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Die Bankrotterklärung von Mario Draghi! Marktgeflüster (Video)

Der heutige Auftrritt von Mario Draghi war eine Art Bankrotterklärung: der Römer wiederholtevariiert den Draghi-Schwur aus dem Jahr 2012..

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Der heutige Auftrritt von Mario Draghi war eine Art Bankrotterklärung: der Römer wiederholte (aus Verzweiflung?) variiert den Draghi-Schwur aus dem Jahr 2012 mit seiner Aussage, man könne „alle Instrumente“ (welche dahte er bezeichnenderweise nicht!) zum Einsatz bringen wenn nötig. Aber ein Blick auf das, was die EZB-Politik wirklich erreicht hat, zeigt Deprimierendes – so stieg etwa der Überschuss der deutschen Target2-Salden im März so stark wie noch nie, die Kreditnachfrage stagniert, nur die Bilanzsumme der EZB wächst beständig weiter! I den USA steigen die Verbraucherpreise so stark wie seit Anfang 2018 nicht mehr – und die millionenschweren US-Bankenchefs werden vor dem US-Abgeordnetenhaus vorgeführt wie Schuljungen. Der Dax hält sich heute tapfer..

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Hinweis: Am Freitag beginnt mit den US-Banken die Berichtssaison – der vermutlich entscheidende Trigger für die Kurse an der Wall Street! Im morgigen Live-Webinar (11.04.2019, 20.00Uhr) werfen wir einen tiefer gehenden Blick in das, was zu erwarten ist – zum Beispiel anhand von Frühindikatoren.

Das Webinar können Sie unter folgendem link live mitverfolgen:

https://www.youtube.com/watch?v=XHdqgQkfv4M

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Foto: EZB

2 Kommentare

2 Comments

  1. Michael

    10. April 2019 21:40 at 21:40

    Europa:
    Inzwischen scheinen es sogar die Dünnbrettbohrer an den Devisenmärkten kapiert zu haben, dass nur noch heiße Luft aus dem Breitmaul dieses südländischen Paradiesvogels entweicht. Auch wenn es bei den Tradern etwa 1 Stunde beim EURUSD gebraucht hat, bis sich Hirn über vegetatives Gewohnheitshandeln durchgesetzt hat (letzteres kann man auch nicht auf die Algos schieben, denn die hören sich den Blödsinn ja schlauerweise gar nicht an).

    Großes Britannien:
    Beim Pfündchen schaut es hingegen etwas anders aus, hier scheint noch niemand wirklich begreifen, zugestehen oder entsprechend handeln zu wollen, obwohl im Prinzip das Kind längst in den tiefen Brunnen rechtspopulistischer Separatisten und Brüllaffen gefallen ist. In den Strudel politischer Lügner und Versager, von denen die meisten inzwischen längst schon wieder Geschichte sind, wobei zu hoffen bleibt, dass ihnen kein Geschichtsbuch dieser Erde auch nur eine Zeile oder gar Erwähnung widmen möge.
    Der ach so unabhängige und ständig skeptische Briten-Michel stünde einer Neubefragung seiner Person zum Thema Brexit gar aufgeschlossen gegenüber.
    Doch beim Thema Brexit leugnet und verdrängt man an den Börsen tapfer, dass selbst ein wie auch immer gearteter „Kompromiss“ zu Chaos und innenpolitischer Unzufriedenheit mit explosivem Potenzial führen dürfte. Deshalb vermutlich auch das realitätsferne Dauerverschiebungsspekulationstheater, ein Phänomen und Spektakel, das die Trader aus parallelen Universen per definitionem und sui generis zu Begeisterung und Solidarität motivieren muss.

    Ju Äss ay, ju äss ay, ju äss ay:
    Lasst uns also weiterhin auf einen Plastikdeal des großartigsten Präsidenten der großartigsten Nation aller Zeiten mit dem Rest der Welt hoffen. Nachdem der Vollpfosten seine ureigenste Inkompetenz und Wut innerparteilich und innenpolitisch auf andere, unschuldige Menschen projiziert und auf dem Golfplatz ausgetobt hat.
    Zwei bis fünf Bauernopfer und ein paar wütende Tweeds pro eigener Lüge und nicht eingehaltenem Wahlversprechen, und die Massen amerikanischer Michels beginnen langsam wieder ob eines starken Führers zu jubeln.

  2. Prof. Dr. Donald Marx

    11. April 2019 00:12 at 00:12

    Menschliche Gesellschaften definieren sich aus den Interaktionen Abermillionen von Menschen. Sie organisieren sich in verschiedensten Strukturen von Herrschaft, Wirtschaft, Religion, in kleinen und großen Gruppierungen bis hin zu Subkulturen, sie basieren auf Wertesystemen mittels der Werkzeuge Sozialisierung und Internalisierung.

    Ein überwältigender Prozentsatz dieser Abermillionen benötigt oder wünscht sich mehr Geld, um an wirtschaftlichen Entwicklungen partizipieren und um die allgegenwärtigen, widerwärtigen Einkommen der Eliten aus Wirtschaft, Politik oder Sport psychologisch kompensieren zu können.
    Mehr Geld für seine Leistungen im Hier und Jetzt, verpflichtungsfrei und ohne Hypothek für die Zukunft, nicht mehr Schulden für sich oder die Nachkommenschaft. Sicherheit und Anerkennung im Alter für ein lebenslanges Berufsleben. Einen kleinen Prozentsatz dessen, was uns tagtäglich von den Eliten aus verantwortungsfreien und -losen Firmenvorständen, Politikern, Beamten präsentiert wird.

    Die Abermilliarden neu geschaffener Geldmassen von Herrn Draghis Gnaden fließen in Börsen, Aktien, Banken, in Großkonzerne und in die reiche Oberschicht. Durch indirekte Auswirkungen mag vermutlich ein kleiner Teil bis ins mittlere Management durchsickern. Für die oben genannten Abermillionen an Menschen verbleiben bestenfalls marginale Krümelchen, die konsequent und kompromisslos durch die Finanzbehörden aufgesaugt und in den Kreislauf der Eliten rückgeführt werden.

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Über das Osterwochenende gab es zwei entscheidende Entwicklungen: erstens die Aussetzung der vorübergehenden Ausnahmeregelungen für die Iran-Sanktionen durch die USA, wodurch nicht nur der Ölpreis stark zulegen konnte, sondern sich die geopolitischen Spannungen absehbar verschärfen werden. Die zweite entscheidende Entwicklung ist die Absage des chinesischen Politbüros an weitere großte Stimulus-Maßnahmen – dadurch dürfte die „China-Rampe“ (also das nach oben ziehen der Futures zum Handelsschluß in China) absehbar entfallen. Diese Woche ist der Hochpunkt der US-Berichtssaison – vor allem am morgigen Mittwoch wird es hoch hergehen. Der Dax startet in die neue Handelswoche relativ unverändert, nachdem auch die Wall Street sich nicht stark bewegt hat..

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