Folgen Sie uns

Devisen

Die Coronakrise trifft die Türkei zur Unzeit – das Ende Erdogans?

Hannes Zipfel

Veröffentlicht

am

Die Schuldenspirale dreht sich durch die Coronakrise noch schneller: Nach Argentinien taumelt mit der Türkei ein weiteres wichtiges Schwellenland dem Staatsbankrott entgegen. Ein globaler Dominoeffekt droht. Die Türkische Lira bewegt sich zügig auf neue Tiefststände zu.

Die Coronakrise könnte die Ära Erdoğans beenden

Seit seinem Wahlsieg Ende November 2002 lenkt Recep Tayyip Erdoğan die Geschicke der Türkei. Aufgrund einer früheren Gefängnisstrafe wegen angeblicher Sympathie zum Dschihad konnte er aus rechtlichen Gründen sein Amt als Ministerpräsident erst am 12. März 2013 antreten. Nach einer Verfassungsänderung wechselte das Land zu einem Präsidialsystem. Kurz darauf gewann Erdoğan im Sommer 2014 die Präsidentschaftswahlen und gilt seitdem als autoritäres Staatsoberhaupt. Seine Person spaltet die türkische Nation. In urbanen Zentren wie Istanbul regiert mittlerweile die Opposition. Die Landbevölkerung rechnet ihm und seiner Arbeiterpartei (AKP) nach wie vor die umfangreichen Infrastrukturmaßnahmen und Sozialprogramme an. Erdoğan hatte das Land am Bosporus nach dem Jahr 2002 aus einer schweren Finanzkrise herausmanövriert. Doch die anfänglichen Erfolge wandelten sich zunehmend in ein von Außenhandelsdefiziten und privaten Dollar-Schulden getriebenen Turmbau zu Babel. Das türkische Wachstum basierte zuletzt nur noch auf überproportional wachsenden Schulden, einer kreditgehebelten Immobilienblase und sich stark beschleunigender Inflation.

Durch seine abenteuerliche Außenpolitik und die militärische Aggression in Syrien, versuchte der türkische Präsident zuletzt seine Macht wieder zu festigen, was ihm jedoch nicht gelang. In der Coronakrise unterliefen ihm die gleichen Fehler wie allen selbstherrlichen Politik-Machos auf diesem Planeten: erst leugnen, dann ignorieren und anschließend durch blinden Aktivismus Chaos anrichten, wie zuletzt bei der für die Bevölkerung völlig überraschenden 48-stündigen Ausgangssperre.

Doch der zwangsverordnete Shutdown großer Teile der türkischen Wirtschaft, droht nicht nur Präsident Erdoğan in der Coronakrise politisch das Genick zu brechen, sondern das gesamte Land ins ökonomische und soziale Chaos zu stürzen.

Türkische Lira im Krisenmodus

Durch die hohen privaten Auslandsschulden in US-Dollar und die geringen Devisenreserven der Türkischen Zentralbank (TCMB) droht der Türkischen Lira in der jetzigen Krise der Totalabsturz. Eine Entwicklung, die bereits zuvor Argentinien in die Pleite führte.
In den letzten 7 Jahren verlor die Lira gegenüber dem Dollar fast 74 Prozent. Der Argentinische Peso wertete in der gleichen Zeit sogar um über 92 Prozent ab.

In der Coronakrise verliert die türkische Lira zum Dollar an Wert

Genau wie in Argentinien drücken gewaltige Dollarschulden auf die türkische Wirtschaft, die mit jedem Prozent Abwertung der Lira die Kapitalkosten in der Heimatwährung erhöhen. Da in der aktuellen Coronakrise immer mehr Auslandsinvestoren ihr Geld aus Schwellenländern wie der Türkei abziehen und gleichzeitig die Türken ihr Erspartes in harten Devisen oder Gold in Sicherheit bringen, hat sich eine gefährliche Abwärtsspirale in Gang gesetzt.

Türkei macht denselben Fehler wie Argentinien

Obwohl die mit 744 Mrd. US-Dollar große türkische Volkswirtschaft (Platz 20 der Weltrangliste) bereits mit einer schweren Rezession und hoher Arbeitslosigkeit konfrontiert ist, lehnt die türkische Regierung finanzielle Hilfen des Internationalen Währungsfonds (IWF) ab. Das Gleiche hatte die neu gewählte Regierung Argentiniens nur wenige Monate vor dem Staatsbankrott ebenfalls getan.

Am letzten Sonntag verkündete ein Sprecher von Präsident Erdoğan, dass eine Einigung mit dem IWF „nicht auf unserer Tagesordnung steht“. Die Türkei sehe „keine Notwendigkeit“ für ein Hilfsgesuch, so Ibrahim Kalin gegenüber dem Sender CNN Turk.

