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Die Inflation ist da – Rekorde bei Vermögenspreisen – hier die Gründe

Brennender Euro-Geldschein als Symbol für Inflation

Ja kommt sie denn, die Inflation? EZB und Fed betonten zuletzt, dass zwar kurzfristig die Verbraucherpreise spürbar ansteigen könnten (in Deutschland sogar auf 4 Prozent). Dies seien aber nur kurzfristige Effekte – von daher könne man sein Geldpolitik noch nicht anpassen (FMW: Welch ein Wunder…). Das Wort Inflation ist offiziell an die Verbraucherpreise gekoppelt. Dass die Inflation aber in vielen anderen Bereichen längst da ist, zeigen einerseits explodierende Erzeugerpreise (erst letzte Woche für Deutschland vermeldet mit stärksten Anstieg seit 10 Jahren).

Inflation bei Vermögenspreisen auf Rekordhoch

Aber auch die Vermögenspreise steigen immer weiter an, und zwar mit Rekord-Steigerungsraten laut dem Vermögenspreisindex vom Flossbach von Storch Research Institute. Die Experten melden aktuell, dass zum Ende des ersten Quartals 2021 die Preise für das Vermögen, das sich in Besitz privater deutscher Haushalte befindet, um +11,9 Prozent im Jahresvergleich gestiegen ist – ein Rekordwert seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2005.

Wie es sein kann, dass in der Coronakrise die Inflation bei Vermögenspreisen so sehr grassiert? Das Flossbach von Storch Research Institute erwähnt, dass über fast alle Vermögenskategorien hinweg fiskalpolitische Maßnahmen wie Überbrückungshilfen und Konjunkturpakete die Vermögenspreise gestützt hätten. Zum anderen hätten geldpolitische Maßnahmen der EZB die Nachfrage nach Vermögensgütern ansteigen lassen. Auch eine vorweggenommene Erholung der Konjunktur beflügle die Inflation der Vermögenspreise.

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Und ebenfalls sei der Rekordanstieg bei den Vermögenspreisen auf einen Basiseffekt zurückzuführen. Im ersten Quartal 2020 fielen die Vermögenspreise um -2,7 Prozent gegenüber dem Vorquartal und stiegen danach wieder an. Aber auch wenn man den Basiseffekt bereinigt, indem man als Bezugsgröße den Durchschnitt der Quartale Q4- 2019 bis Q2-2020 nutzt, betrage der Anstieg der Vermögenspreise immer noch +9,7 Prozent, welches ebenfalls der größte Wert der Zeitreihe wäre, so Flossbach von Storch Research Institute.

Inflation der Vermögenspreise im Chart



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