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Aktien

Die Fed will, dass Aktien aufhören zu steigen – und sie wird dafĂŒr sorgen, dass sie nicht mehr steigen!

Die AktienmĂ€rkte, aber auch die AnleihemĂ€rkte haben ein Problem: die Musik hat schon aufgehört zu spielen, aber die MĂ€rkte tanzen einfach weiter! So könnte man das Problem bildlich auf den Punkt bringen! Warum hat die Musik aufgehört zu spielen? Weil die Musikanten – also die Fed – die Instrumente schon in die Ecke gestellt haben! Die Musikanten finden nĂ€mlich, dass die TĂ€nzer ein bisschen ĂŒbertrieben haben..

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Von Markus Fugmann

Die AktienmĂ€rkte, aber auch die AnleihemĂ€rkte haben ein Problem: die Musik hat schon aufgehört zu spielen, aber die MĂ€rkte tanzen einfach weiter! So könnte man das Problem bildlich auf den Punkt bringen! Warum hat die Musik aufgehört zu spielen? Weil die Musikanten – also die Fed – die Instrumente schon in die Ecke gestellt haben! Die Musikanten finden nĂ€mlich, dass die TĂ€nzer ein bisschen ĂŒbertrieben haben, zu ekstatisch sind!

Daher meint die Fed nun, es sei Zeit, auf die Bremse zu treten. So die gestrigen Aussagen von William Dudley, dem Chef der New York Fed und nach Yellen und Fischer der wichtigste Fed-Banker. Er sagte gestern:

“when financial conditions ease — as has been the case recently — this can provide additional impetus for the decision to continue to remove monetary policy accommodation.”

Das beschreibt das neue, das dritte Mandat der Fed neben Inflation und US-Konjunktur: die „financial conditions“, das Finanz-Umfeld, wozu Aktienkurse (siehe hierzu „Die Fed sagt klar, um was es ihr geht – hört die Signale!“), Anleihekurse etc. gehören. Die Fed macht sich Sorgen um den zu starken Anstieg der Aktienkurse , aber auch ĂŒber die Verflachung der Zinskurve. Letzteres bedeutet nĂ€mlich, dass die Banken mit der Vergabe von Krediten kaum mehr Margen erzielen können, weil die Differenz zwischen kurzfristiger Geldaufnahme der Banken und der Zinsen, die sie fĂŒr die Vergabe langfristiger Kredite verlangen können, immer geringer wird. Mit anderen Worten: die Kreditvergabe lohnt sich nicht mehr fĂŒr Banken, also werden sie keine oder nur noch wenige Kredite vergeben!

Daher ist eine Invertierung der Zinskurve meist ein sicherer Vorbote fĂŒr eine Rezession: Invertierung der Zinskurve bedeutet, dass die Zinsen fĂŒr lĂ€nger laufende Kredite faktisch niedriger sind als die Kosten fĂŒr die Geldaufnahme kurzfristigen Geldes. Wenn dieser Zustand eintritt, machen Banken mit der Vergabe von Krediten Minus, also vergeben sie keine Kredite. Wenn Banken keine Kredite vergeben, passieren kaum mehr Investitionen, eine Rezession folgt.

Also will die Fed, dass sich die Zinskurve versteilt. Das passiert aber nur, wenn die MĂ€rkte erwarten, dass es in den nĂ€chsten Jahren immer wieder zu Leitzinsanhebungen kommen wird – was sie aber derzeit nicht tun, weil sie der Fed nicht glauben. Die MĂ€rkte sagen: die Inflation ist noch zu niedrig, die US-Konjunktur nicht stark genug, also wird die Fed die Zinsen nicht so anheben, wie sie vorgibt, sie anheben zu wollen!

Das aber ist ein Irrtum! Die MĂ€rkte verkennen das „dritte Mandat“ der Fed – die Sorge der Notenbank um die „financial conditions“! Das Problem der MĂ€rkte ist nun ein Mentales: sie zweifelten an der RealitĂ€t der geplanten Zinsanhebungen der Fed in den letzten Jahren – und hatten recht damit. Die Fed hatte oft prognostiziert, die Zinsen weiter anzuheben – und hat das dann doch nicht gemacht. Also sagen sich die MĂ€rkte: wer in der Vergangenheit den Mund zu voll nimmt, nimmt den Mund nun auch zu voll, wenn er weitere Zinsanhebungen ankĂŒndigt. Also werden wir wieder Recht haben mit unserem Zweifel. Aber die Fed hat jetzt eben ein „drittes Mandat“ – und das haben die MĂ€rkte immer noch nicht kapiert!

Daher verhallen Aussagen wie die des San Francisco Fed-Chefs Williams ungehört:

„..in achieving sustainable growth, it is better to close in on the target carefully and avoid substantial overshooting.“

Und Williams weiter:

„We base our decisions on what’s best for the long-term health of the economy, rather than “living for today.”

Die MĂ€rkte sollten sich die Frage stellen, ob es sinnvoll ist, einen Tanzkurs zu machen, wenn die Musiker ihren Dienst schon eingestellt haben. Aber noch sind die MĂ€rkte ignorant im Tanzkurs-Modus!

Lesen Sie dazu auch diesen hervorragenden englischsprachigen Artikel: The FOMC wants stocks to stop rising, and they will keep raising rates until they stop…

29 Kommentare

29 Comments

  1. gerd

    27. Juni 2017 12:41 at 12:41

    „Die Fed will, dass Aktien aufhören zu steigen – und sie wird dafĂŒr sorgen, dass sie nicht mehr steigen!“

    Und daraus saugen manche – einen Schritt weiter gedacht – dass sie sogar möchte, dass sie fallen?

    • Wolfgang M.

      27. Juni 2017 13:24 at 13:24

      Ja Gerd,
      nach meiner Ansicht ist das eine falsche Interpretation. Die Fed will allenfalls den Anstieg der AktienmĂ€rkte bremsen, aber in erster Linie keine inverse Zinskurve. Wenn die US-AktienmĂ€rkte deutlich fallen sollten, kriegen die Amis erst recht eine Rezession, denn 50% der Leute in den Staaten sind Aktienbesitzer – ganz im Gegensatz zu uns Deutschen. Eines kann ich auch bald nicht mehr hören – die MĂ€rkte kapieren es nicht. BlackRock, Vanguard, Fidelity, Goldman Sachs u.co. verwalten deutlich ĂŒber 10 Bio $ – und haben beste Kontakte. Sie bestimmen wann groß ausgestiegen wird und nicht der Kleinanleger. Anscheinend sind fĂŒr diese die Zinsen noch zu niedrig oder die Rezession noch nicht ausgemacht. Gruß

  2. walter

    27. Juni 2017 12:53 at 12:53

    …aber nicht die Goldaktien,denn die werden nach oben katapultiert werden…
    Zeit wirds,denn wer will schon seine Dollars/Euros unterm Kopfkissen horten?

    • Columbo

      27. Juni 2017 14:25 at 14:25

      @Walter, warum sollten Goldaktien steigen, wenn Gold dauernd fÀllt? Was glauben Sie, was Gold macht, wenn die EZB auch noch mit Zinserhöhungsfantasien daherkommt? Sicher, Goldaktien werden katapultiert, aber nach unten.

      • Markus Fugmann

        27. Juni 2017 14:29 at 14:29

        @Columbo, richtig! Wenn die Fed ernst macht, heißt das, sie entzieht den MĂ€rkten Dollar-LiquiditĂ€t, z.B. durch Reduzierung der Bilanzsumme sowie durch Verteuerung des Dollar-Geldes. Mithin gibt es als weniger Dollars, was den Dollar aufwertet. Wertet der Dollar auf, ist das ein Problem fĂŒr Rohstoffe und Metalle. Die US-Anleiherenditen dĂŒrften steigen, was den Dollar zusĂ€tzlich befeuert. In dieser Logik wĂŒrde das bedeuten: US-Aktien short, US-Anleiherenditen long (also Anleihekurse short), Dollar long, Gold nicht Long (aber vielleicht gleicht sich das mit der einsetzenden Risikoaversion aus, die Gold nicht stark fallen lĂ€ĂŸt)..

        • Columbo

          27. Juni 2017 14:52 at 14:52

          @Walter,
          Nachhilfeunterricht auf goldaffinen Seiten! Naiver gehts nimmer? Wenn ich was positives ĂŒber Gold lesen will, weiß auch ich, wo ich suchen muß. Nun fĂŒr Sie eine Hausaufgabe:“Selektive Wahrnehmung. Was ist das und wie vermeide ich es“. Bitte fĂŒr morgen googeln oder bei Psychologen nachfragen.

          • walter

            27. Juni 2017 15:02 at 15:02

            Meine Wahrnehmung ist das,was ich in der Hand habe,ausser wertloses Papier,wie SIE,lol
            Wo bzw.was suchen Sie denn?Schuldscheine etwa?
            N8

      • walter

        27. Juni 2017 14:40 at 14:40

        Colombo… Goldaktien werden katapultiert, aber nach unten….

        Nur mal ein Vorgeschmack zu deiner Aussage(keine Werbung)
        seit genau einer Woche +20% bis jetzt 14:38Uhr
        https://www.wallstreet-online.de/aktien/golden-dawn-minerals-aktie#t:3m||s:lines||a:abs||v:day||l:vol||ads:null
        Wer suchet,der findet auch….

        • Columbo

          27. Juni 2017 15:19 at 15:19

          @Walter, Sie wissen schon, daß Gold in seiner langen Geschichte auch mal 50% gefallen und sehr lange Jahre dort geblieben ist. Einige Besitzer blieben bis zu ihrem Tode auf dem Verlust sitzen und so wurde halt der „halbe“ Goldschatz weitervererbt. Ich habe nichts gegen Gold, aber es kann genauso gefĂ€hrlich sein, wie Ihr „wertloses“ Papier.

          • walter

            27. Juni 2017 15:39 at 15:39

            Ich habe kein wertloses Papier!
            Bin gerade am ueberlegen,ob ich meine Kloschuessel vergolden sollte,da der Goldpreis im Keller ist…
            Aber der DAX/DOW ect. hat noch nie 50 od.mehr % verloren oder?
            Steig aus deinen Papierwerten aus und du wirst der Gewinner nach den Wahlen im Sept.17 sein…sure

  3. Bernhard Zimmermann

    27. Juni 2017 13:44 at 13:44

    Das passt aber nicht. Der USD fÀllt wie ein Stein und die MÀrkte haben immer Recht.

    • Markus Fugmann

      27. Juni 2017 13:54 at 13:54

      @Bernhard, der Dollar fÀllt nicht (siehe Dollar-Yen), der Euro steigt wegen der Draghi, nicht nur gegen den Dollar. Mal abwarten auf Yellen spÀter..

      • Feldmaen

        27. Juni 2017 15:07 at 15:07

        Ist da nicht der Dollar-index aussagekrÀftiger?

        • Markus Fugmann

          27. Juni 2017 15:11 at 15:11

          @Feldmaen, sagen wir so: jein! Denn im Dollar-Index ist der Euro mit 57% gewichtet, also ziemlich dominant..

          • Feldmaen

            27. Juni 2017 15:25 at 15:25

            Weil der Euro aber, bis jetzt noch, die zweitwichtigste WĂ€hrung nach dem Dollar ist…

          • Markus Fugmann

            27. Juni 2017 15:30 at 15:30

            @Feldmaen, das stimmt, aber die Gewichtung ist dennoch zu hoch mit 57,6% – der Yen bringt es nur auf 13%, und das entspricht nicht der ökonomischen RealitĂ€t..

  4. leo

    27. Juni 2017 14:01 at 14:01

    Kann die FED dadurch die Kreditvergabe von Banken an Unternehmen und Verbraucher erhöhen? Solange man sich in Sicherheit wiegt wohl möglich. Wenn dadurch ein höheres Wirtschaftswachstum erreicht wird toll, aber wenn die Risikobereitschaft bei der Kreditvergabe abnimmt kann das Ganze eine grĂ¶ĂŸere Krise auslösen. Es fehlen Erfahrungswerte aus der Vergangenheit. Das grĂ¶ĂŸte Risiko bei den Aktionen der FED trĂ€gt der Euroraum. Aber der Euroraum stĂ¶ĂŸt bei Trump auf taube Ohren und ob die Aktionen zwischen Jellen ,Draghi und Carney
    clever abgestimmt sind glaube ich nicht , weil bei Draghi zuviel Politik im Spiel ist
    und Carney den Brexit vertritt.

  5. cadafi

    27. Juni 2017 14:53 at 14:53

    Ist doch alles so schön bunt hier. Wie war das noch mit der schuldenobergrenze?

  6. walter

    27. Juni 2017 14:56 at 14:56

    Investoren reißen sich um 2j deutsche Anleihe mit -0,61% #Rendite – Wolfgang SchĂ€uble macht 38 Mio Euro Gewinn…

    Wie kann man denn so krank sein,sein Geld an den Staat zu verleihen?
    Wo lernt man soetwas?
    Kein Wunder,wenn man als Deutscher Anleger keinen Dunst hat!!
    Da ist mein Afterpapier mehr Wert…..

  7. walter

    27. Juni 2017 15:14 at 15:14

    @COLOMBO,
    einen Leseakt hab ich noch:(die gebrandtmarkten Buerger von DE,m.M.n.)

    „Kampf gegen das Bargeld!“ – Kommt bald die Gold-Steuer? (1)

    Liebe Leser,

    als regelmĂ€ĂŸiger Leser von Unangreifbar leben wissen Sie, dass die Politik- und Finanzeliten alles tun, um das Bargeld abzuschaffen. Beispielsweise in Indien.
    Abschaffung des Bargelds: „Probelauf“Indien

    Schon vor einem halben Jahr hat die indische Regierung vorgemacht, wie das in der Praxis geht. Beachten Sie bei meinen nachfolgenden AusfĂŒhrungen, dass Indien eines der bevölkerungsreichsten LĂ€nder dieser Erde ist. Und daher ist dieser „Probelauf“ mehr als wichtig!

    Urplötzlich verkĂŒndete im November 2016 der indische Premierminister Narendra Modi eine „Überraschungsreform“, die vorab völlig geheim vorbereitet wurde: Die Teilabschaffung – ich sage die „Zwangsverknappung“ – des Bargelds! Offenbar, um die Schattenwirtschaft lahmzulegen, die in Indien rund 20 Prozent der Wirtschaftskraft ausmacht.

    Premierminister Modi kĂŒndigte zudem an, seine Nation zu einer „bargeldlosen Gesellschaft“ zu machen!
    Bargeldrationierung und Zwangsumtausch retten die Banken vor einem Kollaps

    Ich sage Ihnen, dass die Wahrheit jedoch eine ganz andere war und ist! Denn mit dem Zwangsumtausch und der Bargeld-Rationierung wurden und werden nichts anderes als die indischen Banken gerettet!

    Sehen Sie: Die dortigen – allen voran die staatlichen – Banken haben faule Kredite in Milliarden-Höhe angehĂ€uft. Diese sollen annĂ€hernd rund 9 Prozent ihrer gesamten Kreditsumme ausmachen. Vor allem im letzten Jahr hat sich die Lage dahingehend dramatisch zugespitzt.

    Doch mit der Überraschungsreform gewinnen die GeldhĂ€user etwas Zeit. Denn wenn die Cash-Einlagen zwangsweise bei ihnen verbleiben mĂŒssen, kann ein Banken-Kollaps zunĂ€chst vermieden werden.

    So einfach ist das!
    Die großflĂ€chige Entwertung von Cash

    So verlor quasi ĂŒber Nacht 86 Prozent des Bargelds, das in Indien im Umlauf war, seinen Wert! Die bislang geltenden 500- und 1.000-Rupien-Scheine (entspricht rund 14 Euro) wurden einfach als ungĂŒltig erklĂ€rt und sollten so schnell wie möglich aus dem Verkehr gezogen werden. Und zwar damals mit einer Frist bis zum 31. Dezember 2016.

    Bis dahin sollten die Menschen ihr altes Bargeld auf ein Konto einzahlen oder es gegen neu entworfene Banknoten, die zusÀtzliche Sicherheitsmerkmale aufweisen, umtauschen. Das Problem war nur, dass die HÀlfte aller Inder gar kein eigenes Konto besitzt!
    Die Auslösung eines „negativen“ Bunk-Runs

    Dennoch begann der Run auf die Banken. Allerdings nicht, um Geld abzuheben, sondern um es dorthin zu bringen, bevor es nichts mehr wert war. In diesem Fall spricht man von einem „negativen Bank-Run“.

    Allerdings brachte das dem einzelnen Bankkunden herzlich wenig. Denn nicht nur die Abhebungen an Geldautomaten wurden auf 4.000 Rupien (rund 54 Euro) pro Tag begrenzt. Sondern in den Bankfilialen durften nicht mehr als 20.000 Rupien pro Kunde und pro Woche ausgeben werden. Der Rest musste auf den Konten verbleiben.

    Vor lauter Steuern in DE,was bleibt dann noch uebrig,ausser einen Muskelkater vom Arbeiten……?Mutti&Schaeuble wirds erfreuen,lol

    • Columbo

      27. Juni 2017 15:53 at 15:53

      @Walter, ja und? Haben Sie ein Rezept dagegen? Soll ich mir jetzt Gold, Whisky, Zigaretten, Diamanten oder einen Schrebergarten zulegen? Ein Crashbuch schreiben? Oder Nachhilfestunden bei Ihnen buchen?

  8. Matt

    27. Juni 2017 15:36 at 15:36

    Seit wann machen Banken mit der Vergabe von Krediten minus? Wie soll das gehen, wenn man weiß was genau ein Kredit ist und wie er „entsteht“. Die Banken machen sicher niemals Minus.

    • walter

      27. Juni 2017 15:43 at 15:43

      …nicht so laut…der Uninformierte soll doch aufs falsche Gleis gefuehrt werden…
      Ist doch so gewollt!
      Aber mit Arbeitslosen bzw.Billigloehnern im Dienstleistungsgewerbe, kann die Bank keine Gewinne machen,das ist schon mal FAKT!

    • Markus Fugmann

      27. Juni 2017 15:51 at 15:51

      @Matt, da empfehle ich dringend, einmal das Wort „Fristentransformation“ zu googlen!

  9. DickbÀr

    27. Juni 2017 16:11 at 16:11

    @Wolfgang M. Sie haben schon recht dass die Dickfische die Wende auslösen, aber wenn man darauf wartet u.die ersten 2 Minustage verpasst sind wir vielleicht schon 5-7% vom Hoch weg dann werden uns die guten Berater um Geduld bitten weil es ja immer wieder Rebounds gibt,
    u.nach einer Woche sind wir dann vielleicht 10% vom Hoch weg.Eines ist sicher ,die Korrekturen kommen immer Überraschend, vielleicht gibts auf Quartalsende noch ein Window- Dressing u.nachher EINE WUNDERSCHÖNE LÄNGERE KORREKTUR,
    ICH ,DER HERR FUGMANN ,W.SCHMID U.DIE 2-3 anderen BÀren weltweit hÀtten sich das schon lange verdient.

  10. PK

    27. Juni 2017 16:39 at 16:39

    ich hab immer ein Problem, wenn jemand sagt:
    „Die MĂ€rkte haben noch nicht kapiert“
    Wir haben Heerscharen von Analysten in den Banken sitzen, die jedes Wort in solchen Äusserungen fast in Echtzeit (oft EDV gestĂŒtzt) exakt analysieren. Wenn eine Reaktion nicht relativ schnell auf solche News kommt, ist meine Erfahrung, daß sie einfach nicht kommen wird.
    Viel interessanter ist die Frage, WARUM sehen die MĂ€rkte diese Äusserungen nicht als bearisch an, denn ich stimme ja zu, daß das meiner Meinung nach ein guter Grund fĂŒr einen 300 Punkte Abverkauf im Dow gewesen sein könnte.
    Aber er kam halt nicht.
    Es kostet in solchen FĂ€llen oft zu viel Geld anzunehmen, die MĂ€rkte wĂŒrden sich irgendwann schon der eigenen „richtigen“ Meinung anschließen.
    Hab auch noch einen kleinen short im NQ stehen, aber wenn der jetzt nicht bald in die GĂ€nge kommt fliegt er auch wieder raus.
    Shorten macht aktuell keinen Spass. Dax hatte heute auch eine recht nette UnterstĂŒtzung durchbrochen, war aber anscheinend wieder nur ein fake um Stops zu holen.

  11. Pingback: Meldungen vom 28.6.2017 | das-bewegt-die-welt.de

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Aktien

Morgan Stanley: Umsatz und Gewinn ĂŒber Erwartung

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am

Morgan Stanley hat seine Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 10,6 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 9,5/erwartet 10).

Der Gewinn liegt bei 1,30 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 0,87/erwartet 1,10).

