erst mal die aktuellsten Zahlen zum deutschen Außenhandel. Im Januar 2019 wurden von Deutschland Waren im Wert von 108,9 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 94,4 Milliarden Euro importiert. Die deutschen Exporte waren im Januar 2019 um 1,7 % und die Importe um 5,0 % höher als im Januar 2018. Kalender- und saisonbereinigt blieben die Exporte gegenüber dem Vormonat Dezember 2018 nahezu unverändert. Die Importe stiegen um 1,5 %.

Der Überschuss im Außenhandel liegt noch bei 18,5 Milliarden Euro, und kann sich somit noch halten. Das kann man in der folgenden Grafik an auch an den unteren blauen Balken sehen, die stets um die 20 Milliarden Euro-Marke pro Monat schwanken.

Außenhandel

In der folgenden Grafik haben wir es rot markiert. Links die Exporte im Jahresvergleich, und rechts die Importe im Jahresvergleich. Von Mai 2018 bis Januar 2019 lagen die prozentualen Wachstumsraten bei den Importen immer höher als die der Exporte. Und gab es mal rückläufige Daten, dann war das Minus bei den Importen kleiner als bei den Exporten. So wachsen die Importe nach und nach stärker als die Exporte! Noch ist der Überschuss nicht geschrumpft, aber das wird wohl noch kommen. Auch im aktuellsten Monat Januar lag die Jahresveränderungsrate bei den Importen mit +5% ja deutlich besser als mit +1,7% bei den Exporten!

Hier weitere Details vom Statistischen Bundesamt im Wortlaut:

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im Januar 2019 Waren im Wert von 65,3 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 51,7 Milliarden Euro von dort importiert. Gegenüber Januar 2018 stiegen die Exporte in die EU-Länder um 0,6 % und die Importe aus diesen Ländern um 3,7 %. In die Länder der Eurozone wurden im Januar 2019 Waren im Wert von 41,4 Milliarden Euro (+1,0 %) exportiert und Waren im Wert von 33,8 Milliarden Euro (+4,7 %) aus diesen Ländern importiert. In die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, wurden im Januar 2019 Waren im Wert von 23,9 Milliarden Euro (+0,0 %) exportiert und Waren im Wert von 17,9 Milliarden Euro (+2,0 %) von dort importiert.

In die Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittländer) wurden im Januar 2019 Waren im Wert von 43,5 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 42,7 Milliarden Euro aus diesen Ländern importiert. Gegenüber Januar 2018 nahmen die Exporte in Drittländer um 3,3 % zu, die Importe von dort stiegen um 6,5 %.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Steven

    11. März 2019 11:24 at 11:24

    Problem??? -.-

    Plus minus Null wäre mal gut.
    Mehr Importe wären auch alles andere als ein Problem. Target2 u d so

    Seltsamer Artikel!

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Europa

Aktuell: Jede Menge wichtige Wirtschaftsdaten aus Großbritannien

Veröffentlicht

am

Von

Vor wenigen Sekunden wurden wichtige Wirtschaftsdaten aus Großbritannien veröffentlicht. Hier eine Übersicht in Kurzform. Es geht um den Monat April im Vergleich zu April 2018.

Verbraucherpreise +2,1% (erwartet +2,2%).

Verbraucherpreise Kernrate +1,8% (erwartet +1,9%).

Einfuhr-Erzeugerpreise +3,8% (erwartet +4,5%).

Einzelhandelspreise +3,0% (erwartet +2,8%).

weiterlesen

Europa

Bauboom hält an, aber: Genehmigungen neuer Wohnungen rückläufig

Veröffentlicht

am

Der Bauboom in Deutschland läuft insgesamt weiter auf vollen Hochtouren, wie vor wenigen Tagen frisch veröffentlichte Daten zum gesamten Baugewerbe zeigen. Aber schaut man nur auf den Wohnungsbau, so scheint das Wachstum einzuschlafen. Ist die Kapazitätsgrenze der Branche inzwischen wirklich erreicht, und nach oben geht einfach nichts mehr?

Oder schlafen private und öffentliche Wohnungsbauunternehmen ein bei dem Bemühen ihre Neubauzahlen immer weiter zu steigern? Das ist schwer zu sagen. Vielleicht ein Mix aus beiden Faktoren? Schon vor einem Monat berichteten wir über einen Rückgang der Genehmigung neuer Wohnungen für den Zeitraum Januar-Februar im Jahresvergleich. Da gingen die Genehmigungen für „normale Wohnungen in Wohnblöcken“ (Wohngebäude mit 3 oder mehr Wohnungen) um 3,2% zurück.

Heute vermelden die offiziellen Statistiker für Januar-März im Jahresvergleich einen Rückgang von 4,4% bei den Wohnblocks mit 3 oder mehr Wohnungen. Alle Baugenehmigungen für Wohnungen gehen um 2,8% zurück. Aber da sind zum Beispiel auch Flüchtlingswohnheime enthalten (-29,8%). Mit +2,3% legen aktuell nur die Genehmigungen für Einfamilienhäuser noch zu. Sonst sind alle anderen Kategorien im Minus. Der Bauboom geht weiter, nur halt nicht mehr beim Wohnungsbau.

Zum Vergrößern bitte die folgende Grafik anklicken.

Die Statistiker im Wortlaut:

Von Januar bis März 2019 wurde in Deutschland der Bau von insgesamt 75 600 Wohnungen genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren das 2,8 % weniger Baugenehmigungen als im Vorjahreszeitraum. Die Genehmigungen galten sowohl für neue Gebäude als auch für Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden. In neu zu errichtenden Wohngebäuden wurden von Januar bis März 2019 rund 65 700 Wohnungen genehmigt. Dies waren 3,4 % oder 2 300 Wohnungen weniger als im Vorjahreszeitraum. Gestiegen ist ausschließlich die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser (+2,3 %). Die Zahl der Baugenehmigungen für Zweifamilienhäuser sank dagegen um 4,0 % und die Zahl der genehmigten Mehrfamilienhäuser um 4,4 %.

Bauboom in Deutschland
Foto: High Contrast Creative Commons Attribution 3.0 Germany

weiterlesen

Europa

Erzeugerpreise: Ohne Öl und Stromerzeugung mehr als mau

Veröffentlicht

am

Von

Die deutschen Erzeugerpreise sind im April im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,5% gestiegen. Damit bleibt die prozentuale Steigerungsrate nun seit fünf Monaten sehr stabil mit Werten zwischen 2,4% und 2,7%. Das Statistische Bundesamt weist darauf hin, dass die Erzeugerpreise für Energieprodukte maßgeblich zu der Steigerungsrate beitrugen (also wie bereits in den Vormonaten). Sie stiegen um 6,6% – ohne sie wären die Erzeugerpreise nur um 1,3% gestiegen.

Was im Headline-Text der Statistiker nicht explizit erwähnt wird: Innerhalb der Erzeugerpreise für Energie steigen die Preise für Strom sogar um 10,8%. Also: Ohne Stromerzeugung hätten wir vermutlich eine Gesamtsteigerung von unter 1% gesehen? Die Grafik (seit 2014) zeigt es doch recht deutlich, wie sehr die Preissteigerungen des produzierenden Gewerbes vom Energiesektor abhängen. Die Strompreise sieht man als dunkelblaue Linie, die Mineralöl-Preise als blaue Linie. Ohne die beiden läge der Schnitt (rot) wohl deutlich näher an der Null-Linie.

Erzeugerpreise

weiterlesen
Bitte abonnieren Sie unseren Newsletter.


Anmeldestatus

Meist gelesen 30 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen