Folgen Sie uns

Bitcoin

Die Bitcoin-Hausse geht weiter: Trotz Verbot in Russland Preis jetzt bei 5200 Dollar – hier die Gründe

Der Kurs notierte vorhin schon bei 5.229 Dollar, jetzt bei 5.171 Dollar. Das ist ein Plus von 410 Dollar gegenüber gestern. Was sind die Gründe?

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Ist es ein Wahnsinn, eine Blase, ein Hype, oder nur eine starke Hausse? Bitcoins scheinen sich von Rückschlägen nicht beeindrucken zu lassen. Vor Kurzem erst hatte China umfassende Maßnahmen ergriffen um den Bitcoin-Handel de facto zu beerdigen. Noch aktueller war das de facto Verbot von Bitcoins in Russland. Beides können die User aber einfach umgehen, indem sie Bitcoins auf ausländischen Portalen handeln.

Der Kurs notierte vorhin schon bei 5.229 Dollar, jetzt bei 5.171 Dollar. Das ist ein Plus von 410 Dollar gegenüber gestern. Was sind die Gründe? Nun, wie eben beschrieben werden sich russische und chinesische Bitcoin-Trader kaum beeindrucken lassen von ihren inländischen Beschränkungen. Denn gerade darum geht es ja bei Kryptowährungen – man sagt sich los von staatlicher Kontrolle. Aber das kann nicht der Grund sein, dass der Kurs jetzt so durch die Decke schießt.

In Finanzkreisen gibt es aktuell die Vermutung, dass China sein quasi Verbot des Bitcoin-Handels wieder lockern könnte. Ebenso hilft heute die Aussage von JP Morgan-Chef Jamie Dimon und seiner Vorstandskollegen. Dimon hatte vor Kurzem erst Bitcoins als großen Betrug bezeichnet. Heute nun sagte er: Nein, er wolle darüber nie wieder reden. Kurz danach sagte seine Finanzchefin Marianne Lake während der heutigen Vorstellung der aktuellsten Geschäftszahlen, dass man bei JPM offen sei für Digitalwährungen, die anständig reguliert seien. Somit wird der Betrugsvorwurf schon mal kräftig abgemildert.

Aber Beobachter der Krypto-Szene sehen im heutigen Anstieg einen noch ganz anderen Grund. Nachdem es schon eine Abspaltung von Bitcoins in Bitcoin-Cash gab, glaubt man daran, dass es noch im laufenden Monat Oktober zu einer weiteren Abspaltung kommen könnte, nämlich in „Bitcoin-Gold“. Laut „BTC-Echo“ könnte es eventuell schon am 25. Oktober so weit sein. Daher kann man annehmen, dass viele Trader jetzt in Bitcoins einsteigen, damit sie wie bei Bitcoin-Cash von dieser automatischen Zuteilung profitieren. Denn dies wäre eine Art Split, ähnlich wie bei Aktien-Splits. Nur gäbe es hier zwei Bitcoins nebeneinander, und so wie die Hausse läuft, könnte daraus für die Trader ein echter Mehrwert entstehen (zumindest ein virtueller Mehrwert). Mehr Infos dazu im folgenden Erklär-Video.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

Man bedenke: Noch vor drei Wochen, wo China die Bitcoins erstmal oberflächlich ausbremste, stand der Kurs noch bei 3.000 Dollar. Jetzt schon über 5.000. Nicht mal Russland konnte den Hype bremsen! Das soll nicht heißen, dass es ewig so weiter gehen muss… aktuell kann man sagen, dass nachdem der Kurs doch glatt mal zwei Tage seitwärts gelaufen war um die 4.800 Dollar herum, es heute spürbar und zügig bergauf geht, wie dieser Chart seit 4. Oktober zeigt.

7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    Marcus

    12. Oktober 2017 17:41 at 17:41

    Wenn bei J.P Morgan die Aussicht auf mitverdienen besteht dann ist es plötzlich kein Betrug mehr… Ich bin bei Bitcoins und dem ganzen Konzept nach wie vor eher vorsichtig.

  2. Avatar

    Columbo

    12. Oktober 2017 18:25 at 18:25

    Das Video ist sehenswert auch wenn man es nicht versteht. Mein Eindruck ist, daß da an der Blockchain munter herummanipuliert wird. Da gibt es irgendwann eine „Gabelung“ und plötzlich entsteht eine neue Bitcoin-Variante, von der aber noch niemand weiß, ob sie was wert ist. Gute Nacht, ziemlich abenteuerliche Geschichte. Kaufe nur, was du verstehst möchte man denen zurufen, aber vielleicht verstehen es alle, nur ich nicht.

