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Aktien

Die europäische Wirtschaft hat mein vollstes Vertrauen

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Von Michael Leist

Es heißt, die Märkte stünden unmittelbar vor einer größeren Korrektur. Dies bestreiten immer weniger Finanzanalysten und wer daraus etwas Gutes ableiten möchte wie „Die Euphorie ist am Markt noch nicht angekommen“ macht sich gleich verdächtig selber über die Maßen investiert zu sein. Doch mal abgesehen von der technischen Analysten Panikmache führt an Aktien kein Weg vorbei, sofern man im Nullzinsumfeld eine Rendite oberhalb der Inflationsrate anstrebt. Glaubt man der EZB „Wir werden Inflation (er)schaffen“, so sollte sich die Rally an den Aktienmärke fortsetzen zumal sich auch die Wirtschaftsdaten allen voran die Arbeitslosenquote in den USA verbessert. Anders als die Deutschen, sind gerade die Amerikaner dafür bekannt Ihr Geld in Aktien anzulegen. Darüberhinaus stehen im Juni 2015 US-Kongresswalen in der Mitte der präsidialen Amtszeit statt. „Die Häufigkeit von positiven Quartalen insgesamt beträgt 67,4%. Dabei schlägt die Häufigkeit der Perioden mit US-Kongresswahlen zur Halbzeit den Durchschnitt um 28 Punkte (86,4% – 67,4%)/ 67,4 = 28,2%. Ein riesiges Renditepotenzial!“ so Ken Fischer von Grüner Fisher Investments in seiner Fokus-Money Kolumne von 17. September.
Habe ich Sie damit überzeugt? …
Das währe schlecht, denn dann könnten auch Sie bereits die Scheuklappen aufgesetzt und nun noch das Renditepotenzial vor Augen haben.
Denn was Herr Fisher ein riesiges Renditepotenzial (28,2%) nennt, ist in Wahrheit keine Rendite sondern nur eine relative zur Norm erhöhte Wahrscheinlichkeit auf eine positive Renditen die zwischen unendlich klein bis unendlich groß liegen kann und wohl auch nur für den Dow Jones Index gelten mag. Verbesserte Wirtschaft- und Arbeitsmarktzahlen in den USA sind darüberhinaus schlecht für die Börsen, weil damit die Wahrscheinlichkeit einer Leitzinserhöhung steigt, was spekulatives Geld aus dem Märkt nehmen würde. Die Tatsache das sich die EZB gezwungen sieht Inflation zu erschaffen zeigt darüberhinaus, dass eine hohe Gefahr einer Stagnation besteht. Und wie man aus sich ausweitenden Pessimismus etwas Gutes herauslesen will ist für mich eine Logik, die sich mir nicht erschließt.
Daher lieber mal selbst eine Chart-Analyse wagen um zu sehen welche Position nun eigentlich recht hat. So habe ich am 30.09. DAX und Dow Jones Freigabe zum Shorten vorgelegt (damaliger DAX Stand ca. 9500 Punkte).
Dennoch verfangen sich vermeintlich Fundamentale zusammenhänge besser als charttechnische Analysen. So schrieb zum Beispiel Ines43 als Kommentar in Wallstreet – online: „Wenn es 2008 zu einem massiven Kursverfall kam, dann hat das wenig mit regelmäßigen Wellen zu tun (gemeint sind hier die Elliott-Wellen) als mit der Immobilienblase in den USA […] Solche Kursschmelzen liegen allermeisten fundamentale Schwierigkeiten zu Grunde. Warum sollte eine Daimler Aktie heute mit einem KGV von 10 und einer Dividendenrendite von knapp 4% und Minuszinsen bei Staatsanleihen zusammenschmelzen? Dass will nicht in den Kopf“
In der Tat ist es nicht möglich anhand eines historischen Kursverlaufes zu begründen warum sich die Kurse ex post gleichermaßen regelhaft verhalten sollten. Es ist vielmehr ein Grundvertrauen in die Marktteilnehmer von Nöten und in deren Fähigkeiten, Ihr Wissen – dass mir unbekanntes ist – zu Anlageentscheidungen zu nutzen. Nimmt man ferner an (und durch die Abverkäufe der letzten Jahrzehnte begründet an), dass 60%-90% des Kurses nicht fundamental begrünbar ist, sondern die erwartete Rendite der Zukunft abbildet, so kann man zu den Schluss kommen, dass ein KGV heute von 10 in der Zukunft eines von 100, eine Dividendenrendite von 4% in der Zukunft eine von 40% entsprechen könnte und damit Geschäftsgefährdend sein könnte. So oder so nehmen wir eine Reduktion der Wirklichkeit vor, entweder durch „fundamentale“ Kennzahlen oder durch ex post annahmen um die Vielzahl an Informationen überhaupt Händeln zu können und vertrauen darauf.
Nach dem Systemtheoretiker Niklas Luhmann ist Vertrauen: „der Mechanismus zur Reduktion sozialer Komplexität. Das Mittel der Wahl gegen allgemeine und spezifische Verwirrtheit, Orientierungslosigkeit und Veränderungsangstzuständen. Denn in einer Welt der Spezialisten, der Details, der Unterschiede und Differenzen kann sich niemand mehr darauf verlassen, dass seine Entscheidung und sein Handeln von Gewissheit ausgehen“
Wenn man also „Gewissheit“ haben möchte, so muss man selber zum Experten werden und sich im Falle des Daimler-Aktien Beispiels mit Ökonomischen Fragestellungen quälen. In diesem Falle lesen Sie: DAX-Schwäche: Die Gründe …

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Aktien

Kommt eine 10% Korrektur bei Aktien? China pumpt Geld, Gold steigt, und zwei Aktienideen

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China pumpt Milliarden ins Finanzsystem und senkt seinen Leitzins. Das soll helfen gegen die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus. Manuel Koch bespricht das Börsengeschehen dieser Woche im folgenden Video. Goldman Sachs sieht die Möglichkeit, dass die Aktienmärkte um 10% einbrechen könnten. Gold hat laut Empfehlungen der trading-house Börsenakademie, die im Video besprochen werden, die Möglichkeit auf 1.700 Dollar zu steigen. Die Aktie von Airbus sei eine Short-Idee. Für beide Empfehlungen gibt es im Video konkrete Einstiegsmarken.

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Sophie Schimansky zum Handelsstart in New York – „Optimismus trotz Virus-Update“

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Sophie Schimansky berichtet im folgenden Video zum heutigen Handelsstart in New York. Der Coronavirus ist auch heute wieder im Gespräch. Auch zu diversen Einzelwerten gibt es Infos, die besprochen werden.

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Ich verschaffe Ihnen unabdingbares Hintergrundwissen – Werbung

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Lieber Börsianer,

es muss etwa Mitte der 90-er Jahre gewesen sein, als ich noch relativ am Anfang meiner Börsenlaufbahn einige Stück des ungarischen Unternehmens Matav erworben hatte. Matav (Magyar Telekom) war im Zuge der Wende im Ostblock privatisiert und wenig später an die Börse Budapest gebracht worden. Auch die Deutsche Telekom hatte sich bedeutsam an dem ungarischen Telefonunternehmen beteiligt.

Die Stimmung für Telekom-Aktien war seinerzeit recht gut, und ich freute mich über steigende Matav-Kurse. Irgendwann stockte der Hauptaktionär Deutsche Telekom nochmals auf, und damit begannen meine Probleme. Denn die Anzahl der Aktien im freien Handel (Free float) wurde durch diese Transaktion erheblich reduziert. In der Folge trocknete der Handel mit der Matav-Aktie in Deutschland weitgehend aus.

Mit anderen Worten: In meinem Depot stand zwar ein schöner Wertzuwachs, den ich allerdings aufgrund des ausgetrockneten Aktienhandels nicht realisieren konnte. Ich war richtig aufgeschmissen und wurde zunehmend nervös.
Theoretisch hätte ich die Aktie in Budapest verkaufen können, denn an der Heimatbörse wurde der Titel immer noch ausreichend gehandelt. Allerdings hatte ich die Aktie ja in Deutschland gekauft, wo sie auch für mich gelagert wurde. Damit war ein Verkauf an der Auslandsbörse erst einmal nicht möglich.

Zu diesem Vorgang einige Hintergrund-Informationen: In der Regel hat jede nationale Börse eine eigene Verwahrstelle. Hierzulande werden unsere Aktien bei Clearstream Banking (Tochter der Deutschen Börse) gelagert. Dort befinden sich alle Aktien, die an einem deutschen Börsenplatz erworben worden sind, auch wenn es sich um…..

Den gesamten Artikel können Sie lesen, wenn Sie sich für den Newsletter „Profit Alarm“ anmelden. Sie erhalten dann täglich per Email eine exklusive Analyse. Der Service ist für Sie völlig kostenfrei!

 

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