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Gold/Silber

Die Deutschen, ein Volk von Aktienmuffeln, aber Goldbesitzern!

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Während die Aktienquote der Deutschen mit gut 10 Millionen oder ca. 16% der Bevölkerung (Aktien und Fonds) recht bescheiden ist, lassen die Zahlen über den Goldbesitz richtig aufhorchen.

 

Der Goldschatz der Deutschen

Nach jüngsten Angaben von Forschern der Steinbeis-Hochschule besitzen deutsche Bürger 8918 Tonnen des goldenen Edelmetalls, davon 4925 Tonnen in Form von Barren und Münzen und die restlichen 4000 Tonnen als Schmuck.

Seit der letzten Erhebung im Jahr 2016 ist der private Goldbestand um 246 Tonnen gestiegen. Hinzu kommen noch die 3370 Tonnen Gold im Bestand der Bundesbank, damit besitzt Deutschland 6,5% aller Goldvorräte weltweit.

 

Juristisch gesehen wäre es natürlich besser von Goldeigentum zu sprechen, als von Goldbesitz, denn nur der Eigentümer hat das beliebige Nutzungsrecht an einer Sache. Gold in Form von Schmuck oder Barren liefert ein guter haptisches Gefühl und ist eine Art Versicherung für alle Fälle.

Interessant auch die Form der Aufbewahrung.

39% der Goldbesitzer verwahren es im Schließfach einer Bank, 5% bei einem Edelmetallhändler und immerhin 38,3% in den eigenen Wänden. Der Rest dürften Goldzertifikate sein (XETRA-Gold), die im Tresor der deutschen Börse lagern. Anfang April repräsentierte der Goldbestand einen Wert von 458 Milliarden Euro. Statisch betrachtet bedeutet dies, dass jeder Bürger über 18 Jahre 58 Gramm Gold in Form von Schmuck und 89 Gramm in Gestalt von Barren und Münzen sein eigen nennt. Wobei wir hier wieder bei der Verteilung der Gesamtmenge im Lande wären.

 

Gold- und Geldbesitz

Die großen Goldvorräte der Deutschen werden aber deutlich relativiert, wenn man das Geldvermögen gegenüberstellt. Nach Angaben der Deutschen Bundesbank betrug dieses zu Jahresende bereits über sechs Billionen Euro und dabei sind die Immobilien gar noch nicht berücksichtigt. Das sollte man bedenken, wenn man über eine Pleite des deutschen Staates redet (2 Bio. Staatsschulden und 1 Bio. Target-2-Salden). Ein Land ist dann pleite, wenn es nichts mehr von seinen Bürgern holen kann.

Übrigens: Deutschland ist in Europa führend, was den absoluten Goldbesitz angeht, aber nicht wenn man Gold pro Bürger rechnet. Da gibt es ein Land im Süden, welches in dieser Kategorie vor Deutschland liegt: Italien!

 

 

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Gold/Silber

Silberpreis wartet auf nächsten Impuls

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Der Silberpreis sammelt Kraft für den Angriff auf eine ganze Kaskade an Horizontalwiderständen.

 

Die Ausgangslage für den Silberpreis

Bereits Mitte Juli war der Silberpreis aus seinem dreijährigen Abwärtstrend bei 15,46 US$ pro Unze nach oben ausgebrochen. Nur zwei Tage später erfolgte der Angriff auf den nächsten mittelfristigen Abwärtstrend bei 16 US$. Dieser stammte aus dem April 2017 und wurde in den letzten zwei Jahren ganze sechs Mal getestet. Der Durchbruch gelang im Zuge der aktuellen Aufwärtsbewegung am 18. Juli.
Den nächsten Horizontalwiderstand bei ca. 16,18 US$ durchschnitt Silber wie das heiße Messer die Butter. Statt auch nur kurz zu verschnaufen, lief der Preis des weißen Edelmetalls direkt an die sehr bedeutende 200-Wochen-Durchschnittslinie (EMA 200) bei 16,60 US$ heran.

Der Silberpreis steht an zentralen Widerständen

 

Der EMA 200

Zu dieser gewichteten Durchschnittslinie (Exponential Moving Average) muss man wissen, dass je länger der gewählte Zeitraum ist und je höher die gewählten Zeiteinheiten der Kerzen sind, umso nachhaltiger ist das erzeugte Signal.

 

Zunächst jedoch zwang dieser signifikante Widerstand den Silberpreis in eine Korrektur, die die Notierungen bis auf den zuletzt überwundenen Abwärtstrend bei 16 US$ zurückführte.

Diese Konsolidierung war jedoch nur von kurzer Dauer: Bereits am 7. August konnte Silber den 200-Wochen-Durchschnitt mit einer brutalen Kerze nach oben durchstoßen und sogar die Marke von 17 US$ überwinden. Anlass war der Tweet von Donald Trump über die Einführung neuer Zölle auf chinesische Importe ab 1. September. Damit hat der Silberpreis nun charttechnisch einen neuen belastbaren Aufwärtstrend etabliert.

 

Das dicke Brett für den Silberpreis

Um zum zyklischen Höchststand des Jahres 2016 bei 21,15 US$ vorzustoßen, muss der Silberpreis aber noch eine ganze Kaskade an Horizontalwiderständen überwinden (bei ca. 17,30 US$, 17,70 US$ 18,60 US$, 19 US$ und 20 US$).

Die Chancen dafür stehen charttechnisch besser als ein Rückfall in die mittelfristigen Abwärtstrends. Die aktuelle Seitwärtskonsolidierung erfolgt Nahe der zyklischen Höchststände und offenbart einen hartnäckigen Aufwärtsdrang des Silberpreises.

Dennoch tut die aktuelle Konsolidierung not, da Silber kurzfristig charttechnisch überkauft ist und auch die Terminmarktstruktur an Hand des COT-Indikators ein Verkaufssignal generiert hat. Im Klartext bedeutet dies, dass die Long-Positionierung der Spekulanten überdurchschnittlich hoch ist, ebenso wie die kommerziellen Absicherungen gegen kurzfristige Preisrückschläge. Diese Konstellation signalisiert zumindest kurzfristig erhöhten Konsolidierungsbedarf.

 

Fazit

Die Gesamtlage für das monetäre Edelmetall Silber bleibt mittelfristig konstruktiv: Die Geldpolitik wird aggressiver, die globalen Risiken nehmen weiter zu, die physische Nachfrage via ETFs ist seit Mai um 100 Mio. Unzen förmlich explodiert und das Chartbild signalisiert aktuell einen neuen Aufwärtszyklus.

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Gold/Silber

Euro zum Goldpreis auf Allzeittief – Fieberkurve der Märkte

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In Dollar notiert der Goldpreis noch deutlich unter seinem Allzeithoch – nicht so aber zum Euro und einigen anderen wichtigen Währungen! So handelt der „Weltgoldpreis“ – also der Goldpreis in allen anderen Währungen ausgenommen der US-Dollar – bereits auf Allzeithoch (laut Thorsten Polleit). Beim Euro liegt der Goldpreis kurz vor dem höchsten je erreichten Stand – und das hat gute Gründe, die viel mit der Gemeinschaftswährung zu tun haben.

Bekanntlich sieht die Konjunktur in Europa nicht besonders gut aus, speziell nicht im „economic powerhouse of Europe“, also Deutschland. Nun will die EZB in Reaktion auf die gleichermaßen schwache Konjunktur und Inflation auf ihrer September-Sitzung reagieren und plant, glaubt man dem eher hawkishen finnischen EZB-Mitglied Rehn, eher „überschiessen“ als „unterschiessen“ mit den Gegenmaßnahmen. Nun wenden Kritiker ein, dass die EZB mit ihrer ultralaxen Geldpolitik ihre Ziele vor allem in Sachen Inflation nicht erreicht hat – aber die Notenbank macht unverdrossen weiter und gibt wohl bald noch mehr von der immer unwirksameren Medizin.

Neue Studien zeigen immer klarer, dass diese Geldpolitik zum Scheitern verurteilt ist: sie erhöht nicht die Kreditvergabe der Banken, ändert kaum etwas an der Sparquote der Bürger, und trocknet die Liquidität an Geldmärkten und Anleihemärkten aus. Profi-Investoren flüchten daher in Junk-Bonds oder in US-Staatsanleihen, um noch Renditen erzielen zu können – das dürfte einer der tieferen Gründe sein für den Fall der US-Renditen in den letzten Monaten.

 

Diese Geldpolitik wiederum läßt den Euro weiter abwerten – und daraus wiederum ergeben sich Kaskaden an Konsequenzen. Erstens: der Yuan ist nicht an den Dollar gekoppelt, sondern an einen Währungskorb, bei dem der Dollar 22% ausmacht, der Euro aber immerhin 16%. Wertet der Euro ab, schwächt das also auch den Yuan erheblich.

Werten wiederum Yuan und Euro weiter ab, dürfte das  das Verlangen des US-Präsidenten steigern, sowohl China als auch die EU als Währungsmanipulator zu attackieren – ergo also nicht nur gegen China weitere Strafzölle zu verhängen, sondern auch gegen die EU. Das wiederum schwächt die Weltwirtschaft weiter, mindert weitere Investitionen und sorgt auch in den USA für Druck, schließlich erzielen die Unternehmen im amerikanischen Leitindex S&P 500 ihre Umsätze zu 40% im Ausland.

Mit anderen Worten: der Euro ist ein Schlüssel für die weitere Entwicklung der Finanzmärkte. Und der Euro zum Goldpreis gewissermaßen das Fieberthermometer der Finanzmärkte, das Lars Erichsen in diesem Video ausführlich analysiert:

 

Der Euro verliert zum Gold immer mehr an Wert

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Anleihen

Gold und die Negativrendite bei Anleihen

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Gold steigt und steigt. Erst vorgestern berichteten wir vom neuen Jahreshoch. Es ist klar. In Zeiten von Handelskrieg, Iran-Krise etc flieht der Anleger in die sicheren Häfen namens Gold und Schweizer Franken. Und natürlich, es ist auch klar: Je weiter die Zinsen für Anleihen ins Negative sinken, desto attraktiver wird Gold nun mal. Der Goldpreis kann zwar schwanken, aber immerhin gibt es keine Negativverzinsung.

Gold vs Anleiherendite

Und die Korrelation zeigt eindeutig: Je tiefer die Rendite bei Anleihen sinkt, desto weiter steigt Gold. Im folgenden Chart sieht man in den letzten zwölf Monaten den Goldpreis im Vergleich zum Kursverlauf der zehnjährigen deutschen Bundesanleihe. Sie laufen parallel. Denn je höher der Kurs, desto tiefer die Rendite bei Anleihen. Denn je mehr ein Anleger für eine Anleihe beim Kauf bezahlen muss, desto geringer ist seine Rendite. Denn die Verzinsung ändert sich ja während der Laufzeit nicht.

Gold vs Bundesanleihen

Interessant ist auch der folgende Chart. Er zeigt seit 2014 den Preis für Gold im Vergleich zum vorhandenen Volumen von Anleihen mit negativer Rendite. Beide laufen auch parallel nach oben. Ein weiterer Beweis für die These, dass Gold für Anleger umso attraktiver wird, je weiter die Renditen bei Anleihen sinken. Und das, obwohl Gold ein richtig kräftiges Kursrisiko beinhaltet. Bei Anleihen weiß der Käufer wenigstens, dass er nach einer festen Laufzeit den Nominalwert zurück erhält.

Anleihe-Wahnsinn geht immer weiter

 

Übrigens: Am Anleihemarkt geht der „Wahnsinn“ gen Süden immer weiter. Morgen will der deutsche Staat zum ersten Mal überhaupt eine 30 Jahre laufende Anleihe mit einem Zinskupon von 0,00% ausgeben! Und deutsche Banken bereiten sich offenbar darauf vor Immobilienkredite mit Negativverzinsung anzubieten. Lesen Sie dazu gerne diesen aktuellen Artikel von finanz-szene.de. Und aktuell notieren die Renditen für zehn Jahre laufende deutsche Pfandbriefe schon mit -0,25% Rendite.

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