    • Avatar

      PK

      12. Oktober 2017 18:35 at 18:35

      im Prinzip kann man auch kaufen von dem man zwar ausgeht, daß es völlig wertlos ist aber gleichzeitig zum Schluss kommt, daß es genug blöde gibt die da noch einsteigen werden. Bei Bitcoin scheinen wir wohl doch erst am Anfang der Blase zu stehen.
      Ich selber muss mir schon vorwerfen anfangs nicht verstanden zu haben was man dem Dummvolk so alles andrehen kann.

      • Avatar

        Feldmaen

        12. Oktober 2017 21:37 at 21:37

        „Ich selber muss mir schon vorwerfen anfangs nicht verstanden zu haben was man dem Dummvolk so alles andrehen kann.“

        Ihre Aussage lässt darauf schließen, dass sie es immer noch nicht verstanden haben. Sie impliziert nämlich, dass eine eingeweihte Gruppe von Personen einen Betrug an unwissenden und dummen Menschen begeht. Dabei haben wir es hier mit reinen Netzwerk-Effekten zu tun. Das soll natürlich nicht heißen, dass Bitcoin nicht in einer Blase enden könnte. Doch nach einer bösen Absicht zu suchen führt in diesem Fall nicht zur Erleuchtung. Allerdings ist das bisherige Finanzsystem, wie ich zugeben muss, so voll von Betrug und Abzocke, dass man bei solchen außergewöhnlichen Erscheinungen wie Bitcoin schnell an Bösewichte denkt…

        • Avatar

          PK

          12. Oktober 2017 22:22 at 22:22

          Der Erfinder hatte sicher keine böse Absicht.
          Aber wir haben inzwischen 1000 Blockchain Währungen, pro Tag ein weiteres ICO und die letzten 999 sind einfach nur fürs schnelle Geld ICO’t worden. Ein Unterschied zu den wertlosen Aktien am Neuen Markt 2000 ist nicht vorhanden.
          Damals hab ich mir auch erklären lassen müssen, daß ich die neuen Zeiten und Internet einfach nicht verstehe hab, als ich mich an dem Hype nicht beteiligt hab und viele 100% verpasst hab, aber eben auch den totalen Crash.

          Der intrinsische Wert ist identisch mit Null.
          Einen Wert hat es nur, weil es Leute gibt, die da dran glauben.
          Ob am Ende Bitcoin oder was anderes oder gar nichts übrig bleibt ist zum derzeitigen Zeitpunkt von keinem vorhersehbar.

          Trotzdem wird es wohl zunächst mal weiter steigen. Weil die breite Masse noch nicht eingestiegen ist. Und das ist an sich die notwendige Voraussetzung für ein Top.

  3. Avatar

    Ich hasse Schlümpfe

    13. Oktober 2017 10:06 at 10:06

    Hallo Zusammen,
    Bitcoin an sich ist sicher eine gute Sache. Vor allem, da diese „Währung“ die Idee des freien Marktes vertritt und sich „noch“ gegen irgendwelche Regulierungen wehren kann.
    Die Problematik am Bitcoin sehe ich in dem Gedanken den Bitcoin als Währung zu betrachten. Hier wird sich der Bitcoin wahrscheinlich nicht durchsetzen können. Das liegt meines Erachtens daran, dass der Warenverkehr von den Staaten und auch von den Banken kontrolliert wird (Versteuerung, Finanzierung, etc…). Sollten die Staaten und Banken den Bitcoin nicht akzeptieren und nicht bereit sein, den Bitcoin als Zahlungsmittel in ihr eigenes Wirtschaftssystem zu integrieren, werden sämtliche Kryptowährungen recht schnell wieder verschwinden. Währungen haben nämlich nur Wert, wenn damit etwas erworben werden kann.
    Als Krisenwährung sehe ich den Bitcoin auch problematisch, da im Falle einer wirklichen Krise (Krieg, Zusammenbruch der Finanzmärkte) wahrscheinlich auch der Internetzugang gekappt wird oder vielleicht sogar die Stromversorgung zusammenbrechen kann. Was helfen in diesem Fall noch 1000 Bitcoins, die man auf seinem virtuellen Konto hat?
    Rein Realwirtschaftlich sehe ich für die Kryptowährungen keine Zukunft – Es sei denn, Sie werden vom Weltfinanzsystem okkupiert und kontrolliert. In diesem Falle nehmen uns die Kryptowährungen aber wieder ein Stück mehr Freiheit, da wir mit virtuellen Währungen noch mehr kontrolliert und gesteuert werden können, als das jetzt schon der Fall ist.
    In diesem Sinne wünsche ich einen erfolgreichen Freitag, den 13….

