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Aktien

Die Fed will, dass Aktien aufhören zu steigen – und sie wird dafĂĽr sorgen, dass sie nicht mehr steigen!

Die Aktienmärkte, aber auch die Anleihemärkte haben ein Problem: die Musik hat schon aufgehört zu spielen, aber die Märkte tanzen einfach weiter! So könnte man das Problem bildlich auf den Punkt bringen! Warum hat die Musik aufgehört zu spielen? Weil die Musikanten – also die Fed – die Instrumente schon in die Ecke gestellt haben! Die Musikanten finden nämlich, dass die Tänzer ein bisschen ĂĽbertrieben haben..

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Von Markus Fugmann

Die Aktienmärkte, aber auch die Anleihemärkte haben ein Problem: die Musik hat schon aufgehört zu spielen, aber die Märkte tanzen einfach weiter! So könnte man das Problem bildlich auf den Punkt bringen! Warum hat die Musik aufgehört zu spielen? Weil die Musikanten – also die Fed – die Instrumente schon in die Ecke gestellt haben! Die Musikanten finden nämlich, dass die Tänzer ein bisschen ĂĽbertrieben haben, zu ekstatisch sind!

Daher meint die Fed nun, es sei Zeit, auf die Bremse zu treten. So die gestrigen Aussagen von William Dudley, dem Chef der New York Fed und nach Yellen und Fischer der wichtigste Fed-Banker. Er sagte gestern:

“when financial conditions ease — as has been the case recently — this can provide additional impetus for the decision to continue to remove monetary policy accommodation.”

Das beschreibt das neue, das dritte Mandat der Fed neben Inflation und US-Konjunktur: die „financial conditions“, das Finanz-Umfeld, wozu Aktienkurse (siehe hierzu „Die Fed sagt klar, um was es ihr geht – hört die Signale!“), Anleihekurse etc. gehören. Die Fed macht sich Sorgen um den zu starken Anstieg der Aktienkurse , aber auch ĂĽber die Verflachung der Zinskurve. Letzteres bedeutet nämlich, dass die Banken mit der Vergabe von Krediten kaum mehr Margen erzielen können, weil die Differenz zwischen kurzfristiger Geldaufnahme der Banken und der Zinsen, die sie fĂĽr die Vergabe langfristiger Kredite verlangen können, immer geringer wird. Mit anderen Worten: die Kreditvergabe lohnt sich nicht mehr fĂĽr Banken, also werden sie keine oder nur noch wenige Kredite vergeben!

Daher ist eine Invertierung der Zinskurve meist ein sicherer Vorbote für eine Rezession: Invertierung der Zinskurve bedeutet, dass die Zinsen für länger laufende Kredite faktisch niedriger sind als die Kosten für die Geldaufnahme kurzfristigen Geldes. Wenn dieser Zustand eintritt, machen Banken mit der Vergabe von Krediten Minus, also vergeben sie keine Kredite. Wenn Banken keine Kredite vergeben, passieren kaum mehr Investitionen, eine Rezession folgt.

Also will die Fed, dass sich die Zinskurve versteilt. Das passiert aber nur, wenn die Märkte erwarten, dass es in den nächsten Jahren immer wieder zu Leitzinsanhebungen kommen wird – was sie aber derzeit nicht tun, weil sie der Fed nicht glauben. Die Märkte sagen: die Inflation ist noch zu niedrig, die US-Konjunktur nicht stark genug, also wird die Fed die Zinsen nicht so anheben, wie sie vorgibt, sie anheben zu wollen!

