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Anleihen

Deutschland verdient an heutigem Anleiheverkauf 58 Millionen Euro

Claudio Kummerfeld

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Deutschland (besser gesagt der deutsch Staat) macht heute wieder mal gut Kasse. Und das wie so oft in den letzten Jahren mit der Aufnahme neuer Schulden. Ja, so läuft das! Die Finanzagentur Deutschland GmbH hat im Auftrag des Bundes heute fünf Jahre laufende Bundesobligationen zum Verkauf angeboten mit einem Volumen von 4 Milliarden Euro. Dabei gab es eine Nachfrage im Volumen von 4,99 Milliarden Euro. Davon war ein Nachfragevolumen von 3 Milliarden Euro unlimitiert. Die Käufer waren also bereit jeden angebotenen Kurs zu bezahlen.

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Bei einem Zinskupon von 0,00% und fünf Jahren Laufzeit lag der heutige Verkaufskurs bei 101,84% (Anleihekurse notieren immer in Prozentpunkten). Die Emissionsrendite lag bei -0,36%. Das ist heftig! Vor vier Wochen lag die Emissionsrendite der vorigen Emission dieser fünfjährigen Anleihen noch bei -0,29%. Selbst von dem Hauch einer Idee von Zinswende ist also am Emissionsmarkt immer noch nichts zu spüren. Die Rendite für Kurzläufer mit 2 und 5 Jahren sinkt weiter ins Negative.

Verkauft wurden nicht 4 Milliarden, sondern nur 3,162 Milliarden Euro Volumen. Die Differenz von 838 Millionen Euro floss in die sogenannte Marktpflegequote. Denn wenn rein theoretisch alle heutigen Käufer ihre Bundesobligationen bis Laufzeitende in ihren Depots liegen lassen, gäbe es am Markt keine Handelbarkeit der Papiere. Diese Liquidität garantiert die Finanzagentur mit der Marktpflegequote. Sie bietet somit für zukünftig Kaufwillige eine Handelbarkeit am freien Anleihemarkt im Volumen von nominal 838 Millionen Euro.

Also darf Olaf Scholz heute mal wieder mit Konfetti rumwerfen im Ministerium. Denn der deutsche Staat macht mal wieder mit so einem Kurzläufer wie heute einen wunderbaren satten Gewinn. Auch wenn wir es schon tausendmal erwähnt haben. Es ist die Perversion jeder Logik, dass ein Gläubiger nicht nur Geld dafür zahlen muss (Negativrendite), sondern sich auch noch freiwillig darum reißt einem Schuldner Geld leihen zu dürfen. Ein Nominalwert von 3,162 Milliarden Euro wurde heute tatsächlich verkauft. Der tatsächliche Verkaufserlös lag dank einem Kurs von 101,84% aber bei 3,22 Milliarden Euro. Da man in fünf Jahren aber nur den Nominalwert von 3,162 Milliarden Euro zurückzahlen muss, streicht man heute per sofort einen Gewinn ein in Höhe von 58 Millionen Euro!

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Anleihen

Goldpreis vs Anleiherenditen: Eindeutiger Langfristvergleich

Claudio Kummerfeld

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Mehrere Gold-Barren

Der Goldpreis wird von vielen Faktoren beeinflusst. Da wäre zum Beispiel der US-Dollar, und natürlich das allgemeine Risk On/Risk Off-Szenario. Sind die Anleger bereit aufgrund diverser Faktoren mehr Risiko einzugehen, verkaufen sie Gold und kaufen Aktien, und umgekehrt. Je mehr die Notenbanken Geld drucken und je mehr die Staaten sich verschulden, desto wichtiger erscheint vielen Anlegern auf lange Sicht auch Gold als sicherer Fluchthafen vor Inflation, und der Goldpreis steigt.

Aber vor allem werden auch die Anleiherenditen als wichtiger Beeinflussungsfaktor für den Goldpreis herangezogen. Je mehr Rendite man für Staatsanleihen erhält, desto weniger attraktiv ist das zinslose Gold bei Anlegern. Schauen wir daher mal auf den folgenden Chart, ob man langfristig eine echte Verbindung zwischen Gold und Anleiherenditen erkennen kann. Hier sehen wir seit Anfang 2016 in blau den steigenden Goldpreis, der seitdem 69 Prozent zulegen konnte. Die in orange verlaufende Anleiherendite (für zehnjährige US-Staatsanleihen) ist seitdem um 46 Prozent gesunken (langfristig gesunkenes Zinsniveau). Man sieht eine klare negative Korrelation. Je tiefer die Anleiherenditen, desto besser für den Goldpreis. Das jüngste Ansteigen in der Rendite hat dem Goldpreis einige Schwierigkeiten bereitet, und seinen weiteren Anstieg erst einmal ausgebremst.

Chart zeigt Goldpreis gegen Anleiherenditen seit dem Jahr 2016

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Anleihen

Andre Stagge: Steigende US-Rendite, US-Wahl, Aktienmarkt – sein aktuelles Trading

Redaktion

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Der Experte Andre Stagge spekuliert aktuell auf die steigende Rendite für US-Staatsanleihen, und hat daher den Future für Staatsanleihen geshortet (Renditen und Kurse bewegen sich logischerweise immer exakt gegenläufig). Im folgenden brandaktuellen Video erklärt er die derzeitigen Zusammenhänge am Kapitalmarkt. Als da wäre die heutige Wichtigkeit der US-Wahl in Georgia und deren Folgewirkungen auf die US-Politik und die Kapitalmärkte. Auch geht es darum, dass steigende Aktienmärkte und steigende Anleiherenditen dauerhaft nicht parallel existieren können. Denn es ist, wie es ist. Deutlich höhere Renditen machen Anleihen attraktiver und sorgen eigentlich für einen Geldfluss raus aus Aktien.

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Anleihen

Hellmeyer, Halver, Leber und Co – optimistisch ins neues Jahr!

Claudio Kummerfeld

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Wie wird das Börsenjahr 2021 laufen, und wie werden einzelne Anlageklassen wie Aktien, Gold oder Anleihen performen? Dazu äußern sich im folgenden Video Folker Hellmeyer von Solvecon Investment, Robert Halver von der Baader Bank, Frank Fischer von Shareholder Management, Thomas Romig von Assenagon, Dr. Hendrik Leber von ACATIS und Johannes Hirsch von antea. Natürlich hat jeder der hier gezeigten Personen im Detail unterschiedliche Standpunkte. Aber wenn man das große Bild betrachtet, dann herrscht für den Aktienmarkt doch ein recht großer Optimismus. Klar, die Coronakrise scheint mit dem Impfungen ein Ende zu finden, und Joe Biden bringt Ruhe in die Kiste, nach vier chaotischen Trump-Jahren. Aber gelten „Experten“ mit ihren Jahresaussichten nicht oft als Kontra-Indikatoren? Aber gut, bilden Sie sich Ihre eigene Meinung. Die Begründungen der Experten sind jedenfalls inhaltlich schlüssig und durchaus nachvollziehbar.

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