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Die immateriellen Schäden des Handelsstreits – es ist die Psychologie!

Über den wirtschaftlichen Schaden des Handelskriegs

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Der Versuch eines größeren Überblicks

Es ist wie in einer Spirale. Beinahe im Monatsrhythmus werden Zölle erhoben, Gegenzölle errichtet und Sanktionen verschärft. „Tit for tat“, wie du mir, so ich dir. Aber sind das bereits die akkumulierten Schäden für die Volkswirtschaften, durch die Verteuerung von Waren oder der kostenintensive Umbau von Lieferketten? Wahrscheinlich nicht.

 

Wirtschaft ist Psychologie

Wirtschaft ist zu 50 Prozent Psychologie, das wusste schon der Vater unseres Wirtschaftsaufschwungs, Ludwig Erhardt. Diese zeitlose Erkenntnis sollte bei einer Fortführung des Trumpˋschen Protektionismus „America first“ mit all seinen Kollateralschäden erhebliche Folgen für die Weltwirtschaft haben. Die Gesamtrate an Zöllen, die die USA für Einfuhren in das Land erheben, ist bereits auf 4,2 Prozent gestiegen. Es gibt nur noch wenige Länder, die eine höhere Quote als die USA aufweisen und es soll noch höher gehen. Wie das ohne Inflationierung abgehen soll, kann ich mir nicht erklären!

Aber die weitaus größere Bedrohung geht von der Signalwirkung aus, die diese Handelspolitik für alle größeren Wirtschaftsplaner auf der Welt haben muss, die psychologische Seite. Gemeint ist der Einbruch im Vertrauen auf die Verlässlichkeit von Handelsbeziehungen, welches unerlässlich ist, anderenfalls könnte es zu einer Schockstarre führen und zu einem „wait and see“!

Ich habe hier in diesem Forum schon mehrfach das Beispiel von BASF genannt, kurz bevor dem Ausbruch der Finanzkrise 2008. Der damalige CEO des Chemiekonzerns, Jürgen Hambrecht, Chef eines Unternehmens, dessen Produktvielfalt wie ein Seismograf für die Weltwirtschaft anzusehen ist, sprach noch wenige Monate vor dem großen Niedergang, er spüre noch keine Bremsspuren in seinen Auftragsbüchern.

In kürzester Zeit stürzte die Wirtschaft lawinenartig nach unten, durch einen rasanten Produktionsstop und es kam zur größten Rezession seit dem 2.Weltkrieg.

Dazu noch ein aktuelles Beispiel: BMW. Der deutsche Automobilhersteller produziert seine Autos (z.B. SUVs) in Deutschland und zahlt Zölle für den Export in die USA – in Bälde eventuell höhere. Für die in China produzierten Fahrzeuge (im Werk Shenyang), wo die Fertigung für den X3 erst im letzten Jahr hochgefahren wurde, gibt es immer höhere Abgaben für den Export in die USA. Ab dem 10.Juni könnte dies auch für Autos gelten, die in Mexiko hergestellt werden, für den Verkauf in die USA. Jetzt kommt das Abgründige der ganzen Zolleskalation.

BMW hat ein Riesenwerk in Spartanburg/USA aufgebaut, von wo aus die Welt beliefert wird. Damit auch nach China, für dessen Export aber immer höhere Abgaben zu entrichten sind. Wenn aber die Produktion nicht zu 75 Prozent aus heimischer US-Produktion stammt, sind wiederum Abgaben fällig. Dazu gibt es ja noch Zölle auf Stahl und Aluminium, für die Chiptechnologie in den Fahrzeugen und, und, und. Wie wollen Verantwortliche unter diesen sich ständig extremeren Auflagen sinnvolle Investitionsentscheidungen fällen? Wenn das nicht weltweit zu Attentismus und einer Schockstarre führen wird..

 

Warum reagiert die Wall Street so träge?

Dafür gibt es ein paar Argumente. Zum einen besteht die US-Wirtschaft zu 70 Prozent aus Konsum und der floriert noch. Das Verbrauchervertrauen liegt fast auf Rekordniveau, die Löhne sind um drei Prozent auf Jahressicht gestiegen und die Arbeitslosigkeit befindet sich auf einem 50-Jahrestief. Übrigens würden diese Faktoren schon ausreichen, um einem amerikanischen Amtsträger einen gewaltigen Vorsprung für seine Wiederwahl zu bescheren – gesetzt den Fall diese Bedingungen bestünden noch in einem Jahr.

Zum zweiten stellt die US-Wirtschaft mit 80 Prozent eine Dienstleistungsgesellschaft dar, die immer noch auf hohem Niveau brummt. Abzulesen am Einkaufsmanagerindex in den USA, der gegenüber dem verarbeitenden Gewerbe mit einem Anteil von gut 18 Prozent zum BIP noch sehr dominant ist.

Bis die Produktionsseite Schlagseite bekommt und sich eine Lawine in Gang setzt. Die Anleger an den Börsen kennen diese Zusammenhänge und vertrauen auf die Stärke der heimischen Wirtschaft und auf Trump – weil sie es sich nicht vorstellen können, dass der Präsident durch sture Zollaktionen im Handelsstreit seine Chancen auf eine Wiederwahl sehenden Auges zerschießt. Erst am Donnerstag hatte er vor den Kameras wieder geprahlt, in welch gutem Zustand sich Arbeitsmarkt, Konsum und Verbrauchervertrauen befinden und wie gut sich die Löhne für Millionen Amerikaner entwickelt haben. Da werde man die Chinesen schon in die Knie zwingen. Die anderen Signale blendet er aus, wie auf anderen Gebieten auch – noch.

Noch ein Wort zur „langen Leitung der Wall Street“. Millionen Anleger preisen kursrelevante Neuigkeiten schneller ein, als es einzelne Analysten in Summa können, Zufallstreffer ausgenommen. Erklärungen für Bewegungen werden immer im Nachhinein nachgereicht.

Aktuell heißt das Folgendes. Die Verluste der Automobilindustrie durch die neuen Zölle sind für die Gesamtbewertung „noch“ untergeordnet. Ein Viertel der Gewinne an der Wall Street werden mit Finanzdienstleistungen erbracht. Allein JP Morgan hat schon eine größere Gewichtung als der gesamte US-Automobilsektor zusammen und die Bank hat im ersten Quartal erst Rekordgewinne gemeldet. Wenn es dieser Branche „ans Leder geht“, reagieren die Börsen ungleich stärker. Deshalb stürzten in der Finanzkrise 2008 auch die Indizes um 50 Prozent in die Tiefe. Wenn also die Eskalation im Handelsstreit den Dienstleistungs-, Konsum und Bankenbereich stärker tangiert, werden auch die Börsen heftiger reagieren.

 

Fazit

Die große Wende in den USA wird kommen, wenn die Verbraucher die Wirkung der Zölle in ihrem Portemonnaie spüren oder die Unternehmen im größeren Stile beginnen aus Rationalisierungsgründen Leute zu entlassen. Dann wird der Konsum leiden.

Außerdem, wenn die Börsen mindestens in eine Korrekturphase eintreten, also bei Verlusten größer als 10 Prozent. Da die Amerikaner zu 70 Prozent in irgendeiner Weise (Vermögensbildung, Altersvorsorge) am Aktienmarkt beteiligt sind, wären das bereits Verluste von über 3,5 Billionen Dollar. Eine Summe, die weit größer ist, als die Summen der Zölle oder Handelsbilanzdefizite. Bei einer Korrektur um 25 Prozent ginge es bereits um einen Wertverlust, der bereits der Hälfte des gesamten US-Bruttoinlandsprodukts entspräche.

Deshalb ist für mich die entscheidende Frage, erhebt Trump tatsächlich auch Abgaben auf die 325 Milliarden chinesischer Einfuhren im Juni und droht er der EU weiter?