Das aber ist ein Irrtum! Die Märkte verkennen das „dritte Mandat“ der Fed – die Sorge der Notenbank um die „financial conditions“! Das Problem der Märkte ist nun ein Mentales: sie zweifelten an der Realität der geplanten Zinsanhebungen der Fed in den letzten Jahren – und hatten recht damit. Die Fed hatte oft prognostiziert, die Zinsen weiter anzuheben – und hat das dann doch nicht gemacht. Also sagen sich die Märkte: wer in der Vergangenheit den Mund zu voll nimmt, nimmt den Mund nun auch zu voll, wenn er weitere Zinsanhebungen ankĂĽndigt. Also werden wir wieder Recht haben mit unserem Zweifel. Aber die Fed hat jetzt eben ein „drittes Mandat“ – und das haben die Märkte immer noch nicht kapiert!

Daher verhallen Aussagen wie die des San Francisco Fed-Chefs Williams ungehört:

„..in achieving sustainable growth, it is better to close in on the target carefully and avoid substantial overshooting.“

Und Williams weiter:

„We base our decisions on what’s best for the long-term health of the economy, rather than “living for today.”

Die Märkte sollten sich die Frage stellen, ob es sinnvoll ist, einen Tanzkurs zu machen, wenn die Musiker ihren Dienst schon eingestellt haben. Aber noch sind die Märkte ignorant im Tanzkurs-Modus!

Lesen Sie dazu auch diesen hervorragenden englischsprachigen Artikel: The FOMC wants stocks to stop rising, and they will keep raising rates until they stop…

29 Kommentare

29 Comments

  1. gerd

    27. Juni 2017 12:41 at 12:41

    „Die Fed will, dass Aktien aufhören zu steigen – und sie wird dafĂĽr sorgen, dass sie nicht mehr steigen!“

    Und daraus saugen manche – einen Schritt weiter gedacht – dass sie sogar möchte, dass sie fallen?

    • Wolfgang M.

      27. Juni 2017 13:24 at 13:24

      Ja Gerd,
      nach meiner Ansicht ist das eine falsche Interpretation. Die Fed will allenfalls den Anstieg der Aktienmärkte bremsen, aber in erster Linie keine inverse Zinskurve. Wenn die US-Aktienmärkte deutlich fallen sollten, kriegen die Amis erst recht eine Rezession, denn 50% der Leute in den Staaten sind Aktienbesitzer – ganz im Gegensatz zu uns Deutschen. Eines kann ich auch bald nicht mehr hören – die Märkte kapieren es nicht. BlackRock, Vanguard, Fidelity, Goldman Sachs u.co. verwalten deutlich ĂĽber 10 Bio $ – und haben beste Kontakte. Sie bestimmen wann groĂź ausgestiegen wird und nicht der Kleinanleger. Anscheinend sind fĂĽr diese die Zinsen noch zu niedrig oder die Rezession noch nicht ausgemacht. GruĂź

  2. walter

    27. Juni 2017 12:53 at 12:53

    …aber nicht die Goldaktien,denn die werden nach oben katapultiert werden…
    Zeit wirds,denn wer will schon seine Dollars/Euros unterm Kopfkissen horten?

    • Columbo

      27. Juni 2017 14:25 at 14:25

      @Walter, warum sollten Goldaktien steigen, wenn Gold dauernd fällt? Was glauben Sie, was Gold macht, wenn die EZB auch noch mit Zinserhöhungsfantasien daherkommt? Sicher, Goldaktien werden katapultiert, aber nach unten.

      • Markus Fugmann

        27. Juni 2017 14:29 at 14:29

        @Columbo, richtig! Wenn die Fed ernst macht, heißt das, sie entzieht den Märkten Dollar-Liquidität, z.B. durch Reduzierung der Bilanzsumme sowie durch Verteuerung des Dollar-Geldes. Mithin gibt es als weniger Dollars, was den Dollar aufwertet. Wertet der Dollar auf, ist das ein Problem für Rohstoffe und Metalle. Die US-Anleiherenditen dürften steigen, was den Dollar zusätzlich befeuert. In dieser Logik würde das bedeuten: US-Aktien short, US-Anleiherenditen long (also Anleihekurse short), Dollar long, Gold nicht Long (aber vielleicht gleicht sich das mit der einsetzenden Risikoaversion aus, die Gold nicht stark fallen läßt)..

