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Die gestrige Fed-Entscheidung – und was an den Börsen wirklich zählt!

„Die Kinder haben alle ihre Süßigkeiten bekommen“..

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„Die Kinder haben alle ihre Süßigkeiten bekommen“, so eine freie Übersetzung über das Ergebnis des gestrigen FOMC-Meetings der US-Notenbank. Die Märkte haben bekommen, was sie wollten und aus der Kursreaktion (nicht nur am gestrigen Mittwoch) wird deutlich, was an der Börse der größte treibende Faktor ist: die Versorgung – oder der Entzug –  an billigem Geld, der monetäre Faktor eben. Die Ankündigungen der Fed waren so ziemlich das genaue Gegenteil dessen, was die Notenbank erst vor zwei Monaten von sich gegeben hat.

 

Die Vorgeschichte

Erinnern wir uns. Als Fed-Chef Powell am 3. Oktober und bei der Sitzung am 19. Dezember von Zinsanhebungen bis ins Jahr 2020 und von einem automatischen Zurückfahren der Fed-Bilanz (50 Mrd.$ monatlich) sprach, waren die Reaktionen an den Börsen heftig bis panisch. Der wichtigste US-Index, der S&P 500, lief an Weihnachten bis knapp an den Bärenmarkt heran (-19,78%). Ich habe in einem Kommentar „Das Billionen-Dollar-Risiko“ schon früher beschrieben, was ein weitergehender Absturz für die US-Konsumenten, die für 70% der US-Wirtschaft verantwortlich sind, bedeuten würde. Ein zwangsläufiger Konsumverzicht und eine Rezession in Form einer „self fulfilling prophecy“. Die Bewertung der US-Aktienmärkte war von 10 Bio.$ (2009) bis auf knapp 40 Bio.$ bis Ende September 2018 gestiegen. Bei einem Minus von 20% herrschte zu diesem Zeitpunkt schon Gefahr im Verzuge. Die Vermögensverluste hätten mit hoher Wahrscheinlichkeit für einen Abschwung gesorgt, ein Nachbeben war auch am gestrigen Verbrauchervertrauen (US-Consumer Confidence) zu erkennen, welches trotz der jüngsten Kursanstiege schon ganz schön eingebrochen ist.

 

Die Kehrtwende

Powell wusste das natürlich, er reagierte mit einer 180 Grad-Kehrtwende und deshalb ist die Äußerung eines Analysten, dass die aktuelle Notenbankpolitik nicht „Daten-getrieben“, sondern S&P 500-getrieben sei, nicht von der Hand zu weisen. Die US-Großanleger, die schon mit einem Einbruch der US-Wirtschaft gerechnet hatten (drastische Reduzierung der Investitionsquote und Absicherung an den Terminmärkten) mussten wieder einsteigen. Das war ein Hauptgrund für die Kursrallye in den USA im Januar, die am gestrigen Tag ihren bisherigen Höhepunkt fand. Das Festhalten an einer sehr „dovishen“ Geldpolitik wird schon an wenigen Kernsätzen des Fed-Statements ersichtlich.

  • Fed wird geduldig sein auf ihrem Weg der Zinsanhebungen
  • Der gesunde Menschenverstand ruft nach Geduld, die „wait-and-see“-Politik ist garantiert
  • Fed ist bereit die Pläne zur Bilanzreduzierung neu zu justieren und zu ändern, falls erforderlich

 

Die Aussichten

Im November / Dezember hatten die Märkte aufgrund der gerade beschriebenen Mechanismen alles Negative eingepreist, nach den „dovishen“ Kommentaren – Ende Dezember bis gestern Abend – alles Positive. Auf die Frage in der Pressekonferenz, ob es einen Powell-Put gebe, antwortete der Chairman, seine politischen Ziele seien das Wohlergehen der US-Wirtschaft und der US-Bevölkerung. Ja, und das ist in den Vereinigten Staaten mit Ihrer Konsum- und Shareholder- lastigen Gesellschaft eben ganz mit dem Zustand der Börsen verquickt. Was die Fed nicht direkt beeinflussen kann, sind aber die weltwirtschaftlichen Entwicklungen, insbesondere die des bisherigen Treibers China. Deshalb wird es aus meiner Sicht demnächst wieder ein plötzliches Abebben des neu entfachten „sugar rush“ geben, Korrektur ante portas.

Die Notenbanken werden versuchen dem Wirtschaftsabschwung „gegenzudrucken“ und gerade in den USA fürchtet man sich vor den Folgen einer Bilanzreduzierung, einem Experiment, bei dem man noch keine Vorerfahrung besitzt.

46 Kommentare

46 Comments

  1. Avatar

    Savestrax

    31. Januar 2019 10:31 at 10:31

    Was die FED ebenfalls nicht beeinflussen kann, ist wenn der Konsument trotz neuer ATH an den Börsen nicht mehr konsumieren kann, weil einfach das Ende der persönlichen Schuldenausweitung erreicht ist. Das wird spätestens dann passieren, wenn der Schuldzins einen zu großen Anteil der Einkünfte auffrisst.
    Vielleicht hat jemand dazu Informationen wie der aktuelle Stand ist und wo es in früheren Zeiten brenzlig wurde.

  2. Avatar

    morpheus

    31. Januar 2019 11:32 at 11:32

    Wenn die Märkte selbst nach dieser Fed Sitzung die nicht mehr massiv steigen sollten, geht es stark in Richtung Süden. Zweifel gehen um, dass selbst die Zentralbanken recht machtlos sind und sich nur den Umständen anpassen.

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    Prognostiker

    31. Januar 2019 12:47 at 12:47

    @ TM, kürzlich hat Ihnen ein Insider erklärt, dass jede Statistik oder Studie vom Verfasser auf Wunsch des Auftraggebers ( Bezahlers )zurechtgebogen werden kann.
    Könnte es sein, dass bei den verfügbaren Einkommen auch alle Millionenverdiener enthalten sind.
    Sie finden sicher eine Statistik wo nur die unteren 50% abbilden.
    Schade,dass Powell ihre Statistiken nicht kennt, sonst hätte er gestern die Zinsen angehoben! !
    Während ich schreibe, habe ich gerade gehört, dass ein Angestellter in einemKERNKRAFTWERK Datenblätter gefälscht hat ,um ein schöne „STATISTIK“ zu machen.
    Haben sie wirklich noch nicht gemerkt, dass Amerika am abserbeln ist ? Warum hat Powell den Wendehals gemacht?