UmsÀtze im Bereich Anleihen, Rohstoffe und WÀhrungen liegen bei 1,4 Milliarden Dollar (erwartet 1,24).

Die Aktie notiert vorbörslich mit +3,4%.

Die Kernsaussage des Bank-Chefs: Alles lÀuft bestens! Zitat:

James P. Gorman, Chairman and Chief Executive Officer, said, “We reported robust revenue and earnings growth this quarter with strength across all businesses and geographies. The second quarter performance reflected active markets and healthy client engagement. Our strong global franchise positions us well to continue to grow organically across each of our businesses and to deliver operating leverage.”

Morgan Stanley

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Aktien

Ronaldo hilft Adidas, Thyssenkrupp im Chaos, Amazon im endlosen Höhenflug?

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am

JĂŒngst wurde es verkĂŒndet. Christiano Ronaldo wechselt von Real Madrid zu Juventus Turin. Das hat die Aktie von Juventus Turin etwas gepusht, und sie kann ihre Gewinne immer noch behaupten. Aber deutlich interessanter sollte dieser Wechsel börsentechnisch fĂŒr Adidas sein. In der Vorstandsetage dĂŒrften die Korken geknallt haben, als dieser Wechsel bekanntgegeben wurde. Schon am ersten Tag der VerkĂŒndung wurden laut italienischen Medien mehr als 500.000 Ronaldo-Trikots bei Juventus bestellt.

Und Adidas ist Trikotsponsor von Juventus. Das bedeutet gigantische Mehreinnahmen. Die Trikots schwanken im Preis zwischen 85 und 144 Euro. Wie viel vom Trikot genau bei Adidas landet, und wie viel bei Juve, ist unklar. Aber man kann der Phantasie seinen Lauf lassen. Wie viele Menschen kaufen im Lauf der nĂ€chsten Wochen ein Ronaldo-Trikot? Dann multipliziere man diese Zahl mit Summe X, die bei Adidas pro Trikot hĂ€ngen bleibt. Es könnten durchaus mehrere hundert Millionen Euro dabei rumkommen in diesem Jahr. Wer weiß… genaueres sieht man erst im Bericht fĂŒr das 3. Quartal im Herbst.

Aber möglicherweise gibt es schon am 9. August einen Ausblick auf angehobene Umsatz- und Gewinnziele? Denn an dem Tag veröffentlicht Adidas seine Zahlen fĂŒr das letzte Quartal, und möglicherweise auch einen Ausblick fĂŒr das aktuell laufende Quartal. Bis jetzt konnte die Adidas-Aktie nur um 2 Euro auf 186,55 Euro profitieren. Aber mal sehen. Möglich ist, dass das Ronaldo-Plus eventuell schwache Adidas-VerkĂ€ufe nach der WM auffĂ€ngt, und unterm Strich kein ĂŒberraschendes Plus fĂŒr Adidas hĂ€ngen bleibt.

Thyssenkrupp

Bei Thyssenkrupp weiß momentan niemand so genau, wie es weitergehen soll. Vor zwei Wochen wurde die Abspaltung des kompletten StahlgeschĂ€fts in ein mit Tata Steel fusioniertes Unternehmen bekanntgegeben. Damit verliert man quasi sein altes KerngeschĂ€ft. Der Chef Hiesinger trat kurz darauf zurĂŒck, wohl weil er den aggressivsten Investoren zu spröde und nicht gefĂŒgig genug war? Denn einige bei Thyssenkrupp investierte aktiv engagierte Fonds-Investoren wollen offenbar Resultate sehen, also Rendite. Und die erreicht man wohl kaum mit langsamen Reformen, die erst in ein paar Jahren etwas bringen.