        • Columbo

          27. Juni 2017 14:52 at 14:52

          @Walter,
          Nachhilfeunterricht auf goldaffinen Seiten! Naiver gehts nimmer? Wenn ich was positives ĂĽber Gold lesen will, weiĂź auch ich, wo ich suchen muĂź. Nun fĂĽr Sie eine Hausaufgabe:“Selektive Wahrnehmung. Was ist das und wie vermeide ich es“. Bitte fĂĽr morgen googeln oder bei Psychologen nachfragen.

          • walter

            27. Juni 2017 15:02 at 15:02

            Meine Wahrnehmung ist das,was ich in der Hand habe,ausser wertloses Papier,wie SIE,lol
            Wo bzw.was suchen Sie denn?Schuldscheine etwa?
            N8

      • walter

        27. Juni 2017 14:40 at 14:40

        Colombo… Goldaktien werden katapultiert, aber nach unten….

        Nur mal ein Vorgeschmack zu deiner Aussage(keine Werbung)
        seit genau einer Woche +20% bis jetzt 14:38Uhr
        https://www.wallstreet-online.de/aktien/golden-dawn-minerals-aktie#t:3m||s:lines||a:abs||v:day||l:vol||ads:null
        Wer suchet,der findet auch….

        • Columbo

          27. Juni 2017 15:19 at 15:19

          @Walter, Sie wissen schon, daĂź Gold in seiner langen Geschichte auch mal 50% gefallen und sehr lange Jahre dort geblieben ist. Einige Besitzer blieben bis zu ihrem Tode auf dem Verlust sitzen und so wurde halt der „halbe“ Goldschatz weitervererbt. Ich habe nichts gegen Gold, aber es kann genauso gefährlich sein, wie Ihr „wertloses“ Papier.

          • walter

            27. Juni 2017 15:39 at 15:39

            Ich habe kein wertloses Papier!
            Bin gerade am ueberlegen,ob ich meine Kloschuessel vergolden sollte,da der Goldpreis im Keller ist…
            Aber der DAX/DOW ect. hat noch nie 50 od.mehr % verloren oder?
            Steig aus deinen Papierwerten aus und du wirst der Gewinner nach den Wahlen im Sept.17 sein…sure

  3. Bernhard Zimmermann

    27. Juni 2017 13:44 at 13:44

    Das passt aber nicht. Der USD fällt wie ein Stein und die Märkte haben immer Recht.

    • Markus Fugmann

      27. Juni 2017 13:54 at 13:54

      @Bernhard, der Dollar fällt nicht (siehe Dollar-Yen), der Euro steigt wegen der Draghi, nicht nur gegen den Dollar. Mal abwarten auf Yellen später..

      • Feldmaen

        27. Juni 2017 15:07 at 15:07

        Ist da nicht der Dollar-index aussagekräftiger?

        • Markus Fugmann

          27. Juni 2017 15:11 at 15:11

          @Feldmaen, sagen wir so: jein! Denn im Dollar-Index ist der Euro mit 57% gewichtet, also ziemlich dominant..

          • Feldmaen

            27. Juni 2017 15:25 at 15:25

            Weil der Euro aber, bis jetzt noch, die zweitwichtigste Währung nach dem Dollar ist…

          • Markus Fugmann

            27. Juni 2017 15:30 at 15:30

            @Feldmaen, das stimmt, aber die Gewichtung ist dennoch zu hoch mit 57,6% – der Yen bringt es nur auf 13%, und das entspricht nicht der ökonomischen Realität..

  4. leo

    27. Juni 2017 14:01 at 14:01

    Kann die FED dadurch die Kreditvergabe von Banken an Unternehmen und Verbraucher erhöhen? Solange man sich in Sicherheit wiegt wohl möglich. Wenn dadurch ein höheres Wirtschaftswachstum erreicht wird toll, aber wenn die Risikobereitschaft bei der Kreditvergabe abnimmt kann das Ganze eine größere Krise auslösen. Es fehlen Erfahrungswerte aus der Vergangenheit. Das größte Risiko bei den Aktionen der FED trägt der Euroraum. Aber der Euroraum stößt bei Trump auf taube Ohren und ob die Aktionen zwischen Jellen ,Draghi und Carney
    clever abgestimmt sind glaube ich nicht , weil bei Draghi zuviel Politik im Spiel ist
    und Carney den Brexit vertritt.

  5. cadafi

    27. Juni 2017 14:53 at 14:53

    Ist doch alles so schön bunt hier. Wie war das noch mit der schuldenobergrenze?

  6. walter

    27. Juni 2017 14:56 at 14:56

    Investoren reiĂźen sich um 2j deutsche Anleihe mit -0,61% #Rendite – Wolfgang Schäuble macht 38 Mio Euro Gewinn…

    Wie kann man denn so krank sein,sein Geld an den Staat zu verleihen?
    Wo lernt man soetwas?
    Kein Wunder,wenn man als Deutscher Anleger keinen Dunst hat!!
    Da ist mein Afterpapier mehr Wert…..

  7. walter

    27. Juni 2017 15:14 at 15:14

    @COLOMBO,
    einen Leseakt hab ich noch:(die gebrandtmarkten Buerger von DE,m.M.n.)

    „Kampf gegen das Bargeld!“ – Kommt bald die Gold-Steuer? (1)

    Liebe Leser,

    als regelmäßiger Leser von Unangreifbar leben wissen Sie, dass die Politik- und Finanzeliten alles tun, um das Bargeld abzuschaffen. Beispielsweise in Indien.
    Abschaffung des Bargelds: „Probelauf“Indien

    Schon vor einem halben Jahr hat die indische Regierung vorgemacht, wie das in der Praxis geht. Beachten Sie bei meinen nachfolgenden AusfĂĽhrungen, dass Indien eines der bevölkerungsreichsten Länder dieser Erde ist. Und daher ist dieser „Probelauf“ mehr als wichtig!

    Urplötzlich verkĂĽndete im November 2016 der indische Premierminister Narendra Modi eine „Ăśberraschungsreform“, die vorab völlig geheim vorbereitet wurde: Die Teilabschaffung – ich sage die „Zwangsverknappung“ – des Bargelds! Offenbar, um die Schattenwirtschaft lahmzulegen, die in Indien rund 20 Prozent der Wirtschaftskraft ausmacht.

    Premierminister Modi kĂĽndigte zudem an, seine Nation zu einer „bargeldlosen Gesellschaft“ zu machen!
    Bargeldrationierung und Zwangsumtausch retten die Banken vor einem Kollaps

    Ich sage Ihnen, dass die Wahrheit jedoch eine ganz andere war und ist! Denn mit dem Zwangsumtausch und der Bargeld-Rationierung wurden und werden nichts anderes als die indischen Banken gerettet!

    Sehen Sie: Die dortigen – allen voran die staatlichen – Banken haben faule Kredite in Milliarden-Höhe angehäuft. Diese sollen annähernd rund 9 Prozent ihrer gesamten Kreditsumme ausmachen. Vor allem im letzten Jahr hat sich die Lage dahingehend dramatisch zugespitzt.

    Doch mit der Überraschungsreform gewinnen die Geldhäuser etwas Zeit. Denn wenn die Cash-Einlagen zwangsweise bei ihnen verbleiben müssen, kann ein Banken-Kollaps zunächst vermieden werden.

    So einfach ist das!
    Die großflächige Entwertung von Cash

    So verlor quasi über Nacht 86 Prozent des Bargelds, das in Indien im Umlauf war, seinen Wert! Die bislang geltenden 500- und 1.000-Rupien-Scheine (entspricht rund 14 Euro) wurden einfach als ungültig erklärt und sollten so schnell wie möglich aus dem Verkehr gezogen werden. Und zwar damals mit einer Frist bis zum 31. Dezember 2016.

