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Krypto-Währungen

Die fünf besten Kryptowährungen 2019

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Von Robert Zach / investing.com

Das Jahr 2018 wird einigen Krypto-Tradern in böser Erinnerung zurückbleiben. Von Dezember 2017 bis heute haben die Bären den Krypto-Markt dominiert. Zwar gab es im Frühjahr 2018 eine kleine Erholungsrallye, aber anschließend steuerten Bitcoin, Ethereum, XRP, IOTA und Co wieder auf den Abgrund zu.

Die Gründe des Absturzes der Kryptowährungen sind vielschichtig, aber Hauptgrund war wohl die regulatorische Unsicherheit, weshalb auch institutionelle Händler nicht in den Markt gingen, sondern das Treiben am Krypto-Markt lieber von der Seitenlinie aus betrachteten.

Insgesamt wurden 9 Vorschläge für einen ETF (börsengehandelten Fonds, Exchange Traded Fund) auf Bitcoin abgelehnt. Und dabei spekulierten die Trader doch darauf, dass die Einführung der Futures auf Bitcoin durch die Börsen wie CME oder CBOE bald zu dem ersten Krypto-ETF führen würden. So war es am Ende aber nicht, auch weil die Regulierungsbehörden der Meinung waren, dass die eingereichten Vorschläge keine ausreichenden Garantien gegen Preismanipulation an Bitcoin und Co bieten würden.

Ob die US-Börsenaufsicht SEC im nächsten Jahr die Zulassung für einen ETF auf Bitcoin erteilen wird, ist mehr als fraglich. Schließlich sagte Jay Clayton, Vorsitzender der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde SEC im September, dass die Anleger erwarten, dass der Handel, der dem ETF zugrunde liegt, ein sinnvoller Handel ist, der frei von dem signifikanten Risiko der Manipulation ist.

„Diese Art von Schutzmaßnahmen gibt es in vielen der Märkte, in denen digitale Währungen gehandelt werden, nicht“, sagte er damals. „Ich möchte, dass der Markt besser überwacht wird, bevor ich mich mit einem Krypto-ETF anfreunde“.

Ein weiterer wichtiger Faktor, der für den breit angelegten Schwächeanfall bei Bitcoin & Co verantwortlich war, sind Sicherheitsbedenken. So hatte Coincheck im Januar einen Diebstahl der Kryptowährung NEM gemeldet. Insgesamt seien 58 Milliarden Yen, umgerechnet knapp 429 Millionen Euro, von unbekannten Angreifern gestohlen worden.

Aber auch andere Krypto-Börsen wie Bancor, Conrail und Bithumb wurden Opfer von Diebstählen in Millionenhöhe.

Insgesamt wurden 2018 Kryptowährungen im Wert von knapp 1 Milliarde US-Dollar gestohlen. Das ähnelt einem echten Raubzug, den man so nur von der Wall Street kennt. Wenn die Branche das Problem 2019 nicht in den Griff bekommt, so sehen wir auch für das nächste Jahr schwarz für den Krypto-Markt. Schließlich will sich keiner am Abend schlafen legen und am morgen plötzlich feststellen müssen, dass sein sauer verdientes Geld, weg ist.

Wie dem auch sei: auch 2019 gibt es interessante Kryptowährungen, die neben Bitcoin eine echte Alternative zum Investieren bieten.

In den nächsten Zeilen werden wir ihnen die 5 Kryptowährungen vorstellen, die Sie im Jahr 2019 auf dem Schirm haben sollten:

IOTA – Die Kryptowährung der Maschinen

IOTA im Verhältnis zum US-Dollar schoss Ende Dezember 2017 auf 5,80 Dollar, gab in den zurückliegenden 12 Monaten jedoch all seine Gewinne wieder ab und sank in der Spitze auf 0,20 Dollar. Zuletzt stabilisierte sich IOTA/USD knapp über der Marke von 0,3000 Dollar.

Die IOTA-Foundation wurde 2014 von David Sonstebo, Serguei Popov und Dominik Schiener entwickelt gegründet. Juni 2017 ging die Kryptowährung IOTA dann offiziell an den Start.

Die Visionäre um Dominik Schiener wollen erreichen, dass Maschinen untereinander kommunizieren und so beispielsweise Waren einkaufen und diese mit IOTAs bezahlen. Ist zum Beispiel im Kühlschrank die Butter leer, bestellt er automatisch neue und bezahlt dafür mit IOTAs.

IOTA verwendet nicht wie fast jede andere Kryptowährung die Blockchain-Technologie, sondern basiert auf der eigens entwickelten Tangle (auch Gewirr genannt). Dort muss jeder Netzwerkteilnehmer Transaktionen bestätigen. Er wird also selbst zum Miner. So gibt es also im Tangle keinen Unterschied zwischen Minern und Teilnehmern. Durch den Wegfall von Minern werden zudem keine Transaktionskosten mehr fällig wie das bei Bitcoin der Fall ist. Vor allem die hohe Skalierbarkeit macht die Cyber-Devise zu etwas Besonderem.

Weil das Internet of Things (IoT) immer wichtiger wird, wächst auch die Bedeutung der IOTA-Foundation in diesem Bereich. Das wissen auch die Dickfische der Industrie. Und so sind im Jahr 2018 Unternehmen wie Bosch, Volkswagen (DE:VOWG_p) und Fujitsu (T:6702) Partnerschaften mit der IOTA-Foundation eingegangen, um IoT-Anwendungen zu testen.

Hoffnung dürfte Anleger auch machen, dass IOTA im Juni 2018 ihr neustes Protokoll Qubic veröffentlichte, welches traditionelle Smart Contracts unterstützen kann. Dank gebührenfreien Transaktionen zusammen mit quorumbasierten Berechnungen steht IOTA die Tür für den Eintritt in den Markt des Internet of Things offen.

IOTA kommt aktuell auf eine Marktkapitalisierung von knapp unter 1 Milliarden Dollar und rangiert damit auf Rang 12 der wichtigsten Kryptowährungen.

2. Stellar Lumens – Den Zahlungsverkehr revolutionieren

Der Tech-Gigant IBM (NYSE:IBM) steht hinter dem Krypto-Projekt Stellar Lumens, dessen Gründer sich auf die Fahne geschrieben haben, den internationalen Zahlungsverkehr revolutionieren zu wollen. Dieser soll in der Zukunft einfacher, schneller und beinahe gebührenfrei sein.

Die Köpfe hinter dem Projekt bestehen aus Top-Entwicklern und etlichen namhaften Größen aus dem Finanzbereich, die sich zum Ziel gesetzt haben, die Armut zu bekämpfen.

Wie IOTA, ist Stellar Lumens eine gemeinnützige Organisation, die 2014 im US-amerikanischen Bundesstaat Delaware gegründet wurde.

Die Kryptowährung selbst heißt Lumen. Ein Lumen (XLM) ist eine Einheit der digitalen Währung, wie ein Bitcoin. Erst der Lumen macht es möglich, dass Zahlungen innerhalb der Community auch tatsächlich geleistet werden und auf der ganzen Welt schnell und einfach bearbeitet werden können.

Da die Smart Contracts von Ethereum recht anfällig für Angriffe und Manipulation sind, hat das Entwicklerteam von Stellar Lumens seine Smart Contracts weiterentwickelt, die weder von innen noch von außen manipuliert werden können. Zwar sind die Contracts nicht so flexibel wie die von Ethereum, aber dafür sicherer und effizienter. Das spricht definitiv für Stellar Lumens.

Ein weiterer Grund, der für Stellar Lumens spricht, ist die besondere Beziehung zwischen der gemeinnützigen Organisation und der IBM Blockchain World Wire. XLM könnte als Transaktionsvehikel fungieren und da IBM (NYSE:IBM) eine enorme globale Marktmacht besitzt, könnte die Kryptowährung davon überproportional profitieren und eventuell sogar den Grundstein für ein neues Finanzsystem legen.

Die Marktkapitalisierung von Stellar Lumens belief sich zuletzt auf 2,29 Milliarden Dollar und damit rangiert XLM auf Platz 6 der wichtigsten Kryptowährungen.

3. Cardano – Schaffung einer neuen dezentralen Wirtschaft

Cardano wurde 2015 von Charles Hoskinson und Jeremy Wood ins Leben gerufen. Dabei setzen die Entwickler auf ein Peer-to-Peer Netzwerk. So sollen weltweit drei Milliarden Menschen Zugang zu Konten und weiteren Finanzdienstleistungen erhalten. Cardano basiert wie viele anderen Kryptowährungen auch auf der Blockchain-Technologie. Ziel ist die Schaffung einer neuen dezentralen Wirtschaft und die Demokratisierung der Finanzmärkte in aufstrebenden Ländern.

Das Cardano-Projekt soll sich von vielen anderen der Branche abheben. So gehen die Entwickler offen mit der Notwendigkeit der Regulierung ein. Gleichzeitig soll aber die Privatsphäre und der Schutz der Verbrauch durch innovative Softwarearchitektur erhalten bleiben.

Eine der wichtigsten Meilensteine des Teams ist die Einführung einer neuen Paper Wallet, die fortschrittlicher ist als die Vorgängerversion, wodurch sie sicherer und effizienter zu bedienen ist.

Wallets erscheinen auf dem ersten Blick nicht wichtig. Allerdings sind die digitalen Geldbörsen wichtiger als die Kryptowährungen selbst, da nur sie bestimmen, wie sicher ihre Token sein werden. Mit der neuen Wallet dürfte Cardano seine Glaubwürdigkeit erhöhen, was gleichzeitig dazu führen dürfte, dass mehr Anleger die Kryptowährung kaufen.

Darüber hinaus zeichnet sich eine Partnerschaft zwischen Cardano und Metaps Plus ab. Sollte es zu der Partnerschaft kommen, besteht eine gute Chance darauf, dass Cardano im Wert zulegt. Schließlich ist Metaps Plus einer der größten Mobilfunkunternehmen in Südkorea. Diese Partnerschaft könnte einen Multiplikator-Effekt mit sich bringen und der Kryptowährung mehr Popularität in Südkorea einbringen.

Der Preis für Cardano lag zuletzt bei gerade mal 0,038 Dollar. Die Marktkapitalisierung beträgt 1,03 Milliarden Dollar und das macht Cardano zur elftgrößten Kryptowährung auf der ganzen Welt.

4. OmiseGo – Unbank the Banked

Einer der vielversprechendsten Projekte im Universum für Kryptowährungen ist nach wie vor Omise. Das im asiatischen Raum ansässige Unternehmen umgibt eine ganz besondere Aura. Vor allem das Entwicklerteam rund um den Gründer von Ethereum Vitalik Buterin macht das Projekt so spannend. Hinzu wurden bereits einige Partnerschaften mit großen asiatischen Unternehmen geschlossen.

So hat Omise kürzlich einen der drei größten Zahlungsdienstleister Thailands übernommen, Paysbuy, ein von der Bank of Thailand lizenzierter und vom Handelsministerium mit dem Trustmark (DBD Verified) akkreditierter Anbieter von E-Geld.

Omise gilt als sehr beliebte Zahlungsplattform in Japan, Singapur, Indonesien und Thailand. Darüber hinaus besitzt Omise einen großen Kundenstamm, auf den das Unternehmen jederzeit zugreifen kann.

Das Versprechen von Omise ist, die fundamentalen Probleme im Finanzbereich zu lösen. OmiseGo ermöglicht den dezentralen Austausch von Vermögenswerten aller Art über eine Blockchain. Die Gebühren sollen dabei recht gering sein und soll damit das System der Wertübertragungsdienste der nächsten Generation sein.

Zuletzt kostete ein OmiseGO Coin rund 1,48 Dollar. Mitte Dezember wechselten die Coins den Besitzer für lediglich 1 Dollar. Die Marktkapitalisierung liegt bei über 200 Millionen Dollar. Damit legt OmiseGO Platz 28 in der Tabelle der weltweit wertvollsten Kryptowährungen.

5. XRP – Den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr revolutionieren

Die von Ripple entwickelte Kryptowährung XRP zeigte sich im Jahresverlauf recht stabil, musste sich am Ende aber auch dem allgemeinen Ausverkauf beugen. Nichtsdestotrotz ist und bleibt XRP einer der Kryptowährungen, die im Jahr 2019 wieder zum Leben erwecken könnte.

Ripple schließt kontinuierlich neue Partnerschaften ab und gewinnt neue Kunden hinzu. Mittlerweile nutzen schon etliche Finanzinstitute die Produkte von Ripple wie xRapid, xCurrent oder xVia, um Geld von einem Teil auf der Welt zum anderen zu transferieren. Allein das ist schon ein Grund, warum wir glauben, dass XRP unterbewertet ist.

So ist Ripple Mitte November eine strategische Partnerschaft mit der CIMB Group, die fünftgrößte Bank der zehn Länder der Association of Southeast Asian Nations (ASEAN), eingegangen, um grenzüberschreitende Zahlungen in Realtime in den Märkten der Universalbank zu ermöglichen, wie Finance Magnates mitteilte. Die CIMB Group soll sich RippleNet anschließen, einem auf der Blockchain basierenden Zahlungsnetzwerk, das grenzüberschreitende Zahlungen in Realtime ermöglicht. Die Universalbank soll sich so mit den anderen 100 Finanzinstituten, die an dem Netzwerk angeschlossen sind, verbinden und somit ihren Zahlungsverkehr schneller ausbauen könnten.

Auch der globale Zahlungsdienstleister Western Union teilte kürzlich mit, dass man die Softwarelösung xRapid von Ripple bereits testet. Man möchte damit den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr zu vereinfachen. Die Testphase sei jedoch noch nicht abgeschlossen.

Auch ein Interview des Marketingstrategen von Ripple, Corry Johnson, mit „Breaker Magazine“, wonach sich Ripple in Gesprächen mit der Trump-Administration befinde, um dem aufstrebenden Stern bei der Unternehmensentwicklung unter die Arme zu greifen, sollten Anleger im kommenden Jahr im Hinterkopf behalten.

Heiße Luft hört sich anders an: deshalb zählt XRP im Jahr 2019 definitiv zu den besten Kryptowährungen, in die man investieren könnte, sofern Sie daran glauben, dass XRP tatsächlich den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr revolutionieren wird und seine Marktmacht weiter ausbaut.

Mit freundlicher Genehmigung von investing.com

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Devisen

Libra: Gefahr für Euro und US-Dollar durch Blockchain-Währung

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Libra als Gefahr für die normalen Papiergeldwährungen?

Die geplante Währung Libra des Social Media Giganten Facebook wird oft als Kryptowährung bezeichnet. Nach Facebooks Ankündigung sahen viele Facebooks neues Tool bereits als den Durchbruch für das zuweilen schwierig zu erklärende Produkt „Kryptowährung“. Politiker, Konkurrenten und Aufsichtsbehörden üben sich bereits in Empörung ob Facebooks Vorstoß. US-Politiker drohten Visa und Mastercard, die zu den Gründungsmitgliedern des Libra-Aufsichtsgremiums zählten, Konsequenzen für ihr Kerngeschäft an. Der französische Finanzminister will Libra gleich ganz verbieten. Meiner Ansicht nach ist die Aufregung unbegründet.

Libra nutzt eine Blockchain, hat mit Bitcoin und Co. aber wenig zu tun

Beginnen wir damit, was Libra nicht ist: Es ist keine von einzelnen Personen oder Institutionen unabhängige Kryptowährung wie zum Beispiel Bitcoin. Facebook will lediglich die bei Kryptowährungen verwendete Blockchain-Technologie einsetzen, die Blockchain aber unter eigener Kontrolle behalten. Ausschließlich Mitglieder der Libra Association können neue Blöcke an die Blockchain anhängen. Es wird auch keinen Miningprozess zur Erzeugung neuer Geldeinheiten geben. Vielmehr wird der Wert dieser neuen „Währung“ an den Wert eines Korbes bestehend aus verschiedenen nationalen Währungen gekoppelt. Um diese Kopplung aufrecht zu erhalten, muss Facebook bzw. die Libra Association also permanent die Geldmenge steuern. Sind zu viele Libra im Umlauf und der Wert droht zu sinken, müssten Libra im Tausch gegen nationale Währungen zurückgekauft werden. Ist die Nachfrage nach Libra größer als das Angebot, würde Libra gegenüber dem Währungskorb aufwerten. Verhindert werden kann das nur durch die Erschaffung und den Verkauf zusätzlicher Währungseinheiten.

Private Unternehmenswährungen gibt es schon lange

Im Grunde genommen ist Libra also ein privat verwaltetes Derivat nationaler Währungen. Es ist eine von Unternehmen herausgegebene Komplementärwährung. Davon gibt es bereits viele. Payback-Punkte oder Guthaben auf Starbucks-Kundenkarten sind genauso private Komplementärwährungen. Payback-Punkte können zum Bezahlen von Einkäufen bei vielen verschiedenen Partnern eingesetzt werden. Auch mit American Express Membership Rewards Punkten, einer weiteren Komplementärwährung, kann ich meine mit der Kreditkarte getätigten Einkäufe bezahlen. Alle drei Beispiele sind genauso wie Libra fest an nationale Währungen gekoppelt. Doch warum gibt es keinen Aufschrei ob dieser Währungen, sehr wohl aber weltweite Versuche, Facebooks neue „Währung“ schon im Keim zu ersticken?

Im Vergleich zu gängigen Kryptowährungen sind die Unternehmenswährungen „Starbucks Card“ und „Membership Rewards Punkte“ durchaus große Marktteilnehmer. Allein auf US-amerikanischen Kundenkarten von Starbucks lagen Ende September 1.269 Millionen US-Dollar. Und American Express gab in den ersten neun Monaten des Jahres 7.717 Millionen US-Dollar für eingelöste Membership Rewards aus. Das Gesamtguthaben der Kunden weist American Express nicht aus, es dürfte jedoch deutlich über den in neun Monaten ausgegebenen 7,7 Milliarden US-Dollar liegen. Nehmen wir die 1,269 und 7,7 Milliarden US-Dollar von Starbucks und American Express „Währungen“ als Marktkapitalisierung an, so lägen beide Währungen auf Platz 4 und Starbucks auf Platz 11 der Kryptowährungen. Widerstand rufen beide Währungen bei Politikern und Regulierern jedoch nicht hervor.

Politiker haben Angst vor Libra, weil es Milliarden potentielle Benutzer gibt

Liegt es daran, dass Starbucks und American Express ihre Währungen im Gegensatz zu Facebook Libra nicht als Kryptowährung bezeichnen lassen? Liegt es an der fehlenden Blockchain? Wohl kaum. Wahrscheinlicher ist, dass der Widerstand gegen Libra deshalb so groß ist, weil die Währung von Facebook kommt. Facebook hat rund 1,6 Milliarden täglich und 2,5 Milliarden wenigstens monatlich aktive Nutzer (hier die aktuellsten Daten im Detail). Und all diese Nutzer könnten Libra theoretisch als Währung einsetzen. Dagegen sind die Unternehmenswährungen anderer Unternehmen kleine Lichter mit nur einigen Dutzend Millionen Nutzern. Libra hätte also erstmals das Zeug dazu, in Konkurrenz zu staatlichen Währungen zu treten. Zwar soll sie an einen Währungskorb bestehend aus staatlichen Währungen gekoppelt werden. Doch einmal ernsthaft: Würden die Nutzer es merken, wenn Facebook diese Währungskopplung irgendwann einfach stillschweigend verringert oder aufgibt? Wohl kaum. Genauso wie Nutzer schon heute AGB-Änderungen von 50 Seiten Umfang mit einem Fingertippen akzeptieren, würden sie das auch im Falle einer aufgegebenen Währungsdeckung von Libra tun.

Und wenn das geschähe, hätte Facebook eine weltweit genutzte, von staatlichen Stellen unabhängige Währung in der Hand, die sich vielleicht sogar noch wertstabiler zeigt als nationale Währungen. Dass Staaten und Politiker Angst vor Facebooks neuer Erfindung haben, hängt also weniger mit Kryptowährung oder Blockchain zusammen, sondern vielmehr damit, dass Facebook qua seiner schieren Größe und Marktmacht erstmals in der Lage wäre, Euro, US-Dollar und Renminbi Konkurrenz zu machen.

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Gold/Silber

Gold: Über die Betrugsmasche mit den Stable-Coins

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Angeblich Gold in Verbindung mit einem Digi Coin?

Ein neuer potenzieller Anlagebetrug erschüttert den Goldmarkt. Die Kombination aus Kryptowährung und Gold sollte die Anleger reich machen. Doch nun droht der Traum vom digitalen Edelmetall als Albtraum in Form eines Pyramidensystems zu enden.

Gold meets Crypto

Der im Jahr 2011 als Goldhändler gestartete ehemalige Staubsaugerverkäufer Harald Seiz aus Calw bei Stuttgart entdeckt im Jahr 2017 die magische Verbindung zwischen Kryptowährungen und Gold als Vertriebsmasche. Bis dahin hatte er bereits über seine Vertriebsfirma Karatbars überteuerte Goldprodukte über ein mehrstufiges Provisionsmodell (Multi-Level-Marketing) an Endkunden verkaufen lassen. Doch das Geschäft mit dem digitalen Gold versprach noch höhere Margen, da die Kunden anstatt Gold nur elektronische Token erhielten, die angeblich mit physischem Gold hinterlegt waren. Solche Digitalwährungen heißen „Stable-Coins“ da ihr Wert nicht ausschließlich durch hohe spekulative Angebots- und Nachfrageschwankungen beeinflusst wird, sondern zusätzlich an einen Ankerwert, z. B. den Preis für eine Unze Gold, ein Fass Öl oder einen US-Dollar gekoppelt ist. Harald Seiz nutzte den Hype um Kryptowährungen, um die Kunden von unrealistischen Kursgewinnen träumen zu lassen und bei den Preisen für das Gold nicht so genau hinzuschauen.