  4. Avatar

    Seba

    15. Oktober 2017 21:25 at 21:25

    Hier ein paar informative Links zu Kryptos:

    http://mailchi.mp/fw-vs/friedrich-weik-news

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Bitcoin

Dow 30.000 Punkte, Bitcoin mit Aussicht auf 20.000 – Ideen für Pfund und Hewlett Packard

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Der Dow Jones ist diese Woche über 30.000 Punkte geklettert, ein Rekordhoch! Die aktuelle Lage und die Aussichten bespricht Manuel Koch im folgenden Video mit einem Experten. Ebenfalls ein wichtiges Thema im Video ist die seit Wochen vorhandene Euphorie im Bitcoin, auch wenn die Volatilität groß ist. Hier sei die Chance auf einen Anstieg Richtung 20.000 Dollar vorhanden (aktuell 17.192 Dollar). Aber dann könne es bei dieser runden Marke aus psychologischen Gründen zu Gewinnmitnahmen kommen.

Auch im Video besprochen werden aktuelle Handelsideen der trading house-Börsenakademie. Das britische Pfund könne man gegen den US-Dollar kaufen über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Ebenso könne man derzeit über eine Stop-Buy-Order auf steigende Kurse in der Hewlett Packard-Aktie setzen. Beide Ideen werde im Video konkret begründet.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Bitcoin

Bitcoin: Boom erklärt – 3 Gründe, warum 2020 alle kaufen

Avatar

Veröffentlicht

am

Bitcoin – der Boom erklärt: 3 Gründe, warum 2020 alle kaufen

Der Bitcoin-Kurs ist auf fast 20.000 Dollar gestiegen. Warum kaufen aktuell alle? Das neue Youtube-Video von WasmitWirtschaft liefert drei Gründe. Einfach erklärt: Darum bleibt die Prognose positiv.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

Drei Gründe, warum der Kurs von Bitcoin steigt

weiterlesen

Bitcoin

Bitcoin: ein gigantisches Ponzi-Schema? Und was ist mit Gold?

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Ist Bitcoin – im Gegensatz zu Gold – eine Art Ponzi-Schema? Das hatte der ehemalige Hedgefonds-Manager Jesse Felder in einem Artikel postuliert: Bitcoin sei ein reines Spekulationsobjekt, eine Blase, von der vor allem jene profitierten, die früh eingestiegen seien. Es habe – anders als Gold – keinen inneren Wert und sei auch kein wirkliches Zahlungsmittel:

„Ponzi schemes can work out great for early adopters. But that doesn’t make bitcoin, in any shape or form, a good investment or even a store of value, especially for those late to the game.“

Weil es als Zahlungsmittel praktisch komplett unbedeutend sei, habe Bitcoin eben im Gegensatz zum Fiat-Geld keinerlei Funktion als Währung:

„Because bitcoin provides neither “safety of principal” nor “an adequate return” it therefore can only be considered speculative. Furthermore, because bitcoin is not used as a medium of exchange nor provides any store of value, I can’t view it as a currency alternative either.“

Bitcoin – alle Fragen bleiben offen

Die durch den Kursanstieg immer euphorischeren Fans der Kryptowährung reagierte naturgemäß erbost – „Bitcoiners are crying foul“, wie es in einem Erwiderungs-Artikel hieß. So stimme der Vorwurf von Felder nicht, wonach Bitcoins durch forks wie Bitcoin Cash oder Bitcoin Gold doch vermehrbar sei:

„Bitcoin believers rely entirely on the idea that bitcoin is limited in supply making it far more attractive than fiat currencies that are being printed like mad by central bankers around the world. However, bitcoin has already hard forked several times, multiplying the number and type of bitcoins in circulation“.

Fakt ist: Das stimmt natürlich, allerdings sind diese Forks eben doch eine Art von Inflation durch die Schaffung stets neuer Kryptowährungen. Bitcoins gibt es nur in begrenzter Menge, aber es gibt potentiell unendlich viele Kryptowährungen.

Fakt ist jedoch ist auch, dass Bitcoin als Zahlungsmittel derzeit praktisch (noch?) keine Rolle spielt. Mithin steht die Frage, ob es sich hier wirklich um eine Währung handeln kann, noch aus. Das sagt Robert Vitye in einem Interview mit Florian Homm – bei Gold sei das dagegen seit vielen Tausend Jahren der Fall, es habe sich als Wertspeicher durchgesetzt. Gleichwohl seien dezentrale Geld-Systeme grundsätzlich gut, aber die „Feuertaufe“ bei Bitcoin stehe eben noch aus, sagt – aus unserer Sicht zurecht – Robert Vitye:

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

Ist Bitcoin - im Gegensatz zu Gold - ein Ponzi-Schema?

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage