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Europa

Deutschland: BIP bricht noch stärker ein als erwartet

Markus Fugmann

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am

Das BIP in Deutschland (1.Veröffentlichung) ist im 2. Quartal zum Vorquartal mit -10,1% noch schwächer ausgefallen als erwartet (Prognose war -9,0%; Vorquartal war -2,2%).

Zum Vorjahresquartal (preis- und kalenderbereinigt) sank das deutsche BIP um – 11,7% (Prognose war -10,9%; Vorquartal war -1,9%)

Dazu schreibt Destatis:

„Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 2. Quartal 2020 gegenüber dem 1. Quartal 2020 – preis-, saison- und kalenderbereinigt – um 10,1 % gesunken. Das war der stärkste Rückgang seit Beginn der vierteljährlichen BIP-Berechnungen für Deutschland im Jahr 1970. Er fiel noch deutlich stärker aus als während der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise (-4,7 % im 1. Quartal 2009). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, sind im 2. Quartal 2020 sowohl die Exporte und Importe von Waren und Dienstleistungen massiv eingebrochen als auch die privaten Konsumausgaben und die Investitionen in Ausrüstungen. Der Staat erhöhte dagegen seine Konsumausgaben während der Krise.

Bruttoinlandsprodukt bricht auch im Vorjahresvergleich ein

Auch im Vorjahresvergleich ist die Wirtschaftsleistung eingebrochen: Das BIP war im 2. Quartal 2020 preisbereinigt um 11,7 % niedriger als ein Jahr zuvor (auch kalenderbereinigt). Auch hier hatte es nicht einmal in den Jahren der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise 2008/2009 so starke Rückgänge gegeben: Der bisher stärkste Rückgang gegenüber einem Vorjahresquartal war mit -7,9 % im 2. Quartal 2009 zu verzeichnen.“

8 Kommentare

8 Comments

  1. Avatar

    Kritisch on fire

    30. Juli 2020 13:54 at 13:54

    Schönen Tag!
    Der Countdown läuft! Bin sehr neugierig ob er Recht behält. Es wären dann nur noch wenige Monate bis das Chaos ausbricht.
    https://www.youtube.com/watch?v=EzSAwMhehKg

  2. Avatar

    Columbo

    30. Juli 2020 17:14 at 17:14

    @Kritisch on fire

    Ob ER Recht behält oder nicht, ist für mich völlig irrelevant. Wichtig ist für mich, wie ich für verschiedene, wahrscheinliche Szenarien aufgestellt bin, damit ich möglichst wenig verliere. Nur das zählt und davon haben die Krall‘s und Co wenig Ahnung, sie reden nie davon. Sie sind sehr laut, aber reich ist von denen noch keiner geworden.
    Nur wer nichts hat, freut sich auf den ultimativen Krall-Zusammenbruch, warum auch immer.
    Die freudigen, vergnügten bis lachenden Gesichter mancher Crashpropheten, wenn sie über den nahenden Untergang berichten, haben was Hochpathologisches. Das ist schon sehr merkwürdig.

    • Avatar

      Kritisch on fire

      30. Juli 2020 18:39 at 18:39

      Hallo, mr. Colombo!
      Es geht mir doch ebenso darum wie ich mich persönlich bestmöglich aufstelle um die eine oder andere kommende Situation zu überstehen. Dafür habe ich in den letzten Jahrzehneten bereits so weit wie möglich vorgesorgt und versuche tagtäglich meine Situation zu verbessern und mein Vermögen zu sichern.
      Trotz alledem interresieren mich die von Dr. Krall so akkurat aufgestellten Szenarien ob überhaupt und wann diese eintreten werden, da er der einzige der sog. Crashpropheten ist der einen ziemlich exakten Zeitablauf beschreibt, resp. beschrieben hat. Für mich persönlich sind die Argumentationen schlüssig und es ist für mich durchaus spannend zu wissen ob er schlicht und ergreifend Recht hat ohne dass dies meine täglichen Entscheidungen beeinflussen würde.
      LG

      • Avatar

        Kritisch on fire

        30. Juli 2020 18:40 at 18:40

        Sorry – natürich COLUMBO!

      • Avatar

        leftutti

        30. Juli 2020 20:58 at 20:58

        @Kritisch on fire

        warum nennt man denn IHN inzwischen ohne Namen, bevor man weiß, wen oder was man schaut. Ist ER inzwischen gottgleich? Unabhängig davon, hat sich SEIN Zeitplan Jahr für Jahr verschoben, wie es alle Zeitpläne von Untergangspropheten seit Jahrtausenden tun.

