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Da freut sich „die Volksseele“: Deutsches Gold in großem Umfang zurückgeholt

Da freut sich „die Volksseele“, wenn Deutschland seinen Staatsschatz zurück nach Hause holt. Buchhalterisch und wohl auch aus Sicherheitsgründen ist es völlig egal, ob Goldreserven im deutschen Staatseigentum im Ausland…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Da freut sich „die Volksseele“, wenn Deutschland seinen Staatsschatz zurück nach Hause holt. Buchhalterisch und wohl auch aus Sicherheitsgründen ist es völlig egal, ob Goldreserven im deutschen Staatseigentum im Ausland lagern oder in Deutschland. Aber gefühlsmäßig ist das natürlich Balsam, wenn wie aktuell verkündet Gold in großem Umfang zum Beispiel aus dem Keller der New Yorker Zentralbank in den Keller der Bundesbank in Frankfurt verfrachtet wird. Da fühlt man sich doch gleich viel besser oder vermögender als Steuerzahler? Auch wenn man dadurch genau so viel Goldvorrat hat wie vorher? Egal, man erinnere sich: Seit ein paar Jahren gibt es ja seitens mancher Politiker, Ökonomen etc die Forderungen das Gold komplett zurückzuholen.

Von Verschwörungstheoretikern bis zum Rechnungshof gab es diverse Argumente und Ängste, warum das deutsch Gold doch besser zurückgeholt werden müsste (gar kein Gold vorhanden? Keine Kontrollmöglichkeit?). Und die eigentliche Begründung für die Auslandslagerung sei ja längst nicht mehr aktuell. Denn ursprünglich war der Grundgedanke während des kalten Krieges, Goldbestände geografisch weit entfernt von der Westgrenze des Warschauer Paktes zu lagern… denn man wusste ja nie was noch kommt… dennoch wollte man das Staatsgold nicht irgendwo, sondern wirklich sicher unterbringen, daher entschied man sich für drei Lagerstätten, nämlich New York, London und Paris.

Der Abzug bis zum Jahr 2020 von 300 Tonnen Gold aus der Lagerstätte New York ist laut heutiger Meldung der Bundesbank bereits jetzt komplett vollzogen worden. Insgesamt wurden im letzten Jahr 216 Tonnen Gold aus aus New York (111) und Paris (105) nach Frankfurt zurückgebracht. Extra erwähnt man heute seitens der Bundesbank nochmal, dass man nach Entgegennahme der Barren die Echtheit und Vollständigkeit überprüft hat, ohne jede Beanstandungen. Beobachter der Goldbranche erinnern sich in diesem Zusammenhang an Vorgänge in der Ukraine, wo 2014 bei staatlichen Stellen auf einmal wie Gold angemalte Attrappen vorgefunden wurden.

Die verbliebenen Reste (Grafiken unten) werden bis 2020 aus Paris ganz abgezogen, so dass das deutsche Depot bei der französischen Nationalbank aufgelöst wird. London bleibt bestehen, wie auch New York. Dort verbleiben weiterhin 1.236 Tonnen Gold. Bis Ende 2017 wird die Bundesbank 674 Tonnen Gold nach Frankfurt zurückgeholt haben. 1.700 Tonnen Gold verbleiben nach wie vor in New York und London. Damit hält Deutschland zukünftig nach in Frankfurt gut die Hälfte des deutschen Goldbestandes.

Die Bundesbank dazu heute:

„Die Goldverlagerungen aus New York wurden im vergangenen Jahr erfolgreich abgeschlossen“, sagte Carl-Ludwig Thiele, Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank. „Die Verlagerungen liefen reibungslos und es gab keinerlei Beanstandungen. Das Lagerstellenkonzept für New York, welches die Verlagerung von 300 Tonnen Gold aus New York nach Frankfurt vorsah, wurde 2016 vollständig umgesetzt“, so Thiele. Das im Jahr 2013 vorgestellte Lagerstellenkonzept sieht vor, dass die Bundesbank bis 2020 die Hälfte der deutschen Goldreserven in eigenen Tresoren in Frankfurt am Main lagert. Dazu wurden bis Ende 2016 schrittweise 300 Tonnen Gold aus New York und 283 Tonnen Gold aus Paris nach Frankfurt am Main verlagert. „Auch die Goldverlagerung aus Paris werden wir noch in diesem Jahr abschließen“, so Thiele. Dann werden in Paris keine deutschen Goldreserven mehr lagern. Die Umsetzung des Lagerstellenkonzepts liegt damit deutlich vor dem ursprünglichen Zeitplan.


