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Die Inflation frißt ihre Kinder – Fed, Boom und Bust! Videoausblick

Erst hat die Fed versucht, die Inflation anzuheizen und die Wirtschaft aus der Rezession zu bringen – nun versucht sie, die Inflation in den Griff zu kriegen und wird dabei die Wirtschaft in die Rezession bringen! Das ist kurz formuliert eine Zusammenfassung der letzten zwei Jahre Geldpolitik der Fed in all ihrer Absurdität! Die hohe Inflation wiederum wirkt dämpfend auf die Nachfrage – nichts hilft mehr gegen hohe Preise als hohe Preise! Wenn die Wirtschaft aufgrund stark sinkender Nachfrage in der Rezession ist, wird die Inflation daher zurück gehen – was wiederum dann bedeutet, dass die Fed die Zinsen weniger stark anhebt als derzeit von den Märkten erwartet (die Fed Fund Futures preisen zehn Zinsanhebungen in 2022 ein!)..

Hinweise aus Video:

1. Warren Buffett geht „all-in“: Berkshire Hathaway mit größtem Zukauf seit einem Jahrzehnt

2. Goldpreis fällt – US-Rendite über 3 Prozent – Experte mit klarer Aussage



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17 Kommentare

  1. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Es gibt verschiedene Wege die Inflation zu bekämpfen. Die erste Möglichkeit, die Inflation immer im Zielband von unter zwei Prozent zu halten, die Zweite, die Inflation mit einer Rezession zu bekämpfen, die Dritte die Inflation mit einer Stagflation zu bekämpfen und die Vierte die Inflation mit einer Depression zu bekämpfen.

    Je nachdem wie wie weit wir vom Zielband zwei Prozent entfernt sind, müssen die Maßnahmen ausfallen.

    Wir hatten eine Depression in den Jahren 29 – 33,eine Stagflation in den Jahren 73 bis 81,eine Rezession in den Jahren 00 – 03 und 07 bis 09.
    Heute haben wir Grundvoraussetzungen für eine Depression. Wir haben Leitzinsen von 0,25 bis 0,5 Prozent bei einer Inflation von 8,5 Prozent.
    Im idealsten Fall hätten wir heute Leitzinsen von zwei Prozent bei einer Inflation von zwei Prozent. Dann hätten wir eine Inflation die weder bremst noch wächst und Leitzinsen ex aequo.
    Im Falle einer Rezession hätten wir eine Inflation von über zwei Prozent und Leitzinsen knapp darüber um die Inflation zu bekämpfen,
    Im Falle einer Stagflation hätten wir Leitzinsen von über 4 Prozent bei einer Inflation von 6 Prozent und im Falle einer Depression haben wir genau das was wir heute haben, eine Inflation von 8,5 Prozent und Leitzinsen von 0,25 bis 0,5 Prozent.
    Dazu eine Bilanzsumme in Höhe von knapp 9 000 Milliarden US-DOLLAR mit Tendenz steil nach unten um die Inflation wirkungsvoll bekämpfen zu können.
    Bei einer Inflation von 8,5 Prozent ist das neutrale Zinsniveau erst bei 7 Prozent erreicht, wenn die Bilanzsumme gleichzeitig um den Faktor 4 schrumpft, ansonsten müssten die Zinsen deutlich darüber liegen.
    Die Ursache der Krise liegen im ungedecktem Papiergeldsystem der weltweit führenden Notenbanken nach dem Zusammenbruch des Bretton Woods System in den frühen Siebziger Jahren.
    Der Anstieg der Schuldenquote korreliert signifikant mit dem Ende der Goldpreisbindung an den Dollar,genau wie im Kaiserreich bis 1914.
    Das ungebremste Geld drucken im ungedecktem Papiergeldsystem nahm seinen Anfang im Zuge der Lehman Pleite nach 2008.
    Damals stieg die Geldmenge der weltweit führenden Notenbanken um den Faktor 16. Normal ist aber der Faktor 10,selbst in Krisenzeiten.
    Die Geldmenge wurde auch noch nach Beendigung der Krise erhöht, QE 4 der USA aber September 2012 in Höhe von 3 Billionen US-DOLLAR und QE 5 im Zuge des Corona Crashs.
    Somit stieg die Geldmenge der FED auf fast 10 Billionen US-DOLLAR, gleichzeitig kreditierte die Finanzwirtschaft die Industrie und Wallstreet“ bis zum Erbrechen.“ O Ton Marc Faber im September 12 nach Bekanntgabe QE 4 Fed Programm.
    Das ungebremste Schulden machen erreichte in den Jahren nach 2000 immer neue Höhen. Lag die Gesamtverschuldung der USA Wirtschaft zur Jahrtausendwende noch bei knapp 25 Billionen US-DOLLAR so sind es heuer fast 100.
    Die gesamte Wirtschaft der USA funktioniert nur noch auf Pump. Die US Wirtschaft ist nicht mehr in der Lage die Wertsteigerungen aus Gewinnen zu finanzieren, sie müssen Schulden machen, die dann immer neue Schulden bedingen.
    Es ist im Wesentlichen das „System Becker“ das jetzt Schule macht. Schulden folgen auf Schulden.
    Die Inflation ist im Wesentlichen auf das ungedeckte Papiergeldsystem zurückzuführen. Im gedeckem Goldsystem ala Bretton Woods oder der kaiserlichen Golddeckung bis 1914 sind explodierende Schulden von Beginn an ausgeschlossen.
    Diese Geldruckorgie erreichte zunächst nur die Finanzmärkte, dann die Immobilienmärkte und zum Schluss die Realwirtschaft.
    Würde die Fed die Zinsen nur auf das kolportierte Niveau von 3,5 Prozent anheben, würde die Blase platzen nicht platzen und die Inflation weiter steigen.
    Das ist solange kein Problem wie die Inflation nicht über 4 Prozent liegt, dannach verstetigt sich die Inflation auf hohem Niveau.
    Das neutrale Niveau liegt jetzt bei 7 Prozent aber nur wenn die FED die Bilanzsumme um den Faktor vier reduziert, dass heißt das die Bilanzsumme um 25 Prozent pro Jahr schrumpfen muss.
    Nach meiner bescheidenen Meinung wird die Inflation bis zum Jahresende zweistellig, weil die FED nicht in der Lage und nicht Willens ist, die Inflation wirkungsvoll zu bekämpfen.
    Dann wird die US Wirtschaft von sich aus in eine schwere Rezession gleiten, erste Indikatoren sind schon ablesbar.
    Nach meiner bescheidenen Meinung wird der Leitzins der FED nur 2,5 bis 3 Prozent zum Jahresende liegen und die Inflation bei 13 Prozent, also so hoch wie bevor ein gewisser Paul Volcker FED Chef wurde.
    Nur das der gestorben ist, dass ist das Problem…

    1. Die ganze historische Zusammenfassung, Darstellung der Tatsachen und Orakelei der Zukunft ist interessant, aber letztlich sinnlos. Ihr im supertollen Freien Westen aufgewachsenen versteht das System Sozialismus in Kooperation mit mind control, Überwachung und framing nicht mal ansatzweise. Sorry es ist offensichtlich!
      Der Markt ist außer kraft gesetzt. Das ging mit dem Subventionierungswahn los und endet irgendwann mit Massenverhaftungen. Die Coronamaßnahmen sind ein super Beispiel (Bewegungseinschränkung auf 15 km Ümkreis- habt Ihr alle schon wieder vergessen nicht wahr, oder schaut nach Australien was da verboten war- da redet bei uns keine Sau mehr davon).
      Ich befürchte, dass wir uns noch sehr wundern werden, was Platitüden und Aktionismus der Notenbanker und Regierenden angeht. Die retten das kaputte System auf dem Buckel der sogenanntren Mittelschicht, bis der Michel endlich aufwacht und dem Spuk ein Ende macht.
      Also für mich wird es spannend zu sehen, wie die Börse auf Überregulation und Freiheitseinschränkungen reagiert.
      Optimismus entsteht meist aus einem Mangel an Information. Heutzutage ist aber alles möglich, sogar ein Atomschlag wird kalkuliert (Baerbock im Bundestag- was soll man dazu noch sagen!) und Männer werden demnächst wohl Kinder kriegen (außer in Ungarn- dafür gibts auch kein Geld von der EU).
      Meine Tips zum Schluß: denkt das Unmögliche, folgt dem Geld, Infos aus allen Quellen beziehen, standhaft, wahrhaft und wehrhaft bleiben (denn das Narrenschiff sinkt zwar langsamer als viele orakeln-aber es sinkt) und wie ich von Fugi übernommen habe, schaut was Sie tun, nicht was Sie sagen!
      Grüße aus dem Märchenland und weiterhin viel Erfolg!

    2. @Schaarschmidt – Im Prinzip ist das Notenbankgeld nicht ungedeckt, nur wird dieses durch „Werte“ gedeckt, die möglicherweise kaum einen Wert haben… Viele Notenbanken haben sich z.B. mit Staatsanleihen vollgesogen, aber was sollen die schon Wert sein, wenn der jeweilige Staat massiv überschuldet ist und kurz vor der Staatspleite steht (wie z.B. Griechenland oder Italien).

  2. Den oberen 3% – 50% der Vermögenswerte wegnehmen und „verkaufen“ oder „auflösen“ und Schuldenscheine die diese 3% besitzen neutralisieren.

    Wer traut sich?

    Wir können eines tun, Förderung von Genossenschaften, mehr Eigentum für alle. Alles was man zum Leben braucht in Gemeinwohl überführen bzw. mit mindestens 75% Anteil – Energie, ÖPNV, Wasser, Abwasser, Lebensmittelhandel, Landwirtschaft.
    Freizeit, Fliegen, Tourismus, Rechnentechnik etc. bis 100% privat

  3. Zinseszins ist ein großes Problem, insofern sind niedrige Zinsen OK. Geld mit Geld machen ist eigentlich asozial.

    Geld durch eine Unternehmung verdienen ist sinnvoll, wer reich werden möchte muss gut arbeiten, hohe Bildung haben oder als Unternehmer gute Ideen, ein funktionierendes Geschäftsmodell und motivierte Mitarbeiter.

    Es gab sogar mal die Idee das Erben bis auf einen Freibetrag ( Geld + Immobilien + Aktien etc, ) zu verbieten. Wenn man länger darüber nachdenkt ist eine sinnvolle Idee.

  4. Das permabullische Börsenvolk hat Mühe das Ende des Geldmärchens zu akzeptieren.So wird der Herr von FORMATIONSTRADER jetzt kritisiert weil er ein Bär geworden ist.Für viele seiner Jünger kommt seine Vorsicht vielleicht zu spät.Erstaunlich ,dass er trotzdem noch einen Giftpfeil gegen Herr Fugmann schiesst und ihn unberechtigt als Permabär bezeichnet, ist er doch eher ein Realitätsbär.
    Googeln: – Aktien- Populistischer Crash Prophet-

    1. @Altbär, hat der Formationstrader gegen mich geschossen? Würde mich interessieren, wenn Sie einen Link dazu hätten :)

      1. Nichts heilt hohe Preise so gut wie hohe Preise es sei denn man befürchtet, dass die hohen Preise bald noch viel höher seien werden😉

        1. Ergänzung

          …. dann werden höhere Löhne oder Almosen von den Konsumenten verlangt um die höheren Preise weiterhin bezahlen zu können. Die Inflation betrifft ja leider auch lebensnotwendige Güter und nicht nur Vermögenswerte.
          Würden die Unternehmen einfach die Preise aufgrund niedriger Nachfrage senken, dann könnten sie diese bald besser garnicht erst produzieren, da sie aufgrund der hohen Erzeugerpreise draufzahlen müssten und ggfls. insolvent gehen oder keine Gewinne erzielen… Aber einfach nicht produzieren geht bei lebensnotwendigen Gütern nicht.

          Also werden doch zumindest die Vermögenspreise durch hohe Preise sinken….. Immobilien, Aktien und vielleicht i phones 😋

          1. IPhones werden nicht billiger – never ever
            🤣🤣🤣

            eher teuerer wenn weniger verkauft werden

            und der Aktienkurs wird mit Aktienrückkäufen im fast dreistelligen Mrd USD Bereich oben gehalten

    2. @Altbär, danke, ich habe es gefunden ..

  5. Er hat sie gerühmt aber aber trotzdem als Permabär bezeichnet.
    Video, FORMATIONSTRADER- Aktien, populistischer Crash Prophet

    1. na gerühmt hat er mich nicht :) Aber kann ich gut leben damit! Liebe Grüsse!

    2. FORMATIONSTRADER – das klingt so militärisch

      Achtung Trader Stillgesessen, Augen gerade aus, Konto öffnen, Kauforder ausführen, Rühren

  6. Kannte den bisher nicht, hab ma kurz reingeschaut, bin lieber wieder hier :-)

  7. Immerhin hat der gute Herr Doktor anscheinend das tödliche Spiel der Notenbanken damals nicht kritisiert ( d.h.für gut befunden) und schon früher die WARNER als Crash Propheten verhöhnt.Wer braucht denn Analysten, die nach Kurseinbrüchen von 10 bis 40% FAANG) bärisch werden . Es braucht mehr Fugmänner die 10Sekunden vor der Wende bärisch sind!
    Populistischer Crash Prophet passt gut, es braucht Leute ,die das naive Permabullenvolk vor Schaden bewahrt.

  8. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Ein Beispiel soll das verdeutlichen: Wir schreiben das 1919.Im Friedensvertrag von Versailles wird Deutschland zu zahlreichen Reparationen verpflichtet,
    Unter anderem zur Zahlung von 925 Milliarden Goldmark. Die Alliierten waren nicht dumm, die wollten keine Papiermark die es auch gab es gab ja auch im Kaiserreich Papiergeld sondern Goldmark also Münzen oder die entsprechenden Barren. O.K….?
    Wissen Sie wieviel Gramm Gold damals eine Münze enthielt? 7,17 Gramm für 20 Goldmark.
    Das bedeutet Deutschland musste damals 313 Millionen Kilogramm Gold als Reparationen bezahlen. 313 Millionen Kilogramm Gold!
    Das waren mehr als das Doppelte was in den Tresoren der Reichsbank lag. Mehr als das Doppelte.
    Die deutsche Reichsmark war damals bis zum Sommer 14 zu 33,33 Prozent mit Gold gedeckt.
    Durch die Reparationen und die Kriegsanleihen war aber keine Golddeckung mehr übrig. Im Gegensatz zu anderen Notenbanken wie das britische Pfund oder der amerikanische Dollar .
    Das war der eigentliche Grund für die Hyperinflation der Zwanziger bis 23.Die fehlende Golddeckung.
    Kurs eine Reichsmark zum Dollar 1914 : 4 : 1,1923 23 Billionen zu eins.
    Die Alliierten wussten genau was tun, als sie die nicht unendlich vermarbare Goldmark verlangten und nicht die vermehrbare Papiermark.
    Sie können sich ja mal an den heutigen Goldmark- Kursen ausrechnen, was 925 Milliarden Goldmark heute in EUR wert sind…!

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