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Aktien

Die Fed will, dass Aktien aufhören zu steigen – und sie wird dafür sorgen, dass sie nicht mehr steigen!

Die Aktienmärkte, aber auch die Anleihemärkte haben ein Problem: die Musik hat schon aufgehört zu spielen, aber die Märkte tanzen einfach weiter! So könnte man das Problem bildlich auf den Punkt bringen! Warum hat die Musik aufgehört zu spielen? Weil die Musikanten – also die Fed – die Instrumente schon in die Ecke gestellt haben! Die Musikanten finden nämlich, dass die Tänzer ein bisschen übertrieben haben..

Markus Fugmann

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am

Von Markus Fugmann

Die Aktienmärkte, aber auch die Anleihemärkte haben ein Problem: die Musik hat schon aufgehört zu spielen, aber die Märkte tanzen einfach weiter! So könnte man das Problem bildlich auf den Punkt bringen! Warum hat die Musik aufgehört zu spielen? Weil die Musikanten – also die Fed – die Instrumente schon in die Ecke gestellt haben! Die Musikanten finden nämlich, dass die Tänzer ein bisschen übertrieben haben, zu ekstatisch sind!

Daher meint die Fed nun, es sei Zeit, auf die Bremse zu treten. So die gestrigen Aussagen von William Dudley, dem Chef der New York Fed und nach Yellen und Fischer der wichtigste Fed-Banker. Er sagte gestern:

“when financial conditions ease — as has been the case recently — this can provide additional impetus for the decision to continue to remove monetary policy accommodation.”

Das beschreibt das neue, das dritte Mandat der Fed neben Inflation und US-Konjunktur: die „financial conditions“, das Finanz-Umfeld, wozu Aktienkurse (siehe hierzu „Die Fed sagt klar, um was es ihr geht – hört die Signale!“), Anleihekurse etc. gehören. Die Fed macht sich Sorgen um den zu starken Anstieg der Aktienkurse , aber auch über die Verflachung der Zinskurve. Letzteres bedeutet nämlich, dass die Banken mit der Vergabe von Krediten kaum mehr Margen erzielen können, weil die Differenz zwischen kurzfristiger Geldaufnahme der Banken und der Zinsen, die sie für die Vergabe langfristiger Kredite verlangen können, immer geringer wird. Mit anderen Worten: die Kreditvergabe lohnt sich nicht mehr für Banken, also werden sie keine oder nur noch wenige Kredite vergeben!

Daher ist eine Invertierung der Zinskurve meist ein sicherer Vorbote für eine Rezession: Invertierung der Zinskurve bedeutet, dass die Zinsen für länger laufende Kredite faktisch niedriger sind als die Kosten für die Geldaufnahme kurzfristigen Geldes. Wenn dieser Zustand eintritt, machen Banken mit der Vergabe von Krediten Minus, also vergeben sie keine Kredite. Wenn Banken keine Kredite vergeben, passieren kaum mehr Investitionen, eine Rezession folgt.

Also will die Fed, dass sich die Zinskurve versteilt. Das passiert aber nur, wenn die Märkte erwarten, dass es in den nächsten Jahren immer wieder zu Leitzinsanhebungen kommen wird – was sie aber derzeit nicht tun, weil sie der Fed nicht glauben. Die Märkte sagen: die Inflation ist noch zu niedrig, die US-Konjunktur nicht stark genug, also wird die Fed die Zinsen nicht so anheben, wie sie vorgibt, sie anheben zu wollen!

Das aber ist ein Irrtum! Die Märkte verkennen das „dritte Mandat“ der Fed – die Sorge der Notenbank um die „financial conditions“! Das Problem der Märkte ist nun ein Mentales: sie zweifelten an der Realität der geplanten Zinsanhebungen der Fed in den letzten Jahren – und hatten recht damit. Die Fed hatte oft prognostiziert, die Zinsen weiter anzuheben – und hat das dann doch nicht gemacht. Also sagen sich die Märkte: wer in der Vergangenheit den Mund zu voll nimmt, nimmt den Mund nun auch zu voll, wenn er weitere Zinsanhebungen ankündigt. Also werden wir wieder Recht haben mit unserem Zweifel. Aber die Fed hat jetzt eben ein „drittes Mandat“ – und das haben die Märkte immer noch nicht kapiert!

Daher verhallen Aussagen wie die des San Francisco Fed-Chefs Williams ungehört:

„..in achieving sustainable growth, it is better to close in on the target carefully and avoid substantial overshooting.“

Und Williams weiter:

„We base our decisions on what’s best for the long-term health of the economy, rather than “living for today.”

Die Märkte sollten sich die Frage stellen, ob es sinnvoll ist, einen Tanzkurs zu machen, wenn die Musiker ihren Dienst schon eingestellt haben. Aber noch sind die Märkte ignorant im Tanzkurs-Modus!

Lesen Sie dazu auch diesen hervorragenden englischsprachigen Artikel: The FOMC wants stocks to stop rising, and they will keep raising rates until they stop…

29 Kommentare

29 Comments

  1. Avatar

    gerd

    27. Juni 2017 12:41 at 12:41

    „Die Fed will, dass Aktien aufhören zu steigen – und sie wird dafür sorgen, dass sie nicht mehr steigen!“

    Und daraus saugen manche – einen Schritt weiter gedacht – dass sie sogar möchte, dass sie fallen?

    • Avatar

      Wolfgang M.

      27. Juni 2017 13:24 at 13:24

      Ja Gerd,
      nach meiner Ansicht ist das eine falsche Interpretation. Die Fed will allenfalls den Anstieg der Aktienmärkte bremsen, aber in erster Linie keine inverse Zinskurve. Wenn die US-Aktienmärkte deutlich fallen sollten, kriegen die Amis erst recht eine Rezession, denn 50% der Leute in den Staaten sind Aktienbesitzer – ganz im Gegensatz zu uns Deutschen. Eines kann ich auch bald nicht mehr hören – die Märkte kapieren es nicht. BlackRock, Vanguard, Fidelity, Goldman Sachs u.co. verwalten deutlich über 10 Bio $ – und haben beste Kontakte. Sie bestimmen wann groß ausgestiegen wird und nicht der Kleinanleger. Anscheinend sind für diese die Zinsen noch zu niedrig oder die Rezession noch nicht ausgemacht. Gruß

  2. Avatar

    walter

    27. Juni 2017 12:53 at 12:53

    …aber nicht die Goldaktien,denn die werden nach oben katapultiert werden…
    Zeit wirds,denn wer will schon seine Dollars/Euros unterm Kopfkissen horten?

    • Avatar

      Columbo

      27. Juni 2017 14:25 at 14:25

      @Walter, warum sollten Goldaktien steigen, wenn Gold dauernd fällt? Was glauben Sie, was Gold macht, wenn die EZB auch noch mit Zinserhöhungsfantasien daherkommt? Sicher, Goldaktien werden katapultiert, aber nach unten.

      • Markus Fugmann

        Markus Fugmann

        27. Juni 2017 14:29 at 14:29

        @Columbo, richtig! Wenn die Fed ernst macht, heißt das, sie entzieht den Märkten Dollar-Liquidität, z.B. durch Reduzierung der Bilanzsumme sowie durch Verteuerung des Dollar-Geldes. Mithin gibt es als weniger Dollars, was den Dollar aufwertet. Wertet der Dollar auf, ist das ein Problem für Rohstoffe und Metalle. Die US-Anleiherenditen dürften steigen, was den Dollar zusätzlich befeuert. In dieser Logik würde das bedeuten: US-Aktien short, US-Anleiherenditen long (also Anleihekurse short), Dollar long, Gold nicht Long (aber vielleicht gleicht sich das mit der einsetzenden Risikoaversion aus, die Gold nicht stark fallen läßt)..

        • Avatar

          Columbo

          27. Juni 2017 14:52 at 14:52

          @Walter,
          Nachhilfeunterricht auf goldaffinen Seiten! Naiver gehts nimmer? Wenn ich was positives über Gold lesen will, weiß auch ich, wo ich suchen muß. Nun für Sie eine Hausaufgabe:“Selektive Wahrnehmung. Was ist das und wie vermeide ich es“. Bitte für morgen googeln oder bei Psychologen nachfragen.

          • Avatar

            walter

            27. Juni 2017 15:02 at 15:02

            Meine Wahrnehmung ist das,was ich in der Hand habe,ausser wertloses Papier,wie SIE,lol
            Wo bzw.was suchen Sie denn?Schuldscheine etwa?
            N8

      • Avatar

        walter

        27. Juni 2017 14:40 at 14:40

        Colombo… Goldaktien werden katapultiert, aber nach unten….

        Nur mal ein Vorgeschmack zu deiner Aussage(keine Werbung)
        seit genau einer Woche +20% bis jetzt 14:38Uhr
        https://www.wallstreet-online.de/aktien/golden-dawn-minerals-aktie#t:3m||s:lines||a:abs||v:day||l:vol||ads:null
        Wer suchet,der findet auch….

        • Avatar

          Columbo

          27. Juni 2017 15:19 at 15:19

          @Walter, Sie wissen schon, daß Gold in seiner langen Geschichte auch mal 50% gefallen und sehr lange Jahre dort geblieben ist. Einige Besitzer blieben bis zu ihrem Tode auf dem Verlust sitzen und so wurde halt der „halbe“ Goldschatz weitervererbt. Ich habe nichts gegen Gold, aber es kann genauso gefährlich sein, wie Ihr „wertloses“ Papier.

          • Avatar

            walter

            27. Juni 2017 15:39 at 15:39

            Ich habe kein wertloses Papier!
            Bin gerade am ueberlegen,ob ich meine Kloschuessel vergolden sollte,da der Goldpreis im Keller ist…
            Aber der DAX/DOW ect. hat noch nie 50 od.mehr % verloren oder?
            Steig aus deinen Papierwerten aus und du wirst der Gewinner nach den Wahlen im Sept.17 sein…sure

  3. Avatar

    Bernhard Zimmermann

    27. Juni 2017 13:44 at 13:44

    Das passt aber nicht. Der USD fällt wie ein Stein und die Märkte haben immer Recht.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      27. Juni 2017 13:54 at 13:54

      @Bernhard, der Dollar fällt nicht (siehe Dollar-Yen), der Euro steigt wegen der Draghi, nicht nur gegen den Dollar. Mal abwarten auf Yellen später..

      • Avatar

        Feldmaen

        27. Juni 2017 15:07 at 15:07

        Ist da nicht der Dollar-index aussagekräftiger?

        • Markus Fugmann

          Markus Fugmann

          27. Juni 2017 15:11 at 15:11

          @Feldmaen, sagen wir so: jein! Denn im Dollar-Index ist der Euro mit 57% gewichtet, also ziemlich dominant..

          • Avatar

            Feldmaen

            27. Juni 2017 15:25 at 15:25

            Weil der Euro aber, bis jetzt noch, die zweitwichtigste Währung nach dem Dollar ist…

          • Markus Fugmann

            Markus Fugmann

            27. Juni 2017 15:30 at 15:30

            @Feldmaen, das stimmt, aber die Gewichtung ist dennoch zu hoch mit 57,6% – der Yen bringt es nur auf 13%, und das entspricht nicht der ökonomischen Realität..

  4. Avatar

    leo

    27. Juni 2017 14:01 at 14:01

    Kann die FED dadurch die Kreditvergabe von Banken an Unternehmen und Verbraucher erhöhen? Solange man sich in Sicherheit wiegt wohl möglich. Wenn dadurch ein höheres Wirtschaftswachstum erreicht wird toll, aber wenn die Risikobereitschaft bei der Kreditvergabe abnimmt kann das Ganze eine größere Krise auslösen. Es fehlen Erfahrungswerte aus der Vergangenheit. Das größte Risiko bei den Aktionen der FED trägt der Euroraum. Aber der Euroraum stößt bei Trump auf taube Ohren und ob die Aktionen zwischen Jellen ,Draghi und Carney
    clever abgestimmt sind glaube ich nicht , weil bei Draghi zuviel Politik im Spiel ist
    und Carney den Brexit vertritt.

  5. Avatar

    cadafi

    27. Juni 2017 14:53 at 14:53

    Ist doch alles so schön bunt hier. Wie war das noch mit der schuldenobergrenze?

  6. Avatar

    walter

    27. Juni 2017 14:56 at 14:56

    Investoren reißen sich um 2j deutsche Anleihe mit -0,61% #Rendite – Wolfgang Schäuble macht 38 Mio Euro Gewinn…

    Wie kann man denn so krank sein,sein Geld an den Staat zu verleihen?
    Wo lernt man soetwas?
    Kein Wunder,wenn man als Deutscher Anleger keinen Dunst hat!!
    Da ist mein Afterpapier mehr Wert…..

  7. Avatar

    walter

    27. Juni 2017 15:14 at 15:14

    @COLOMBO,
    einen Leseakt hab ich noch:(die gebrandtmarkten Buerger von DE,m.M.n.)

