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Europa

Stabilisierung auf niedrigem Niveau Deutschland: Wirtschaft schrumpft dritten Monat in Folge

Der freie Fall scheint zunächst gestoppt

Deutschland Wirtschaft schrumpft

Soeben wurde der Einkaufsmanagerindex für die Wirtschaft in Deutschland (Markit PMI/S&P Global; erste Veröffentlichung für September) veröffentlicht: die deutsche Industrie bleibt weiter tief in der Rezession, aber der freie Fall scheint zunächst gestoppt, wie die Daten zeigen. Der Dienstleistungssektor schrumpft in diesem Monat nur noch leicht (anders als im Vormonat als es rasant bergab gegangen war).

Hier die aktuellen Zahlen für den September:

Verarbeitendes Gewerbe: 39,8 (3-Monatshoch, Prognose war 39,5; Vormonat war 39,1). Damit bleibt die deutsche Industrie weiter tief in der Rezession – alle Werte unter 50 bedeuten Schrumpfung

Dienstleistung: 49,8 (2-Monatshoch; Prognose war 47,2; Vormonat war 47,3)

Gesamtindex: 46,2 (2-Monatshoch; Prognose war 44,8; Vormonat war 44,6)

Dazu schreibt S&P Global, das die Daten erhebt:

„Der hartnäckige Nachfragerückgang nach Industrieerzeugnissen und Dienstleistungen hat dafür gesorgt, dass die deutsche Wirtschaft im September den dritten Monat in Folge geschrumpft ist. Dies ergab die aktuelle, von S&P Global erstellte HCOB- ‚Flash‘-PMI®-Umfrage. Trotz des beschleunigten Kostenauftriebs wurden die Verkaufspreise aufgrund der Nachfrageflaute mit der niedrigsten Rate seit über zweieinhalb Jahren angehoben. Und im Zuge abnehmender Auftragsbestände und pessimistischer Geschäftsaussichten sank die Beschäftigung erstmals seit Dezember 2020 wieder leicht.“

Und Cyrus de la Rubia kommentiert für S&P Global:

„Der PMI für den Dienstleistungssektor in Deutschland hat im September seine Talfahrt gestoppt und nähert sich der 50-er Marke. Das ist grundsätzlich eine angenehme Überraschung. In Bezug auf das Wachstum bedeutet dies aber lediglich, dass die Aktivität nach dem Rückgang im August im Großen und Ganzen gleich geblieben ist. Unser Nowcast für den Dienstleistungssektor, der die PMI-Daten berücksichtigt, deutet daher weiterhin auf einen Rückgang der Wirtschaftsleistung im dritten Quartal hin.

Es ist kein Geheimnis, dass die deutsche Industrie in letzter Zeit in die Knie gegangen ist. Die HCOB-PMIs deuten jedoch darauf hin, dass es nicht mehr so schnell bergab geht, was unter anderem an einem langsameren Rückgang bei den Auftragseingängen und der schwächeren Reduzierung der Einkaufsmenge abzulesen ist. Dennoch deutet unser Nowcast für die Produktion im verarbeitenden Gewerbe, der die PMI-Zahlen enthält, auf eine Verringerung um mehr als 2 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal hin.

Die PMI-Zahlen zeigen, dass im verarbeitenden Gewerbe immer noch Deflation herrscht. Die Preise für Rohstoffe und Vormaterialien sinken weiter, nur nicht mehr so schnell wie zuvor. Das liegt wahrscheinlich an den Energiekosten, die in den letzten Wochen in die Höhe geschossen sind. Die Erzeugerpreise hingegen sind geringfügig schneller gesunken als im Vormonat.

Der HCOB Composite PMI bestätigt unsere Einschätzung, dass Deutschlands BIP nach dem Abschwung Ende 2022 und Anfang 2023 im laufenden Quartal erneut schrumpfen wird. Unsere aktuelle Prognose deutet auf einen ziemlich markanten BIP-Einbruch von 1 Prozent gegenüber dem Vorquartal hin. Einige wichtige Teilindikatoren wie das Neugeschäft und die Auftragsbestände, die eine Talsohle zu erreichen scheinen, geben jedoch Anlass zur Hoffnung auf ein Ende des Abschwungs im neuen Jahr.“



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1 Kommentar

  1. Dazu was Aktuelles zum Thema „Wir können alles … “

    https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2023/un-scholz-leerer-saal/

    Das Photo soll von „picture alliance/dpa“ sein, kann man kaum glauben…

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