Der materielle Schaden dürfte sich auch dann noch in Grenzen halten, aber der psychologische würde sich weiter potenzieren. Die großen „Muli-Nationals“ in vielen Ländern würden sich wegen unsicherer Rahmenbedingungen mit Investitionen weiter zurückhalten – die Rezession wäre wohl unausweichlich.

Ein schönes Beispiel für das derzeitige Tohuwabohu ist die US-Kamerafirma GoPro, deren Manager sich wie „Idioten“ vorkommen müssen. Aus Sorge vor weiteren Repressalien und Zöllen gegenüber China haben sie beschlossen, Teile ihrer Produktion von China nach Mexiko zu verlegen, um jetzt zu erfahren, dass ihre Produkte für die USA dort auch mit Zöllen belegt werden.

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    Jürgen

    3. Juni 2019 10:03 at 10:03

    Sie sollen ja auch nicht die Arbeitsplätze von China nach Mexiko verlagern, sondern in die USA ;-)
    Vielen Dank für den interessanten Artikel.

  2. Avatar

    Hans K

    3. Juni 2019 11:49 at 11:49

    In den USA gibt es ein Überangebot an zum Verkauf stehenden PKWs. Die Produktion von neuen PKWs für den US Markt müsste reduziert werden. Trump hofft sicher mit den Zöllen würde nur die PKW Produktion in Mexiko reduziert und die US PKW Produktion wird nicht gesenkt. Wobei Mexiko ein großer Absatzmarkt gebrauchter in den USA Produzierte PKWs ist. Mit Trumps Mexiko Zölle könnte die Mexiko Wirtschaft schwächen und weniger gebrauchte PKWs abnehmen, was die Restwerte von US PKWs sinken lässt und damit PKW Leasing und Finanzierung teurer machen. Die Deutschen Autokonzerne dürften auch zu große Fertigungskapazitäten in Mexiko aufgebaut haben. Vermutlich auch, damit der Deutsche Maschinenbau fette Aufträge bekommen konnte. Da zittern noch mehr Branchen hier.

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      Shong09

      3. Juni 2019 12:44 at 12:44

      Die Deutschen Autobauer haben sicherlich nicht zu Liebe von Maschinenbauern ihre Werke überdimensioniert. Eher im Vertrauen auf ein immer weiter so beim Wachstum des Autoabsatzes respektive Marktanteils. Die Rechtfertigung ungenügender Kapazitäten vor dem Aktionär ist sicherlich auch schwieriger als „das konnten wir doch nicht ahnen“.
      Wie man bei Bayer aber sieht, brauchst den Manager sowieso nicht zu interessieren. Mit einigen Führungskräften bei Bayer habe ich Kontakt, und diese waren vor ca. 1 Jahr blindlings für die Übernahme und nach dem Prozessfiasko immer noch. Nicht wenige sind aber mit einem goldenem Handschlag in den Ruhestand eingetreten. Kann einem als AN eigl auch nichts besseres passieren. Vorbehaltlich, man hat für sich selbst ein reines Gewissen

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Coronakrise und der Notenbank-Sozialismus! Marktgeflüster (Video)

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Die Coronakrise wird weltweit immense wirtschaftliche Verwerfungen bringen – eine Erholung davon wird viele Jahre dauern. Die Märkte aber träumen von einer V-Erholung der Wirtschaft nach der Coronakrise, aber das wird so kaum möglich sein, trotz des Liquiditäts-Tsunamis, den Notenbanken und Regierungen in Wirtschaft und Finanzmärkte pumpen. Vielmehr werden Millionen von Menschen nicht mehr in ihren Job zurück kehren und in den nächsten Jahren von den Staaten bzw. Notenbanken alimentiert werden: eine Art Notenbank-Sozialismus. Bereits jetzt sehen wir viele Elemente dieses Notenbanken-Sozialismus, auch in Deutschland. Die Aktienmärkte heute mit einer Rally – können sie die Gewinne heute ins Ziel retten, anders als gestern?

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Rüdiger Born: Trigger im Dow?

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Auf dem Weg nach oben im Dow könnte man nach Einstiegs-Triggern suchen. Das schaue ich mir im folgenden Video direkt am Chart an. Der zweite ganz große Abrutscher in den Indizes könnte danach noch folgen. Wollen Sie abgesehen von meinen täglichen Analysen im Trade des Tages noch viel mehr und vor allem aktuellere Trading-News von mir erhalten, auch aufs Handy? Nutzen Sie dazu gerne meinen neuen Service „Trade to Go“ (einfach hier anmelden). Auch dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei!

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Dax: Die Stimmung ist noch zu gut, der Ausverkauf fehlt noch immer

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Wir erleben beim Dax gerade eine Bärenmarktrally, die für viel Kopfschütteln sorgt, angesichts der desaströsen Wirtschaftszahlen. Da könnte es von Interesse sein, auf die so genannten Sentimentindikatoren zu blicken. Aus denen schlussfolgern Experten weiterhin einen nochmaligen Ausverkauf, wie auch die letzte Umfrage des Handelsblatts zeigt.

Das Fazit der Umfrage zum Dax

Der Leiter der Analysehauses AnimusX, der die wöchentliche Umfrage unter Lesern des Handelsblatts auswertet, bleibt bei seinem Ergebnis der Vorwoche.

Stephan Heibel: „Wenn Sie Positionen in Ihrem Portfolio haben, mit denen Sie eine weitere Ausverkaufswelle vermutlich nervlich nicht durchstehen würden, dann sollen Sie sich davon trennen.“

Er erwartet also trotz einer Abflachung der Infektionskurve von Covid-19 und der Bärenmarktrally weiterhin einen zweiten Rückschlag. Ein Ende der Kursverluste sei noch nicht in Sicht. Profianleger haben sich zu Wochenbeginn auf eine neue Verkaufswelle eingestellt. Auch die Privaten hat etwas der Mut verlassen. Ist man da am Montag und Dienstag etwas den Kursen hinterher gesprungen?

Wann könnte ein Boden beim Dax erreicht sein?

Dieser Boden ist laut dem Sentimentexperten Heibel beim Dax deshalb noch nicht gegeben, weil es noch zu viele Anleger gibt, die noch auf die Gelegenheit warten, ihre Positionen zu höheren Kursen abzustoßen.

Der Einbruch wird seiner Ansicht nach nicht durch steigendes Kaufinteresse geweckt, sondern durch eine Kapitulationsphase.

Derzeit gibt es für Heibel zwei Szenarien:

Einmal das positive durch sehr gute Nachrichten von der Infektionsfront (Behandlungsmethode gegen Covid-19 oder starke Eindämmung der Infektionszahlen). Dann könnten die Verkaufswilligen aus ihren Positionen aussteigen, gleichzeitig wäre genug Kaufinteresse vorhanden durch den neuen Optimismus.

Beim zweiten Szenario müssten diejenigen, die noch auf Positionen sitzen die Nerven verlieren und in einer Abwärtsbewegung ihre Aktien auf den Markt werfen. Bei negativen Nachrichten und einem Fall unter 9000 beim Dax – der aus der Sicht des Dienstag Nachmittag schon irgendwie in große Ferne gerückt ist. Ein zweiter Ausverkauf eben, bei dem nicht die Käufer über die Bodenbildung entscheiden, sondern die Verkäufer, die ihre Aktien einfach nur los haben wollen. Für Heibel wäre das der nochmalige Rutsch in Richtung 8000. Dies sollte aber bei geringen Umsätzen geschehen, anschließend könnten die ersten Mutigen bei wenig Volumen die Kurse in die Höhe treiben. Andere Anleger, die sich tiefe Kurse zum Einstieg gewünscht haben, kämen zu spät, weil das alles sehr schnell vonstatten geht, so die Erfahrung des Sentimentspezialisten.

Die Erwartungen der Anleger

Bisher war der Zukunftsoptimismus der Anleger einfach noch zu hoch. Er ist seit der Vorwoche von einem sehr hohen Wert von 4,1 auf nur noch 1,8 Punkte gefallen. Aber auch dieser Wert ist noch zu hoch, um die bisherige Abverkaufsphase zu beenden. Dafür müsse man noch etwas warten.

Erst dann, wenn der Zukunftsoptimismus extreme Negativwerte bei der Umfrage zeigt, sei mit dem finalen Ausverkauf zu rechnen.

Aus der aktuellen Umfrage zeigt sich weiter Folgendes:

Die Panik der ersten Ausverkaufswelle ist dank der Stabilisierung beim Dax in der vergangenen Woche mit nur leichten Verlusten vorbei. Die Stimmungslage ist nur noch depressiv, mit einem Sentimentwert von minus 4,6 im Vergleich zur Vorwoche von minus 7 bis minus 8.

Auch hat die letzte Verunsicherung der Anlegern stark nachgelassen, mit einem Wert von minus 2,6. Denn damit fühlen sich diejenigen bestätigt, die noch nicht verkauft haben. Erstaunlich: Von seinem Tief bei 8255 Punkten ist der Dax mittlerweile schon wieder fast 25 Prozent gestiegen, eigentlich schon wieder ein kleiner Bullenmarkt.

Was die Investitionsbereitschaft angeht, wollen immer noch viele (> 25 Prozent) in den kommenden zwei Wochen nachkaufen.

Das Euwax-Sentiment der Börse Stuttgart für Privatanleger stand zu Wochenbeginn weiterhin im neutralen Bereich mit relativ ausgeglichenen Long- und Short-Investitionen. Die Fehlspekulation auf steigende Kurse zu Beginn der Coronakrise hat man inzwischen aufgelöst.

Die Professionellen, die sich Mitte Februar gegen fallende Kurse abgesichert hatten, haben weiter aufgestockt: Das Put/Call-Verhältnis an der Frankfurter Terminbörse Eurex ist auf einen Wert von über zwei gestiegen.

Und was machen die Amis?

In den USA hatten sich bestimmte Anlegerkreise schon in den Vorwochen abgesichert, das Put/Call-Ratio der CBOE ging zu Wochenstart wieder leicht zurück.

Aber die Aktienquote der US-Fondsmanager stand auf niedrigem Niveau. Mit 24 Prozent war sie niedriger als in der Vorwoche, mit nur noch 26 Prozent im Mittel. Dies dürfte sich nach dem Riesensprung von Montag und noch bis Dienstag Nachmittag geändert haben. Beim Anstieg von 10 Prozent der Indizes innerhalb von 30 Stunden muss der ein oder andere Fonds wieder in Aktien angelegt haben. Das Bull/Bear-Ratio der US-Privatanleger zeigte mit einem Wert von minus 15 weiterhin eine klare bearishe Tendenz an. Der technische „Fear&Greed-Index“ der US-Aktienmärkte ist trotz des aktuellen Kursanstiegs von Freitag bis gestern auch nur von 22 auf 26 gestiegen und befindet sich weiterhin im Bereich der großen Angst.

Fazit

Die Umfrage von AnimusX ist zwar schon über zwei Tage alt – und das will in den jetzigen bewegten Zeiten mit einem Volatilitätsindex (VIX) von 40 bis 83 in den USA schon etwas heißen. Dennoch wäre es schon extrem ungewöhnlich, wenn es nach dem schnellsten Börsen-Ausverkauf aller Zeiten so V-förmig beim Dax wieder nach oben ginge. Trotz der „tsunamiartigen“ Geldflut sollte man vorsichtshalber doch von so etwas wie einem W ausgehen. Das jedenfalls legt zumindest die Sentiment-Auswertung nahe.

Für eine Trenwende beim Dax ist die Stimmung noch viel zu optimistisch

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