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Dieselbe Party zweimal feiern? Die „Inflation ist niedriger-Rally 2.0“ – geht das gut? Marktgeflüster (Video)

Donnerstag letzter Woche feierten die Märkte eine wilde Rally nach den niedriger als erwartet ausgefallenen Daten zur Inflation in den USA. Heute dann die US-Erzeugerpreise – und die Märkte wollen die Inflations-Party 2.0 feiern. Dabei ist doch evident, dass Verbraucherpreise und Erzeugerpreise in der Regel einen sehr ähnlichen Trend haben – und im Oktober war dieser Trend eben schwach. Auffallend ist, dass die Renditen die Party nicht wirklich mitfeiern – aber dennoch ist der ansonsten auf die Renditen so sensibel reagierende Nasdaq der mit Abstand stärkste Index. Auch der Dollar fast wieder da, wo er vor den US-Erzeugerpreisen stand. Der Fokus der Märkte dürfte sich bald mehr und mehr vom Thema Inflation auf das Thema Rezession verschieben..

Hinweise aus Video:

1. Webinar: Wie entstehen Videoausblick und Marktgeflüster, Mittwoch 18Uhr (link): http://y2u.be/fxNvhx_6C2Q

2. Sehen wir die Jahresendrally? Expertenanalyse

3. Wall Street: Rally trifft auf Widerstand – Diese Marken sind wichtig



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2 Kommentare

  1. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Die Inflation ist gekommen um zu bleiben und die Märkte werden entsprechend reagieren. Die Inflation bemisst einmal den Vorjahresmonat und einmal den Vormonat.

    Beim Vorjahresmonat kommt der Basiseffekt hinzu. Zusammengefasst kann man sagen,liegt die Inflation bei rund 15,5 Prozent, wenn man die letzen 2 Jahre, in Gänze betrachtet , denn schon im Herbst 21, war die Inflation stark angestiegen.
    Der Basiseffekt ist nicht zu unterschätzen, denn der Basiseffekt macht es erst möglich, dass die Inflation in Wellen kommt.
    Aber unterm Strich bleibt die Inflation, die Geldentwertung hoch. Sie wird sicherlich mindestens 25 Prozent betragen, wenn man später mal die Inflation von 20 bis 25 bemisst.
    Insgesamt bleibt die Realverzinsung weiter negativ, stark negativ. Nicht nur wenige Zehntel, sondern mehrere dutzend Basispunkte.
    Bei rund 4 Prozent oder 40 Basispunkten liegt sie aktuell im Minus. Das ist ein neuer Negativ- Rekord nach unten!
    Der Vergleich mit der früher hinkt gewaltig. Die Renditen der Staatsanleihen lagen früher, zumindest bei den Langläufern, immer über der jeweiligen Inflationsrate, wenn man die gesamte Laufzeit betrachtet.
    Natürlich gab es Spitzen, wo die Inflation mal kurz drüber lag, aber über die gesamte Laufzeit lag die Rendite im Plus.
    Beispiel: Wenn Sie in den USA im Jahre 80 eine Dreißigjährige zu 15,5 Prozent Kupon für 100 Prozent Bepreisung erworben haben, dann lag die durchschnittliche Inflation bei rund 5,5 Prozent pro Jahr ,die Real Rendite somit bei stolzen 10 Prozent.

  2. Pingback: Aktuelles vom 16.11.2022 | das-bewegt-die-welt.de

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