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Griechenland-Krise: Deftige Kritik für EU-Kommission und EZB von Rechnungsprüfern

Griechenland will ja in absehbarer Zeit wieder eigenständig an den Kapitalmarkt, und ohne Rettungsfonds „eigene“ Schulden machen können. Man hat sich so richtig kaputt gespart, und hat nun einen optisch vorzeigbaren…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Griechenland will ja in absehbarer Zeit wieder eigenständig an den Kapitalmarkt, und ohne Rettungsfonds „eigene“ Schulden machen können. Man hat sich so richtig kaputt gespart, und hat nun einen optisch vorzeigbaren Haushalt. Was den Ablauf der vorigen Rettungsmaßnahmen angeht, sprechen die Prüfer des Europäischen Rechnungshofs der EU-Kommission aber jegliche Erfahrung und anscheinend auch die inhaltliche Kompetenz für das Thema ab. Zitat aus der jüngsten Veröffentlichung der Prüfer:

Das erste wirtschaftliche Anpassungsprogramm aus dem Jahr 2010 umfasste Mittel in Höhe von 110 Milliarden Euro, zwei weitere Programme über 172,6 Milliarden Euro im Jahr 2012 und über 86 Milliarden Euro im Jahr 2015 folgten. Die Programme stellten darauf ab, durch Deckung des Finanzbedarfs der griechischen Volkswirtschaft eine Stabilisierung der Wirtschaftslage in Griechenland herbeizuführen, wobei das Land im Gegenzug weitreichende strukturelle Reformen durchführen sollte. Dadurch sollte ein Übergreifen der Krise auf das übrige Euro-Währungsgebiet
verhindert werden.

„Diese Programme förderten den Reformprozess und verhinderten die Zahlungsunfähigkeit Griechenlands. Jedoch stellt die Fähigkeit des Landes, sich wieder vollständig auf den Finanzmärkten zu finanzieren, nach wie vor ein Problem dar“, erläuterte Baudilio Tomé Muguruza, das für den Bericht zuständige Mitglied des Europäischen Rechnungshofs. Die Prüfer stellten fest, dass die Kommission über keinerlei Erfahrung mit der Verwaltung eines derartigen Prozesses verfügte und die Bedingungen der Programme weder hinreichend nach Bedeutung priorisiert noch in eine breiter angelegte Strategie für Griechenland eingebettet waren. Darüber hinaus standen die makroökonomischen Annahmen der Programme auf tönernen Füßen. Die Zusammenarbeit mit den anderen Institutionen war zwar effektiv, bewegte sich aber in einem informellen Rahmen.

In Sachen Finanzen stellen die Prüfer ebenfalls ein desaströses Zeugnis aus. Zitat:

Insgesamt stellten die Prüfer fest, dass die spezifischen Ziele der Programme nur in begrenztem Umfang erreicht worden waren. Die Programme führten zu einer deutlichen Konsolidierung, wobei die strukturelle Haushaltsposition im Zeitraum 2009-2015 um 17 % des BIP verbessert wurde. Der Einbruch der Wirtschaftstätigkeit im selben Zeitraum führte in Verbindung mit den Finanzierungskosten für zuvor angehäufte Schulden jedoch dazu, dass die Schuldenquote Griechenlands kontinuierlich anstieg. Infolgedessen ist das Land nach wie vor nicht in der Lage, seinen Kapitalbedarf vollständig auf den Märkten zu finanzieren.

EZB

Und die EZB? Da wird es ganz kurios. Die EU-Prüfer wollten auch das Verhalten der EZB unter die Lupe nehmen. Aber die hat sich einer Prüfung verweigert. Sie pocht auf iher Unabhängigkeit. Also wir als kleingläubige Außenstehende definieren die Unabhängigkeit der EZB so, dass ihre Entscheidungen unabhängig sind. Aber was hindert eine unabhängige Institution daran, sich prüfen zu lassen? Sonst könnte es doch glatt noch zu einem unkontrollierten, zügellosen Fehlverhalten kommen… (Satire und ernst gemeint zugleich). Wenn sich die EU-Prüfer schon so direkt ausdrücken wie in den folgenden Worten, dann geht es hierbei schon ganz klar um eine Verweigerung der EZB, die nicht akzeptabel ist. Nur wer hilft den Prüfern nun ihre Prüfung durchzusetzen? Schließlich ist die EZB ja „unabhängig“. Zitat:

Im Rahmen dieser Prüfung und im Einklang mit dem Auftrag des Hofes, die Effizienz der Verwaltung der Europäischen Zentralbank (EZB) zu prüfen, war ursprünglich vorgesehen, die Mitwirkung der Bank an den wirtschaftlichen Programmen für Griechenland in die Untersuchung einzubeziehen. Die EZB stellte jedoch den Auftrag des Hofes in diesem Zusammenhang infrage und legte keine Nachweise in ausreichendem Umfang vor. Somit war es den Prüfern nicht möglich, über die Rolle der EZB zu berichten. Die Prüfer unterbreiten der Europäischen Kommission eine Reihe von Empfehlungen zur Verbesserung der Ausgestaltung und Umsetzung der wirtschaftlichen Anpassungsprogramme. Diese Empfehlungen wurden in Gänze akzeptiert.


© European Union, 2017 / Source: EC – Audiovisual Service / Photo: Mauro Bottaro

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Michael

    20. November 2017 18:47 at 18:47

    Wenn wir nun schon soweit sind, dass eine unabhängige Institution sich als solche definiert, indem sie demokratische Grundprinzipien wie Kontrolle, Hinterfragung und Offenlegung ablehnt, weil sie dann angeblich nicht mehr unabhängig sei, wird es skurril. Und höchste Zeit, die mafiösen Strukturen aufzulösen. Je eher, desto besser.
    Griechenland hat es versucht, Griechenland liegt noch immer auf der Intensivstation. Prophylaktische Dauerinfusionen mit fremdem Blut und synthetischen Konstrukten helfen da nicht wirklich weiter. Auch nicht beim nächsten Schlaganfall-Patienten Bella Italia. Der Patient ist zu fett, zu faul, zu unbeweglich und nicht willens, sein Gesundheitsrisiko durch eigene kleinere Veränderungen in Lebensstil zu verringern. Dottore, gib mir Abnehmtabletten, bevor ich weniger fressen, saufen und vor allem mich bewegen muss.
    Isse crema, isse Wahnsinn (frei zitiert nach hormongesteuertem Opa Trapattoni und jungem Italo-Model) ;)

    • Avatar

      Petkov

      21. November 2017 00:01 at 00:01

      Immer noch voll in Exstase vor dem unerwarteten Wiedersehen mit Major Rütting, habe ich mich verklickt (oder eher verslidet, wie mich die Neugermanistik-Experten hier korrigieren würden). Und schon bin ich mitten in deinen Beitrag reingeplumst. Oje, dachte ich mir, den rot-rot-günen Schlamm kriegt man nur mit dem ganz großen Hochdruckreiniger weg… Aber dann las ich doch irgendwie weiter, ich war ja neugierig, wie viele Denkfehler du diesmal in einem einzigen Satz untergebracht hast. Ich bin von einem neuen Rekord ausgegangen.

      Ich las von vorne und von hinten und dann nochmal und… und kam aus dem Staunen nicht heraus… Kein Denkfehler, alles richtig, dazu auch noch schön geschrieben. Ok, dachte ich mich, dann hat er bestimmt irgendwo das sympathische griechische Volk undifferenziert durch den Dreck gezogen… Aber wo nur? Genau, nirgendwo, es passt, es passt einfach. Mein Kompliment, das war gut.

      Habe ich mich dann in dich all die Wochen geirrt? Nein, keineswegs. Das bestätigt nur alles, was ich über dich gesagt habe. Du bist selbstverständlich ein guter, bestimmt auch begabter Mensch, hast aber das politische Reflektionsvermögen eines schwarzen Lochs. Damit stehst du aber in DE nicht alleine da und in meinen Beiträgen bisher habe ich nicht dich persönlich, sondern vielmehr den politischen Typus Mensch kritisiert, der sich durch seine extern aufgezwungene Einstellung selbst gefährdet.

      Ich bin mir sicher, damals, als die Diskussion um die Aufnahme Griechenlands in die €-Zone lief, warst du definitiv PRO seine Mitgliedschaft. Obwohl es genügend kritische Stimmen im In- und Ausland gab. Aber die Kritiker hättest du überheblich ausgelacht… Ketzer, ewig Gestrige, Friedensverweigerer usw. Warum? Weil es in dein anerzogenes Weltbild nicht gepasst hätte. Anerzogen, nicht angeboren, wohlgemerkt. Anerzogen im Rahmen einer von langer Hand geplanten politischen Strategie. Angeboren ist bei dir genau die gesunde, pragmatische Haltung, die du eindrucksvoll in deinem lesenswerten Beitrag weiter oben demonstriert hast. Damit würdest du dir auf jedem FDP-Parteitag Applaus verdienen… Oje, oje.. ich fürchte, das gilt auch für AfD-Parteitage (ohne die beiden Parteien gleichsetzen zu wollen).

      Das Wichtigste kommt zum Schluss: heute gibt es enorm viele Kritiker von Rang und Namen, die ein düsteres Bild von der unkontrollierten und nicht gerechtfertigten Migration aus gewissen Kulturkreisen malen. Und du speiest genauso unreflektiert-reaktiv Feuer gegen sie… Aber in 10 Jahren kommt von dir ein ähnlich kritischer Beitrag wie der obenstehende. Und natürlich wirst du wieder Recht haben. Aber leider zu spät. Damit ist keinem geholfen. Aber du kannst die dogmatischen Fesseln ablegen. Das geht.
      Einen guten Tag!

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Dirk Müller über das Börsenjahr 2021: „Mit Gas und Bremse durch den Markt“

Claudio Kummerfeld

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Bulle und Bär - Dirk Müller will mit Gas und Bremse durchs Jahr kommen

Dirk Müller hat in einem aktuellen Interview über das Börsenjahr 2021 gesprochen, aber auch über die Corona-Restriktionen und den Bitcoin. Beim Thema Corona ist er der Meinung, dass die Beschränkungen nach einer flächendeckenden Impfung und rückläufigen Infektionszahlen nicht verschwinden würden. In welcher Form genau es weitergehe, könne er auch nicht sagen, aber gewisse Arten von Einschränkungen im Alltag würden dauerhaft bestehen bleiben. Dirk Müller erwähnt in dem Zusammenhang die auch bei der Grippe ständigen Mutationen und jährlich neuen Impfungen, um sich dagegen zu schützen. Corona käme dauerhaft als neues Risiko hinzu.

Dirk Müller über das die Aktienmärkte in 2021

Immer weiter steigende Börsenkurse sind laut Dirk Müller auch im Börsenjahr 2021 möglich, auch dank der Notenbanken. Aber, so seine Worte, alle Welt glaube es gehe an der Börse jetzt nur noch nach oben. Man frage sich nur noch, wie kräftig die Kursgewinne im Jahr 2021 ausfallen werden. Aber ein großer Börsencrash sei jederzeit möglich. Was dafür exakt der Auslöser sei, könne man vorher nie sagen. Ein Problem für die Aktienmärkte sei aktuell das Ansteigen der Anleiherenditen in den USA (aktuell 1,09 Prozent). Diese würden laut Dirk Müller unabhängig von der Politik der Notenbanken anziehen, weil die Inflationserwartungen in den USA zunehmen. Es stehe für 2021 eine Sektorenrotation bevor. Das Anlegergeld verlasse die Tech-Aktien. US-Banken würden interessanter werden, aber auch Branchen wie der Flüssiggas-Sektor. Er gehe mit Gas und Bremse durch das kommende Börsenjahr. Man solle für weiter steigende Kurse offen sein, aber mit Absicherung.

Bitcoin

Und was ist mit dem Bitcoin? Wochenlang war der Kurs ja kräftig gestiegen, dann wieder deutlich gefallen (hier unsere aktuellste Berichterstattung). Dirk Müller bleibt bei seiner bisherigen Meinung. Der Bitcoin sei eine eindeutige Zockerei, dahinter stehe kein echter Wert. Er könnte kräftig verlieren, aber auch unendlich weiter steigen.

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EZB: Auf der Spur der wahren Gründe für das große Gelddrucken

Claudio Kummerfeld

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Die EZB-Zentrale in Frankfurt

Wir alle hören es seit Jahren und nehmen es zur Kenntnis. Offiziell betreibt die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik (Zinsen und Anleihekäufe), um die Inflation von der Null-Linie in Richtung 2 Prozent zu bekommen. Und Bürger und vor allem Unternehmen sollen durch die Banken in der derzeitigen Krise günstige Finanzierungsbedingungen erhalten. Daher flutet man alles und jeden mit Notenbank-Euros, und die Banken können dem braven Mittelständler noch günstigere Kredite anbieten? So kommt die Wirtschaft in Schwung, und letztlich auch die Inflation? So geht natürlich die offizielle Story. Und tatsächlich?

Viele Beobachter der EZB-Politik behaupten oder meinen erkannt zu haben, dass es Frau Lagarde und vorher Mario Draghi in Wirklichkeit darum ging, mit günstigen Finanzierungskonditionen und mit massiven Anleihekäufen die Südländer in der Eurozone am Leben zu erhalten. So wolle man die Eurozone als Konstrukt zusammenhalten. Auch wir bei FMW haben uns in den letzten Jahren diverse Mal zu diesem Thema geäußert. Nach der gestrigen PK von Christine Lagarde ist uns der Kommentar von Dr. Jörg Krämer aufgefallen, dem Chefvolkswirt der Commerzbank. Man kann ihn also ruhig als seriöse Quelle bezeichnen.