    Bis dahin sollten die Menschen ihr altes Bargeld auf ein Konto einzahlen oder es gegen neu entworfene Banknoten, die zusätzliche Sicherheitsmerkmale aufweisen, umtauschen. Das Problem war nur, dass die Hälfte aller Inder gar kein eigenes Konto besitzt!
    Die Auslösung eines „negativen“ Bunk-Runs

    Dennoch begann der Run auf die Banken. Allerdings nicht, um Geld abzuheben, sondern um es dorthin zu bringen, bevor es nichts mehr wert war. In diesem Fall spricht man von einem „negativen Bank-Run“.

    Allerdings brachte das dem einzelnen Bankkunden herzlich wenig. Denn nicht nur die Abhebungen an Geldautomaten wurden auf 4.000 Rupien (rund 54 Euro) pro Tag begrenzt. Sondern in den Bankfilialen durften nicht mehr als 20.000 Rupien pro Kunde und pro Woche ausgeben werden. Der Rest musste auf den Konten verbleiben.

    Vor lauter Steuern in DE,was bleibt dann noch uebrig,ausser einen Muskelkater vom Arbeiten……?Mutti&Schaeuble wirds erfreuen,lol

    • Columbo

      27. Juni 2017 15:53 at 15:53

      @Walter, ja und? Haben Sie ein Rezept dagegen? Soll ich mir jetzt Gold, Whisky, Zigaretten, Diamanten oder einen Schrebergarten zulegen? Ein Crashbuch schreiben? Oder Nachhilfestunden bei Ihnen buchen?

  8. Matt

    27. Juni 2017 15:36 at 15:36

    Seit wann machen Banken mit der Vergabe von Krediten minus? Wie soll das gehen, wenn man weiĂź was genau ein Kredit ist und wie er „entsteht“. Die Banken machen sicher niemals Minus.

    • walter

      27. Juni 2017 15:43 at 15:43

      …nicht so laut…der Uninformierte soll doch aufs falsche Gleis gefuehrt werden…
      Ist doch so gewollt!
      Aber mit Arbeitslosen bzw.Billigloehnern im Dienstleistungsgewerbe, kann die Bank keine Gewinne machen,das ist schon mal FAKT!

    • Markus Fugmann

      27. Juni 2017 15:51 at 15:51

      @Matt, da empfehle ich dringend, einmal das Wort „Fristentransformation“ zu googlen!

  9. Dickbär

    27. Juni 2017 16:11 at 16:11

    @Wolfgang M. Sie haben schon recht dass die Dickfische die Wende auslösen, aber wenn man darauf wartet u.die ersten 2 Minustage verpasst sind wir vielleicht schon 5-7% vom Hoch weg dann werden uns die guten Berater um Geduld bitten weil es ja immer wieder Rebounds gibt,
    u.nach einer Woche sind wir dann vielleicht 10% vom Hoch weg.Eines ist sicher ,die Korrekturen kommen immer Ăśberraschend, vielleicht gibts auf Quartalsende noch ein Window- Dressing u.nachher EINE WUNDERSCHĂ–NE LĂ„NGERE KORREKTUR,
    ICH ,DER HERR FUGMANN ,W.SCHMID U.DIE 2-3 anderen Bären weltweit hätten sich das schon lange verdient.

  10. PK

    27. Juni 2017 16:39 at 16:39

    ich hab immer ein Problem, wenn jemand sagt:
    „Die Märkte haben noch nicht kapiert“
    Wir haben Heerscharen von Analysten in den Banken sitzen, die jedes Wort in solchen Ă„usserungen fast in Echtzeit (oft EDV gestĂĽtzt) exakt analysieren. Wenn eine Reaktion nicht relativ schnell auf solche News kommt, ist meine Erfahrung, daĂź sie einfach nicht kommen wird.
    Viel interessanter ist die Frage, WARUM sehen die Märkte diese Äusserungen nicht als bearisch an, denn ich stimme ja zu, daß das meiner Meinung nach ein guter Grund für einen 300 Punkte Abverkauf im Dow gewesen sein könnte.
    Aber er kam halt nicht.
    Es kostet in solchen Fällen oft zu viel Geld anzunehmen, die Märkte wĂĽrden sich irgendwann schon der eigenen „richtigen“ Meinung anschlieĂźen.
    Hab auch noch einen kleinen short im NQ stehen, aber wenn der jetzt nicht bald in die Gänge kommt fliegt er auch wieder raus.
    Shorten macht aktuell keinen Spass. Dax hatte heute auch eine recht nette UnterstĂĽtzung durchbrochen, war aber anscheinend wieder nur ein fake um Stops zu holen.

  11. Pingback: Meldungen vom 28.6.2017 | das-bewegt-die-welt.de

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Aktien

Hat die Deutsche Bank ein 150 Milliarden Dollar Geldwäsche-Problem?

Veröffentlicht

am

Rollt da ein gewaltiges Problem auf die Deutsche Bank zu? Eigentlich (!) waren doch alle Skandale abgearbeitet, so dachte man. Aber nach dem Skandal ist vor dem Skandal? Es geht um den Zeitraum von 2007 bis 2015. Die größte dänische Bank „Danske Bank“ wollte wohl unbedingt neues Geschäft im Baltikum und in Russland mitnehmen, und drĂĽckte wohl alle drei Augen zu.

Gigantische Geldbeträge wurden jahrelang aus Russland und angrenzenden ehemaligen Sowjetrepubliken auf die Dankse-Filiale in Estland eingezahlt. Estland ist ein winziges Land, und daher sollte eigentlich auch das Geschäftsvolumen in Estland bei Danske winzig sein? Aber nein. Ein Volumen von 234 Milliarden Dollar, welches dort durchgeschleust wurde, stammte nach Ermittlungen in Dänemark offenbar größtenteils aus dubiosen Quellen aus Russland. Es soll um Geldwäsche gehen.

Offensichtlich ging es darum dubiose Rubel zu waschen, und sie in sauberen Anlagen in Euroland und im Dollar-System unterzubringen. Die Danske Bank bediente sich beim Weiterleiten der Gelder nicht nur beim US-Giganten JP Morgan, der diesen Kontakt schon 2013 abbrach. Wie Berichte jetzt zeigen, soll die Deutsche Bank offenbar der Hauptabwickler dieser Aktivitäten gewesen sein, um die Gelder von der Danske weiterzuleiten in die große weite Welt.

Schlimmer wird es noch dadurch, dass wohl die Deutsche Bank-Tochter in den USA der Abwickler fĂĽr Danske gewesen sein soll, wobei es das Volumen 150 Milliarden Dollar erreicht habe. Damit wäre die US-Justiz fĂĽr diesen Fall wohl „mal wieder“ zuständig? Was kommt da noch auf die Deutsche Bank zu? Wieder Milliarden-BuĂźgelder? Wir wissen es nicht, dazu steht dieser Skandal zumindest in Sachen Deutsche Bank noch ganz am Anfang. Der Danske-Skandal an sich ist in Dänemark schon seit Monaten ein riesiges Politikum!

Puhhhhhh, da steht womöglich wieder was ins Haus für die Deutsche Bank. Was genau, wie schlimm es wird, das weiß noch niemand. Daher versuchen wir gar nicht erst zu mutmaßen. Ob das der Aktie gut tun wird? Da können Sie sich ja ihre eigenen Gedanken machen! Die Deutsche Bank-Aktie fällt heute insgesamt um 0,65%. Seitdem diese Nachricht vorhin raus kam, ist die Aktie nur um 5 Cents gefallen auf jetzt 8,55 Euro. Also, alles halb so wild? Kein echtes neues Problem? Wir haben da so unsere Zweifel.

