Folgen Sie uns

Aktien

Die häufigsten Trading-Fehler

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Von Markus Fugmann

Wer an den Märkten, wer im Trading aktiv ist, muss Entscheidungen treffen. Und wer eine Verlustposition hat, tendiert dazu, in den Hoffnungsmodus zu verfallen – und eben keine Entscheidung zu treffen. Tenor: wird schon wieder werden. Der Mensch ist nämlich ein Hoffnungs-Tier – er ist evolutionär unter anderem deshalb erfolgreich gewesen, weil die Hoffnung ihn immer weiter getrieben hat – das war schon für die Jagd auf Mammons eine wichtige Eigenschaft.

Im Trading aber ist die menschliche Hoffnung kontraproduktiv. Die meisten Privat-Trader verlieren deshalb am Markt, weil es ihnen nachvollziehbarerweise nicht gelingt, diese menschliche Grundeigenschaft auszublenden. Die Folge: man läßt Verlust-Positionen weiter laufen.

Neulich bekam ich eine Email von einer Dame, die long im Euro-Dollar und im Pfund-Dollar positioniert war. Sie saß auf dicken Verlusten und fragte mich, was sie tun solle. Da ich keine konkreten Emfehlungen geben darf, konnte ich ihr nur raten, sich das Chartbild der beiden Währungspaare unvoreingenommen (so als hätte sie keine laufende Position) anzusehen und sich die Frage zu stellen, ob es irgendwelche Anzeichen für einen Trendwechsel gebe (also einen Anstieg des Euro bzw. des Pfund zum Dollar). Gleichzeitig empfahl ich ihr, einen ultimativen stopp zu setzen (was sie zuvor versäumt hatte) – wenn die Position dann ausgestoppt würde, sei es dann eben so. Der Vorteil: wenn die Position dann glattgestellt ist, ist der Schmerz vielleicht groß, aber die psychische Belastung einer laufenden Verlustposition ist enorm und lähmt. Hat man diese Position nicht mehr, wirkt das wie eine Befreiung. Wenn es dann charttechnische Anzeichen gibt, dass ein Trendwechsel ansteht (oder zumindest eine stärkere technische Korrektur gegen den vorherigen Trend), könne sie, so meine Empfehlung, ja wieder einsteigen.

Folgende Tipps von Gerald Ashley in diesem (englischen) Video könnten für manchen Trader hilfreich sein:

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Marc

    2. April 2015 10:58 at 10:58

    Ein sehr schöner Artikel! Money Management ist essentiell. Ich empfehle auch noch Bücher von Van Tharp z.b. Super Trader, da lernt man auch noch mehr über das Traden. Ein weiteres Buch ist von Michael Martin „The Inner Voice of Trading“

    Auf gute Trades!

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Riskante Euphorie

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Besprochen wird die derzeit riskante Euphorie an der Wall Street.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Tesla, Zoom, Salesforce

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Tech steht heute im Fokus der Börsianer, darunter, die Aktien von Tesla, Zoom, und Salesforce.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Aktien

Aktienrückkäufe: Warum ich nicht begeistert bin – Werbung

Avatar

Veröffentlicht

am

Werbung

Lieber Börsianer,

die langjährige Flutung der Finanzmärkte mit dem billigen Geld der Notenbanken hat mittlerweile zu einigen kuriosen Begleiterscheinungen geführt. Weil Geld nichts mehr kostet, verschulden sich einige Unternehmen bis über beide Ohren. Doch statt in Zukunftstechnologien zu investieren, kaufen sie lieber eigene Aktien zurück – Kurspflege nennt man das. Angeblich geschieht das zum Wohle der Anleger, denn durch die Aktienrückkäufe steigen in der Regel auch die Kurse.

Allerdings ist bei hochverschuldeten Unternehmen Vorsicht geboten. Denn bereits ein geringer Zinsanstieg stellt diese Unternehmen vor arge Probleme. Freilich sind nicht alle Aktienrückkäufe schlecht. Wenn sich das Unternehmen die Kurspflege leisten kann und damit Geld an die Aktionäre zurück gibt, ist das oft besser, als das Geld möglicherweise zu Negativzinsen im Unternehmen zu belassen. Doch vor Übertreibungen müssen Sie sich schützen.

Das Spielcasino ist eröffnet

In den USA sind mittlerweile nicht mehr Privatanleger, Pensionsfonds und Vermögensverwalter die größten Aktienkäufer, sondern die Unternehmen selbst. Das freie Spiel von Angebot und Nachfrage wird damit außer Kraft gesetzt. In den vergangenen zehn Jahren gaben die 500 Unternehmen des S&P 500 die gigantische Summe von fünf Billionen Dollar für eigene Aktien aus. Das entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt von Japan, der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt.

90% der Unternehmen haben dafür mehr als die Hälfte ihrer Gewinne investiert. Das Geld fließt also nicht mehr in Fabriken, Maschinen, Produkte und Jobs sondern wird für die eigene Kurspflege eingesetzt. Die Big Player erhalten damit den Status Quo und überlassen die Entwicklung neuer Technologien den Start-Ups und der Konkurrenz aus Fernost.

Nicht unbedenklich ist dabei, dass vor allem in den USA ein Teil der Vorstandsvergütung an die Entwicklung des Aktienkurses geknüpft ist. Die Manager tun sich also vor allem selbst etwas Gutes, statt an die langfristige Konkurrenzfähigkeit Ihres Unternehmens zu denken. Wenn Aktien in solch riesigem Umfang zurückgekauft werden, dann handelt es sich um einen ernsten Eingriff in die Preisbildung der betreffenden Aktien.

Apple schlägt besonders gerne zu

Der größte Käufer eigener Aktien ist ausgerechnet Apple. Jetzt könnte man einwenden, dass Apple auch Milliardengewinne erzielt und sich deshalb die Rückkäufe leisten kann. Das ist prinzipiell richtig. Doch selbst Apple übertreibt mittlerweile. Im vergangenen Jahr wurden Anteile im Wert von 72 Milliarden Dollar zurückgekauft. Der freie Cashflow lag deutlich darunter. Selbst die Gewinnmaschine Apple nimmt also mittlerweile Fremdkapital auf, um Aktienrückkäufe zu finanzieren. Das wurde sogar von offizieller…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage