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Deutschland das ökonomische Wunder-Märchenland – hier einige Zahlen

FMW-Redaktion

Deutschland produziert nur noch wirtschaftliche Sensationsmeldungen. Gut, an einigen Stellen haben viele Menschen nichts davon, aber dennoch sind die Gesamtzahlen sensationell. Ganz frisch veröffentlichte offizielle Daten belegen das. Fangen wir mit etwas ganz Leichten zum Aufwärmen an.

Baugewerbe

Ziemlich überraschend für Beobachter zeigt der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im Vergleich von November auf Dezember 2017 einen Zuwachs von 16,8%. Hallo, ein Plus von 16,8% im Monatsvergleich! Auch wenn das Statistische Bundesamt erklärt, dass die Vergabe von Großaufträgen hierbei eine große Rolle spielt, ist dies dennoch eine sensationelle plötzliche Steigerung! Von Dezember 2016 auf Dezember 2017 ist es ein Plus von 21,8%. Ein höherer Auftragseingang im Dezember eines Jahres war zuletzt vor 23 Jahren erreicht worden (1994: 6,9 Milliarden Euro).

Einnahmesteigerungen

Das Statistische Bundesamt spricht vom sogenannten „Volkseinkommen“. Dies ergibt sich aus Arbeitnehmerentgelt (+ 4,2%) sowie den Unternehmens- und Vermögenseinkommen (+5,1%). Es steigt von 2016 auf 2017 um 4,5%. Die Bruttolöhne der Arbeitnehmer waren um 4,3%, die Nettolöhne um 3,7% höher als ein Jahr zuvor. Im Durchschnitt je Arbeitnehmer stiegen die Löhne und Gehälter weniger stark (brutto um 2,6% und netto um 2,0%), da auch die Anzahl der Arbeitnehmer im Vergleich zum Vorjahresquartal zunahm (+ 1,7%). Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte erhöhte sich um 3,2% und damit etwas stärker als die privaten Konsumausgaben in jeweiligen Preisen (+ 2,9%). In jeweiligen Preisen gerechnet war das Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal 2017 um 4,0% und das Bruttonationaleinkommen um 4,2% höher als im vierten Quartal 2016.

Arbeitsmarkt

Die Zahl der Erwerbstätigen (freie Wirtschaft + Staatsbedienstete + Selbständige) lag im letzten Quartal bei 44,7 Millionen Menschen. Das sind 642.000 oder 1,5% mehr als im 4. Quartal 2016. Die gesamtwirtschaftliche Arbeitsproduktivität, gemessen als preisbereinigtes Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigenstunde, lag ersten vorläufigen Berechnungen zufolge deutlich über dem Niveau des Vorjahresquartals (+ 1,6%). Je Erwerbstätigen gerechnet ist die Arbeitsproduktivität um 0,8% gestiegen.

Wertschöpfung

Wir sagen es immer wieder. Leute Leute, Banken und Versicherungen haben für Arbeitssuchende keine Zukunft. Das zeigt sich auch bei den folgenden Zahlen. Zitat Statistisches Bundesamt:

Bruttowertschöpfung in nahezu allen Wirtschaftsbereichen gestiegen

Auf der Entstehungsseite des Bruttoinlandsprodukts war die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Schlussquartal 2017 bis auf die Finanz- und Versicherungsdienstleister (– 0,1 %) in allen Wirtschaftsbereichen höher als ein Jahr zuvor. Die höchsten Zuwachsraten gab es im Verarbeitenden Gewerbe (+ 4,4 %) sowie im Bereich Information und Kommunikation (+ 4,2 %). Insgesamt war die preisbereinigte Bruttowertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche um 2,5 % höher als im vierten Quartal 2016.

Außenhandel

Der Trend im Außenhandel geht aktuell wieder hin zu einer noch stärkeren Ausweitung des Außenhandelsüberschusses. Zitat:

Zum Jahresende 2017 legten neben den Exporten von Waren und Dienstleistungen (+ 5,6 %) auch die Importe (+ 4,8 %) gegenüber dem vierten Quartal 2016 deutlich zu. Der Außenbeitrag als Saldo zwischen Exporten und Importen hatte rein rechnerisch einen Effekt von + 0,8 Prozentpunkten auf das BIP-Wachstum im Vorjahresvergleich.

Positive Wachstumsimpulse kamen im Vorquartalsvergleich (preis-, saison- und kalenderbereinigt) überwiegend aus dem Ausland: Nach vorläufigen Berechnungen legten die Exporte im vierten Quartal 2017 mit + 2,7 % stark zu und trugen deutlich zum Wirtschaftswachstum bei. Die Importe stiegen gleichzeitig um 2,0 %



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1 Kommentar

  1. Oh wie ist das schön,oh wie ist das schön!Sowas hat man lange nicht gesehn,so schön,so schön!Dieser alte „Gassenhauer“trifft auf den obigen Artikel zu wie die berühmt-berüchtigte Faust aufs Auge.Allerdings wird er/sie auch genauso wirken.Zu Zeiten ökonomischen Sachverstands hiess es lapidar:Konjunkturprogramme sind Strohfeuer!Wobei ich glaube,dass damals keiner Dimensionen heutiger Art mit „ultralockerer Geldpolitik und Negativzinsen“für möglich hielt!Sparern und Versicherungskunden dämmert schon,dass Sie es sein werden,welche die vielen europäischen Free-Lunches bezahlen werden.Unsere,vorwiegend global und an sich selber denkenden Volksvertreter,bemerken dazu nur:Stellt Euch nicht so an,wir schaffen das!Die Alternativlosband Geier (Bundesadler!) Sturzflug (irgendwie passend!) singt dazu:Wenn früh am Morgen die Werkssirene dröhnt….P.s.Banken und Versicherungen haben für Arbeitssuchende keine Zukunft.Zumindest für Banken gilt das nicht.Sie sind nämlich systemrelevant und werden daher gerettet auf Teufel komm raus!Also auf und in die Hände gespuckt!

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