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Deutschland: Die höhere Inflation frisst die Lohnsteigerungen fast ganz auf

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Ja, die Löhne in Deutschland steigen spĂŒrbar, das ist auf die gesamte Volkswirtschaft gesehen eine Tatsache. Aber davon hat man fast gar nichts. Denn derzeit liegt die Teuerungsrate (Inflation) bei 2%. Damit wird das schöne Lohnplus fast ganz aufgefressen. Bei einem aktuellen Anstieg der Brutto-Löhne (Nominallohn-Zuwachs) von 2,5% im 2. Quartal 2018 verbleiben somit nur reale LohnzuwĂ€chse von 0,5%.

Je nachdem, wie stark die Inflationsrate ist, bleibt dem Arbeitnehmer fast nichts von seiner Lohnerhöhung. Auf dem Gehaltszettel sieht der Lohnzuwachs zwar toll aus – aber langfristig merkt man, dass man keine gestiegene Kaufkraft hat. Hier weitere aktuelle Details vom Statistischen Bundesamt:

Überdurchschnittlich hohe nominale Verdienststeigerungen gab es im Bereich Energieversorgung (+4,5 %), im Verarbeitenden Gewerbe (+4,1 %), im GrundstĂŒcks- und Wohnungswesen (+3,7 %) sowie im Bereich Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (+3,6 %). Deutlich geringer stiegen die nominalen Verdienste in der Öffentlichen Verwaltung, Verteidigung und Sozialversicherung (+0,6 %) sowie im Bereich Kunst, Unterhaltung und Erholung (+0,9 %).

WĂ€hrend der Nominallohnindex in den neuen LĂ€ndern mit +3,6 % deutlich ĂŒber dem Bundesdurchschnitt lag, fiel er im frĂŒheren Bundesgebiet mit +2,4 % leicht unterdurchschnittlich aus. Beide Landesteile unterscheiden sich allerdings deutlich im Hinblick auf das absolute Verdienstniveau. WĂ€hrend der Bruttomonatsverdienst (inklusive Sonderzahlungen) von ostdeutschen VollzeitbeschĂ€ftigten im zweiten Quartal 2018 im Schnitt bei 3 365 Euro lag, belief er sich bei westdeutschen VollzeitbeschĂ€ftigten auf 4 541 Euro.

Löhne

Die Reallöhne (also nach Abzug der Inflation) haben wir hier rot umrandet.

Löhne

3 Kommentare

3 Comments

  1. Ketzerlehrling

    20. September 2018 12:59 at 12:59

    LĂ€uft alles wie geplant.

    • Koch

      20. September 2018 13:21 at 13:21

      Wie geplant von wem?

  2. leokatz1

    20. September 2018 13:09 at 13:09

    Inflationsrate frisst ne Menge vom Zuwachs, wobei es eh nur Schönmalerei ist. Im Alltag ists Energie und Essen, eben das, was ich tĂ€glich konsumiere. Und da sind die Steigerungen viel Höher. Zudem frisst dann auch noch die Steuerprogression zusĂ€tzliches Einkommen…am Ende ists bestenfalls eine Stagnation in der Kaufkraft, denke ich.

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Vor den US-Zwischenwahlen: Warum der Vorsprung der Demokraten gerade stark abschmilzt

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am

Von Herbert Bauernebel

In zwei Wochen finden die US-Zwischenwahlen statt. Eigentlich sah es nach einer klaren Sache aus im Sinne der Demokraten. Aber der Wind hat sich gedreht. Das Rennen scheint knapp zu werden. Die Republikaner sind im Aufwind. Donald Trump nimmt diese Wahlen an als Abstimmung ĂŒber seine Politik. In folgenden Video möchte ich auch darauf eingehen, warum es Trump und den Republikanern derzeit gelingt zahlreiche WĂ€hler momentan wieder auf ihre Seite zu ziehen.

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Warum die ganze Aufregung in BrĂŒssel? Italien verabschiedet Haushalt im Rahmen der EU-Regeln

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Warum eigentlich die ganze Aufregung? Seit Wochen hört man aus BrĂŒssel Wut und Zorn, weil Italien statt bislang 0,8% neuer Schulden (in Relation zum BIP) eine deutlich höhere Neuverschuldung umsetzen möchte. Wie waren nochmal die Maastricht-Kriterien in Sachen Neuverschuldung? Richtig, bis zu 3,0% sind erlaubt. Und heute Nacht hat die Regierung in Rom ihren Haushaltsplan nun vorgestellt. Es werden wie bislang vermutet tatsĂ€chlich neue Schulden in Relation zum BIP von 2,4%.

Also, wo ist das Problem? Warum regen sich alle auf? Nur weil die VorgĂ€ngerregierung unter Gentiloni ein niedrigeres Defizit in Aussicht gestellt hatte? Jahrelang haben so ziemlich alle EU-Staaten entweder gegen die Maastricht-Kriterien bei der Neuverschuldung verstoßen, oder gegen die bei der Gesamtverschuldung, oder gleich gegen beide Kriterien. Und dass Italien dringend Maßnahmen zur Konjunktur-Ankurbelung braucht, ist unstrittig.

Und bei der Schuldenlast von 130% in Relation zum BIP… tja, man spielt in einer Liga wie Griechenland oder Japan. Die Schulden sind nun mal exorbitant hoch, aber was wĂ€re die Alternative? Totsparen? BrĂŒssel wird die 2,4% durchwinken, denn wie wollte man sie verhindern? Denn wie gesagt, sie liegen innerhalb der Maastricht-Vorgaben! Die EU-Kommission muss zum Haushaltsplan wie bei allen EU-LĂ€ndern noch sein OK geben, aber es gibt inhaltlich keinen Grund fĂŒr eine Ablehnung! Daher wird man die Sache durchwinken.

NatĂŒrlich kann man sich darĂŒber trefflich streiten, wofĂŒr in Italien diese Neuverschuldung verwendet wird. Denn ein gezieltes massives Konjunkturprogramm ist es nicht, dass hier gestartet wird. Die Gelder werden (wie bei der Wahl versprochen) zum Beispiel fĂŒr ein Grundeinkommen verwendet. Es soll in Kombination mit einer besseren Arbeitsvermittlung vor allem im SĂŒden von Italien die Lage verbessert werden.

Auch soll eine einheitliche Steuer fĂŒr SelbstĂ€ndige eingefĂŒhrt werden. Und man will es 400.000 Menschen ermöglichen frĂŒher in Rente gehen zu können. Damit will man erreichen, dass die Arbeitgeber die frei gewordenen ArbeitsplĂ€tze mit aktuell arbeitslosen jĂŒngeren Menschen besetzen, die somit nicht gezwungen wĂ€ren mangels Perspektiven auszuwandern. Insgesamt sollen die Maßnahmen 37 Milliarden Euro kosten.

Auch auf der Einnahmen-Seite will man etwas tun. So will man ĂŒber eine Steueramnestie Steuerhinterzieher dazu animieren ihre illegalen Gelder zu legalisieren. Somit soll schnell viel Extra-Geld in die Kassen kommen. Auch sollen hohe Rentenzahlungen gekĂŒrzt werden. Und, man vergesse nicht die Versprechen der Lega – auch bei Kosten fĂŒr Migranten will man massiv einsparen, in Milliardenhöhe.

Ob das alles funktioniert im Sinne einer Konjunkturbelebung? Zweifel sind angebracht!

Italien
© European Union, 2017 / Source: EC – Audiovisual Service / Photo: Mauro Bottaro

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US-Staatsverschuldung: Seit Start der Steuersenkungen Anstieg um 1,1 Billionen Dollar

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am

Seit dem Start von Donald Trumps großer Steuersenkung Anfang des Jahres ist die US-Staatsverschuldung um 1,11 Billionen Dollar gestiegen, von 20,49 auf jetzt 21,6 Billionen US-Dollar. Das war zu erwarten. Denn kurzfristig brechen durch niedrigere SteuersĂ€tze Einnahmen des Staates weg. Der Plan von Trump ist: Jetzt haben Wirtschaft und Konsumenten mehr Geld in der Tasche. Das erzeugt mittel- und langfristig mehr ökonomische AktivitĂ€t, wodurch das Steueraufkommen wieder steigt, und die aktuellen Verluste mehr als ausgeglichen werden.

Inzwischen sind 10 1/2 Monate vergangen, und noch spĂŒrt man nichts im Steuerhaushalt. Dies kann man in der tĂ€glich aktualisierten Schuldenliste des US-Finanzministeriums gut nachvollziehen. Die US-Staatsverschuldung steigt, und steigt, und steigt. Alleine in den letzten zwei Monaten sind 300 Milliarden Dollar hinzugekommen. Nimmt man das als Steigerungsrate, haben wir im Gesamtjahr 2018 einen Zuwachs von 1,8 Billionen Dollar. Aber ob ein bisschen mehr oder weniger, wen interessiert das schon?

Die Grafik zeigt den Anstieg der US-Staatsverschuldung seit Anfang 2017, wo Donald Trump sein Amt antrat. In der Mitte der Grafik liegt der Startpunkt fĂŒr die Steuersenkungen. So langsam, ein dreiviertel Jahr spĂ€ter, mĂŒssten doch mal die angeblichen Auswirkungen des Konjunktur-Stimulus wirken? Noch ist in Sachen Steuern nichts spĂŒrbar. Wenn man fair ist, so ist es natĂŒrlich noch etwas frĂŒh, weil Steuern ja immer etwas spĂ€ter reinkommen in die Staatskasse als die tatsĂ€chlichen Mehreinnahmen bei den Steuerpflichtigen.

Aber es bleibt mehr als nur zweifelhaft, dass dieser Stimulus-Effekt fĂŒr den Steuerhaushalt jemals eintreten wird – zumindest in dem erhofften Umfang. Denn historisch gesehen hat diese Art von Experiment noch nie funktioniert. Und so werden die Staatsschulden aller Voraussicht nach weiter stark ansteigen.

US-Staatsverschuldung unter Trump

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