    • Avatar

      tm

      31. Januar 2019 13:04 at 13:04

      :-) Achso, der Auftraggeber (die Fed selbst) manipuliert Statistiken, die seit Jahrzehnten nach der gleichen Methodik erhoben werden? Und das alles mitdem Ziel…? Ja mit welchem Ziel eigentlich? Ich bitte Sie, finden Sie das nicht selbst ein kleinwenig an den Haaren herbeigezogen?

      Ich bin sicher, er kennt die Zahlen – und ich sehe auch nicht, wieso er dann hätte anders entscheiden sollen. Ich hätte zumindest auch so entschieden wie er und das bei Kenntnis der von mir gezeigten Zahlen.

      Was meinen Sie mit „Wendehals“? Die Datenlage hat sich verändert und damit auch die Einschätzung. Wendehals ist so negativ, dabe ist es doch völlig korrekt und angemessen, dass sich die Einschätzung im Zeitablauf ändert.

    • Avatar

      tm

      31. Januar 2019 13:20 at 13:20

      Und eine Frage habe ich noch:
      Sie gehen ja offenbar davon aus, dass alle Daten und Statistiken – oder zumindest die, die nicht Ihre Meinung bestätigen – gefälscht sind. Auf welchen Daten und Quellen beruht dann aber Ihre Einschätzung?

      • Avatar

        Michael

        31. Januar 2019 14:33 at 14:33

        Einfach mal nach „mangelnde Reproduzierbarkeit statistischer Ergebnisse“ googeln oder Bücher wie folgendes lesen:
        https://www.spektrum.de/pdf/spektrum-kompakt-statistik/1439394

        • Avatar

          tm

          31. Januar 2019 15:02 at 15:02

          Hm, interessant, die Seite ist hier gesperrt :-) Gutes Zeichen.

          Aber so oder so ist das doch keine Antwort. Wenn Sie alle Statistiken, die Ihnen nicht gefallen, anzweifeln, worauf gründet sich Ihre Ansicht dann?

          • Avatar

            Michael

            31. Januar 2019 16:14 at 16:14

            Was ist bitte gesperrt?

          • Avatar

            tm

            31. Januar 2019 16:27 at 16:27

            Ich konnte die Spektrum-Seite hier nicht öffnen – unsere Firmen-Firewall lässt das nicht zu. Ich habe sie mittlerweile privat geöffnet. Interesant ist sicherlich der Artikel „Die Wahrsager von heute“

            Aber abgesehen davon: Was hat die „mangelnde Reproduzierbarkeit statistischer Ergebnisse“ mit den Zahlen der Fed zu tun?

          • Avatar

            Michael

            31. Januar 2019 16:45 at 16:45

            Gegenfrage: Was hat die FED mit der Frage zu tun, die Ihnen @Prognostiker ursprünglich gestellt hat? Und auf deren Beantwortung er immer noch wartet (siehe weiter unten)?

          • Avatar

            tm

            31. Januar 2019 17:07 at 17:07

            Sie meinen diese Frage: „Könnte es sein, dass bei den verfügbaren Einkommen auch alle Millionenverdiener enthalten sind.“

            Ich dachte, dass ich die implizit beantwortet hätte…aber nun gut, wenn das nicht klar wurde: Ja, die sind mit enthalten. Und nun? Wollen Sie damit den Rückgang der Debt Service Ratio in den letzten Jahren erklären?

            Oder allgemeiner: Worauf wollen Sie eigentlich hinaus? Der Forist Savestrax hat gefragt, wie der aktuelle Stand der Schuldbelastung ist und ich habe dafür zwei Zeitreihen geliefert. Ihnen und min. zwei anderen gefällt aber das Ergebnis offenkundig nicht. Wäre herausgekommen, dass die Belastung derzeit nahe der Höchststände von 2007 ist, hätten doch weder Sie, noch leftutti noch Prognostiket die Zahlen angezweifelt.

          • Avatar

            tm

            31. Januar 2019 17:14 at 17:14

            Beantworten Sie nun eigentlich auch meine Frage, was die „mangelnde Reproduzierbarkeit statistischer Ergebnisse“ mit den Zahlen der Fed zu tun hat?

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            Prof. Dr. Donald Marx

            31. Januar 2019 23:50 at 23:50

            Sehr geehrter Forist @tm, seit einigen Monaten, seitdem ich diese Plattform kennen und schätzen gelernt habe, verfolge ich mit zunehmendem Erstaunen neben anderen auch Ihre Logik und Argumentationsweise.
            Nehmen Sie sich nicht persönlich etwas zu ernst, wenn Ihre Firmen-Firewall Websites wie spektrum.de blockiert und Sie das als gutes Vorzeichen werten?
            In welch großartiger, innovativer und toleranter Firma arbeiten Sie eigentlich, wenn eigene Firewall-Einstellungen als gewichtiges Argument dienen dürfen und Sie von 11.47 Uhr bis 17:11 Uhr alleine auf diesem einen Forum sämtliche Artikel und Kommentare ins Lächerliche ziehen können? Ich vermute, Sie sind sicherlich zusätzlich auch noch auf anderen Plattformen aktiv?!
            Ist Ihnen überdies schon einmal aufgefallen, dass Sie tatsächlich fast jeden Kommentar (ich zitiere hier @Michael um 21:11 Uhr, der wiederum nur Sie zusammenfassend zitiert) mit ? Achso, Hm, interessant, ? oh je, ? oh man oh man, Ah ja ? beginnen lassen? Das macht Sie weder glaubwürdiger, als Sie persönlich erhoffen, noch sympathischer und vor allem nicht seriöser.

    • Avatar

      tm

      31. Januar 2019 15:05 at 15:05

      :-) oj je, jetzt wird es komplett abstrus. Also weil die von der Fed veröffentlichten Zahlen Ihnen nicht gefallen, sind diese Zahlen manipuliert und das belegen Sie nun mit Artikeln aus Zeitungen, die zeigen, dass Umfragen nicht immer repräsentativ sind? Oh je oh je.

      Also auch an Sie die Frage: Wenn Sie alle Daten, Fakten, Statistiken, die Ihre Meinung nicht stützen, ablehnen, worauf gründet sich Ihre Meinung?

      • Avatar

        leftutti

        31. Januar 2019 15:23 at 15:23

        Sie befinden sich irgendwie in einer Denk-, Sinn-, Argumentations- oder Zeitschleife, schon bemerkt?. Oh je oh je.
        Die Meinung gründet sich darauf, dass eine begründete Skepsis an „Daten, Fakten und Statistiken“ angebracht sein sollte.