Grafik: Deutsche Bundesbank

Zum 31. Dezember 2016 verteilen sich die Goldreserven der Bundesbank damit wie folgt auf die einzelnen Lagerstellen:


Grafik: Deutsche Bundesbank

9 Kommentare

9 Comments

  1. Avatar

    ubsb55

    9. Februar 2017 15:32 at 15:32

    Liebe Redaktion. Sie können Ihr Gold bei mir parken, da ist es sicher, darauf gebe ich Ihnen mein Wort als Ehrenmann.

  2. Avatar

    feldmann

    9. Februar 2017 15:55 at 15:55

    Mir tun nur die Menschen leid,die kein Gold besitzen.
    Da kommt noch was…..
    Bis jetzt liege ich voll im Trend,denn auch Dunkenmiller deckt sich wieder ein.

  3. Avatar

    leser

    9. Februar 2017 16:54 at 16:54

    Der ironische Unterton im Artikel ist m.E. unangebracht. Ohne die Initiative von Peter Boehringer wäre vermutlich nicht viel passiert. Boehringer hat öffentlich gemacht, dass die Goldbestände der Buba nicht transparent dokumentiert waren. Auch der Rechnungshof hatte (daraufhin?) gerügt, dass seit Jahrzehnten keine erforderliche Inventur gemacht wurde, https://www.welt.de/finanzen/article128248538/Liegt-das-Gold-der-Bundesbank-wirklich-in-New-York.html.

    Das die zurück geholten Barren umgeschmolzen wurden, trägt ebenfalls nicht zu mehr Transparenz bei.

    • Avatar

      feldmann

      9. Februar 2017 17:16 at 17:16

      Hat man da nicht ein wenig Wolfram mit bei gegeben, zwecks Umschmelzung?
      Wir nehmen alles Zürück…lol

  4. Avatar

    Dieselknecht

    9. Februar 2017 17:17 at 17:17

    Mal hoffen das da nicht ein Stapel Zertifikate angekommen ist.

  5. Avatar

    Steven

    9. Februar 2017 23:01 at 23:01

    Herr Fugmann , bitte !

    Wo wollen sie gern ihr Gold (alternativ Geld oder Maggi Konserven ) lagern ?

    In Ihrem Keller oder in meinem ?!

    Ich übernehme gern die Lagerung , kostenlos!
    Sie dürfen mit Anmeldung , alle 5 Jahre mal durch das Kellergitter gucken .

    BITTE … Machen sie sich nicht lächerlich !

  6. Avatar

    Steven

    9. Februar 2017 23:06 at 23:06

    Btw …hat „man“ sich tatsächlich dafür entschieden das gold in den primären Angriffszielen NY, London und Paris zu lagern ? Ja wirklich ?

    Paris ganze 150km mehr Sicherheit ..wow.
    Fort Knox könnte man für diese Argumentation vielleicht nehmen . …aber Paris , London ?! Als sicherer Lagerort ?!

    • Avatar

      Michael Ruderer

      10. Februar 2017 01:06 at 01:06

      Sie würden also Ihr Vermögen, sofern Sie eines besitzen, komplett und bedingungslos den Amis anvertrauen?
      Jedem das seine…

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Richard David Precht: Künstliche Intelligenz und unsere Zukunft!

Markus Fugmann

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„Wir gehen in die zweite ganz große industrielle Revolution hinein!“, sagt der Philosoph Richard David Precht. Damit stehen wir vor einscheidenden Veränderungen nicht nur der Wirtschaft, sondern auch der Gesellschaft. Die erste industrielle Revolution beendete die Herrschaft des Adels und der Kirche – die derzeit ablaufende zweite Revolution durch künstliche Intelligenz verändert vor allem die Arbeitswelt und damit die Produktionsverhältnisse grundlegend. Nun versuchen uns Ökonomen stets zu versichern: kein Problem, es fallen zwar viele Jobs weg, aber es würden eben auch viele neuartige Jobs geschaffen werden. Das ist eine schöne Perspektive, sie hat aber leider einen kleinen Makel: sie stimmt nicht, sagt Richard David Precht zur sogenannten „Kompensations-Theorie“.