    „Kampf gegen das Bargeld!“ – Kommt bald die Gold-Steuer? (1)

    Liebe Leser,

    als regelmäßiger Leser von Unangreifbar leben wissen Sie, dass die Politik- und Finanzeliten alles tun, um das Bargeld abzuschaffen. Beispielsweise in Indien.
    Abschaffung des Bargelds: „Probelauf“Indien

    Schon vor einem halben Jahr hat die indische Regierung vorgemacht, wie das in der Praxis geht. Beachten Sie bei meinen nachfolgenden Ausführungen, dass Indien eines der bevölkerungsreichsten Länder dieser Erde ist. Und daher ist dieser „Probelauf“ mehr als wichtig!

    Urplötzlich verkündete im November 2016 der indische Premierminister Narendra Modi eine „Überraschungsreform“, die vorab völlig geheim vorbereitet wurde: Die Teilabschaffung – ich sage die „Zwangsverknappung“ – des Bargelds! Offenbar, um die Schattenwirtschaft lahmzulegen, die in Indien rund 20 Prozent der Wirtschaftskraft ausmacht.

    Premierminister Modi kündigte zudem an, seine Nation zu einer „bargeldlosen Gesellschaft“ zu machen!
    Bargeldrationierung und Zwangsumtausch retten die Banken vor einem Kollaps

    Ich sage Ihnen, dass die Wahrheit jedoch eine ganz andere war und ist! Denn mit dem Zwangsumtausch und der Bargeld-Rationierung wurden und werden nichts anderes als die indischen Banken gerettet!

    Sehen Sie: Die dortigen – allen voran die staatlichen – Banken haben faule Kredite in Milliarden-Höhe angehäuft. Diese sollen annähernd rund 9 Prozent ihrer gesamten Kreditsumme ausmachen. Vor allem im letzten Jahr hat sich die Lage dahingehend dramatisch zugespitzt.

    Doch mit der Überraschungsreform gewinnen die Geldhäuser etwas Zeit. Denn wenn die Cash-Einlagen zwangsweise bei ihnen verbleiben müssen, kann ein Banken-Kollaps zunächst vermieden werden.

    So einfach ist das!
    Die großflächige Entwertung von Cash

    So verlor quasi über Nacht 86 Prozent des Bargelds, das in Indien im Umlauf war, seinen Wert! Die bislang geltenden 500- und 1.000-Rupien-Scheine (entspricht rund 14 Euro) wurden einfach als ungültig erklärt und sollten so schnell wie möglich aus dem Verkehr gezogen werden. Und zwar damals mit einer Frist bis zum 31. Dezember 2016.

    Bis dahin sollten die Menschen ihr altes Bargeld auf ein Konto einzahlen oder es gegen neu entworfene Banknoten, die zusätzliche Sicherheitsmerkmale aufweisen, umtauschen. Das Problem war nur, dass die Hälfte aller Inder gar kein eigenes Konto besitzt!
    Die Auslösung eines „negativen“ Bunk-Runs

    Dennoch begann der Run auf die Banken. Allerdings nicht, um Geld abzuheben, sondern um es dorthin zu bringen, bevor es nichts mehr wert war. In diesem Fall spricht man von einem „negativen Bank-Run“.

    Allerdings brachte das dem einzelnen Bankkunden herzlich wenig. Denn nicht nur die Abhebungen an Geldautomaten wurden auf 4.000 Rupien (rund 54 Euro) pro Tag begrenzt. Sondern in den Bankfilialen durften nicht mehr als 20.000 Rupien pro Kunde und pro Woche ausgeben werden. Der Rest musste auf den Konten verbleiben.

    Vor lauter Steuern in DE,was bleibt dann noch uebrig,ausser einen Muskelkater vom Arbeiten……?Mutti&Schaeuble wirds erfreuen,lol

    • Avatar

      Columbo

      27. Juni 2017 15:53 at 15:53

      @Walter, ja und? Haben Sie ein Rezept dagegen? Soll ich mir jetzt Gold, Whisky, Zigaretten, Diamanten oder einen Schrebergarten zulegen? Ein Crashbuch schreiben? Oder Nachhilfestunden bei Ihnen buchen?

  8. Avatar

    Matt

    27. Juni 2017 15:36 at 15:36

    Seit wann machen Banken mit der Vergabe von Krediten minus? Wie soll das gehen, wenn man weiß was genau ein Kredit ist und wie er „entsteht“. Die Banken machen sicher niemals Minus.

    • Avatar

      walter

      27. Juni 2017 15:43 at 15:43

      …nicht so laut…der Uninformierte soll doch aufs falsche Gleis gefuehrt werden…
      Ist doch so gewollt!
      Aber mit Arbeitslosen bzw.Billigloehnern im Dienstleistungsgewerbe, kann die Bank keine Gewinne machen,das ist schon mal FAKT!

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      27. Juni 2017 15:51 at 15:51

      @Matt, da empfehle ich dringend, einmal das Wort „Fristentransformation“ zu googlen!

  9. Avatar

    Dickbär

    27. Juni 2017 16:11 at 16:11

    @Wolfgang M. Sie haben schon recht dass die Dickfische die Wende auslösen, aber wenn man darauf wartet u.die ersten 2 Minustage verpasst sind wir vielleicht schon 5-7% vom Hoch weg dann werden uns die guten Berater um Geduld bitten weil es ja immer wieder Rebounds gibt,
    u.nach einer Woche sind wir dann vielleicht 10% vom Hoch weg.Eines ist sicher ,die Korrekturen kommen immer Überraschend, vielleicht gibts auf Quartalsende noch ein Window- Dressing u.nachher EINE WUNDERSCHÖNE LÄNGERE KORREKTUR,
    ICH ,DER HERR FUGMANN ,W.SCHMID U.DIE 2-3 anderen Bären weltweit hätten sich das schon lange verdient.

  10. Avatar

    PK

    27. Juni 2017 16:39 at 16:39

    ich hab immer ein Problem, wenn jemand sagt:
    „Die Märkte haben noch nicht kapiert“
    Wir haben Heerscharen von Analysten in den Banken sitzen, die jedes Wort in solchen Äusserungen fast in Echtzeit (oft EDV gestützt) exakt analysieren. Wenn eine Reaktion nicht relativ schnell auf solche News kommt, ist meine Erfahrung, daß sie einfach nicht kommen wird.
    Viel interessanter ist die Frage, WARUM sehen die Märkte diese Äusserungen nicht als bearisch an, denn ich stimme ja zu, daß das meiner Meinung nach ein guter Grund für einen 300 Punkte Abverkauf im Dow gewesen sein könnte.
    Aber er kam halt nicht.
    Es kostet in solchen Fällen oft zu viel Geld anzunehmen, die Märkte würden sich irgendwann schon der eigenen „richtigen“ Meinung anschließen.
    Hab auch noch einen kleinen short im NQ stehen, aber wenn der jetzt nicht bald in die Gänge kommt fliegt er auch wieder raus.
    Shorten macht aktuell keinen Spass. Dax hatte heute auch eine recht nette Unterstützung durchbrochen, war aber anscheinend wieder nur ein fake um Stops zu holen.

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Aktien

Dax-Wochenausblick: Test der 1.000 Punkte Range – folgt bald der Ausbruch?

Stefan Jäger

Veröffentlicht

am

Im folgenden Video bespricht Marius Schweitz von Projekt30 die abgelaufene Woche im Dax und gibt einen ausführlichen Ausblick auf die kommende Handelswoche. Dabei geht er konkret auf die übergeordnet Seitwärtsrange ein und zeigt mögliche Szenarien auf, wie sich die ausgebildete 1.000 Punkte Range auflösen könnte. Im deutschen Leitindex haben sich sehr spannende Chart-Formationen herauskristallisiert, die auf eine große Bewegung hindeuten. In dem Video sehen Sie aber nicht nur einen Dax-Ausblick, sondern auch noch weitere Einschätzungen zum Dow Jones, Bitcoin, Gold, Euro, Softbank und Deutsche Bank.

Die Setiwärtsrange im Dax von Juli bis Oktober

Im März startete die rasante Corona-Rally, die viele Anleger als die „meistgehasste Rally aller Zeiten“ betiteln, aber seit ein paar Monaten ist sie ins Stocken geraten. Zwischen März und Juli kannte der deutsche Leitindex im Grunde nur eine Richtung – nämlich gen Norden. Im Juli hat der Anstieg aber erstmals ein abruptes Ende gefunden, nachdem der Dax das Hoch bei 13.315 Punkten erzielt hatte. Seitdem konnte er diesen Bereich nur zweimal wieder erreichen. Zum einen am 03.09. mit dem Hoch bei 13.460 und schließlich noch einmal am 14.09. bei 13.339.

Demgegenüber stehen zusammen mit dem Tief vom letzten Donnerstag drei Marken, die die Unterkante der Range bilden. Die drei Punkte setzen sich aus dem August-Tief (03.08.) bei 12.365, dem September-Tief (25.09.) bei 12.341 und schließlich dem Oktober-Tief (22.10.) bei 12.345 zusammen. Aus diesen drei Marken hat sich ein starker Unterstützungsbereich gebildet. Als zusätzliche Unterstützung kann man noch das Tief von Anfang Juli bei 12.254 hinzuzählen. Ein Bruch der Range-Unterkante dürfte folglich einem kräftigen Impuls auf der Unterseite auslösen. Erfahrungsgemäß wird die gleiche Höhe der Range in die entsprechende Richtung abgearbeitet. Angenommen, dass der Ausbruch im Dax auf der Oberseite gelingt, dann ergibt sich daraus ein Ziel bei 14.340 Punkten. Dementgegen liegt das Ziel bei einem Ausbruch auf der Unterseite bei 11.340 Punkten.

Dax-Wochen-Ausblick KW44 - 1.000 Punkte Seitwärtsrange von Juli bis Oktober

Aktuelle Chart-Fomationen im Dax

Auf verschiedenen Zeitebenen haben sich im Dax interessante Chart-Formationen entwickelt. Zum einen hat sich im 10-Minuten-Chart ein Descending Broadening Wedge (DBW) ausgebildet, das eine bullische Formation darstellt. Im Stundenchart ist zudem ein großes DBW-Wedge aktiv, das bei einer Auflösung hohe Ziele auf der Oberseite ermöglicht. Auf der bärischen Seite sehen wir außerdem noch eine aktive Wolfe Wave (Keil), die den bärischen Trigger bei 12.341 auslösen könnte. Dadurch würden sich Kurse unter der 12.000 Punkte-Marke ergeben. Auf Tagesbasis hat sich zwischen Juli und Oktober zusätzlich eine SKS gebildet. Sowohl die genannten Formationen, als auch die wichtigen charttechnischen Marken für die kommende Woche werden ausführlich und für jeden verständlich im Video erläutert.

Fazit

Der Dax steht vor einer ausschlaggebenden Richtungsentscheidung, diese kann eine Bewegung von mehr als 1.000 Punkten einleiten. In dem Video-Ausblick wird ausführlich auf die möglichen Szenarien eingegangen. Insbesondere die von Marius Schweitz herausgearbeiteten Chart-Formationen sind sehr sehenswert und zeigen die Möglichkeiten auf, wie es im Dax in der nächsten Woche und darüber hinaus weitergehen kann. Zudem erscheint für alle Leser und Leserinnen von Finanzmarktwelt ab Montag wie gewohnt der DAX daily. Viel Spaß beim schauen des Videos.

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Aktien

Banken: Es hagelt sensationell gute Quartalsergebnisse!

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Hochhäuser von Banken im Londoner Viertel Canary Wharf

Was ist das los? Gerade in der schlimmsten Rezession seit Jahrzehnten sollten sich die Banken doch in einer dramatischen Schieflage befinden? Denn Kreditausfälle müssten aus Quartalsgewinnen eigentlich Verluste machen und damit folglich das Eigenkapital der Banken angreifen? Dieses Szenario steht womöglich bevor, wenn die anstehende Pleitewelle Löcher in die Bücher der Banken reißt.

Aber noch ist es nicht soweit. Derzeit hagelt es sensationell gute Quartalszahlen von Banken weltweit. Vor allem fällt auf, dass gerade die Banken tolle Zahlen melden, die stark im Kapitalmarktgeschäft tätig sind, und eher weniger im Privat- und Firmenkundengeschäft mit Krediten, wo Probleme mit Kreditausfällen drohen, und wo die Banken sich derzeit mehr denn je mühen neue Kundeneinlagen abzuweisen – weil sie selbst sonst Strafzinsen zum Beispiel bei der EZB entrichten müssten.

Banken mit starkem Kapitalmarktgeschäft im Vorteil

Wie gesagt. Wer stark im Kapitalmarktsegment engagiert ist, der feiert die Krise. Zum Beispiel lässt sich derzeit viel Geld machen mit den globalen Schuldenorgien. Wo die Banken zum Beispiel in Europa in den Erstauktionen der staatlichen Schuldenagenturen Staatsanleihen aufkaufen, können sie mutmaßlich schön und entspannt Gewinn machen mit dem Weiterverkauf der Anleihen an die EZB am Sekundärmarkt. Auch in vielen anderen Bereichen des Kapitalmarkts war die letzten Quartale viel los. Man beachte in diesem Zusammenhang die sensationell guten Quartalszahlen von Goldman Sachs vom 14. Oktober. Der Quartalsgewinn konnte gegenüber dem Vorjahresquartal verdoppelt werden (hier die Details). Bei den anderen großen US-Banken gab es keine Katastrophen-Meldungen. Und dann am Dienstag dieser Woche meldete die Schweizer Großbank UBS ebenfalls eine Gewinn-Verdoppelung (hier die Details).

Barclays

Heute nun hat die britische Großbank Barclays ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Der Gewinn liegt mit 611 Millionen Pfund gut drei Mal so hoch wie erwartet, und auch dramatisch besser als im Vorjahr. Da war es noch ein Verlust von 292 Millionen Pfund – auch wenn man hier berücksichtigen muss, dass der Verlust aufgrund von Schadenersatzzahlungen an geschädigte Kreditnehmer zustande kam. Dennoch ist heute ein Gewinn, der drei Mal so hoch reinkommt wie erwartet, beachtlich. Außerdem hat Barclays wie viele andere Banken auch im dritten Quartal die Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle deutlich reduziert, nämlich auf 608 Millionen Pfund nach 3,7 Milliarden Pfund in den ersten sechs Monaten des Jahres.

Nordea

Bei der größten skandinavischen Bank Nordea könnte man glatt meinen, dass die Krise zeitlich auf den Kopf gestellt wurde. Auch hier gab es heute Quartalszahlen. Der operative Gewinn steigt binnen Jahresfrist von 875 Millionen auf 1,09 Milliarden Euro. Die Gründe für die guten Zahlen: Einerseits mehr Kreditvergabe-Volumen in der Krise – andererseits nicht mehr vorhandene Belastungen durch Schrottkredite (331 Millionen Euro Belastung im Vorjahresquartal). Dennoch erwartet Nordea für das Gesamtjahr Kreditausfälle von gut einer Milliarde Euro. Es klingt wie ein Witz, dass jetzt Belastungen durch Kreditausfälle weggefallen sind. Aber aktuell wirkt es noch schlüssig. Es werden weltweit auch mit Staatshilfen viele neue Kredite vergeben, wo die Kreditnehmer natürlich erstmal wieder liquide sind und auch die monatlichen Raten einige Zeit lang zahlen können.

Noch sieht es gut aus

Wenn die große Pleitewelle bei Unternehmen denn kommen sollte, dürfte sich die Lage für die Banken verdunkeln. Banken wie Goldman Sachs mit fast null klassischem Privatkundengeschäft könnten auch in einer Pleitewelle gut da stehen, weil man ja keine Kreditausfälle verkraften müsste. Und die deutschen Banken? Die Commerzbank meldet ihre Quartalszahlen am 5. November, die Deutsche Bank am 28. Oktober. Es ist möglich, dass sie schon vorab als Ad Hoc-Meldung ihre Finanzdaten berichten, wenn sie zu stark von den Erwartungen abweichen. Es könnte sein, dass auch die beiden deutschen Großbanken jetzt halbwegs akzeptable Zahlen melden, und dass die bitteren Verluste der Kreditausfälle erst noch anstehen, wenn die Pleitewelle wie von vielen Experten erwartet demnächst einsetzt. Aber es kann vielleicht noch einige Zeit dauern, bis eine Pleitewelle wirklich auf die Quartalszahlen der Banken durchschlägt. Denn bis die Bank wirklich einen Kredit als Verlust abschreibt, muss erstmal der Schuldner den Bach runtergehen, dann gibt es Verhandlungen über Umschuldungen usw. Also, kurzfristig könnten auch Deutsche Bank und Commerzbank noch akzeptable Quartalszahlen melden.

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Value-Werte auf der Überholspur

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Es gibt gute Konjunkturindikatoren aus Deutschland und Asien. Laut Markus Koch sind die Value-Werte jetzt auf der Überholspur.

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