Und so ist nun nach dem CEO auch der Aufsichtsratschef Ulrich Lehner zurĂŒckgetreten. Deshalb vermutet der Markt aktuell, dass es nach dem Tata-Deal zu einer weiteren möglichen Zerlegung der Rest-Firma kommt. Die Aktie von Thyssenkrupp springt heute um 9,3% nach oben. Es gĂ€be noch vier weitere GeschĂ€ftsbereiche (zum Beispiel „AufzĂŒge“), die man mit Konkurrenten fusionieren kann. Geht es so weiter wie mit Tata, könnte Thyssenkrupp zu einer Art Kapital-Holding werden, die damit beschĂ€ftigt ist Anteile an eigenstĂ€ndig arbeitenden Gesellschaften zu verwalten. Gewinne verwalten sozusagen. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg, aber im Sinne eines richtigen Industriekonzerns sind diese beiden RĂŒcktritte kein gutes Zeichen. FĂŒr kurzfristige AktionĂ€rs-Phantasien nach mehr Rendite sieht es da aktuell etwas optimistischer aus. Im Chart sieht man die Thyssenkrupp-Aktie seit Monatsanfang.

Thyssenkrupp-Aktie

Amazon

Amazon meldet seine Quartalszahlen am 26. Juli. Nachdem gestern Netflix seine extremen Wachstumszahlen nicht mehr ganz einhalten konnte, bricht die Aktie wie schon gestern Abend nachbörslich massiv ein um aktuell -9,5%. Gestern Abend waren es schon -13%. Aber jetzt zu Amazon. Auch diese Aktie lebt vom stÀndig fortgesetzten enormen Wachstum. Eines darf nicht passieren, nÀmlich dass die enorme Wachstumsgeschwindigkeit nachlÀsst.

Die Amazon-Aktie ist trotz des negativen Einflusses von Netflix aktuell nur mit 0,1% im Minus gegenĂŒber dem Schluss von gestern Abend. Das ist ein starkes Zeichen fĂŒr die Amazon-Aktie. Damit hebt man die Messlatte aber umso höher. Risiko-Anpassungen nach unten gibt es nicht, und somit muss Amazon mehr denn je abliefern nĂ€chste Woche Donnerstag. Vor 12 Monaten stand die Aktie noch bei 1.000 Dollar, jetzt ĂŒber 1800 Dollar. Es geht nur aufwĂ€rts.

Es ist fast unheimlich. Alle Welt kauft bei Amazon ein, und gleichzeitig gibt es ein globales Unbehagen ĂŒber die Marktmacht von Amazon, die immer grĂ¶ĂŸer wird. Wohl dieses Bewusstsein, dass Amazon der dominante Player schlechthin ist und immer weiter wĂ€chst, sorgt fĂŒr den konstanten Auftrieb in der Aktie. Aber man bedenke: Die Fallhöhe wird immer höher. Wehe, wenn die Wachstums-Story Ă€hnlich wie bei Netflix einen Kratzer bekommt.

Amazon Aktie seit Juli 2017
Die Amazon-Aktie seit Juli 2017.

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Aktien

Goldman Sachs-Quartalszahlen: Umsatz und Gewinn deutlich ĂŒber Erwartung

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am

Die Goldman Sachs-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 9,4 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 7,89/erwartet 8,8). Das ist der beste Umsatz im 2. Quartal seit neun Jahren fĂŒr Goldman Sachs.

Der Gewinn liegt bei 5,98 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 3,95/erwartet 4,70). FlĂŒsterschĂ€tzungen reichten bis zu 4,98 Dollar.

Umsatz mit Anleihen, Zinsen, WĂ€hrungen und Rohstoffen (FICC) bei 1,68 Milliarden Dollar (erwartet 1,65).

Equity Sales and Trading Umsatz 1,89 Milliarden Dollar (erwartet 2).

Investmentbanking Umsatz 2,05 Milliarden Dollar. Nach Aussage von Goldman Sachs reflektiere diese Zahl starke UmsÀtze bei Finanzberatung und BörsengÀngen.

Investment Management Umsatz mit Rekordumsatz von 1,84 Milliarden Dollar.

Die Aktie notiert in der frĂŒhen Vorbörse mit -0,9%. Liegt das daran, dass Netflix mit seinen eher enttĂ€uschenden Zahlen von gestern Abend heute den Gesamtmarkt in den USA runterzieht?

Hauptaussage von Goldman in Kurzform: LĂ€uft alles bestens. Zitat:

“Solid performance across all of our major businesses drove the strongest first-half returns in nine years. With a healthy economic backdrop and deep client franchises, the firm is well-positioned to invest in attractive opportunities to meet the needs of our clients and continue to generate earnings growth.”
~ Lloyd C. Blankfein, Chairman and Chief Executive Officer

Goldman Sachs-Quartalszahlen
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