Deutsche Bank
Die Deutsche Bank-TĂĽrme in Frankfurt. Foto: Nordenfan / Wikipedia (CC BY-SA 4.0)

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Aktien

Apple reduziert iPhone-Produktion – schwere Zeiten voraus?

Die Hiobsbotschaften reiĂźen nicht ab fĂĽr Apple..

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am

Die Hiobsbotschaften reiĂźen nicht ab fĂĽr Apple. Es ist noch nicht lange her, da brachten es das kalifornische Unternehmen auf eine Marktkapitalisierung von einer Billionen Dollar. Dann aber senkte Apple seine Prognose fĂĽr das so wichtige Weihnachtsgeschäft – und fast noch schlimmer: im anschlieĂźenden conference call kĂĽndigte der CFO des Unternehmens an, zukĂĽnftig keine Verkaufszahlen (der iPhones) mehr zu nennen.

 

Die Investoren waren nur mäßig begeistert: die Aktie verlor deutlich und kämpft nun an ihrer seit dem Jahr 2016 bestehenden Aufwärtstrendkanal:

 

https://i1.wp.com/northmantrader.com/wp-content/uploads/2018/11/AAPL-1.png?ssl=1

(Chart: northmantrader.com)

Da alle Welt long in Apple steht (so auch Warren Buffett, bei dem Apple-Aktien 25% seines Portfolios ausmachen), könnte das zu einem Domino-Effekt führen, wenn die Aktie den Aufwärtstrendkanal nach unten verläßt.

 

Nun berichtet heute das „Wall Street Journal“ ĂĽber ProduktionskĂĽrzungen seit September:

 

„In recent weeks, Apple slashed production orders for all three of the iPhone models that it unveiled in September, these people said, frustrating executives at Apple suppliers as well as workers who assemble the handsets and their components.

And in the past week, Apple told several suppliers that it cut its production plan again for the iPhone XR, some of the people said Monday, as Apple battles a maturing smartphone market and stiff competition from Chinese producers.“

Die Apple-Aktie verliert vorbörslich -2%.

Die Apple-Zulieferer Lumentum, IQE oder auch AMS hatten bereits Gewinnwarnungen heraus gegeben. Nun zeigt auch ein guter Frühindikator für die Nachfrage nach Apple-Geräten auf der chinesischen Suchmaschine Baidu, dass das Interesse zurück geht. Die Preis-Erhöhungen für die iPhones dürften für viele eine kritische Marke überschritten haben.

 

Generell gilt: die Investoren sind fast durchgängig auf eine Jahresendrally programmiert – und schon investiert (nach wie vor in die groĂźen Tech-Werte, wie die Daten der Bank of America Merrill Lynch zeigen). Sollte diese Jahresendrally aber ausfallen, kommen eben immer mehr Investoren unter Druck.

Ein Warnzeichen könnte der StreĂź bei US-Unternehmensanleihen sein, nachdem der Zweifel an der Zukunftsfähigkeit von General Electric immer größer werden (siehe hierzu https://realinvestmentadvice.com/how-the-bubbles-in-stocks-and-corporate-bonds-and-will-burst/). Unter Druck sind auch Junk Bonds – ein guter Risikoparameter:

 

(Junk Bond-ETF HYG)

 

By Mike Deerkoski – Flickr user Mike Deerkoski., CC BY 2.0, https://en.wikipedia.org/w/index.php?curid=48770962

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Aktien

Der Tech-Absturz

Veröffentlicht

am

So ist es halt immer. Wer in einem immer weiter steigenden Markt kauft, weiß erst ein paar Wochen oder Monate später, ober der Dumme war, der im Hoch eingestiegen ist. Wer in den Monaten August und September auf den jahrelang rollenden Zug aufsprang, war der Dumme. Im folgenden Chart haben wir die Aktien von Apple, Facebook, Wirecard und Amazon übereinander gelegt seit März 2018. Alle rauschen in den Keller.