      • Avatar

        Columbo

        31. Januar 2019 15:47 at 15:47

        @tm, machen Sie sich nichts draus, wir leben in einer Zeit, in der Daten, Fakten, Wissenschaft, ja selbst Mathematik nicht mehr zählen, einfach weil sie unerwünscht sind.
        Weil ein Dieselverbot droht ist, stellen sich sage und schreibe 100 Lungenfachärzte hin und stellen alle bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnisse in Frage und behaupten das Gegenteil. Von heute auf morgen! Wie soll das gehen? Ärzte!!! Hatten wir früher sowas Ähnliches nicht schon einmal?

        • Avatar

          leftutti

          31. Januar 2019 16:39 at 16:39

          Daten, Fakten, Wissenschaft und Mathematik beim Thema Dieselfahrverbot? Jetzt wird es skurril! Wen hat das Thema denn 2017 und früher überhaupt interessiert? Geschweige denn, welche belast- und reproduzierbaren wissenschaftlichen Fakten und Untersuchungen zu diesem Thema liegen aus dieser Zeit vor?
          Ist es nicht vielmehr so, dass erst durch die Bescheißerei unserer Autokonzerne (eupemistisch als Abgasskandal bezeichnet) das Thema in den Fokus gerückt ist? Und um die heiligen Konzerne um des Deutschen liebstes Kind schnell wieder aus der Schusslinie zu bringen, werden nun Diesel-Pkw bzw. deren Halter als die Bösen hingestellt.
          Was sind denn Ihre unanfechtbaren bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnisse? Und was hat das alles mit Mathematik zu tun?

          • Avatar

            Andreas

            31. Januar 2019 16:58 at 16:58

            Columbo, dein wirtschaftlicher Horizont reicht wohl zwei Zentimeter weit.
            Aber ja, hast natürlich recht: Der Diesel ist ganz, ganz Böse!!!!
            Schnell alle Dieselautos fortschaffen nach Bulgarien, Polen und Rumänien, hihi, die Deppen zahlen auch noch 2500 Euro für eine E-Klasse 300, Baujahr 2012. Wissen die Ostblockländer denn nicht, das sie bald alle verrecken wegen dem Qualm?

            Heute besorge ich mir nen Mustang, Benziner, schluckt 17 Liter. Wenigstens gesund, sag ich mal…

          • Avatar

            Columbo

            31. Januar 2019 17:49 at 17:49

            @leftutti,
            Sie sind doch hier im Forum einer der wenigen, die wirklich Humor haben. Müssen Sie nicht einfach lauthals lachen, wenn plötzlich hundert Lungenfachärzte wie Pilze aus dem Boden schießen und das Gegenteil von dem behaupten, was ihre Kollegen seit Jahrzehnten untersucht und publiziert haben? Einfach so über Nacht, um unsern armen Politikern zu helfen, die nicht mehr ein und aus wissen. Der Diesel ist mir doch wurscht, kauf mir demnächst selber einen.
            @Andreas,
            Ihre beleidigende und primitive Ausdrucksweise spricht für sich selbst.

          • Avatar

            leftutti

            31. Januar 2019 20:29 at 20:29

            @Columbo, ich muss seit mindestens 15 bis 20 Jahren lauthals lachen, wenn Massen ahnungsloser Laien über Umweltprobleme zu debattieren beginnen. Wenn sich dann noch alle 4 Wahljahre die Allerschlauesten in unserem Land dieses Themas bemächtigen, wird es endgültig lustig :)
            Die Meinung von 100 Lungenfachärzten würde ich einfach solange ernst nehmen, bis die sogenannten jahrzehntelangen Untersuchungen und Publikationen ihrer Kollegen verifiziert sind und sich die neuesten Behauptungen oder Erkenntnisse als falsch herausgestellt haben. Vor allem eingedenk der Tatsache, dass deren Kollegen keine Lungenfachärzte waren.

            Ich muss da immer an die Debatte zum Klimawandel zurückdenken: Anfangs und noch bis vor ganz wenigen Jahren waren die Wissenschaftler, die erste Zusammenhänge erkannt und bewiesen hatten, die puren Spinner. Irgendwann standen die Fronten für kurze Zeit 50:50. Inzwischen zweifelt kaum ein seriöser Wissenschaftler mehr, selbst in Politik und Gesellschaft wird das Thema schon offen getwittert und geliked. Außer, es geht um Geschwindigkeitsbegrenzungen, da hört sich Spaß und Humor aber schlagartig auf.

            Eigentlich sind mir inzwischen nur noch zwei Menschen auf dem Planeten bekannt, die am Klimawandel zweifeln…

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            Trigo

            31. Januar 2019 21:43 at 21:43

            Na ja manche Grenzwerte sind wohl nicht ganz auf dem neuesten Stand…. https://www.youtube.com/watch?v=_xtTVEi4YLg&feature=youtu.be

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            leftutti

            1. Februar 2019 00:10 at 00:10

            @trigo, so ist es! Grenzwerte sind da, um immer wieder neu angepasst zu werden. Entweder durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse, durch Schlauschwätzer oder durch politisch-wirtschaftliche Interessen.
            Wie auch alles andere ständig relativiert und angepasst wird: Gehört dieser Beitrag auf Stern TV nun zu den global gesteuerten Mainstream-Medien, den Qualitätsmedien oder den alternativ-brauchbaren Medien? Am Ende ist es egal, da wir Menschen laut eines gottgleich allwissenden Spezialisten immer älter, gesünder, reicher und glücklicher werden ;)

        • Avatar

          tm

          31. Januar 2019 16:55 at 16:55

          Mich ärgert dann nur, wenn mir vorgeworfen wird, ich würde die Fakten nicht anerkennen, obwohl es exakt umgekehrt ist.

          Ich bin ja auch gerne bereit, bei jeder einzelnen Kennzahl zu diskutieren, ob die sinnvoll ist und welche Aussagen dieser erlaubt und welche eher nicht. Aber es ist ja so, dass die Zahlen gerne verwendet werden, wenn sie das eigene Weltbild stützen, wenn nicht wird hingegen, werden die Daten mit völlig abwegigen Argumenten angezweifelt.

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    Prognostiket

    31. Januar 2019 15:14 at 15:14

    @ leftutti, danke für die Unterstützung, ist ja gut, dass es auch eine Statistik über falsche Statistiken gibt.
    Komisch ,dass sie TM nicht kennt. Ist ja logisch, würde jemand eine teure Studie in Auftrag geben,
    wenn er keinen Nutzen davon hätte. Das geht übrigens auch ohne zu betrügen, sie müssen nur die betreffenden Parameter besser oder schlechter gewichten u.schon entsteht ein anderes Bild.Alles schon selber erlebt. Bei VW waren ja die Abgaswerte auch in Ordnung ( nur die Messmethode falsch)

    • Avatar

      tm

      31. Januar 2019 16:02 at 16:02

      :-) oh man oh man.
      Die oben von mir verlinkten Zahlen – nach denen Sie doch sogar gefragt hatten – stammen von der Fed selbst. D hat niemand irgendwas in Auftrag gegeben.

      Und seien Sie mal ehrlich zu sich selbst: Wenn die Zahlen das gezeigt hätten, was Sie sich gewünscht hätten, also eine hohe Schuldbelastung, hätten Sie die Zahlen auch nicht in Zweifel gezogen. Nur weil die Zahlen aber nicht das hergeben, was Sie möchten, erheben Sie nun ernsthaft den Vorwurf, die Fed würde ihre eigenen, seit Jahrzehnten mit der selben Methodik erhobenen Zahlen, manipulieren.

    • Avatar

      leftutti

      31. Januar 2019 16:22 at 16:22

      @Prognostiker, und wenn die Nitratwerte im Trinkwasser um ein 40-faches zu hoch sind, setzt man einfach die Grenzwerte um ein 50-faches hoch, und schon ist wieder alles statistisch und im Verhältnis (dieses Mal nicht zum BIP) in Ordnung.
      Was diskutieren wir eigentlich ständig mit diesem notorischen Besserwisser? Auf Fakten und Belege reagiert er doch ohnehin nur mit Sarkasmus und Ignoranz und stellt dann seine Frage aufs Neue, wieder und wieder und wieder…

      • Avatar

        tm

        31. Januar 2019 16:35 at 16:35

        Sie müssen nicht diskutieren – Sie wollen es ja auch offenbar nicht. Alles, was nicht Ihre Meinung stützt, ist doch ohnehin gefälscht…

        Aber gerne nochmals: Savestrax hat nach gefragt, wie wie der aktuelle Stand der Schuldzinsbelastung ist. Ich habe dafür zwei Zeitreihen geliefert. Beide Zeitreihen stammen von der Fed und werden seit Ewigkeiten mit der gleichen Methodik erhoben. Da diese Ergebnisse Ihnen und anderen nicht passen, wird due Zahl aber auf einmal in Zweifel gezogen – anders als in Ihrem Beispiel mit den Nitratwerten wurden heir keine grenzwerte verändert oder sonst irgendetwas gedreht. Diese Zahl, die so seit 1980 mitgetielt wird, befindet sich auf einem historisch niedrigen Niveau – udn das gefällt Ihnen nicht.

        Anstatt mri vorzuwerfen, auf Belege und Fakten nciht zu reagieren, sollten Sie diesen Vorwurf doch besser gegen sich selbst richten. SIE wollen die Fakten nicht wahrhaben, wenn sie nicht in Ihr Weltbild passen.

        Wir können gerne miteinander diskutieren, dafür müssten SIE aber die Fakten anerkennen und nicht immer dann in Zweifel ziehen, wenn es Ihnen nicht passt.

        Und ja, ich stelle die Frage immer wieder, weil Sie sie nicht beantworten wollen oder können.

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          leftutti

          31. Januar 2019 17:26 at 17:26

          Ebenfalls gerne nochmal von vorne: Prognostiker hat gefragt, ob in den Statistiken auch die Superreichen enthalten sind, von denen bereits einer die Durchschnittseinkommen Tausender signifikant verfälschen kann.
          Einfaches rein hypothetisches Rechenbeispiel:
          Wir haben 1000 Leute mit einem Einkommen von 1.500 USD
          Dazu einen einzigen Superreichen der eher unteren Kategorie mit einem bescheidenen Einkommen von 1.000.000 USD
          Das durchschnittliche Einkommen liegt also bei etwa 2.500 USD
          Nun hat jeder dieser 1001 US-Bürger 1.250 USD an Zins und Tilgung zu leisten. Macht nichts, verbleibt ja ein ebenso hoher Betrag zum Leben, die Quote von Zins und Tilgung zu Einkommen liegt bei 50%.
          Faktisch ist die Quote aber für 1000 von 1001 Leuten bei 83% und es verbleiben nur 250 USD zum Leben.

          Das ist einfache Mathematik, auch wenn es Ihnen nicht passt.

          Damit belaufen sich die Schulden auf das 2,34fache des durchschnittlichen Haushaltseinkommens. Unter Berücksichtigung der Inflation liegt das Haushaltseinkommen auf dem gleichen Niveau wie 1998, also auf dem gleichen Stand von vor fast 20 Jahren. Inzwischen sind mehr als sechs Mio. Amerikaner mehr als 90 Tage im Zahlungsverzug mit ihren Subprime-Autokrediten. Tendenz: deutlich steigend.
          https://www.finanzen100.de/finanznachrichten/wirtschaft/besorgniserregende-entwicklung-so-hohe-schulden-hat-die-amerikanische-durchschnittsfamilie_H93235311_359606/

          https://www.welt.de/finanzen/article165831286/Die-ganze-Welt-haftet-fuer-Amerikas-Schulden-Exzesse.html

          https://www.zeit.de/2016/46/us-wirtschaft-krise-schulden

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            tm

            31. Januar 2019 17:47 at 17:47

            Und nochmals: Die Debt Service Ratio ist seit 2010 massiv gesunken. Wie wollen Sie das mit der Ungleichheit der Einkommensverteilung erklären?

            Ah ja :-) Der Zahlungsverzug bei Autokrediten ist also eine Statistik, die in Ordnung ist – die zeigt ja auch das an, was sie sehen möchten. Gut, nun sind die Zahlungsrückstände bei Hypotheken – die 70% der Schulden der Privathaushalte ausmachen – massiv gesunken. Aber das zweifeln Sie nun sicher wieder an, oder? Das ist letztlich genau der Punkt, den ich angesprochen habe: Zahlen, die Ihre Weltsicht unterstützen, werden sofort übernommen, völlig unkritisch. Dass die Autokredite nur einen winzigen Bruchteil der Gesamtkredite ausmachen – geschenkt, interessiert Sie offenbar gar nicht. Abgesehen davon: Die Zahlungsrückstände 90+ liegen bei Autokrediten noch weit unter dem Niveau von 2011 und die Zeitreihe reicht nur bis 2003 zurück. Wir wissen da also gar nicht wirklich, was eine „normale“ Ausfallrate ist.

            Und was wollen Sie nun mit den Links zeigen? Schauen wir uns die mal an: Im ersten wird die absolute Gesamtsumme der Schulden der US-Privathaushalte genannt. Was soll das aussagen? Welche Fakten und Zahlen aus den Artikeln halten Sie für korrekt?

            Auch hier: Sie greifen Zeitungsartikel aus dem Jahr 2016 (!) heraus, in denen sich Ihre Meinung mehr oder weniger widerspiegelt – die darin genannten Statistiken sind für Sie offenbar in Ordnung, alle anderen Zahlen nicht. Wieso sind die dort genannten Zahlen richtig und nicht manipuliert, die von mir genannten hingegen schon? Und es stellt sich mir die Frage , warum Sie mit Zeitungsartikeln argumentieren und nicht direkt mit den Zahlen, die Sie überzeugen.

            Nennen Sie doch bitte die Zahlen aus den Artikeln, die Sie überzeugen. Eine sinkende Schuldbelastung akzeptieren Sie ja nicht. Steigende Zahlungsausfälle bei Autokrediten hingegen schon. Sinkende Zahlungsausfälle bei Hypotheken? Müssten Sie dann eigentlich auch akzeptieren. Die Zahlungsrückstände bei Kreditkarten sind auf historischen Tief. Zählt das?

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            leftutti

            31. Januar 2019 20:04 at 20:04

            Sehr geehrter Herr TM, ich versuche es noch einmal, danach schmeiße ich entnervt und resigniert das Handtuch.

            Beginnen wir ganz von vorne: Die Schuldendienstquote errechnet sich aus dem Verhältnis von »Zins + Tilgung« (im Zähler) zum »Nettoeinkommen vor Schuldendienst« (im Nenner).
            Letzteres errechnet sich, indem man vom verfügbaren Netto-Einkommen noch Fixkosten (Miete und Nebenkosten, Versicherungsprämien, Leasinggebühren, Abonnementkosten), Energiekosten und die übrigen Lebenshaltungskosten abzieht.

            Wenn die FED nun das individuelle »Nettoeinkommen vor Schuldendienst« und die »individuelle Rate« b>jedes einzelnen Haushaltes berechnet, wäre das eine Statistik, welche die Realität adäquat abbildet, Sie hätten recht, ich läge falsch und würde gerne mein Haupt mit Asche bestreuen.
            In meinem obigen rein hypothetischen Rechenbeispiel läge die Schuldendienstquote dann bei 83%.

            Wenn die FED aber alle »Nettoeinkommen vor Schuldendienst« und alle Kreditraten in einen Topf schmeißt und daraus einen statistischen Durchschnitts-Eintopf berechnet, hätte das mit der Realität wenig bis gar nichts zu tun. Die Zahlen wären „zum Sau fuadan“, wie man in Bayern so schön zu sagen pflegt.
            In meinem obigen rein hypothetischen Rechenbeispiel läge die Schuldendienstquote dann bei 50%.

            Im weiteren gehe ich bei den Publikationen der FED von letzterem Szenario (der Eintopf-Methodik) aus, es sei denn, Sie können mir dies eindeutig widerlegen.

            Nun haben wir also seit 20 Jahren stagnierende »Nettoeinkommen vor Schuldendienst« in großen Teilen der amerikanischen Bevölkerung respektive Einkommensklassen. Die absoluten Schulden sind jedoch massiv gestiegen.
            Wo also würden in meinem obigen rein hypothetischen Rechenbeispiel die wahren Quoten liegen, wie sie die FED berechnen würde? Bei 50%, bei 83% oder irgendwo dazwischen? Wissen Sie es? Ich nicht, ich zweifle nur die statistischen Grundlagen und Rahmenbedingungen an und gehe eher davon aus, dass die Eintopf-Methodik bevorzugt wird.

            Alleine schon, wenn eine Zahl bzw. Berechnungsmethode seit 1980 unverändert kommuniziert und berechnet wird, wie Sie ja selber schreiben, schleichen sich bei mir zusehends berechtigte Zweifel ein, ob wissenschaftlich-mathematischer Fortschritt und neue Erkenntnisse bei den Gütekriterien statistischer Erhebungen bis zu den Schlussfolgerungen oder die Tatsache sozialer und ökonomischer Veränderungen Eingang in diese Wunderstatistiken gefunden haben.

            Oder glauben Sie, dass die FED bereits 1980 den stochastischen Stein der Weisen gefunden hat? Ich bestaune übrigens fast täglich Ihren Glauben und Ihr Vertrauen, Ihr kaum hinterfragendes Wesen in die Aussagen und Publikationen staatlicher Einrichtungen oder von Institutionen wie Notenbanken.
            Braver Bürger, glaubt alles, was die Honoratioren sagen und verbreitet es auch noch fröhlich weiter ;)

        • Avatar

          Savestrax

          31. Januar 2019 20:21 at 20:21

          So, da ich die Frage in den Raum gestellt habe, will ich mich natürlich auch zu dieser Diskussion äußern.
          Zunächst einmal vielen Dank @tm für die dargestellte Zahlenreihe.
          Im Normalfall sind Statistiken nicht gefälscht. Das eigentliche Problem ist eher die z.T.bewußt lückenhafte Darstellung der verwendeten Basiswerte und verwendeten Formeln. So sind die Ergebnisse i.d.R.richtig, passen aber mitunter nicht zur Fragestellung.
          Meine Frage war klar nach dem Anteil von Schuldenkosten am Einkommen. Dies hat tm mit den gezeigten Charts beantwortet. Gemeint hatte ich aber eher das Einkommen ohne die sehr gut bis extrem gut Verdienenden. Dafür hatte ich mich aber nicht klar genug ausgedrückt. Sorry
          Wenn es eine Zeitreihe gibt in der nur bestimmte Einkommensgruppen berücksichtigt werden, würde man sicher differenziertere Ergebnisse bekommen. Vermutlich ein deutlich schlechteres Verhältnis bei unteren 50% der Einkommen, und ein noch besseres Verhältnis bei den oberen Einkommen. Aber das ist nur eine Vermutung, da ich keine Statistik mit genau diesen Einstellungen habe.

          • Avatar

            leftutti

            31. Januar 2019 22:55 at 22:55

            @Savestrax, vielen Dank für Ihre Klarstellung als „Verursacher“ dieser Diskussion.
            Gemeint hatte ich aber eher das Einkommen ohne die sehr gut bis extrem gut Verdienenden. Dafür hatte ich mich aber nicht klar genug ausgedrückt.
            Sie haben sich sehr klar und verständlich ausgedrückt für jeden, der die Diskussionen hier differenziert und ganzheitlich über einen adäquaten Zeitraum und im Kontext des eigentlichen Artikels verfolgt. Spätestens Prognostiker hat dies klargestellt, bis unser Allwissender mit zwei nichtssagenden PNG-Grafiken seinen Shitstorm auslöste.
            Seine Antwort auf die mehrfach gestellte Frage, ob es belastbare und differenzierte Statistiken hinsichtlich der Einkommensklassen zur Aussagekraft dieser Bildchen gäbe, wurde mit Sarkasmus und rhetorischen Gegenfragen beantwortet.
            Am Ende sind wir so schlau wie vorher, wir wissen nicht, wie sich ein um 2% gestiegener Leitzins auf eine deutlich gestiegene Verschuldung bei stagnierenden »Nettoeinkommen vor Schuldendienst« auswirken wird.

  5. Avatar

    Kenguru

    31. Januar 2019 15:16 at 15:16

    Sechsundachtzigkommadreisiebenperiodevier Prozent aller Personen, die Statistiken verwenden, haben diese gerade erst erfunden!

  6. Avatar

    Prognostiket

    31. Januar 2019 15:34 at 15:34

    @TM. Ich habe nicht gesagt, dass alle Statistiken falsch sind, aber ich sage wenn in den verfügbaren Haushaltseinkommens alle Einkommen von 50 % Wenigverdienern und einigen Grossverdienern der Durchschnitt berechnet wird. ( diese Frage haben sie nicht beantwortet) ist diese Zahl wegen der riesigen Umverteilung unbedeutend. Was nützt es der grossen Masse der von der Hand in den Mund lebenden, wenn 10% der Leute Ende Monat noch Tausende von Euros übrig haben.
    Bitte nicht Alles Verdrehen u.weniger Statistiken lesen. ( Gratistipp)

    • Avatar

      tm

      31. Januar 2019 16:51 at 16:51

      Ihr Einwand wäre ja grundsätzlich berechtigt, wenn wir eine Zahl an einem Stichtag herausgreifen. Dann könnten wir darüber diskutieren, wieso die Zahl so und nicht anders ist. Ich habe aber zwei Zeitreihen verlinkt, die 1980 beginnen und deren Methodik m.W. unverändert ist und beide Zeitreihen zeigen einen klaren Rückgang der (Schuld-)Belastung an. Wollen Sie nun behaupten, dass sich die Zahlen in den letzten zehn Jahren so verändert haben, weil das durchschnittlich verfügbare Einkommen insgesamt gestiegen ist, aber nur für eine kleine Gruppe?

      • Avatar

        leftutti

        31. Januar 2019 17:48 at 17:48

        Wollen Sie nun behaupten, dass sich die Zahlen in den letzten zehn Jahren so verändert haben, weil das durchschnittlich verfügbare Einkommen insgesamt gestiegen ist, aber nur für eine kleine Gruppe?

        Damit belaufen sich die Schulden auf das 2,34fache des durchschnittlichen Haushaltseinkommens. Unter Berücksichtigung der Inflation liegt das Haushaltseinkommen auf dem gleichen Niveau wie 1998, also auf dem gleichen Stand von vor fast 20 Jahren. Etliche Experten machen sich Sorgen, dass die Kreditausfälle in den nächsten Jahren zunehmen könnten.

        Beginnt es langsam zu dämmern?

  7. Avatar

    leftutti

    31. Januar 2019 16:23 at 16:23

    @Prognostiker, und wenn die Nitratwerte im Trinkwasser um ein 40-faches zu hoch sind, setzt man einfach die Grenzwerte um ein 50-faches hoch, und schon ist wieder alles statistisch und im Verhältnis (dieses Mal nicht zum BIP) in Ordnung.
    Was diskutieren wir eigentlich ständig mit diesem notorischen Besserwisser? Auf Fakten und Belege reagiert er doch ohnehin nur mit Sarkasmus und Ignoranz und stellt dann seine Frage aufs Neue, wieder und wieder und wieder…

  8. Avatar

    Prognostiker

    31. Januar 2019 17:08 at 17:08

    @leftutti, sie sagen ,was ich mir gedacht habe.
    FMW sollte für @ Marko u.@ TM eine eigene Klasse machen, so eine Art Champions -Liga , es ist schade ,dass solche Besserwisser dauernd mit den gleichen Aussagen diese sonst hochwertige u.interessante Plattform vollposten.Immerhin ist Marko sehr friedlich, aber einfach mit der alten verkratzten Platte.

    • Avatar

      tm

      31. Januar 2019 17:11 at 17:11

      Wenn Sie in einem Diskussionforum nicht diskutieren wollen, lassen Sie es doch….

      Welche gleichen Aussagen meinen Sie denn?

    • Avatar

      Michael

      31. Januar 2019 21:11 at 21:11

      @Prognostiker, wenn jemand grammatikalisch wirre Aussagen ins Feld führt wie Aber es ist ja so, dass die Zahlen gerne verwendet werden, wenn sie das eigene Weltbild stützen, wenn nicht wird hingegen, werden die Daten mit völlig abwegigen Argumenten angezweifelt., ohne dabei zuzugeben, dass er ebenso handelt, wenn jemand fast jeden Kommentar mit ? Achso, Hm, interessant, ? oh je, ? oh man oh man, Ah ja ? beginnt, und gleichzeitig anderen unterstellt, nicht offen und unvoreingenommen diskutieren zu wollen, wenn jemand die Weisheit und das Wissen mit dem Löffel gefressen hat und Argumente mit rhetorischen Fragen zunichte macht, müssen wir und fragen, ob wir es nicht mit einem Forentroll zu tun haben.

      Ein Namensvetter von ihm spielt Fußball und sorgt mit seinem Einkommen statistisch-durchschnittlich dafür, dass unseres Trolles beschönigend-positives Weltbild Bestand hat. Doch der hat wenigstens ein sehr offenes und aufgeschlossenes Wesen der Realität gegenüber.
      Ein weiterer Namensvetter (https://www.tm-unternehmensgruppe.de/team/) sorgt für Unmut und miese Bewertungen.
      Unser Troll hier dürfte ein Zwitterwesen irgendwo dazwischen sein. Auf alle Fälle anstrengend, schwer erziehbar, beratungsresistent, unveränderbar, in Stein gemeißelt, voreingenommen, alles wissend und niemals zuhörend.

  9. Avatar

    Prognostiker

    1. Februar 2019 04:14 at 04:14

    Vielen Dank an Leftutti u.alle andern die geholfen haben, dass diese Verschuldungsdiskussion realistisch beleuchtet werden konnte.
    Das Problem des Statistik-Hörigen ist immer dasselbe.Es gibt einen Kommentar mit gewissen Aussagen. Dann kommt TM u.widerspricht oder stellt irgendeine Statistik in den Raum, die den Sinn des Kommentars anzweifelt. Genau dieses Prozedere passierte am 21. Jan. ( Ein neuer Zyklus beginnt) Damals hat er die Verschuldungsproblematik der USA schöngeredet indem er die Schulden im Verhältnis zum BIP statistisch als weniger schlimm darstellte.Zufall, dass ich gleichentags in einer Boulevardzeitung lesen konnte, dass das BIP viel stärker gestiegen ist als die Gewinne, was wie bei der kürzlichen Diskussion ein falsches Bild ergibt.
    Das erinnert stark an D,Trump, der die kürzliche Kältewelle benutzte um die Klimaerwärmung zu relativieren.
    Ist ja nicht so schlecht, mit dem grössten Präsidenten des grössten Landes verglichen zu werden!

    • Avatar

      Prof. Dr. Donald Marx

      1. Februar 2019 15:13 at 15:13

      Sehr geehrter Prognostiker,
      die von Ihnen angesprochene Verschuldungsproblematik privater Haushalte in den USA und die in dieser Diskussion gelisteten Zahlen möchte ich noch etwas ergänzend kommentieren.

      Als Basis liegen uns folgende Fakten vor:
      Die privaten Schulden steigen nun das sechste Jahr in Folge an und haben Ende 2017 erstmals den Rekordstand von mehr als 13 Billionen USD überschritten.
      Inflationsbereinigt liegt das durchschnittliche Haushaltseinkommen auf dem gleichen Niveau wie vor 20 Jahren.
      Die Schuldendienstquote ist historisch niedrig.
      Die Zinsen steigen kräftig an, bei langfristigen Hypothekenzinsen alleine in den letzten knapp 2 Jahren um etwa 23%.
      Laut Daten des US-Handelsministeriums ist die Sparquote auf das tiefste Niveau seit fast zehn Jahren gefallen.

      Welche Schlussfolgerungen lassen sich daraus ziehen?

      Eine niedrigere Schuldendienstquote bei gleichbleibendem Einkommen impliziert lediglich, dass geringere Rückzahlungen (für Zins + Tilgung) geleistet werden. Bei gleichzeitigem Anstieg der Zinsen wird demnach (nochmals) weniger für die Tilgung von Krediten verwendet. Mehr sagt die Schuldendienstquote nicht aus.

      Bestehende Schulden werden also langsamer abgebaut, dazu kommt ein signifikanter Anstieg der Neuverschuldung. Die Nettoeinkommen vor Schuldendienst stagnieren bei gleichzeitig steigenden Zinsen, dazu werden zusehends weniger Rücklagen für finanzielle Engpässe gebildet. Ein explosiver Mix, der die Anzahl notleidender Kredite früher oder später massiv befeuern dürfte, wie es bei Studienkrediten schon der Fall ist. Kreditkartenfirmen verzichten teilweise bei Kunden mit schlechter Bonität auf Zinsen für Negativsalden, um das Kartenhaus noch etwas auf der wackligen Grundlage aufrecht zu erhalten.

      Nun kann man zwar eine relativ nichtssagende Schuldenquote im Verhältnis zum BIP ins Feld führen, oder eine Schuldendienstquote, deren Aussagekraft weiter oben erläutert wurde. Die Brisanz, gerade im Hinblick auf die mehrfach genannten unteren und die zusehends erodierenden mittleren Einkommensschichten, die zusammen einen Bevölkerungsanteil von fast 70% bekleiden, wird damit jedoch nicht adäquat wiedergegeben bzw. beleuchtet.
      Wesentlich sinnvoller und aussagekräftiger wäre es meiner Ansicht nach, die monatlichen Einkommen im Verhältnis zu den Ausgaben oder zum Schuldenzuwachs zu betrachten. Und zwar nicht mit der von leftutti zurecht kritisierten „Eintopf-Methodik“, sondern differenziert nach Einkommensschichten, beispielsweise nach folgendem Schema: https://www.welt.de/img/wirtschaft/mobile157451198/7651620447-ci23x11-w780/DWO-WI-Einkommensverteilung-USA-3-jpg.jpg

  10. Avatar

    Prognostiker

    1. Februar 2019 16:11 at 16:11

    @ Prof.Dr. Donald Marx, Vielen Dank für die Aufklärung, die genannte Statistik ist also heimtückisch u.ergibt
    ein falsches Bild wenn man die Details nicht kennt. Ich meine aber, dass @Leftutti u. einige andere NICHT- Besserwisser in der Tendenz richtig lagen.
    Mit zwei Worten , in diesem Fall ist eine tiefe Service Ratio negativ.
    Noch einmal viel Dank für die verständliche Aufklärung der so komplizierten Verschuldungsmaterie.
    Vielleicht sollten sie öfter hier auftreten, der sonst eher negativ belastete Name Donald würde so in ein besseres Licht gerückt. ( Spass )

    • Avatar

      Prof. Dr. Donald Marx

      1. Februar 2019 17:05 at 17:05

      @Prognostiker, was @leftutti u.a. angeht, bin ich ganz bei Ihnen. Ich schrieb ja von der von leftutti zurecht kritisierten „Eintopf-Methodik“ und stimme ihm somit zu.

      Der sonst eher negativ belastete Vorname Donald wird hoffentlich schon durch den Nachnamen eines bedeutenden deutschen Philosophen, Ökonomen und Gesellschaftstheoretikers in besseres Licht gerückt. Deutlich schlimmer fände ich etwa Karl Duck oder Karl Trump :-)

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Coronavirus: Was erwartet „Big Money“ – Crash oder Erholung?

Das Coronavirus hat die Investoren auf dem falschen Fuß erwischt und den schnellsten Crash seit 1929 ausgelöst. Haben wir die Tiefs bei den Aktienindizes schon gesehen?

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Das Coronavirus hat die Investoren auf dem falschen Fuß erwischt und den schnellsten Crash seit 1929 ausgelöst. Die wohl am meisten gestellten Frage von Anlegern lautet derzeit wohl: Haben wir die Tiefs bei den Aktienindizes schon gesehen oder geht es noch viel stärker abwärts? Dies kann natürlich kein Mensch seriös beantworten, egal welcher Methode er sich auch bedient. Aber interessant ist es dennoch, was große Investoren in naher Zukunft erwarten, denn schließlich sind sie es, die mit ihren großen Anlagesummen die Märkte bewegen. Deshalb sind Umfragen und der Vermögensverwaltern interessant.

Coronavirus: Die große Skepsis , auch unter den Großen

Der Crash der Aktienindizes im schnellsten Tempo aller Zeiten hat Spuren hinterlassen, auch in der Zuversicht der Großanleger. Wie eine Befragung von Boston Consulting Group (BCG) im März bei 150 Investoren ergab – die nicht weniger als vier Billionen Dollar in ihren Portfolios halten – rechnen diese zwar mit einem Ende der wirtschaftlichen Vollbremsung bis Ende des dritten Quartals, aber nur ein Sechstel der Verwalter geht davon davon, dass es bereits dann wieder mit dem gewohnten Gewinnwachstum weitergeht. Die Hoffnung auf eine schnelle, V-förmige Erholung nach dem Coronavirus ist also verflogen. 60 Prozent der Vermögensverwalter glauben an weiter fallende Kurse bis Jahresende, ein Viertel von ihnen ist für die Periode neutral gestimmt. Und das ist das Neue an der Situation: Der Glaube an die Allmacht der Notenbanken hat durchd as Coronavirus schwer gelitten, zusammen mit den Konjunkturprogrammen der Regierung könne das laut Befragten nur für eine Verhinderung des ganz großen Crash sorgen. Was heißt das jetzt in konkreten Zahlen?

Für den S&P 500 sehen die Großinvestoren weiteres Abwärtspotenzial auf durchschnittlich 2062 Punkte, einige rechnen mit noch tieferen Kursen bis knapp 1800 Punkte. Angesichts des Schlusskurs beim Leitindex der Welt von 2541 Punkten am gestrigen Tag, wäre dies doch noch ein gewaltiger Vermögensverlust bei dem immer noch über 20 Billionen Dollar schweren Index.

Es wären natürlich keine professionellen Vermögensverwalter, wenn sie für die weitere Zukunft keinen Optimismus verspürten.

Über die Hälfte glaubt für 2021 wieder an steigende Kurse – und erst recht für das Jahr 2022. Eine neue Bescheidenheit scheint eingekehrt zu sein, wenn man sich die Prognose von 3075 Punkte für den S&P 500 in drei Jahren betrachtet, denn diese Kennzahl liegt immer noch etwa 10 Prozent unter dem Höchsstand der Börse von Mitte Februar 2020. Für das aktuelle Jahr ist man äußerst bescheiden geworden. Laut BCG fordert eine Mehrheit der Großinvestoren die Firmen innerhalb des nächsten Vierteljahres auf, ihre Geschäftsergebnisse anzupassen, ohne sich aber der Illusion hinzugeben, dass diese in diesem Jahr noch erreicht werden können.

Der Buyback-Boom ist vorbei

Die neue Bescheidenheit der Vermögensverwalter nach dem Crash erkennt man an ihrer Forderung, dass die Firmen für Liquidität sorgen und damit sogar Investitionen verschieben sollten, wenn dies für absehbare Zeit von Vorteil sei. Außerdem solle man Aktienrückkäufe zurückfahren und sogar Dividendenkürzungen hält man für akzeptabel.

Wenn das „Financial Engineering“ für den S&P 500 für die weitere Zukunft drastisch gekürzt würde, entfiele ein bedeutsamer Kurstreiber für die Märkte.

Schließlich haben diese in den Jahren 2019 (806 Milliarden Dollar) und 2018 (729 Milliarden Dollar) für einen Großteil der Indexgewinne gesorgt.

Fazit

Was soll man von dieser Umfrage halten? Sehr oft sind Ergebnisse solcher Umfragen als Kontraindikation zu sehen, zumindest bei eindeutiger oder extremer Positionierung. Aus der Märzbefragung hingegen ist große Unsicherheit, aber auch große Vorsicht zu entnehmen. Das Coronavirus und seine Folgen ist für jeden Investor – selbst für Warren Buffett, der bereits sechs oder sogar sieben Rezession erleben musste – Neuland. In den kommenden Wochen wird sich vermutlich in den Zentralen der Geldsammelstellen fast extremer Wankelmut breit machen (müssen). Auf der einen Seite werden die negativsten Konjunktur- und Unternehmensmeldungen im April auf die Manager einprasseln, die sie jemals in ihrem Leben lesen mussten. Auf der anderen Seite sehen sie die gewaltigsten Stützungsprogramme, die Regierungen und Notenbanken jemals auf den Weg gebracht haben.

Und nicht zuletzt muss man das mathematisch-medizinische Konstrukt einer bisher nicht erlebten Pandemie verdauen, welches in Kürze Meldungen der Niedergeschlagenheit, aber auch der Hoffnung produzieren wird.

„Wo Gefahr herrscht, wächst das Rettende auch“, schrieb einst der vor 250 Jahren geborene Dichter Hölderin. Auf die heutige Situation bezogen, könnte dies so etwas bedeuten wie: Irgendwann werden sich die Hoffnungssignale schlagartig so verstärken, dass das neu geschaffene und das geparkte Geld an die Märkte zurückfließt und einen Crackup-Boom nach dem Abflauen des Coronavirus auslöst. Jedoch gefolgt von starker Inflation und einem erneuten Test der Finanzmärkte mit ihrem FIAT-Money. Derzeit gibt es kaum Anhaltspunkte und frühere Beispiele, wie sich die Börsen kurzfristig entwickeln könnten. Eine Eigenschaft der Wertpapierbörsen funktioniert gerade nicht: Börsen können blitzschnell Informationen verarbeiten und deren mögliche Auswirkungen auf die Zukunft, aber keine Ereignisse. Und so ein Ereignis ist das Coronavirus.

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