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Aktien

Die Euphorie geht weiter: Europa-Aktien und ETFs – alle wollen rein!

Neue Daten der Bank of America zeigen, dass Europa nach wie vor „sexy“ ist, während aus den US-Aktienmärkten Gelder abgezogen werden. Und: ETFs boomen weiter – auf Kosten von aktiv gemanagten Investmentfonds..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Es ist vielleicht kein Zufall, dass der Euro heute auf den höchsten Stand seit November letzen Jahres steigt, nicht nur bedingt durch die zunehmenden „Gerüchte“, dass die EZB optimistischer wird – wie gestern die Rede von Mario Draghi mehr als verdeutlicht hat (siehe dazu unseren Artikel „Mario Draghi wird euphorisch – und überschreitet dabei sein Mandat!“). Nun reichen Tarder sogar die These herum, dass die EZB aus den Negativzinsne aussteigen wird.

Ein anderer wichtiger Aspekt dafür, dass der Euro an die 1,12er-Marke steigt, sind auch die Kapitalzuflüsse der Profi-Anleger, die Europa wieder entdeckt haben nach den Wahlen in Holland und Frankreich. Wie aktuelle Daten der Bank of Amerika zeigen (Umfrage unter Fondsmanagern), sind in der letzten Wochen weitere 1,1 Milliarden Dollar in europäische Aktien geflossen, wodurch eben diese europäischen Aktien nun die achte Woche in Folge Zuflüsse verzeichnen.

In der letzten Woche noch beliebter aber waren die Aktienmärkte der Emerging Markets: sie verzeichneten Zuflüsse von 3,9 Milliarden Dollar, wodurch die neunte Woche in Folge Geld in diese Assets floss.

All das geht vorwiegend auf Kosten von US-Aktien: hier wurden 8,9 Milliarden Dollar abgezogen, womit nun die dritte Woche in Folge die US-Aktienmärkte Mittelabflüsse verzeichnen mussten. Davon betroffen sind auch US-Tech-Aktien, aber gleichwohl sind die Mittelzuflüsse in amerikanische Tech-Werte auf Jahresbasis so hoch gewesen wie seit 15 Jahren nicht mehr – also seit Platzen der New Economy-Blase! Global gesehen flossen jedoch in der letzten Woche weitere 1,0 Milliarden Dollar in Tech-Werte – damit sind in den letzten elf Wochen konstant Gelder in diesem Sektor aufgestockt worden.

In Sachen US-Aktien aber, das zeigen die Daten, scheint sich der Wind zu drehen bzw. gedreht zu haben, man hält offensichtlich amerikanische Werte für zu teuer und verkauft daher, wobei das Chaos in Washington die Verkaufsneigung durchaus erhöht haben dürfte.

Global haben die Investoren wieder verstärkt Anleihen gekauft mit Zuflüssen von 9,7 Milliarden Dollar, wodurch nun in 20 der letzten 21 Wochen dieser Asset-Klasse neue Gelder zuflossen. Bei den globalen Aktienmärkten insgesamt wurden 1,6 Milliarden Dollar abgezogen (vorwiegend wegen den Abflüssen aus USA!).

Dabei wurden die weiteren Zugewinne bei Aktien- oder Aktieninidex-ETFs (+2,7 Milliarden Dollar) durch Abflüsse aus Investmentfonds (mutual funds) im Volumen von -4,3 Milliarden Dollar mehr als ausgeglichen. Das ist ein Megatrend, der nun schon seit 2016 verstärkt durchschlägt, die letzte Woche brachte dabei die größten Abflüsse aus Investmentfonds seit sieben Wochen. Mit anderen Worten: passive Investments durch ETFs sind weiter stark auf dem Vormarsch, auf Kosten aktiv gemanagter Fonds.


Schwimmen nicht mehr im Geld: Manager von Investmentfonds
Foto: Foto: Avarice (2012), by Jesus Solana / Wikipedia (CC BY 2.0)

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    sascha

    19. Mai 2017 17:23 at 17:23

    Auf geht’s DAX , 13000 dann 12500 und zum Jahresende 13500 .

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Corona belastet die Aktienmärkte

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die Verschärfung der Coronakrise belastet heute die Aktienmärkte.

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Volkswagen meldet 10 Milliarden Euro Gewinn – dazu noch ein interessanter Vergleich

Claudio Kummerfeld

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Volkswagen hat vor wenigen Minuten per Ad Hoc-Meldung vorab Daten für das Gesamtjahr 2020 veröffentlicht. Trotz der beispiellosen andauernden Covid 19-Herausforderungen habe Volkswagen im 2. Halbjahr 2020 seine Robustheit bewiesen. Die Auslieferungen an Kunden des Volkswagen-Konzerns erholten sich im 4. Quartal weiter stark, überstiegen sogar die Auslieferungen des 3. Quartals 2020. Die Umsatzerlöse stiegen entsprechend ebenfalls erheblich. Auch der ausgewiesene Netto-Cash-flow im Automobilgeschäft entwickelte sich sehr positiv, so das Unternehmen in seiner Mitteilung.

Basierend auf vorläufigen Zahlen erwartet man für das Geschäftsjahr 2020 ein operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen (Dieselthematik) von rund 10 Milliarden Euro, dazu einen ausgewiesenen Netto-Cash-flow im Automobilgeschäft von rund 6 Milliarden Euro. Die gesamten finanziellen Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2020 sowie der Ausblick wird Februar veröffentlicht. Die Volkswagen-Aktie reagiert positiv mit einem Kurssprung von 158,60 Euro heute Vormittag auf aktuell 169,28 Euro.

Interessant zum Thema Autohersteller ist folgende Grafik. Sie zeigt den gigantischen Börsenwert von Tesla (links) in Relation zu den anderen großen Autobauern, die natürlich weitaus größere Mengen produzieren. Tesla hat derzeit mehr Börsenwert als die folgenden acht größten Autobauer zusammen. Sind das noch gesunde Dimensionen bei Tesla? Da muss Elon Musk noch ganz schön viele Autos verkaufen, um mit realen Umsätzen zur Börsenbewertung aufzuschließen.

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Immer mehr zusätzliche Luft für die Aktienblase, Branchenrotation dank Biden

Claudio Kummerfeld

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Derzeit gibt es immer mehr zusätzliche Luft zum weiteren Aufblähen der globalen Aktienblase, so ein Experte im folgenden Gespräch mit Manuel Koch. Notenbanken und Stimulus-Maßnahmen würden die Blase weiter befeuern. Dabei würden sich die Börsenbewertungen immer mehr von der realwirtschaftlichen Wirklichkeit entfernen. Deswegen sollten die Anleger Bestände gegen Verluste absichern. Auch interessant sind die Aussagen über eine Branchenrotation bei US-Aktien. Dank des neuen US-Präsidenten Joe Biden würden Branchen wie Pharma und alternative Energien profitieren, dafür könnte zum Beispiel die Ölindustrie verlieren.

Im Video auch besprochen werden zwei Handelsideen der trading house-Börsenakademie. Bei Netflix könne man market kaufen, und bei Microsoft könne man über das Vehikel einer Stop-Buy-Order auf steigende Kurse setzen.

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