Tech-Absturz angefĂĽhrt von Facebook

Facebook läuft von allen am Schlechtesten, und hatte seine Abwärtsfahrt schon im Juli angetreten nach schwachen Quartalszahlen. Momentan kommen bei Facebook Veröffentlichungen in den USA auf den Tisch über ein offenbar sehr negatives Betriebsklima. Oben drauf kommen aktuell noch Infos, dass Facebook über PR-Agenturen Berichte auf Medien-Seiten veröffentlichen ließ, die Facebook positiv darstellen sollten im Vergleich zu Konkurrenten aus dem Silicon Valley. Mark Zuckerberg tut aktuell so, als hätte er davon gar nichts gewusst. Genau wie beim VW-Chef, der von Diesel-Manipulationen nichts mitbekommt? Die Aktie ist seit Wochen negativ behaftet.

Apple

Bei Apple hagelt es diese Woche nicht nur Umsatz- und Gewinnwarnungen von Apple-Zulieferern. Nein, auch einhergehend damit senken Analysten ihre Kursziele für die Apple-Aktie. Und das in einem eh schon schwachen Tech-Umfeld. Die Zeichen mehren sich, dass bei Apple der Markt gesättigt ist, zumal das Unternehmen immer höhere Preise aufruft. Ob Apple dank höherer Preise das fehlende Wachstum bei den verkauften Stückzahlen ausgleichen kann, ist noch nicht klar. Die Aktie tendiert auch seit einiger Zeit abwärts. Sie ist ein absolutes Schwergewicht, und zieht damit den Schnitt runter.

Amazon

Zusammen mit Apple ist auch Amazon ein Schwergewicht. Auch diese Aktie hat herbe Verluste erlitten (von über 2000 auf 1585 Dollar). Heute ist die Aktie erneut im Minus. Oben drauf kommen aktuelle Äußerungen von Jeff Bezos, die vielleicht inhaltlich irgendwie nachvollziehbar sein mögen, aber doch Verunsicherung in den Markt bringen. Von einem Mitarbeiter gefragt, ob Amazon Vorkehrungen treffe, weil andere Giganten wie Sears etc auch pleite gegangen sein, sagte Bezos, dass auch Amazon irgendwann pleite gehen werde. Laut CNBC sagte er Amazon werde pleite gehen! Große Unternehmen hätten eine Lebensdauer von 30 oder mehr Jahren, und nicht von 100 oder mehr Jahren. Es gehe nur darum, dass man versuche die Lebensdauer möglichst lange auszudehnen. Na, wenn das mal kein Vertrauen in die Aktie bringt!

Wirecard

Kaum ist die deutsche Wirecard in den Dax aufgenommen, geht es nur noch bergab (von knapp 200 auf 146 Euro). Schuld daran ist Wirecard selbst nicht, weil die Erfolgsstory der Firma  noch voll in Gange ist. Aber man ist im Augenblick mit gehangen und mit gefangen im Abwärts-Strudel der Tech-Werte. Ist hier am Ehesten ein Einstieg sinnvoll? Die Frage ist, ob man derzeit in ein fallendes Messer greifen sollte.

Tech-Absturz

Nvidia hat es gestern zerschossen. Die Aktie verliert von 202 Dollar gestern auf jetzt 164 Dollar. Die Aussichten waren schwach gemeldet worden zusammen mit den Quartalszahlen. Man sieht: Nicht nur die Social Media- und Plattform-Konzerne brechen ein, auch andere Tech-Bereiche schwächeln. Der Handelskrieg mit China schickt erste Schockwellen durch die Börse! (im Chart die Nvidia-Aktie seit April)

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