EZB hält Bedingungen für Südländer günstig

Er hat seinen Kommentar betitelt mit der Headline „Was Günstige Finanzierungsbedingungen wirklich bedeuten“. Er zielt auch auf die oberflächlichen Gründe der EZB ab, nämlich Kreditkunden in der Wirtschaft zu günstigen Konditionen zu verhelfen. Es sei interessant zu beobachten, wie stark Christine Lagarde das Konzept der „günstigen Finanzierungsbedingungen“ betont habe. Sie folge dabei einem „holistischen Ansatz“ und habe verschiedene Zinsen im Blick – etwa die für Kredite an Unternehmen oder private Haushalte. Tatsächlich aber (so Jörg Krämer) dürfte es der EZB aber vor allem darum gehen, die Renditeaufschläge der Anleihen der besonders hoch verschuldeten Staaten zu begrenzen. So lasse sich beobachten, dass die EZB im Rahmen ihres PEPP-Programms immer dann mehr Staatsanleihen kaufe, wenn die Risikoaufschläge steigen (siehe Grafik). Zitat Jörg Krämer:

Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg habe ein EZB-Vertreter gesagt, dass die EZB sogar bestimmte Höchstwerte für die Risikoaufschläge einzelner Staatsanleihen bestimmt habe. Offenbar sieht es die EZB als ihre Aufgabe an, die Währungsunion zusammenzuhalten, solange die hoch verschuldeten Staaten nicht ihre Hausarbeiten machen und damit latent die Existenz der Währungsunion gefährden.

Endet diese Politik der EZB, wenn das Corona-Aufkaufprogramm PEPP Anfang 2022 endet? Nein, Jörg Krämer glaubt, dass das Aufkaufen auch danach weitergeht, optisch eben nur über ein andere Vehikel. Die EZB werde dann das „normale“ Kaufprogramm namens APP aufstocken, und zwar von 20 auf 30 bis 40 Milliarden Euro pro Monat. Begründen dürfte sie dies unter anderem mit einer merklich unter zwei Prozent liegenden Inflation. Und ja, so möchten wir von FMW anmerken: So läuft es schon seit Jahren. Die Inflation, die ist einfach zu niedrig, deswegen muss man Billionen an Euros drucken und immer weitere Teile der Anleihemärkte aufkaufen. In Wirklichkeit will man, so nehmen wir es auch an, nur weiterhin gewährleisten, dass Italien, Griechenland, Spanien und Co sich so günstig wie nur irgend möglich immer weiter verschulden können.

EZB kauft mehr Anleihen um Spreads zu senken

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So sichern Sie Ihr Depot optimal ab – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Aktienmärkte eilen von einem Rekord zum nächsten. Das Virus wühlt zwar weiterhin, und tatsächlich eilt auch die Anzahl der Covid-Neuinfektionen weltweit von einem Rekord zum nächsten. Wir vertrauen allerdings auf die Kraft des Impfstoffes und sehen die Volkswirtschaften dieser Welt nächstens befreit.

Bei so viel Euphorie beschleicht allerdings den ein oder anderen Börsianer ein ungutes Gefühl. Sie haben also das Bedürfnis Ihr Depot, Ihre Buchgewinne einmal zumindest teilweise abzusichern. Im Folgenden erkläre ich Ihnen, welche drei goldenen Regeln Sie berücksichtigen müssen, damit die Absicherung auch wirklich greift.

Das Absichern oder Shorten eines Depots ist kein Hexenwerk. Allerdings sind wir als Börsianer natürlich eher geeicht auf steigende Kurse und Chancen. Mit anderen Worten: Shorten zählt bei den meisten von uns nicht zur ersten Begabung.

Das sind die drei goldenen Regeln:

– Fassen Sie immer punktuell und kurzfristig zu!
– Definieren Sie Ihren Depotschwerpunkt und vergessen Sie Einzelaktien!
– Legen Sie eine prozentuale Absicherungsquote fest!

Was sagen uns diese Regeln konkret?

Zu 1. Ein Short – ganz gleich ob als Optionsschein, Short-ETF oder Zertifikat – ist kein Pkw-Anschnallgurt, den wir fortwährend zur Anwendung bringen. Erfolgreiches Shorten verlangt eine kurzfristige Marktmeinung. Solche Instrumente kaufen wir immer punktuell und lediglich für wenige Wochen oder Monate. Andernfalls verzichten wir auf Geld und Rendite. Dabei sind weniger die laufenden Kosten eines Short-ETFs oder eines Optionsscheins das Problem. Sondern: Shorts – egal in welcher Form – bringen uns Verluste, wenn der Markt entgegen unserer Prognose doch steigt. Zudem fehlt uns das Kapital für den Short auf der Aktienseite. Zu Deutsch: Ein unsauber gesetzter Short wird schnell zum doppelten Renditekiller.

Zu 2. Das ist offensichtlich: Wenn von 20 Ihrer Depotpositionen 15 aus dem DAX stammen, sichern Sie nicht gegen den S&P 500 oder NASDAQ-Index ab, sondern natürlich gegen den DAX. Als kluger Börsianer kennen Sie den Schwerpunkt Ihres Depots und erwerben dazu passend einen Short. Ganz wichtig: Vergessen Sie…..

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