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Die Inflation ist da und bleibt!

Marc Friedrich

„Die Menschen müssen verstehen, dass man nicht ein wenig Inflation haben kann – weil ein wenig Inflation immer zu mehr Inflation führt und höhere Inflation unweigerlich zu noch höherer Inflation.“
Friedrich von Hayek

Anscheinend hat Hayek recht. Denn seit Monaten steigt sie immer weiter. Die Inflation hat in Deutschland mit 3,9 Prozent im August ein 28 Jahreshoch erreicht. Im September wurde dies sogar nochmals mit 4,1 Prozent getoppt und auch im Oktober ist die Inflationsrate nochmals kräftig angestiegen auf 4,5 Prozent. Auch in der Eurozone ist die Inflation weiter auf dem Vormarsch: Sie stieg von 2,2 Prozent auf 4,1 Prozent zuletzt. Noch stärker hat die Inflation in den USA zugelegt: 5,4 Prozent!

Gründe gibt es viele: die anziehende Nachfrage und Nachholeffekte, die gestörten Lieferketten, Deglobalisierung sowie das viele Geld, dass die Staaten mit Konjunkturprogrammen und die Notenbanken mit der Druckerpresse über den Volkswirtschaften kräftig ausschütten.

Von offizieller Seite werden fleißig verbale Beruhigungspillen verteilt. Ökonomen wie Marcel Fratzscher und natürlich die EZB, um die nicht demokratisch gewählte und wegen Geldwäsche vorbestrafte EZB-Präsidentin Christine Lagarde, werden nicht Müde den Menschen einzutrichtern, dass dies lediglich ein temporäres, kurzfristiges Ereignis ist. Man solle keine Angst haben und alles andere wäre reine Panikmache. Als die Inflation weiter gestiegen ist, hat man das Narrativ geändert und feiert die Inflation als was gutes: Die notwendige grüne Inflation. Zuletzt hat Lagarde dann ihre Meinung doch ändern müssen, da die Inflation in der Eurozone auf ein neues Hoch gestiegen ist von 4,1 Prozent.

„Man kann einen Teil des Volkes die ganze Zeit täuschen und das ganze Volk für einen Teil der Zeit. Aber man kann nicht das gesamte Volk über die ganze Zeit hinweg täuschen.“
Abraham Lincoln

Gerne wird in Deutschland der Mehrwertsteuereffekt als Grund angeführt. Im Zuge der Corona-Krise hatte die Bundesregierung als eine Maßnahme die Absenkung der Mehrwertsteuer von 19 Prozent auf 16 Prozent bzw. von 7 Prozent auf 5 Prozent durchgeführt. Nun wurde diese wieder rückgängig gemacht und aus diesem Anpassungsprozess steige die Inflation kurzfristig. Interessant ist aber, dass Länder die keine Steuern gesenkt haben, ebenfalls 3,4 oder gar 5 Prozent Inflation nun vermelden.

Ich habe in meinem aktuellen Bestseller die Inflation in Aussicht gestellt sowie schon im März in einem Video davor gewarnt und wurde belächelt. Dabei war diese Prognose ein „no brainer“. Denn wie auch die Bank of England festgestellt hat: In den letzten 800 Jahren kam ein Jahr nach dem Beginn einer Pandemie immer eine Inflation!

Ich gehe davon aus, dass die angespannten Lieferketten mindestens bis Ende 2022 anhalten werden, wenn nicht sogar länger wenn es weitere Lockdowns geben sollte. Selbstverständlich werden die Staaten weiter Schulden machen und parallel haben sich die Notenbanken in eine ausweglose Sackgasse manövriert aus der sie nicht mehr rauskommen. Sie müssen, um das fragile Kartenhaus weiterhin zu stabilisieren die Zinsen im Keller belassen und Geld ins System pumpen. Würde man das eine oder beides ändern, wäre Ende Gelände. Das mickrige Wirtschaftswachstum würde kollabieren, die Schulden explodieren, Zombieunternehmen und Zombiestaaten kippen und die Börse deutlich korrigieren. All das will man weder bei der FED noch bei der EZB.

Die Europäische Zentralbank betont immer wieder, dass die Wahrung der „Preisniveaustabilität“ ihr oberstes Ziel und ihr wichtigster Auftrag ist. Hierfür strebt sie eine Inflationsrate von 2 Prozent pro Jahr an. Für mich ist dies seit jeher paradox, denn das bedeutet nichts anderes, als dass wir alle jedes Jahr effektiv 2 Prozent Kaufkraft verlieren.

Grafik zeigt Auswirkungen von Inflation

Bei einer jährlichen Inflation von 2 Prozent verliert man nach 35 Jahren die Hälfte seiner Kaufkraft. Wenn die Inflation nur um einen Prozentpunkt auf 3 Prozent steigt, ist man schon nach 24 Jahren die Hälfte seiner Kaufkraft los. Wenn wir dauerhaft bei 4 Prozent bleiben sollen, kann sich jeder ausmalen wohin die Reise geht.

In unserem falsch gestrickten Schuldgeldsystem wird die Enteignung der Bürger kontinuierlich weitergehen und die Gesellschaft immer weiter gespalten. Seit Einführung des Euros 2001 ist die offizielle Entwertung unseres Geldes bei fast 30 Prozent. Die wahre Inflation ist natürlich weitaus höher. Das wissen wir alle intuitiv.

Steigt die Geldmenge gleich schnell wie das Wirtschaftswachstum eines Landes, ist alles im Lot und es herrscht theoretisch keine Geldentwertung, da allem neuen Geld auch neue Wirtschaftsgüter (Waren oder Dienstleistungen) gegenüberstehen. Steigt jedoch die umlaufende Geldmenge stärker als das Angebot an neuen Wirtschaftsgütern, verteilt sich mehr Geld auf die vorhandenen Waren und Dienstleistungen, deren Preise dann früher oder später steigen. Die Inflation ist also direkt abhängig von der Ausweitung der Geldmenge. Die Gleichung lautet:

Wahre Inflation = Geldmengenwachstum (M3) abzüglich Wirtschaftswachstum (BIP)

Diese Gleichung geht auf die Quantitätstheorie des schottischen Philosophen und Ökonomen David Hume (1711–1776) zurück. Für das beste Ergebnis nimmt man die Geldmenge M3. In der Geldmenge M3 sind alle Arten des Geldes enthalten (M1 und M2), wie das folgende Schaubild aufzeigt:

Grafik zeigt Berechnung der tatsächlichen Inflation

Seit Einführung des Euro im Jahr 2001 haben wir bis 2020 offiziell schon 28,2 Prozent an Kaufkraft verloren. Inoffiziell ist es weit mehr, nämlich 87,53 Prozent! Und diese Zahlen sind vor der steigenden Inflation 2021! Jetzt liegen wir definitiv über 90 Prozent!

Fakt ist: Wir alle werden durch die Inflation still und leise enteignet, denn wir verlieren Kaufkraft. Wir können für unser hart erarbeitetes Geld immer weniger erwerben, da der Euro stetig an Wert verliert. Die Inflation spiegelt sich in den steigenden Assetpreisen wie Immobilien, Aktien, Kunst, Oldtimer und vor allem Bitcoin. Diese sind zuletzt rasant gestiegen. Gegenüber Bitcoin ist der Euro und alle anderen Papierwährungen sogar schon in der Hyperinflation.

Aus diesem Grund war es noch nie wichtiger seine Kaufkraft vor der Inflation zu schützen. Geld auf dem Konto macht keinen Sinn, nicht nur wegen der Inflation die an der Kaufkraft knabbert, sondern auch wegen der seit 2016 andauernden Nullzinsphase der EZB und dem Risiko der Enteignung durch das SAG Gesetz. Nicht desto trotz liegen fast 3 Billionen Euro auf der hohen Kante deutsche Sparer. Die Flucht ins Betongold ist auch nicht mehr ratsam, das die Preise in vielen Bereichen schon im Blasenmodus sind und in anderen Städten auch schon recht ambitioniert sind.

Solange die Staaten weiterhin unlimitiert Schulden machen und die Notenbank unlimitiert Geld druckt, müssen Sie genau das Gegenteil machen als eine Art Lebensversicherung für Ihre Kaufkraft. Sie müssen in durch die Natur und durch die Mathematik limitierte Werte investieren. Diese sind die altbewährten Wertspeicher wie Gold, Silber, Diamanten aber auch Rohstoffe und Aktien und das neue digitale Gold Bitcoin. In meinem neuen Buch und auf meinem YouTube Kanal gibt es hierzu viele wertvolle Tipps. Beginnen Sie jetzt! Denn die Inflation wird nicht durch ein Weihnachtswunder verschwinden auch wenn Lagarde und Co sich das sehnlichst wünschen.

Marc Friedrich ist sechsfacher Bestsellerautor, Finanzexperte, gefragter Redner, Vordenker, Freigeist und Gründer der Honorarberatung Friedrich Vermögenssicherung GmbH für Privatpersonen und Unternehmen.

Sein neuer Bestseller: Die größte Chance aller Zeiten – Was wir jetzt aus der Krise lernen müssen und wie Sie vom größten Vermögenstransfer der Menschheit profitieren

Mehr Informationen unter https://friedrich-partner.de sowie bei YouTube: https://www.youtube.com/MarcFriedrich7

Twitter und Instagram:: @marcfriedrich7



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6 Kommentare

  1. leider werden in dem Artikel Inflation und Kaufkraftverlust gleichgesetzt, was nicht stimmt. Bei 100% Inflation hat man einen Kaufkraftverlust von 50%. Wenn Waren doppelt so teuer geworden sind, ist das Geld halb soviel wert. Übrigens muss bei korrekter Berechnung der Gesamtinflation der Zinseszinseffekt berücksichtigt werden und nicht einfach die jährlichen Inflationsraten addiert werden.

  2. Genial. Danke Herr Friedrich

  3. Ach ja, wahrscheinlich hat Friedrich schon die nächsten Bücher in der Pipeline:

    1. Die Krise komm jetzt.
    2. Jetzt kommt die Krise aber wirklich.
    3. Die Krise ist praktisch schon da.
    4. Übermorgen sind wir alle arm.
    5. Morgen sind wir alle arm.
    6. Wir sind schon alle arm. haben es aber noch nicht gemerkt.

    Und die „Definition“, die Friedrich hier für Inflation verwendet ist schlicht, ich muss es so hart ausdrücken, vollkommener Schwachsinn. Ökonomie 6, setzen. Damit disqualifiziert er sich für jede sachliche Diskussion.

  4. @Thinkself

    Meisterhaft auch die Prognosen bis weit in die Zukunft:

    Es regnet, man spürt die Tropfen.
    Herr Friedrich: Es regnet.
    Es kommt ein Gewitter, man sieht schon Blitze.
    Herr Friedrich: Es kommt ein Gewitter.
    Es wird alles teurer, man spürt‘s in der Geldbörse.
    Herr Friedrich: Wir haben Inflation.

  5. Der Knackpunkt ist, ob das Vertrauen in Geld einen Knacks bekommt! :-) Meiner Meinung nach stehen wir kurz davor – oder vielleicht auch schon kurz dahinter…

    1. Herr Friedrich liegt überall ausser bei den Kryptos richtig.Für mich unverständlich, dass ein guter Wirtschaftskenner von Ponzisystemen überzeugt sein kann.In Sachen Inflation liegt er absolut richtig, denn die Lohn/ Preis/ Spirale ist erst ganz am Anfang.Auch andere Güter werden sich aufschaukeln.Inflationverstärkend sind auch die prozentualen und steigenden Abgaben auf Energie.So hat eine Zeitung geschrieben,dass beim jetzigigen Spritpreis an der Zapfsäule der Rohölpreos damals bei 140 Dollar lag, d.h.der Staat kassiert immer überproportional und ist der grösste Missetäter bei der Enteignung der Unterschicht.
      Die Rückabwicklung der Globalisierng wird die Inflation auf Jahre hinaus beschäftigen.Den grünen Billigstrom der Energiewende habe ich bewusst unterschlagen.Dass Inflationsleugner den Friedrich nicht lieben bestätigt ,dass man oft gegen die Person und nicht für die Sache ist.

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