Die Menscheit jedenfalls ist durch diesen Wandel überfordert, der Boden, auf dem wir stehen, wackelt erheblich – und so entsteht zunächst einmal die Sehnsucht danach, die gute alte Welt mit ihren Werten wiederzubeleben. Ausdruck dieses Versuchs sind etwa Trumpin den USA oder die AfD in Deutschland. Aber einer der einschneidenden Änderungen im politischen Bereich wird sein, dass die Parteien, die mit der ersten industriellen Revolution entstanden und aufgestiegen waren, unter gehen werden.

Richard David Precht über schwache KI und starke KI

Richard David Precht unterscheidet zwischen schwacher und starker künstlicher Intelligenz – und führt Beispiele an, worin sich diese beiden unterscheiden. Was bedeutet das aber für uns praktisch? Wird vor allem durch „starke“ KI, also einer KI, die tiefgehende Lernprozesse leisten kann, etwa der Niedriglohn-Sektor wegfallen? Eher nicht – denn je mehr Menschen in bestimmten Bereichen verdienen, umso interessanter wird der Einsatz einer starken KI zur Kosten-Ersparnis, während sich der Einsatz im Niedriglohnsektor gar nicht lohnen würde.

Was bleibt, was wird untergehen – und welche Bereiche werden sich durchsetzen? Es werde derjenige technische Fortschritt kommen, der gesellschaftlich akzeptiert wird, dazu ein Bedürfnis befriedigt und sich gleichzeitig zu einem erfolgreichen Geschäftsmodell machen läßt, sagt Richard David Precht. Folgender Vortrag des Philosophen ist ein „must see“!

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

Der Philosoph Richard David Precht über Künstliche Intelligenz

Richard David Precht

Von Foto: © JCS‘, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=62733272

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Arbeitsmarkt positiv gestimmt? Mehr neue Jobs bei IT als Entlassungen in der Gastronomie?

Claudio Kummerfeld

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Laptop mit Aufklebern

Kann das wirklich sein? Ist es das vorgezogene Weihnachtswunder am deutschen Arbeitsmarkt, mitten im zweiten Lockdown? Wenn man ein Wirtschaftsforschungsinstitut für verlässlich und seriös hält, dann doch in erster Linie das ifo-Institut! Und man möchte den Forschern bei ifo wirklich nichts Böses unterstellen. Aber ist es wirklich realistisch, dass die Stimmung am deutschen Arbeitsmarkt derzeit sogar besser wird, weil die IT-Dienstleister mehr neue Stellen schaffen wollen, als gleichzeitig in Restaurants, Bars, Hotels, Reisebüros etc verloren gehen?

Kann man sich das vorstellen? Gibt es überhaupt zehntausende oder hunderttausende neue IT-Experten in Deutschland, die auch so viele neue Stellen besetzen können? Ist die Nachfrage nach solchen Dienstleistungen wirklich so stark gestiegen in den letzten Wochen? Klar, dank Corona verlagert sich sehr viel des Geschäftslebens ins Internet. Aber wirklich, nochmal mit gesundem Menschenverstand nachgedacht: Können diese neuen Jobs hunderttausende Jobs ersetzen, die bei Gastro und Co verloren gehen? Es fällt wirklich schwer das zu glauben.

Aber das ifo-Institut hat sich das nicht ausgedacht. Nein, man macht für sein Beschäftigungsbarometer Umfragen bei ca 9.500 Unternehmen. Sie werden gebeten ihre Beschäftigtenplanungen für die nächsten drei Monate mitzuteilen. Also, kann das wirklich sein? Die IT fängt den Arbeitsmarkt auf in dieser Krise? Hier die Aussagen vom ifo-Institut im Wortlaut:

Etwas mehr deutsche Unternehmen als im Oktober denken über Neueinstellungen nach. Das ifo Beschäftigungsbarometer ist im November auf 96,7 Punkte gestiegen, von 96,4 Punkten im Oktober. Die zweite Welle hat vorerst keine größeren negativen Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt. Die Entwicklung ist jedoch über die Branchen hinweg sehr heterogen.