Dabei bricht das Bruttoinlandsprodukt der Türkei bereits seit 2014 ein. Diese Entwicklung dürfte sich laut Schätzungen des IWF in diesem Jahr nochmals verstärken.

In der Coronakrise wird das BIP der Türkei deutlich schrumpfen

Die Ablehnung der Regierung aus Ankara hat sicherlich mit den negativen Erfahrungen der IWF-Hilfen aus der Finanzkrise von 2002 zu tun, deren Auflagen Herr Erdoğan schon damals vehement ablehnte. Während der bereits im letzten Jahr schwelenden Lira-Krise sagte der Präsident, dass „Die Türkei das Kapitel IWF für immer geschlossen habe und es nie wieder öffnen würde“. Die Coronakrise übt nun jedoch zusätzlichen Druck auf die Türkei aus. Die Devisenreserven reichen nur noch für kurze Zeit, um die Auslandsschulden in US-Dollar zu bedienen.

Die Kapitalflucht und der damit einhergehende Verfall der Landeswährung verschlimmern die Situation von Tag zu Tag. Am Ende wird Erdoğan entweder einknicken und sein Versprechen brechen müssen – oder die Türkei folgt dem Schicksal Argentiniens.
Die Brutto-Devisenreserven einschließlich Gold beliefen sich Anfang April auf lediglich 89,6 Mrd. US-Dollar. Dies steht im Vergleich zu Zins- und Tilgungszahlungen in Höhe von 172 Mrd. US-Dollar, die in den nächsten 12 Monaten fällig werden. Die offiziellen Nettoreserven, einschließlich Einlagen des öffentlichen Sektors bei der Zentralbank, beliefen sich in der ersten Aprilwoche auf 27,5 Mrd. US-Dollar. In dieser Zahl waren jedoch Milliarden von Dollar an geliehenem Geld enthalten, die die Zentralbank durch Swap-Vereinbarungen mit türkischen Geschäftsbanken erhalten hatte. Die Anleihen der Türkei bewertet die weltweit führende Ratingagentur Standard and Poor’s nur noch mit „B+“, also „Hochspekulativ“.

Fazit: Der Türkei droht wegen der Coronakrise der Bankrott

Die Lage für die Türkei kann man als finanziell prekär bezeichnen und sie verschlechtert sich in der Coronakrise nahezu täglich – schon allein wegen des Währungsverfalls. Ohne die finanzielle Hilfe von außen könnte die Türkische Republik spätestens im dritten Quartal 2020 bankrott gehen. Kommt es dazu, wird die Risikoaversion der internationalen Investoren noch weiter zunehmen und Länder mit ähnlichen Problemen mit in den Abgrund reißen. Dazu gehören u. a. Brasilien, die Ukraine, Weißrussland, Albanien, Ägypten, Chile, Venezuela, Südafrika, Nigeria oder Pakistan. Insgesamt sind aktuell 46 Staaten akut gefährdet zahlungsunfähig zu werden und die Liste wird täglich länger. Diese Zahl entspricht bereits einem Drittel aller von Standard and Poor’s bewerteten Kreditratings von insgesamt 134 Staaten.

Im Zuge der Coronakrise wird es zu massiven Herabstufungen kommen, was sowohl die Zinskosten für die betroffenen Länder erhöht, als auch die Wahrscheinlichkeit eines globalen Dominoeffekts. Zur Abwendung dieses Szenarios müssen die Hilfsgelder des IWF massiv aufgestockt werden, was die Verschuldung der Geberländer in die Höhe treibt und die Notenpressen zur Finanzierung des zusätzlichen Refinanzierungsbedarfs noch heftiger glühen lässt.

Die Coronakrise offenbart die Schwächen der türkischen Pump-Wirtschaft

13 Kommentare

13 Comments

  1. Avatar

    asyoulike

    16. April 2020 11:40 at 11:40

    Moin, moin,

    welch Erkenntnis. Das viele Länder dieser Erde nicht funktionieren, nicht funktioniert haben und nie funktionieren werden ist nicht neu. Wie oft bspw. war Argentinien pleite in den letzten 100 Jahren.

    Wo liegt das (die) Problem(e)? Diese Länder brauchen mehr Gelder, als sie über Steuern und Abgaben einnehmen. Es ergibt sich ein permanentes Minus im Haushalt, dass über die Jahre kumuliert, bis nichts mehr geht. Solange wird Hof gehalten und gelebt. Ferner sind die Spitzenpolitiker und Würdenträger oft nicht in der Lage, ein Land zu regieren. Allerdings wurden sie mehr oder weniger gewählt vom Volk. Wieso? Weil jeder Politiker etwas versprechen muss vor der Wahl, dass er nach der Wahl liefern muss. Rente ab 50 in voller Höhe (oder Grundeinkommen = Spanien) und dergleichen, dass kann niemand finanzieren, aber Hauptsache ersteinmal gewählt.

