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Europa

Deutschland: Vermögenspreise stiegen erstmals mehr als +9%!

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FMW-Redaktion

Während die offiziellen Verbraucherpreise in der Eurozone der EZB offenkundig noch zu niedrig sind, als dass sie mit der Normalisierung der Geldpolitik beginnen wollte, zeigen sich bei den Vermögenspreisen stark inflationäre Tendenzen in Deutschland! Zu den Vermögenspreisen zählen z.B. Aktienpreise, Immobilienpreise und Betriebs-Vermögen von Unternehmen (siehe dazu mehr unten).

Und bei diesen Vermögenspreisen purzelt zuletzt ein Rekord nach dem anderen! So gab es zuletzt neue Rekorde im 2.Quartal 2017, dann im 3.Quartal 2017 – und wie heute nun Flossbach von Storch mitteilt, haben wir auch im 4.Quartal einen neuen Höchstwert erreicht mit einem Astieg zum Vorjahresquartal um 9,3%!

 

Dazu Flossbach von Storch im Wortlaut:

„Die Vermögenswerte deutscher Haushalte verteuern sich zum Ende des vierten Quartals 2017 um 9,3% im Jahresvergleich. Nach den Rekorden im zweiten und dritten Quartal ist dies der dritte Rekordwert in Folge. Selbst unter Berücksichtigung des aktuellen Preisverfalls an den Aktienmärkten, beträgt die Preissteigerung im Jahresvergleich immer noch 9,0%.

Sachwerte und Aktien steigen unaufhörlich

Immobilien notieren mit +8,2% im Jahresvergleich auf Rekordniveau. Auch Preise für Aktien (+11,8%) und Betriebsvermögen (+24,1%) steigen stark an.

Wohlhabende und ältere Haushalte sind die Gewinner

Nach wie vor profitieren die wohlhabendsten Haushalte und Personen vor Renteneintrittsalter von den steigenden Vermögenspreisen am stärksten, da sie anteilsmäßig das größte Betriebs-vermögen besitzen und über ein großes Immobilienvermögen verfügen.

Der Gesamtindex entspricht der gewichteten Preisentwicklung des Sach- und Finanzvermögens, welches sich im Besitz deutscher Haushalte befindet. Zum Sachvermögen zählen neben Immobilien- und Betriebsvermögen auch langlebige Verbrauchsgüter sowie Sammel- und Spekulationsobjekte. Das Finanzvermögen unterteilt sich in Aktien, Rentenwerte, Spar- und Sichteinlagen sowie in sonstige Finanzwerte. Immobilien stellen mit Abstand den größten Posten (60,6%) dar, gefolgt von Betriebsvermögen (14,2%) und Spar- bzw. Sichteinlagen (11,0%).


Grafik: Flossbach von Stroch Research Institute/destatis – durch anklicken vergrößern!

Wenn man derartige Zahlen sieht, stellt sich doch die Frage, ob es ausreicht, nur die Verbraucherpreise heranzuziehen (die ohnehin aus einem umstrittenen Waren-Korb bestehen). Wenn eine Notenbank Geldpolitik betreibt und als Mandat Geldwertstabilität hat, dann müsste sie eigentlich auch die Vermögenspreise mit einbeziehen, um ein realistisches Bild von der tatsächlichen Preis-Entwicklung zu haben. Dass genau dies nicht geschieht, scheint uns kein Zufall zu sein: die Fokussierung auf die Verbraucherpreise erlaubt der EZB das Festhalten an einer Geldpolitik, die aus einer Zeit einer heftigen Kirse stammt und derzeit an den ökonomischen Realitäten (vor allem in Deutschland) weit vorbei geht!

Für Deutschland gilt: die EZB betreibt eine Krisen-Politik in während einer boomenden Hochkonjunktur! Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass die Dinge irgendwann völlig aus dem Ruder laufen werden, wenn eine Krisenpolitik in Boom-Phasne betrieben wird – zumal mit Frankreich, aber auch Spanien und Portugal die Euro-Peripherie sehr starke Aufwärtstendenzen zeigt!

11 Kommentare

11 Comments

  1. Marcus

    15. Februar 2018 15:43 at 15:43

    Den Betrug bei der Inflationsrate setzen aber alle Zentralbanken um, nicht nur die EZB ! Genau aus diesen Gründen können Inflationsmessungen von offizieller Seite nicht ernst genommen werden.

    • tm

      15. Februar 2018 15:54 at 15:54

      Wieso? Weshalb sollten Aktienkurse mit in die Verbraucherpreisinflation aufgenommen werden?

      • Marcus

        15. Februar 2018 17:16 at 17:16

        Die Art der Inflationsberechnung ist Selbstbetrug weil die Zentralbanken die Vermögenspreise vollkommen außer acht lassen. Aber das kapieren die Betonköpfe von Ökonomen nicht das sich Inflation auf verschiedene Arten zeigt, und nicht nur an einem Warenkorb oder Lohnerhöhungen.

      • Michael

        16. Februar 2018 00:09 at 00:09

        @tm, keiner schreibt oder sagt, dass die Aktienkurse in die Verbraucherpreisinflation aufgenommen werden sollen. Es werden einzig die inflationären Tendenzen bei den Vermögenspreisen thematisiert.
        Lesen Sie eigentlich die Artikel oder kritisieren Sie nur grundsätzlich reflexhaft?

  2. tm

    15. Februar 2018 15:53 at 15:53

    „Die Vermögenswerte deutscher Haushalte verteuern sich zum Ende des vierten Quartals 2017 um 9,3% im Jahresvergleich“

    Ein Anstieg der Vermögenswerte ist nicht gleichbedeutend mit einem Preisanstieg, da auch gespart wird.

  3. leser

    15. Februar 2018 16:34 at 16:34

    Wenn man am FIAT-Geld festhalten will (will ich nicht), dann sollte man die Geldmengensteuerung einem Computer übertragen und den Schlüssel zum Computerraum wegwerfen. Auf dem PC würde ein ganz einfaches Programm laufen: Wenn das BIP steigt, erhöhe die Geldmenge entsprechend. Und umgekehrt.

  4. Olaf

    15. Februar 2018 18:28 at 18:28

    Das ist wie bei MSM, da wird von Wachstum geredet von Exportweltmeisrer und wie die Steuern sprudeln . Augen zu und was man nicht sieht ist auch nicht da.

  5. Olaf

    15. Februar 2018 18:34 at 18:34

    Noch was , Gold wird ruhig gestellt ins Koma gelegt. Aber der Patient ist Beim wach werden. Er zeigt erste Anzeichen .

    • Columbo

      15. Februar 2018 19:45 at 19:45

      Wer hätte das gedacht, Gold ist ein Patient im Koma, der jetzt erwacht, das ist sensationell. Sind Sie Arzt @Olaf? Denn derartige Diagnosen gelingen doch nur nach jahrelangem Medizinstudium.

  6. Achim Emmenegger

    16. Februar 2018 08:44 at 08:44

    @ Ja Ja Olaf ,der Patient ist schon etwa seit 2008,als Lehmann pleite ging und das Gemerkel mit dem Steinbrück mal schnell in der Glotze den Dummbürgern die Spareinlagen garantieren musste,wieder total gesundet. Er kriegt aber tägliche Narkosinjektionen,am Liebsten wollte man ihn umbringen und begraben,aber er ist unsterblich und versucht ständig aufzuwachen,wehe dem Tag wenn ihm dies gelingt.

  7. Achim Emmenegger

    16. Februar 2018 08:49 at 08:49

    Ach ja und die Kameraden von Bankrottlehmann wollen in aller Regelmässigkeit wieder sterben, würde man Ihnen nicht regelmässig grosszügige Vitaminspritzen verabreichen so wären Sie denn alle schon lange tot–))

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Europa

Aktuell: Deutsche Industrie leicht erholt – aber „Gefahr anhaltender Rezession“

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Soeben wurden die deutschen Einkaufsmanagerindizes (Markit PMI; August) veröffentlicht:

 

Verarbeitendes Gewerbe 43,6 (Prognose war 43,0; Vormonat war 43,2)

 

Dienstleistung  53,3  (Prognose war 52,5; Vormonat war 52,6)

 

Gesamtindex 54,4  (Prognose war 50,5; Vormonat war 50,9)

 

Dazu Phil Smith von Markit, das die Daten erhebt:

 

„Die deutsche Wirtschaft blieb auch im August zweigeteilt: Der Servicesektor expandierte weiter, die Industrie steckte noch immer tief in der Krise. Zwar hat sich das Wirtschaftswachstum leicht beschleunigt, die Gefahr einer anhaltenden Rezession im dritten Quartal 2019 ist damit jedoch keineswegs gebannt – insbesondere vor dem Hintergrund besorgniserregender Frühindikatoren. Der Service-Index hat leicht nachgegeben, er kennzeichnet allerdings noch immer robustes Wachstum. Bei einigen Unterindizes zeigen sich jedoch auch bei den Dienstleisternerste Risse, zum Beispiel beim Auftragseingang, der kaum noch Zuwächse auswies, und bei den Geschäftsaussichten, die auf den tiefsten Wert seit knapp fünf Jahren gesunken sind. Auch in der Industrie hat sich der Ausblick weiter verschlechtert und ist mittlerweile auf einem Rekordtief. Überdies schlug sich die hartnäckige Auftragsflaute immer deutlicher auf dem Arbeitsmarkt nieder. So kam der Stellenaufbau fast zum Erliegen, was auf Kapazitätsüberhänge und ein generell miserables Geschäftsklima zurückzuführen war.“

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Europa

Erzeugerpreise mau: Strom +8,4%, Schweine +18%, Kartoffeln +16%, Butter -31%

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Die Erzeugerpreise sind neben den Großhandelspreisen und Importpreisen der wichtige Indikator für die letztendlichen Verbraucherpreise (Inflation). Vor wenigen Augenblicken hat das Statistische Bundesamt die Erzeugerpreise für den Monat Juli veröffentlicht. Sie steigen um 1,1% gegenüber Juli 2018. Die prozentuale Steigerungsrate ist somit weiter rückläufig nach 1,2%, 1,9% und 2,5% in den drei Vormonaten. Ohne Erzeugerpreise für Energie wäre der Schnitt nur um 0,7% gestiegen. In den einzelnen Bereichen erzeugter Produkte sieht man enorme Preisveränderungen gegenüber dem Vorjahr.

Hier Details der Statistiker im Wortlaut:

Den höchsten Einfluss auf die Entwicklung der Erzeugerpreise insgesamt hatte im Juli 2019 die Preisentwicklung bei elektrischem Strom. Dieser war um 8,4 % teurer als im Juli 2018 (+2,2 % gegenüber Juni 2019). Energie insgesamt war um 2,1 % teurer als ein Jahr zuvor. Gegenüber dem Vormonat Juni 2019 stiegen die Energiepreise um 0,7 %.

 

Verbrauchsgüter waren im Juli 2019 um 1,7 % teurer als im Juli 2018. Gegenüber dem Vormonat Juni 2019 sanken diese Preise um 0,2 %. Nahrungsmittel waren um 2,2 % teurer als im Vorjahresmonat. Die höchsten Preisveränderungen gegenüber dem Vorjahresmonat wiesen auch im Juli 2019 Schweinefleisch (+18,1 %) und verarbeitete Kartoffeln (+15,8 %) auf. Billiger als im Juli 2018 waren insbesondere Butter (-31,4 %) und Zucker (-16 %). Kaffee kostete 6,3 % weniger als ein Jahr zuvor.

Die Preise für Investitionsgüter lagen im Juli 2019 um 1,5 % höher als ein Jahr zuvor. Gebrauchsgüter waren im Juli 2019 um 1,3 % teurer als im Juli 2018.

Vorleistungsgüter waren im Juli 2019 um 0,7 % billiger als im Juli 2018. Einen stärkeren Preisrückgang gegenüber dem Vorjahresmonat hatte es letztmalig im September 2016 gegeben (-1,1 %). Gegenüber dem Vormonat Juni 2019 sanken diese Preise um 0,4 %. Billiger als ein Jahr zuvor waren vor allem elektronische integrierte Schaltungen (-14 %). Metallische Sekundärrohstoffe kosteten 13,6 % weniger, Metalle 2,7 % weniger. Einen überdurchschnittlich hohen Preisanstieg gegenüber dem Vorjahresmonat wiesen unter anderem Edelmetalle und Halbzeug daraus (+10,8 %), Düngemittel und Stickstoffverbindungen (+7,8 %) und Getreidemehl mit einem Plus von 7,0 % auf.

Erzeugerpreise Juli Chart

Erzeugerpreise Deutschland Juli

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Europa

Leistungsbilanz Eurozone: Überschuss sinkt deutlich, so gering wie seit 2017 nicht mehr

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Die sogenannte „Leistungsbilanz“ beinhaltet nicht nur Außenhandelsüberschüsse und Defizite im Warenhandel, sondern auch aus Dienstleistungen, Kapitalerträge usw. Sie spiegelt also den effektiven Geldfluss wieder und gibt an, ob ein Land oder ein Wirtschaftsraum unterm Strich Mittelzuflüsse oder Mittelabflüsse erlebt. Für die Eurozone hat die EZB heute den aktuellsten Wert für die Leistungsbilanz für den Monat Juni präsentiert. Mit einen Überschuss von 18,0 Milliarden Euro hat man 11,7 Milliarden Euro schlechter abgeschnitten als noch im Mai mit +29,7 Milliarden Euro.

Im Januar (sechster Balken von rechts) gab es ein kurzes Aufflackern nach oben, was im Februar und März nach unten korrigiert wurde. Jetzt hat der Überschuss den niedrigsten Wert seit Anfang 2017 erreicht. Die Grafik zeigt den gesamten Saldo als blaue Linie, wo man aktuell den Abwärtshaken erkennen kann. Das Sekundäreinkommen (blaue Balken) ist ansteigend. Dabei geht es um Gelder, die von Ausländern in der Eurozone verdient und dann in ihre Heimat transferiert werden. Dieses Geld wird also den Volkswirtschaften in der Eurozone entzogen, und ist somit der einzige Negativwert bei der Errechnung der Leistungsbilanz.

Dann haben wir den Warenhandel (orange Balken), der traditionell für Europa dank der Exporte immer im positiven Bereich liegt, vor allem dank der immensen deutschen Überschüsse. Man kann im letzten Balken (Juni) einen Rückgang im Warenhandelsüberschuss sehen in Relation zum Vormonat. Der rote Balken steht für die Überschüsse im Außenhandel mit Dienstleistungen. Auch er schrumpft Das Primäreinkommen (in grün, vor allem Kapitalerträge und Investments aus dem Ausland) wird ebenfalls kleiner!

 

In den 12 Monaten bis inklusive Juni 2019 entstand für die Eurozone ein Überschuss in der Leistungsbilanz in Höhe von 318 Milliarden Euro. In den 12 Monaten davor (bis Juni 2018) waren es noch +391 Milliarden Euro. In diesem aussagekräftigeren Vergleich erkennt man einen deutlichen Rückgang der Überschüsse. Aber hey… im Vergleich zur Außenhandelsstatistik der USA leben wir hier immer noch in paradiesischen Zuständen. Es strömt netto viel Geld nach Europa.

Leistungsbilanz Eurozone Juni

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