        Es ist für mich durchaus spannend zu wissen ob er schlicht und ergreifend Recht hat ohne dass dies meine täglichen Entscheidungen beeinflussen würde
        Das klingt schizophren. Hätte er recht, würde das Ihre Entscheidungen nicht beeinflussen? Oder doch?!

        • Avatar

          Kritisch on fire

          31. Juli 2020 08:01 at 08:01

          @ LEFTUTTI
          Guten Morgen!
          War ja klar, dass sie wiedereinmal stänkern müssen!
          Nun, dass sie mit den Thesen von Dr. Krall wenig anfangen können sei ihnen völlig unbenommen, bringen sie aber in ihrer unendlichen Weisheit doch soviel Toleranz anderen gegenüber auf die nicht dieser, ihrer Meinung anheimfallen.
          Wie sie Schizophrenie beim Zitat meiner Aussage diagnostizieren können ist mir schleierhaft. Da ist auf der einen Seite die Beobachtung des Marktes im Vergleich zu den Thesen von Dr. Krall in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren und auf der anderen Seite meine täglichen Entscheidungen als Trader und seit Jahrzehnten meine Entscheidungen um mich und meine Familie bestmöglich vor solchen Dingen wie sie eben passieren können und meiner Auffassung auch werden zu schützen.
          Haben sie eine schöne Zeit und versuchen sie bei Diskussionen über welche Themen und mit welchen Personen auch immer mit einem gewissen Maß an Toleranz dem Gegenüber zu führen.
          LG

          • Avatar

            leftutti

            31. Juli 2020 17:42 at 17:42

            @Kritisch on fire, das bedauere ich sehr, aber dieser Kommentar stammt nicht aus meiner Feder. Nachdem auch @Michael Ähnliches berichtet hat, und die Kommentare zeitlich nur wenige Minuten auseinander liegen, vermute ich, dass ein Witzbold seine originellen und kreativen 10 Minuten hatte…

            Obwohl ich tatsächlich mit den Thesen des Herrn Krall nicht viel anfangen kann, sehe ich persönlich keinerlei Anlass für Kritik und „Stänkerei“ in Ihrem Kommentar.

            Auch Ihnen liebe Grüße!

    • Avatar

      Lausi

      30. Juli 2020 20:32 at 20:32

      @Columbo – Dieses schizophrene Grinsen mit dem diabolischen Leuchten in den Augen ist bei den Crashpropheten wirklich nur schwer zu ertragen! :-)

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Europa

ifo Index mit zweitem Rückgang in Folge – Lage ok, Erwartungen schwächer

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Soeben hat das ifo Institut den ifo Index für November veröffentlicht:

– ifo Geschäftsklimaindex 90,7 (Prognose war 90,1; Vormonat Oktober war 92,7) – das ist der zweite Rückgang in Folge nach zuvor fünf Monaten Anstieg in Folge

– aktuelle Lage 90,0 (Prognose war 87,0; Vormonat war 90,3)

– Erwartungen: 91,5 (Prognose war 93,5; Vormonat war 95,0)

Dazu Wohlrabe von ifo: Dienstleistungssektor spürbar schwächer, Industrie hat sich Abwärtsentwicklung entgegen gestemmt, Handel schwächer

Hier die Pressemitteilung des ifo:

„Die Stimmung in den deutschen Chefetagen hat sich verschlechtert. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im November auf 90,7 Punkte gesunken, nach 92,5 Punkten im Oktober. Der Rückgang war vor allem auf deutlich pessimistischere Erwartungen der Unternehmen zurückzuführen. Auch ihre aktuelle Lage bewerteten sie etwas weniger gut. Die Geschäftsunsicherheit ist gestiegen. Die zweite Corona-Welle hat die Erholung der deutschen Wirtschaft unterbrochen.

Das Verarbeitende Gewerbe ist der Lichtblick in diesem Monat. Das Geschäftsklima hat sich verbessert. Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Lage deutlich besser. Die Auftragseingänge stiegen, wenn auch langsamer als im Vormonat. Der Ausblick auf die kommenden Monate fiel jedoch merklich weniger optimistisch aus.

Im Dienstleistungssektor hat der Geschäftsklimaindikator merklich nachgegeben. Er liegt erstmals seit dem Juni wieder im negativen Bereich. Die zuletzt gute Lageeinschätzung hat sich deutlich eingetrübt. Zudem blicken erheblich mehr Unternehmen pessimistisch auf die kommenden Monate. Die Indikatoren im Bereich Hotels und Gastgewerbe sind regelrecht abgestürzt.

Im Handel hat sich das Geschäftsklima verschlechtert. Die Unternehmen waren mit ihrer aktuellen Lage weniger zufrieden. Auch die Erwartungen trübten sich merklich ein. Insbesondere die Einzelhändler berichteten von deutlich weniger gut laufenden Geschäften.

Im Bauhauptgewerbe hat der Index leicht nachgegeben. Die Baufirmen bewerteten ihre aktuelle Lage etwas besser als im Vormonat. Ihre Erwartungen hingegen fielen etwas pessimistischer aus.“

Der ifo Index ist das wichtgiste deutsche Konjunkturbarometer

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Europa

Deutsche Wirtschaft: Einkaufsmanager – Lage mau, aber Optimismus wegen Impfstoff

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Soeben wurde der Einkaufsmanagerindex für deutsche Wirtschaft (Markit PMI; erste Veröffentlichung für November) veröffentlicht – einer der zentralen Indikatoren für die deutsche Konjunktur:

Gesamtindex: 52,0 (Prognose war 50,4; Vormonat war ,)

Verarbeitendes Gewerbe: 57,9 (Prognose war 56,5; Vormonat war 58,2)

Dienstleistung: 46,2 (Prognose war 46,3; Vormonat war 49,5)

Kurz zuvor war der Einkaufsmanagerindex aus Frankreich mit 49,1 für Gewerbe (Prognose war 50,1; Vormonat war 51,3) und mit 38,0 für Dienstleistung (Prognose war 37,7; Vormonat war 46,5) veröffentlicht worden.

Zu den Daten aus Deutschland kommentiert Phil Smith von Markit, das die Umfrage ausgeführt hat:

„Wie erwartet wirkten sich die neuerlichen Lockdown-Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie negativ auf die deutsche
Wirtschaft aus. Die aktuellen PMI-Vorabschätzungen zeigen, dass der Servicesektor aktuell wieder so tief in der Krise steckt wie im Mai.
Die Widerstandskraft der Industrie, die vor allem von den Exportsteigerungen nach Asien profitierte, bekräftigt uns allerdings in der Annahme, dass ein möglicher Abschwung im vierten Quartal 2020 deutlich schwächer ausfallen dürfte als im ersten Halbjahr. Die positiven Nachrichten um die Entwicklung eines Corona-Impfstoffs verliehen der Stimmung unter den deutschen Unternehmen jedenfalls Auftrieb, von denen viele jetzt auf eine Rückkehr zur Normalität in den nächsten zwölf Monaten hoffen. Dies dürfte auch den jüngsten Daten zum Arbeitsmarkt zu Gute gekommen sein, die zeigen, dass sich die Lage in der Industrie der Stabilisierung weiter angenähert hat und die Beschäftigung im Servicesektor weiter gestiegen
ist.“

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Europa

Verbraucherpreise in Eurozone dritten Monat in Folge in Deflation – Zweiteilung des Kontinents

Claudio Kummerfeld

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Geldbörse in der Klemme

Die europäische Statistikagentur Eurostat hat heute die ausführlichen und endgültigen Ergebnisse für die Verbraucherpreise im Oktober veröffentlicht. Mit -0,3 Prozent im Jahresvergleich hängen sie nun den dritten Monat in Folge in der Deflation (Vormonate -0,3 Prozent und -0,2 Prozent). Auffällig bleibt wie in den Vormonaten, dass Osteuropa zu großen Teilen eine Art Deflations-Abwehr darstellt. Wo einige Länder noch nicht den Euro haben, ist Inflation klar erkennbar – oft sogar mehr als deutlich. So hat die Gesamt-EU im Oktober auch einen Wert von +0,3 Prozent hingelegt. Man muss es sich mal vorstellen. Länder wie die Slowakei, Rumänien, Tschechien, Ungarn und Polen liefern Steigerungen der Verbraucherpreise zwischen +1,6 Prozent und 3,8 Prozent (siehe rechter Teil der Grafik).

Grafik zeigt Veränderungen der Verbraucherpreise pro Land

In den Details für die Eurozone sieht man: Die Verbraucherpreise für Lebensmittel legen zu, jetzt mit einer Steigerungsrate von +2,0 Prozent. Die Energiepreise ziehen mit -8,2 Prozent den Schnitt weiterhin kräftig nach unten. Aber auch die Dienstleistungen sind mit schuldig mit nur noch +0,4 Prozent, wo man noch im Juni Steigerungsraten über 1 Prozent sah. Hier schlägt wohl auch die deutsche Mehrwertsteuersenkung zu Buche, die seit Juli in Kraft ist. Aber abwarten. Ab Januar, wenn die Mehrwertsteuersenkung in Deutschland wieder rückgängig gemacht wird, dürften die Verbraucherpreise wieder auf die Null-Linie kommen – auch für die Eurozone?

Grafik zeigt Details der Verbraucherpreise

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