    @ Türkei. Die Türkei und vorallem Präsident Erdogan möchte gerne in der ersten Liga spielen, obwohl es eher nur für die Kreisklasse passt. Kein Geld, aber Krieg führen. Klar, dass das auf Dauer nicht aufgeht. Die Türkei spekuliert aber auf Geld aus der BRD, sonst werden die Grenzen aufgemacht. Klingt jetzt wie Erpressung, ist es auch.

    Fazit: M.E. wird die Türkei mit Geld aus Berlin gerettet. Die Millionen „Umsiedlungswilligen“ kann die BRD Innenpolitisch (unschöne Bilder = Hans-Georg Maaßen) und finanziell nicht mehr verkraften. Und Last not Least für Kritiker, es werden doch nur Darlehen an die Türkei gegeben (wie an Griechenland auch). Also keine Panik, dass Geld kommt selbstverständlich zurück, also soetwas von sicher. Man darf gespannt sein, ob wieder ein Politiker sein „Ehrenwort“ gibt.

    • Avatar

      albertobelmondo

      18. April 2020 09:03 at 09:03

      ich muss sagen ihr labbert nur müll schaut euch mal an und öffnet eure augen ihr zahlt geld für masken und co wir bekommen es umsonst nach hause geliefert.dir türkei hilft sein volk und schenkt geld.wieso lügt ihr ? keiner zahlt miete und niemand verliert sein job.ihr verbreitet nur lügen.bald sieht ihr wie gross türkei sein wird.schämt euch

    • Avatar

      md

      18. April 2020 20:00 at 20:00

      asyoulike, ich musste lachen aber anstatt zu lachen kläre ich dich mal auf, da ich beidseitig denken kann.
      also erpressen tun wir (türken) uns (deutschen) nicht.
      erpressen ? :)))) ja klar stimmt, wir türken haben in die halbe welt ne nachricht geschickt: bitte kommt zu uns (türkei) wir brauchen euch, wir wollen nämlich die brd erpressen. :)))
      ne ne, lässt euch bitte nicht von links und rechts gesinnten belügen.
      wenn schon, dann erpresst bzw kaufen wir (deutschen) uns frei.
      in der tütkei sitzen 4 mio nichttürken ( syrer, afghanen, pakistaner usw usw.) und deren ziel war und ist nicht die türkei gewesen meine freunde. wir sind auch nur ein transitland.
      aber, wer bricht jetzt sein wort ? nicht wir türken das ist ja wohl klar.

      und desweiteren, wollen wir nicht in der ersten liga spielen.

      apropos definiere 1. liga. wie muss man sein um inder 1. liga spielen zu dürfen. was muss man zu tun wollen gewillt sein. wofür lebt die 1. liga länder. wer sind die 1. liga länder.

      vg md

  2. Avatar

    jürgen

    16. April 2020 12:45 at 12:45

    Wenn die Türkei kollabiert wird die Hälfte der Türken zu den deutschen Verwandten flüchten, die dortigen 3-4 Millionen Flüchtling werden auch kommen…dann gehts hier zur Sache….das wird das Ende einleiten, dass man auch mit Gelddrucken nicht aufhalten kann…

  3. Avatar

    htxcdr

    16. April 2020 13:01 at 13:01

    Wenn sich Erdogan auch nur halbwegs geschickt anstellt kann die Türkei nicht pleite gehen, da sie einen äußerst solventen Partner an Ihrer Seite hat. Zur Zeit bittet er die EU bereits wieder um etwas Kleingeld. Zum Glück für Erdogan hat die Türkeit mehr als genug Flüchtlinge die sie dafür einsetzen kann. Und da Flüchtlinge in Europa nicht mehr willkommen sind (außer in Deutschland) kann er das Spiel immer wieder neu starten. Zuletzt Ende Februar, jetzt beginnt es wieder:

    https://www.deutschlandfunk.de/migration-tuerkei-schickt-wieder-fluechtlinge-an-eu-grenze.1773.de.html?dram:article_id=474652

    Und die EU kann über die EZB ja beliebig viele Euro drucken (was sie auch macht) um der Türkei zu helfen. Also alles gar kein Problem, man muss nur wissen wie es geht.

  4. Avatar

    Eren

    17. April 2020 21:58 at 21:58

    oh man, ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Ja, in der Türkei gibt es momentan eine Inflation, aber nicht nur die Türkei ist davon betroffen, sondern so gut wie alle Schwellenländer, weil die Anleger in solchen Zeiten eher auf Dollar setzen… Die Türkei hatte 2019 sogar ein Handelsbilanzüberschuss und die Staatsverschuldung der Türkei in Relation zum BIP beträgt gerade mal 34 %. Das ist so gut wie nichts im Vergleich zu sämtlichen EU-Länder (Deutschland hat eine Staatsvershculdung von über 60%). Die Entscheidung der Ratingagenturen waren alle politisch motiviert, da die Türkei mit dem Kauf der S400 den Trump verärgert hat. 2019 hat die Türkei weltweit das meiste Gold gekauft und auf die Corona-Epidemie scheint man besser vorbereitet zu sein als sämtliche westliche Länder, die man sogar mit Spenden (Masken und Medizin) kräftig unterstützt, so wie 34 weitere Länder.

  5. Avatar

    Hadschi Halef Omar Ben Hadschi Abul Abbas Ibn Hadschi Dawuhd al Gossarah

    17. April 2020 22:43 at 22:43

    Echt jetzt, Kruzitürken nochmal! Lasst mir den Erdo und die Türkei in Frieden! Vielleicht lässt der Erdo meinen Bruder, einen ehemals freien Journalisten wegen Corona aus dem Knast frei, so wie der Trump seinen Cohen. Obwohl, in der Türkei gibt es kaum Corona, fast wie in China.

  6. Avatar

    albertobelmondo

    18. April 2020 09:09 at 09:09

    wo ist die eu?ihr lässt italien links liegen.türkei schickt hilfe nach europa und ihr redet von bankrott?ich muss echt lachen, bekommt ihr geld für diese lügen? wacht auf endlich.

    • Avatar

      md

      18. April 2020 17:31 at 17:31

      einigkeit und recht und freiheit für das türkische vaterlaaaaand.

      glaubt mir der satz ist mehr wahr denn je und ist dem orginal sehr ebenbürtig.

      ich schätze herr Zipfel sehr. allgemein sind bei der fmw wirklich hochkaräter am werk. das hab ich ja in der vergangenheit oft erwähnt.

      aber bei der analyse einer währung, bin ich mir wirklich nicht mehr im klaren wie ein preis zustande kommt.
      zb. eurtry 7,53 usw und sofort. wieviel wahrheit und wieviel manipulation ist in so einem kurs oder in allen anderen kursen.
      vor 2-3 jahren haben wir hier analysiert das der aud ( 30-40 oder 50 quartale hintereinander wachstum ) irgendwann crashen wird oder der cad wegen der abhängigkeit von öl. und wie sieht die realität aus. wer stärkt diese währungen dann ?
      eine frage: beim eintritt in den euro vor 20 jahren gabs ja einen umwechslungskurs, zb eur/dm ~ 1.957
      wie wäre heute der umrexhnungskurs wenn jedes land sein eigenes geld drucken würde. also eur/drachme oder eur/lire oder eur/franc.
      wäre wirklich interessant zu wissen ob der drachme ( oder von einzelnen eu ländern ) wie bei der einführung eur/drachme 340,5 wert wäre.

      und hadschi aus gosslar, für deinen journalisten bruder tuts mir aufrichtig leid. solch ehrliche anständige journalisten einfach in den knast einsperren nur weil er ein bisxhen drogen oder waffen verticken wollte, ist nicht in ordnung vom erdo.

      vg md

      • Avatar

        leftutti

        19. April 2020 13:07 at 13:07

        Hi md, mein alter Freund! Ganz ehrlich, ich mache mir langsam Sorgen um dich! Geht es dir gut? Deine Kommentare werden nämlich immer seltsamer. Du trällerst deutsch-türkische Nationalhymnen. Du merkst gar nicht mehr, dass AUD und CAD seit 17 Jahren nicht so tief standen. Und als krönenden Abschluss unterstellst du Leuten, die du gar nicht kennst, nun auch noch Waffen- und Drogenschmuggel.

        • Avatar

          md

          19. April 2020 19:58 at 19:58

          @leftutti, mein freund, :) okay, ich sxhreibe provokativ. unterstellung (journalist) war auch dabei.
          ich weiss nicht warum, aber seit youtube, google sagen wir, seit es das world wide web gibt, laufen sehr viele der journalisten nackisch rum. wer heutzutage meint lügen als nachrichten den menschen verkaufen zu wollen, obwohl wir (zuschauer) alles recherchieren können, muss sich hinterfragen.
          das zu dem thema.
          ansonsten, weisst du das ich gereizt bin, wenn falsche meinungen von foristen über mein heimatland geschrieben wird.
          ihr kennt meine meinung über die türkei, mann müsste uns loben und nochmal loben und wieder loben. wir halten 4 mio ( dunkelziffer 5 mio ) mensxhen zurück.
          weisst du dein feind der erdo kriegt verdammt viel druck von den hardcore linken ( chp – die partei welche von sozi’s grünen und linken der hof gemacht wird ), er hätte die syrer alle reingeholt und soll jetzt gefälligst schauen das diese mensxhen aus der türkei fliegen. die akp hat einige großstädte verloren.
          du weisst wer die hardcore linken in der türkei sind, die die asylanten als waffe im wahlkampf nutzen.
          erdo mit der akp und die mhp ( also die nationalvolkspartei ) haben die menschen vorm tod gerettet und helfen den menschen, im rahmen unserer finanziellen möglichkeiten.
          zum glück haben wir hier die cdu und einige politiker der spd zb gabriel die politik machen und die lage realistisch betrachten. wir müssen der türkei finanziell helfen. es muss ne lösung her, man könnte diese mensxhen auch nach bulgarien reinlassen und dort siedlungen aufbauen und helfen. immerhin hat bulgarien viel platz, 1/5 sind eh in der brd. und man könnte das geld in eigenregie ausgeben, wie man es gern auch bei der türkei machen will ausgeben.

          so das wars, wie du weisst bin ich kein schreibertyp :)
          vg md

          • Avatar

            leftutti

            19. April 2020 23:26 at 23:26

            @md, mein Freund :)
            Sei nicht zu gereizt, wenn falsche Meinungen über dein Heimatland geschrieben werden. Betrachte es als Meinungsfreiheit. So, wie ich nicht allzu gereizt sein darf, wenn Foristen mein Heimatland andauernd seit Jahren durch den Dreck ziehen. Zum Beispiel kann und darf in Deutschland heute doch jeder alles schreiben, was ihm gerade durch die Birne schwebt. Egal, ob links oder rechts. Was soll ich als Deutscher dazu sagen, wenn die immigrierten Dummkovs und Blödkovs und die emigrierten überheblichen Auswanderer mit Rentenanspruch und ausgelagertem, steuerfreiem Vermögen 95% meiner Mitbürger grundsätzlich als Blödmänner und dumme Schafe bezeichnen? Ich registriere es, ich weiß es einzuschätzen. Solche Menschen sind, was sie sind.

            So ist das World Wide Web eben leider. Du kennst die Hardcore-Rechten, die die Asylanten als Waffe im Wahlkampf nutzen. Eigentlich müsste man die deutschen Bürger loben und nochmal loben und wieder loben. Weil sie sich solidarisch, vernünftig und ruhig verhalten. Weil sie auf gesunden Menschenverstand mehr vertrauen, als auf depperte Politiker. Aber im Universum der allwissenden Super-Checker sind wir Deutschen einfach die Lemminge, die Volltrottel, die dummen Michel. Was soll’s?

            Fragt sich nur, warum genau die sozialistischen Volldeppen jetzt die Krise am besten überwinden, das beste Gesundheitssystem haben, die wenigsten Schulden, die meisten Reserven?

  7. Avatar

    Marxistischer Analytiker

    18. April 2020 18:39 at 18:39

    Jetzt platzt die Kapitalistische Schuldenblase. Zuerst in den Entwicklungs und Schwellenländern dann auch in den USA und EU.

    Das wird eine chaotische Zeit werden welche die Welt neu gestalten wird.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Devisen

Türkische Lira: Abwertung nach Zinsanhebung – warum ist das passiert?

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Lira-Geldscheine

Die türkische Lira verliert diese Woche wieder deutlich an Boden. Es ist ein Desaster für alle die hofften, dass eine drastische Zinsanhebung durch die türkische Zentralbank auch eine Wende für die türkische Lira einleiten würde. Denn die wertet seit Jahren dramatisch ab. Aber wie gesagt, letzte Woche Donnerstag erhöhte die Zentralbank den Leitzins drastisch, um 4,75 Prozentpunkte auf volle 15 Prozent, um die Inflation in der Türkei einzudämmen.

Türkische Lira reagierte auf drastische Zinsanhebung

Genau dieser Schritt auf 15 Prozent war am Devisenmarkt erwartet worden. Entsprechend war die türkische Lira in den Tagen vorher schon gestiegen, und auch kurz nach der Zinsanhebung stieg die Lira weiter an gegen US-Dollar und Euro. USDTRY fiel von 7,67 auf 7,51. Also, alles lief nach Plan? Nein, die Lira begann wieder abzuwerten, und zwar deutlich – jetzt notiert USDTRY bei 7,91. Diese Woche Montag berichteten wir bereits darüber, dass vermutlich Inländer in der Türkei zwischenzeitlich die gestiegene türkische Lira dafür genutzt hatten, um zu besseren Kursen weiter US-Dollar und Euro zu kaufen. Dass die türkische Lira die letzten Tage ein echtes Eigenleben führte, erkannte man an einer fallenden Lira bei gleichzeitig fallendem Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen). Wenn der US-Dollar fällt, hat eigentlich alles was gegen ihn gehandelt wird, eine gute Chance zu steigen – aber nicht so die Lira in den letzten Tagen!

Warum die Zinsanhebung dennoch verpuffte

Denn die große Unsicherheit gegenüber der türkischen Politik und der Beeinflussung der Zentralbankpolitik ist wohl weiterhin vorhanden, und drückt gegen die türkische Lira. Ein Aspekt kommt aber hinzu, der nicht so direkt ins Auge fällt. Zwar hatte die Zentralbank den Leitzins letzte Woche wie gesagt drastisch angehoben von 10,25 Prozent auf 15 Prozent. Aber wie es zum Beispiel ein türkischer Kolumnist gestern erwähnte, so war es doch keine richtige, eindeutige Zinsanhebung. Denn andere Zinssätze der Zentralbank seien bereits vorher deutlich höher gewesen, bei beinahe 15 Prozent. Mit dieser Zinsanhebung hat die Zentralbank also sozusagen nur für eine Glättung und Vereinheitlichung ihrer Zinsen gesorgt. Vorher versuchte die Zentralbank zum Beispiel bereits die Abwertung der Lira zu stoppen, in dem man bei Derivaten mit höheren Zinskosten versuchte Spekulanten aus dem Ausland die Liquidität zu beschneiden.

Was kann man tun?

Müsste die türkische Zentralbank nun also den Leitzins erneut kräftig anheben, um ihrem Willen zur Inflationseindämmung Nachdruck zu verleihen? Könnte dies die türkische Lira zum Aufwerten bringen? Wichtig wäre wohl ein längeres Festhalten an hohen Zinsniveaus. Und eine klare Sprachregelung von Zentralbank und Präsident Erdogan wären wichtig, in der nicht mehr von Zinsen die Rede ist, die möglichst stark sinken sollen. Hat man am Devisenmarkt den Verdacht, dass die Zinsen nur für einen relativ kurzen Zeitraum oben bleiben? Dann könnte dies die Annahme bestärken, dass die Inflation in der Türkei nicht gebremst wird, was wiederum die türkische Lira schwächt. Es geht um Verlässlichkeit. Der Devisenmarkt will eine konstante und klare Linie sehen – so darf man es annehmen.

Die jetzige Vereinheitlichung des Zinsniveaus durch die Anhebung des Leitzinses sorgt für mehr Transparenz – aber es fehlt womöglich noch eine zweite kräftige Zinsanhebung. Auch hat die türkische Bankenaufsicht angekündigt Mindestausleihungen an türkische Banken nicht mehr vorzugeben. Diese galten unter anderem als ein Grund für die umfangreiche Kreditvergabe in der Türkei. Es wirkt derzeit so, als tue sich einiges in Sachen Transparenz und Normalisierung. Es ist ein Anfang. Es braucht viel Verlässlichkeit, Konstanz, Vertrauen, und wohl auch ein Unterlassen von Äußerungen von Präsident Erdogan über niedrigere Zinsen. Dazu vielleicht noch ein erneuter kräftiger Zinsschritt nach oben, und dann ein Durchhalten auf diesem Niveau. Dann könnte die türkische Lira auch anfangen nachhaltig wieder aufzuwerten? Im Chart sehen wir den Verlauf von US-Dollar vs Türkische Lira seit dem 13. November.

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira in den letzten Tagen

weiterlesen

Allgemein

Janet Yellen – wird sie den Dollar weiter abstürzen lassen?

Was bedeutet die faktische Ernennung von Janet Yellen zur zukünftigen US-Finanzminsterin für den Dollar? Sind die USA auf den Spuren Japans?

Wolfgang Müller

Veröffentlicht

am

Was bedeutet die faktische Ernennung von Janet Yellen zur zukünftigen US-Finanzminsterin für den Dollar? Mit dem neuen US-Präsidenten Joe Biden kehrt wieder etwas Berechenbarkeit in die amerikanische Politik zurück. Auch erkennbar an den ersten Postenbesetzungen im neuen Kabinett. Der Vorschlag für die Nachfolge Steven Mnuchins schlug in den letzten Tagen wie eine kleine Bombe in der Finanzszene ein, schließlich möchte der neue Präsident eine „altbewährte“ Ökonomin mit dieser Schlüsselposition besetzen: die ehemalige Präsidentin der Federal Reserve, Janet Yellen. Was heißt das für die künftige Geld- und Fiskalpolitik  – und amit für den Dollar?

Die Karriere der Janet Yellen

Mit der ehemaligen Wirtschaftsprofessorin wird eine Person vom Fach den Posten des obersten Geldverwalters oder korrekter der Geldverwalterin in den USA antreten, was in anderen Ländern nicht generell der Fall ist. Janet Yellen kam neben ihrer Lehrtätigkeit schon früh in Kontakt mit der US-Notenbank, wo sie bereits ab 1975 Mitarbeiterin beim Board of Governors im System der Federal Reserve gewesen ist. Von 1994 bis 1997 war sie Mitglied im Vorstand der Federal Reserve, anschließend wurde sie Vorsitzende des Rates der Wirtschaftsberater von US-Präsident Bill Clinton. Also eine Funktion, wie sie jüngst Larry Kudlow in besonderer Art und Weise ausgefüllt hat.