So konnten er und seine Vertriebsmannschaft zweistellige Provisionen realisieren und ein regelrechtes Pyramidensystem aufbauen, das neudeutsch auch als Multi-Level-Marketing-System verniedlicht wird. Fakt ist, dass bei solchen Systemen jedes Level der Marketing-Pyramide ein Stück vom Kuchen abhaben möchten, was im Falle des extrem margenschwachen Goldhandels schlicht unrealistisch ist. Die durchschnittliche Handelsmarge im Goldgeschäft liegt bei ca. 3 Prozent und lässt damit eigentlich kein Multi-Level-Marketing zu. Es sei denn, die Preise sind extrem überteuert oder es liegt eine Betrugsmasche vor.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt

Im besten Fall handelt es sich um ein überteuertes, zentralisiertes Goldlagerprogramm, bei dem das Lagerzertifikat statt aus Papier aus einem digitalen Token besteht. Wie schon so oft betont, sollte man Gold, wenn möglich, im direkten Zugriffsbereich aufbewahren. Ein Kontrahentenrisiko sollte bei dem ultimativen Vermögensschutzwert Gold ausgeschlossen werden. In diesem Fall könnte genau dieses Kontrahentenrisiko noch zum Problem werden. Vermutlich ist die angeblich goldgedeckte Digitalwährung des Herrn Seiz namens KratGoldCoin (KGC) nämlich gar nicht in dem Maße goldgedeckt, wie es gegenüber den Investoren suggeriert wurde. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat daher ein Ermittlungsverfahren wegen Betrugs gegen Herrn Seiz eröffnet und untersucht die Tresore.

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Bitcoin

Derivate auf Kryptowährungen: BaFin befragt Anbieter und Kunden – wollen Sie mitmachen?

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Optionsscheine, Zertifikate, CFDs auf Kryptowährungen. Was ist da los, wie viel Angebot gibt es, welche Art von Regulierung ist notwendig, was sind die Gefahren bei Derivaten auf Kryptowährungen, wie sehen die Entwicklungstendenzen des Marktes aus? Diese und andere Fragen stellt sich die BaFin derzeit (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht). Und um Näheres herauszufinden, führt sie von heute an bis zum 13. Dezember eine Umfrage durch bei Anbietern (CFD-Broker, Banken als Zertifikate-Emittenten), Verbraucherschutzverbänden und Kunden. Wollen Sie mitmachen? Die BaFin hat also offenkundig aufsichtsrechtlich noch gar keinen richtigen Überblick in dem Bereich, und will wohl einen grundsätzlichen Einblick in die Kryptobranche bekommen. Hier einige Aussagen von der BaFin im Wortlaut:

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) führt im Rahmen ihres gesetzlichen Auftrags zum kollektiven Verbraucherschutz eine Marktbefragung zu Derivaten mit Krypto-Assets als Basiswert durch, um Erkenntnisse hinsichtlich des Marktes von Derivaten auf Krypto-Assets und deren Risikoeinschätzung zu erlangen. Die BaFin ist nach § 4 Abs. 1a Finanzdienstleistungsaufsichtsgesetz (FinDAG) dem Schutz von kollektiven Verbraucherinteressen verpflichtet. Vor diesem Hintergrund beobachtet und analysiert die BaFin das Marktgeschehen im Hinblick auf mögliche verbraucherschutzrelevante Sachverhalte. Ziel dieser Marktbefragung ist es, ein detaillierteres Bild über den Markt von Derivaten mit Krypto-Assets als Basiswert und deren mögliche Risiken zu erhalten. Zu diesem Zweck wird die BaFin alle eingehenden Antworten zu den nachfolgenden Fragen auswerten.

Aber einen gewissen Einblick in die Branche scheint die BaFin ja doch bereits zu haben? Man siehe hier als Auszug aus der aktuellen Veröffentlichung zur Umfrage, die sie an dieser Stelle in voller Länge einsehen können.

BaFin über Derivate und Kryptowährungen

In der Internet-Neuzeit wäre es eigentlich angebracht ein Online-Portal anzubieten, wo man zum Beispiel Kästchen anklicken kann oder auf Formular-Feldern Kommentare eintragen kann. Aber gut, es gibt Schlimmeres. Teilnehmen an der Umfrage kann wirklich jeder Mann und jede Frau. Entweder per email an:

MarktbefragungVBS@bafin.de

oder per Post an:

Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
Referat VBS 7
Marie-Curie-Straße 24-28
60439 Frankfurt am Main

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