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Die Einschläge kommen näher: Holland vor Werbeverbot für Forex, CFDs und binäre Optionen

Ab 2018 mit den neuen MiFIDII-Regularien dürfte es dann auch in Deutschland möglich sein, den Handel von CFDs, Forex und binären Optionen zu verbieten!

Redaktion

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FMW-Redaktion

Frankreich hat es getan, Belgien auch – und nun werden die Niederlande folgen: das Verbot, Werbung zu machen für Forex, CFDs oder binäre Optionen. NUn ist eine Werbeverbot noch kein Verbot – aber wohl eine Vorstufe davon, die Produkte selbst zu verbieten. Und dann dürfte auch in Deutschland ein solches Verbot nicht mehr weit sein!

So heißt es auf der Homepage der niederländischen Finanzaufsicht Authority for the Financial Markets (AFM; also gewissermaßen die holländische BaFin):

„When answering Parliamentary questions on 16 September, Minister of Finance Dijsselbloem announced that he will start working together with the Netherlands Authority for the Financial Markets (AFM) on an advertising ban in the Netherlands for toxic investment products for consumers. The AFM has been warning consumers for some time about binary options and the leverage effect of Contracts for Difference (CfDs).“

Finanzminister Dijsselbloem, den wir alle aus EU-Zusammenhängen gut kennnen, will also mit der AFM das Verbot vorbereiten. Der Grund: die Pordukte seien „toxisch“, also giftig!

Den Kunden werde versprochen, so die Chefin der Aufsichtsbehörde AFM, dass sie das schnelle Geld machen könnten, in Wahrheit könnten sie aber auch ganz schnell Geld verlieren:

„Advertising for these investments entices consumers with the prospect of earning money fast, but it is actually the case that you can easily lose all of the money you have put in“.

Alles natürlich richtig – es gibt ja durchaus Werbung (gerade etwa von angelsächsischen Anbietern binärert Optionen), die suggerieren, dass man praktisch im Schlag Millionär werden könne. Das ist natürlich Unsinn, keine Frage.

Was bald auf uns zukommt, liest sich auf der Seite der AFM dann so:

„The AFM considers it a step in the right direction to protect consumers against the marketing of providers of toxic investments. It often involves financial instruments with a large leverage as a result of which the investor could sustain considerable losses, such as the case with CfDs. Moreover, new European regulations (MiFID II) are expected in January 2018, which will make it possible to impose stricter requirements on high-risk investment products for consumers.“

Aha – man scheint sich also seitens der Regulatoren darauf vorzubereiten, die Produkte selbst (und nicht nur deren Bewerbung) zu verbieten, wenn ab Januar 2018 die neuen MiFID II-Regularien in Kraft treten werden!

Wir hatten in einem Artikel dargelegt, dass die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, dass es dabei nicht wirklich um den Schutz der armen Trader geht, sondern um Steuerfragen (CFDs sind ein Geschäft zwichen Anbieter und Kunden, die in der Regel nicht an der Börse stattfinden und daher nur schwer besteuerbar sind) – siehe dazu unseren Artikel „Verbot von CFDs in Deutschland? Sagt uns endlich die Wahrheit!“.

Warum auf einmal der Furor gegen CFDs, gegen die man praktisch zwei Jahrzehnte (seit diese Produkte nicht mehr nur im Internbanken-Handel angeboten werden) keinerlei Bedenken hatte? Seltsamerweise scheintman ein Verbot etwa von Knockout-Zertifikaten nicht einmal zu denken – bei diesen Produkten kann man ebenfalls sehr viel und sehr schnell Geld verlieren (oder gewinnen). Aber die Zertifikate-Industrie hat eine mächtige Lobby hinter sich – denn die Banken verdienen mit diesen Produkten, die als strukturierte Produkte für den Konsumenten grundsätzlich nachteilig sind, sehr gutes Geld. Während CFDs eher die Domäne von Brokern sind – auf die man nicht so viel Rücksicht nehmen muß offenkundig – zumal sie meist angelsächsischen Ursprungs sind..

11 Kommentare

11 Comments

  1. Avatar

    sascha

    26. September 2016 17:08 at 17:08

    Liebes Team von FMW,

    das soll heissen, dass man nicht mehr mit CFD handeln kann???
    Auch nicht, wenn der Sitz in England ist und nur eine Niederlassung in Deutschland hat?
    Danke vorab für eine Antwort.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      26. September 2016 17:20 at 17:20

      @Sascha, denkbar ist etwa, dass auch englische Anbieter keine Kunden mehr mit deutscher Staatsbürgerschaft akzeptieren dürfen; das ist etwa bei US-Amerikaner so, wenn die CFDs handeln wollen heißt es: „no sir, not allowed for american citizens“. Daher wird man bei Kontoeröffnungen für ein CFD-Konto immer gefragt, ob man US-Staatsbürger sei..

      • Avatar

        sascha

        26. September 2016 18:16 at 18:16

        Hallo Herr Fugmann,

        was wäre die alternative? ich weiß ja , das jeder hier CFD Handel betreibt, privat natürlich… was könnte man oder müsste man tun?

        LG Sascha

        • Markus Fugmann

          Markus Fugmann

          26. September 2016 18:17 at 18:17

          @Sascha, das müsste man dann sehen, Futures würden sich anbieten..

          • Avatar

            sascha

            26. September 2016 18:33 at 18:33

            Herr Fugmann, falls Sie diese Seite ( die ich sehr begrüße, nach 20 Jahren probieren und studieren von Börsen – Magazinen etc. ) pflichtig anbieten sollten( was sehr gut wäre) bin ich dabei.
            Alles im allen sitzen wir im gleichen Boot und das geben Sie hier ausdrucksvoll und in Kürze wieder. Hervorragend kann ich nur sagen.
            LG Sascha

  2. Avatar

    Jochen

    26. September 2016 17:16 at 17:16

    Werbeverbot finde ich gut, weil sehr viele Broker wirklich einfach Leute mit falschen Versprechen locken. Aber Verbot von CFDs an sich? WTF?

    Bitte, bitte, nicht! CFD sind wunderbar, wenn man weiß, wie man damit umzugehen hat. Geld kann man auch im Casino verlieren.

  3. Avatar

    Westelbier

    26. September 2016 18:08 at 18:08

    Dem Staat geht es darum den Bürger zu schützen. Das ich nicht lache! Gib dem Staat genug ab und Du hast freie Hand. Gilt überall ob Börse oder Sportwetten. Im Gegenteil oberstes Staatsziel ist das Risiko für den Bürger und der Gewinn dem Staat. Die Ausschüttung bei staatlichen Lotterien betragen „satte“ 50 %. Bei Sportwetten immerhin 70%, dafür gibt es dann noch zusätzlich 5% Wettsteuer ob man gewinnt oder verliert. Der Staat ist immer dabei.

  4. Avatar

    Sven

    26. September 2016 18:40 at 18:40

    Ich würde einfach mal wettern, dass etwas beschlossen wird (ein Verbot?) und sich die UK Broker nicht darum scheren (da wohl in UK kein Verbot beschlossen wird) was der Kontinent macht. Das wäre auch nachvollziehbar, denn wie kann die z.B. Bafin einen UK Broker zwingen, allen deutschen Kunden zu kündigen? Die Bafin ist ein Papiertiger ohne Befugnisse in UK. Wenn Broker keine echten Konsequenzen fürchten müssen (welche auch?) wird es weitergehen wie immer.

  5. Avatar

    bauer

    26. September 2016 21:15 at 21:15

    Kocht da etwa bei einigen hier schon das A…wasser?
    Wisst ihr denn immer noch nicht,daß die BRD nur aus Verboten,Zwang u.Ausbeutung besteht?
    Genau so isses,ihr sitzt alle im gleichen BOOT!
    Ich denke da an die „Titanic“ …..im Maschinenraum steht das Wasser bis zum Hals und an Deck singt man „Atemlos“
    Für euch dt.Zocker im Papiergeldsystem,dem wird man den Gar aus machen.
    Für die Blinden….wessen Unterschrift steht auf eurem Zahlungmittel Euro?
    Markus,klär doch bitte das unwissende dt.Volk mal auf,wie es mit dem dt.Wasserstand so aussieht,wenn du schon nicht in der Lage bist,mir zu antworten…

  6. Avatar

    bauer

    26. September 2016 21:43 at 21:43

    Wenn ich mir die Komment.so durchlese,dann kann man meinen,ihr seid „Millenium-Kinder“die von Tuten&Blasen keine Ahnung haben,was in eurem Staat so abgeht!
    Das Nordkorea(DE) von Europa, fühlt sich wohl in seiner in Watte bepackten Welt.
    Schaut doch eure verlogenen Ossitussen doch mal genauer an,die sich im Bundestag
    breit machen?

  7. Avatar

    Fred

    12. November 2016 22:34 at 22:34

    Kritik hin und her. Es gibt immer Leute die dem angeblichen Ruf des schnellen Geldes nicht widerstehen können und auch ein Verbot durch den Staat kann daran nichts ändern.

    Abhängigkeit ist eigentlich nichts anderes als eine Verschiebung von Prioritäten zugunsten der eigenen Person. Wer Nicht nein sagen kann ist meiner Meinung nach nicht krank sondern leidet unter einer Charakter Schwäche.

    Wer sich also uninformiert in ein finanzielles Abenteuer stürzt hat zumindest Mitschuld. Es hat ihn letztendlich niemand gezwungen sein Geld in Sachen zu investieren die er nicht versteht. Heutzutage kann man sich im Internet gut Informieren, man sollte nur dabei lernen die Streu vom Weizen zu trennen.

    Informieren kann man sich auch hier: https://xbinop.com/de

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