Von 2004 bis 2010 war sie Präsidentin der Fed von San Francisco, ab dem Jahr 2009 stimmberechtigtes Mitglied im Federal Open Market Committee. Im Jahr 2010 wurde sie zur Stellvertreterin von Fed-Chef Ben Bernanke ernannt und ab 2013 gelangte sie als erste Frau an die Spitze der bedeutendsten Zentralbank der Welt. Diese Position verlor sie als Demokratin nach der Wahl Donald Trumps zum Präsidenten, der mit diesem Schritt einmal mehr von der bisherigen Tradition abwich. Ihr Nachfolger Jerome Powell ist bereits seit 2012 im Direktorium der Federal Reserve, somit dürften sich die neue Finanzministerin und der Fedchef sehr gut kennen. Janet Yellen ist mit dem Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften George A. Akerlof verheiratet – sie ist also privat und beruflich immer im Umfeld der Ökonomie.

Die „dovishe“ Janet Yellen

Für die Benennung der Wirtschaftsprofessorin als neue Finanzministerin hat der neue US-Präsident sicherlich mehrere Gründe: Zum einen gilt die Demokratin als sehr ausgleichend zwischen den Parteien, was nach Donald Trump sicherlich äußerst bedeutsam wird, und zum anderen wird sie eine Konnexion zwischen Politik und Notenbank gewährleisten, was in der jetzigen Verschuldungssituation sehr vonnöten ist. Die Regierung braucht den kurzen Draht zur Geldpolitik, eine Sonderstellung der Notenbank wäre in der kommenden Zeit sehr hinderlich. Die Märkte gehen von einer guten Weichenstellung aus, deshalb auch die erste positive Börsenreaktion. Die Tauben sind demnächst in den USA am Drücker – daher tendiert auch der Dollar wieder schwächer.

Des einen Freud, des anderen Leid

Was wird diese neue Konstellation Janet Yellen – Powell für geldpolitische Konsequenzen haben? Zunächst freut man sich an den Märkten, dass „der Kelch“ in Gestalt der linken Demokratin Elisabeth Warren an ihnen vorübergegangen ist. Deren während ihrer Kandidatur vorgetragenes Programm hätte die Wirtschaft und die Finanzmärkte eine Zeit in Wallung gebracht, denn ob Warren ihre Vorstellungen in die Tat hätte umsetzen können, steht auf einem anderen Blatt. Nach einer Corona-Schonfrist würden bald schon die Midterm Elections anstehen, die rasche Veränderungen im Kongress bringen können.

Wer sind die Profititeure, wer die Leittragenden?

Zunächst dürften die Finanzmärkte sich über eine weiterhin lockere Geldpolitik freuen, denn es sind zwei Tauben an den Schaltstellen, die über alles sinnieren werden, jedoch nicht über künftige Zinserhöhungen.

Bevor eine Massenimpfung eine echte Erleichterung am Arbeitsmarkt bringt – Stichwort: Maximum Employment – wird man vonseiten der Federal Reserve das Anleihekaufprogramm fortsetzen und retten, wo es zu retten gilt. Hinzu kommen wird der unbedingte Wille der Durchsetzung von Konjunkturprogrammen, speziell im Umweltbereich, einem zentralen Thema von Joe Biden, in dem er ganz besonders den neuen Wind nach Trump symbolisieren könnte. Was nichts anderes bedeutet, als weiter die Verschuldung nach oben zu treiben, auch unter Inkaufnahme einer ansteigenden Inflation. Sowohl Fed-Chef Powell als auch die mögliche neue Finanzministerin haben eine gewisse Flexibilität mit einer höheren Inflationsrate bekundet. Niedrige Zinsen, bei steigender Teuerungsrate – damit wird deutlich, wer dabei besonders leiden könnte: der Dollar!

Aber in der jetzigen Situation kommen einige frühere Bemerkungen von Janet Yellen ins Gedächtnis, wenn es um die Bewältigung einer Rezession geht. Bereits auf einer Konferenz im September 2016 brachte die damalige Notenbankchefin den Gedanke von neuen Instrumenten ins Spiel, die die Fed zur Bewältigung einer Wirtschaftsschrumpfung benötigen könnte: Ankauf von Firmenbonds und Aktien. Letzteres wiederholte sie in diesem Jahr bei einem Interview im April. Die USA auf den Spuren Japans, was für ein Gedanke! Diesen Gedanken hatte unser Autor bei FMW, Hannes Zipfel, in seinem bemerkenswerten Artikel vom 30.6.2020 schon ins Spiel gebracht („Aktienmarkt: Verlassen Sie sich auf die Fed“!)

Fazit

Noch ist es zu früh irgendwelche Schlussfolgerungen über ungelegte Eier anzustellen. Aber eines dürfte klar sein: Bei zwei Verfechtern einer lockeren Geldpolitik wird es von innen heraus keine große Änderung in der Fiskal- und Geldpolitik geben. Das Zusammenspiel zweier Vertreter einer taubenhaften Geldpolitik wird in der jetzigen Lage den monetären Impuls nicht ohne Not verringern.