In der Industrie ist das ifo-Barometer leicht gestiegen. Jedoch ist die Zahl der Unternehmen mit Entlassungsplänen weiterhin größer als die jener, die mit steigenden Mitarbeiterzahlen rechnen. Die Dienstleister planen eher Mitarbeiter einzustellen. Getragen wird die Entwicklung vor allem von den IT-Dienstleistern. In der Reisebranche und dem Gastgewerbe dagegen sind Entlassungen nicht zu vermeiden. Im Handel hat das Barometer leicht nachgegeben. Dort planen die Firmen derzeit mit konstanten Mitarbeiterzahlen. Die Bauindustrie sucht weiter neue Mitarbeiter, um ihre aktuellen Aufträge abarbeiten zu können.

Hier die vier Einzelsektoren mit einzelnem Chart:

Grafiken zeigen Beschäftigungsbarometer für den deutschen Arbeitsmarkt

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Markus Krall und Marc Friedrich: Crash 2021, Gelddrucken ersetzt Denken

Redaktion

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Markus Krall spricht über die Hyperinflation, in der Geld entwertet wird

Markus Krall und Marc Friedrich unterhalten sich im folgenden Gespräch über die aktuelle Krise, den möglicherweise anstehenden großen Crash, und die Zeit danach. Einig sind sich die beiden, dass es 2021 los gehen wird mit dem wirtschaftlichen Zusammenbruch. Markus Krall formuliert es recht klar, dass die Wirtschaftskrise längst da sei. Sie sei nur noch nicht bilanziert worden. Durch Maßnahmen wie die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht sei die Krise bei Unternehmen und in Bankbilanzen nur noch nicht richtig transparent sichtbar.

Markus Krall und Marc Friedrich sehen die Hyperinflation

Markus Krall kann man aufgrund seiner zahlreichen Tweets über die Corona-Maßnahmen der Politik kritisch betrachten. Das sollte Kommentatoren und geneigte Beobachter aber nicht davon abhalten, seinen höchst interessanten Aussagen zur wirtschaftlichen Gesamtsituation zuzuhören, die er seit Monaten öffentlich präsentiert. Denn er ist absoluter Bankeninsider, und hat die letzten Jahre eine große Bankenkrise vorhergesagt. Zusammen mit Marc Friedrich bespricht er im folgenden Video Punkt für Punkt wichtiger Themen rund um die aktuelle Krise und zukünftige Entwicklungen.

Wichtig ist, was die nächsten Quartale passieren wird. Einig sind sich Marc Friedrich und Markus Krall, dass wir derzeit in einer deflationären Phase sind, auf die zwingend eine kräftige Inflation folgen soll. Nur wie schnell die Preise in eine Hyperinflation umschlagen, das könne man nicht genau vorhersehen. Entscheidend hierbei ist unter anderem, wann die Geldumlaufgeschwindigkeit anspringen müsste. Sehen Sie beim Klick an dieser Stelle genau zu diesem Punkt interessante Ausführungen von Hans-Werner Sinn.

Die EZB als großes Problem

Ein wichtiger Punkt im Gespräch zwischen Markus Krall und Marc Friedrich ist auch die zentral wichtige Rolle der EZB. Sie arbeite derzeit am digitalen Euro. Die EZB wisse, dass eine Hyperinflation (hier die Begriffserklärung) drohe. Sie wisse auch, dass die Leute aus dem Geld fliehen würden, wenn sie das Vertrauen darin verlieren. Mit einem digitalen Euro hätte die EZB Kontrolle über das gesamte Konsumverhalten der Menschen, und könnte zum Beispiel bestimmen, wie viel Geld die Bürger maximal in einem bestimmten Zeitraum ausgeben dürfen. Die Rolle der EZB insgesamt sehen die beiden grundsätzlich mehr als kritisch.

Der große Knall

Markus Krall macht wenig bis gar keine Hoffnung auf eine Rettung unseres jetzigen bestehenden Geldsystems. Der große Crash werde kommen. Je länger EZB und Politik die Probleme hinauszögern würden, desto schlimmer werde der unausweichliche große Knall sein. Immer mehr gesunde Firmen würden sich derzeit anstecken, weil sie als Lieferant zum Beispiel unwissentlich Forderungen gegenüber Zombieunternehmen aufbauen würden, die Forderungen nicht begleichen können. Auch wenn man die Aussicht der beiden auf eine Hyperinflation und einen großen Systemkollaps nicht zwingend teilen muss, so sind ihre Ausführungen und die Zustandsbeschreibungen der aktuellen Lage doch hochinteressant!

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