Und von woher könnte eine solche Notsituation kommen? Eher nicht von einer opulent anspringenden Wirtschaft, die ohne Stütze auskommt, sondern eher von der Inflation, die nun schon ein Jahrzehnt wie tot erscheint. Aber in diesem Zeitraum haben die Notenbanken weltweit auch nicht sieben Billionen Dollar binnen eines Dreivierteljahres ins System geschleust.

Wird die dovishe Janet Yellen den Dollar weiter schwächen?

weiterlesen

Devisen

Schweizer Franken: Warum die Aufwertung erst einmal unterbrochen ist

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Eine Franken-Münze

Der Schweizer Franken soll doch bitte nach Möglichkeit schön abwerten. So lautet jedenfalls seit Jahren die Hoffnung und das Drängen der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Denn je höher der Franken notiert, desto teurer werden Schweizer Produkte im Ausland, und desto teurer wird der Urlaub für Ausländer in der Schweiz. Beides ist natürlich Gift für die schweizerische Volkswirtschaft. Und so versucht die SNB seit Jahren mit gigantischen Summen an selbst gedruckten Schweizer Franken etwas zu tun. Sie verkauft diese Franken und kauft dafür vor allem den Euro, aber auch den US-Dollar.

So will die SNB die Aufwertung des Schweizer Franken verhindern. Aber der Devisenmarkt war mit Blick auf die letzten Jahre stärker als die SNB, und der Franken blieb zu stark. So druckte die SNB immer weiter. Dann kam die Coronakrise. Und die Welt suchte unter anderem ihr Heil in der Flucht in die schweizerische Währung, die als einer der letzten sicheren Fluchthäfen gilt. Laut jüngsten Meldungen hat die SNB geäußert, dass sie alleine im ersten Halbjahr 2020 eine Summe von 90 Milliarden Schweizer Franken einsetzte um die Aufwertung zu bremsen.

Schweizer Franken als Spielball der Coronakrise

Der folgende Chart zeigt den Kursverlauf von Euro vs Schweizer Franken in den letzten zwölf Monaten. Man sieht bis Mai den fallenden Euro (von 1,08 bis 1,05), also eine klare Franken-Aufwertung. Dies zeigte in der schlimmsten Corona-Krisenzeit den Drang der Märkte in Richtung Schweiz. In den Monaten danach folgte der Rückgang der Corona-Infektionszahlen, und der Euro konnte sich wieder erholen – der Franken wertete wieder ab auf Niveaus um die 1,08. Aber im Oktober sieht man im Chart den Rückgang im EURCHF, korrespondierend mit dem Aufkommen der zweiten Corona-Welle.

Chart zeigt Kursverlauf von Euro vs Schweizer Franken seit Ende 2019

Der folgende Chart zeigt den Kursverlauf von Euro vs Schweizer Franken seit dem 27. Oktober. Nicht zu übersehen ist der EURCHF-Anstieg am 9. November von 1,07 auf 1,0820. An diesem Tag gab es die erste richtige Corona-Impfstoff-Meldung von Biontech und Pfizer. Die Aktienmärkte und der Ölpreis stiegen kräftig, in Hoffnung auf eine deutlich schnellere Konjunkturerholung. Der Goldpreis (sicherer Hafen) fiel drastisch um mehr als 100 Dollar, und auch der Schweizer Franken als sicherer Hafen in Krisenzeiten reagierte genau an diesem Tag mit einer Abwertung. Sie hält (wie der Chart zeigt) bis heute an. Fürs Erste scheinen die seit drei Wochen anhaltenden guten Impfstoff-Meldungen sowie die nun doch geregelte Amtsübergabe zwischen Donald Trump und Joe Biden die Anleger weltweit dazu zu bringen, mehr Risiko eingehen zu wollen (Risk On-Szenario). Das schwächt erst einmal die Save-Haven-Assets wie Gold und Schweizer Franken. Die SNB dürfte fürs Erste ein wenig aufatmen.

Chart zeigt Kursverlauf von Euro vs Schweizer Franken seit Ende Oktober

Nie den Drang hin zum Fränkli unterschätzen

Das größere Bild zeigt, dass der Schweizer Franken seit dem Jahr 2018 in einem klaren Aufwertungstrend liegt (EURCHF damals noch bei 1,20). Dieser Trend wurde erst ab Juni diesen Jahres gebremst. Es kann jetzt zu einer weiteren Franken-Abwertung kommen im Zuge der Impfstoff-Verteilung in den nächsten Monaten. Aber den globalen Drang hin zum Fränkli, den sollte man langfristig im großen Bild gesehen nicht unterschätzen.

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage